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Dokumente, Briefe, Formulare

 

 

 


 

Inhalt dieser Seite (bitte auf das gewünschte Thema klicken!)

 

1) Passierschein zum Ziegenkauf

4) Geburts- & Heiratsurkunde

  7) Briefkopf mit Saar-Wappen

2) Familienreiseerlaubnis 1945

5) Schulzeugnisheft

  8) Entnazifizierung / Epuration

3) Kinderreiseausweis

6) Einbürgerung ins Saarland

   9) Freischwimmerzeugnis der SLRG

 

 

 10) Jugendherbergsausweise

         

Weitere Dokumente finden Sie im Kapitel Ausweise (Personalausweise, Pässe, Führerscheine usw.) sowie unter Kfz-Kennzeichen (Versuchswagen-Zulassung, Kraftfahrzeugbriefe) und Allgemeines zum Verkehr (Fahrradschein).

 


 

 

1) 1946: Bescheinigung des Bürgermeisters für einen Passierschein zwecks Ziegenkauf

 

Während der französischen Besatzungszeit durfte die Bevölkerung sich noch nicht frei von A nach B begeben. Wenn man aber einen wichtigen Grund hatte, konnte man über das Bürgermeisteramt einen Passierschein bei der Besatzungsbehörde beantragen lassen. - Die Ämter verwendeten damals noch die alten Stempel aus dem 3. Reich. Das Hakenkreuz hatte man aber aus ihnen herausgeschnitten.

(Dokument von Karl Abel, Rohrbach.)

 

 

 

 

2)  1945: Reiseerlaubnis der Militärregierung in Mainz zur Rückfahrt ins Saarland (von R. Freyer)

 

Während der zweiten Evakuierung der Saarländer 1944 verbrachte meine Mutter die letzte Zeit des Krieges zusammen mit meinem Bruder Klaus, der damals sechs war, und meiner Winzigkeit (ich war noch nicht ganz drei Jahre alt), in Mainz. Dort wohnten die beiden Schwestern meiner Mutter. Mein Vater war als Soldat und nach dem Krieg bis 1948 als Kriegsgefangener in Russland (siehe Vati kommt heim). Wenige Wochen nach dem Ende des Krieges, nämlich im Mai 1945, wollte sie in unsere Wohnung in Neunkirchen zurückfahren. Dafür benötigte sie eine Genehmigung der amerikanischen Militärregierung in Mainz. Da die Züge noch nicht oder nur sehr unregelmäßig fuhren, durften wir am 16. Mai zwischen 6 und 21 Uhr auf einem Kohlen-Lastwagen ins Saarland mitfahren:

 

 

      

                                                                    (Im Stempel rechts steht: "Allied Expeditionary Force Military Government")

                           

 

3)  Kinderreiseausweis

 

 

 

 

4)  Geburts- und Heiratsurkunden

 

Diese Geburtsurkunde wurde zehn Jahre nach der Geburt des Inhabers ausgestellt. Wahrscheinlich wurde sie zum Besuch der Höheren Schule benötigt.

 

                         

 

   

 

    

                         

Details von verschiedenen standesamtlichen Urkunden aus Neunkirchen, Saarbrücken, Riegelsberg und Saarlouis. Bis 1955 beinhalten sie das Saarlandwappen.

 

 

Ausschnit aus einer Heiratsurkunde von 1953:

 

 

   

5)  Auszug aus einem Schul-Zeugnisheft

 

An den Schulen wurden keine einzelnen Zeugnisformulare ausgeteilt, sondern die Schüler bekamen ein Zeugnisheft, in das dreimal im Jahr die Noten eingetragen wurden. Die Schuljahre waren damals noch in drei "Tertiale" eingeteilt, an deren Ende man jeweils ein Zeugnis erhielt.

 

Das Schulnotensystem war dem französischen System angepasst: Die Noten reichten von 0 (ungenügend) bis 20 Punkte (sehr gut).

 

 

 

 

 

 

 

  

6) Einbürgerung ins Saarland

 

Das Dokument zu diesem Thema ist jetzt auf der Seite Staatsangehörigkeit unter Punkt D) zu finden.

 

            

 

7)  Der Briefkopf der Feuerversicherungsanstalt Saarland beinhaltete das Saarland-Wappen. (Näheres zum           Wappen des Saarlandes gibt es hier.)

 

 

 

 

 

 

         

           

 

8) Dokumente der

 

 

Entnazifizierung und  

 

 

Epuration

 

Nachdem die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt hatten, ergriffen sie Maßnahmen, um alle Deutschen, die im 3. Reich und während des Krieges mit dem Nazi-Regime sympathisiert hatten, zu bestrafen oder zumindest aus ihren Ämtern zu entfernen. Dabei genügte als Grund häufig schon, Mitglied in der NSDAP gewesen zu sein, es wurde aber auch überprüft, wie intensiv man mit den Nazis kollaboriert hatte. Diese "Säuberung" der deutschen Gesellschaft von allen Einflüssen des Nationalsozialismus nannte man Epuration oder Entnazifizierung. Sie wurde in den vier Besatzungs-zonen mit unterschiedlicher Härte durchgesetzt. Die von den Franzosen im Saarland eingesetzte Regierung bestand überwiegend aus Emigranten und anderen Nazi-Gegnern. Vermutlich war das der Grund dafür, weshalb sie diese Säuberungsaktionen im Saarland viel gründlicher und strenger durchführte, als es in den anderen Besatzungszonen, einschließlich der sowjetischen, geschah.

Die Bilder zeigen Teile eines Entlassungsdokuments aus dem "Camp de séjour surveillé" (Internierungslager) in Theley.

 

Über das Thema Entnazifizierung wird es auf dieser Webseite demnächst ein eigenes Kapitel geben.

 

Einer unserer ehemaligen Lehrer hat bei späteren Klassentreffen von seinen großen Schwierigkeiten erzählt, in seinem Beruf als Lehrer nach dem Krieg wieder Fuß zu fassen. In meiner eigenen Familie hatte ich von solchen Vorgängen nie etwas gehört, weil darüber (zumindest im Beisein von uns Kindern) nie gesprochen wurde. Aber kürzlich, auf meiner Suche nach Dokumenten aus früheren Zeiten, fand ich in den Unterlagen meiner Eltern einen kurzen Brief, der seinem Empfänger unangenehme Folgen ankündigte. Mein Großonkel ("Onkel Fritz") war offensichtlich dem Vorwurf der Kooperation mit den Nazis ausgesetzt, denn etwa ein halbes Jahr nach Kriegsende schrieb ihm sein Arbeitgeber:

 

 

 

 

 

In einem anderen Fall ging die Sache glimpflicher aus:

 

 

Weiteres zu diesem Thema finden Sie demnächst auf einer neuen Seite über Epuration/Entnazifizierung.

 

           

 

9) Frei- und Fahrtenschwimmerzeugnis der SLRG (Saarländische Lebens-Rettungs-Gesellschaft)

 

Die SLRG war die saarländische Entsprechung zur DLRG.

 

  

 

 

 

 

10) Jugendherbergsausweise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Weitere Dokumente finden Sie im Kapitel Ausweise (Personalausweise, Pässe, Führerscheine usw.)

 

sowie unter Kfz-Kennzeichen (Versuchswagen-Zulassung, Kraftfahrzeugbriefe) und Verkehr (Fahrradschein).

 

  


Diese Seite wurde im Jahr 2007 begonnen und zuletzt bearbeitet am 17.11.2011

 

 

 

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