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Saar-Flugzeuge 2

 

 

Alle im Saarland von 1949 bis 1959

 

zugelassenen Maschinen

 

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Texte von Stefan Rimkus;  Gestaltung der Seite: R. Freyer                                              

 

Für die Flugzeuge mit SL-Kennung wurde damals eine eigene saarländische Luftfahrzeugrolle geführt, in die sie mit ihren Haltern bzw. Eigentümern und den Daten ihrer Registrierung und Abmeldung eintragen wurden. Sie soll von der damaligen französischen Verwaltung geführt worden sein. Über ihren Verbleib ist uns derzeit nichts bekannt - eventuell existiert sie heute noch in einem saarländischen Archiv - (weiß jemand etwas darüber?).

 

Insgesamt konnten wir 35 Flugzeuge mit saarländischem Kennzeichen ermitteln. Hinzu kamen noch einige wenige, die zwar eine französische Kennung hatten, deren Halter aber Saarländer waren; dies war damals offensichtlich möglich.

 

Eines der im Saarland stationierten Flugzeuge flog mit einer schweizerischen Kennung (HB-ESG - siehe auf unserer Seite Flugverkehr 1 am Ende von Abschnitt 3a).

 

 

a) Flugzeuge mit saarländischer Kennung

 

SL-AAA – eine Piper J.3C-65 Cub (L-4H), durch Balthasar Goldstein und Walter Schuck für den Aero-Club Saarbrücken erworben von einem amerikanischen Major aus Stuttgart. Das Flugzeug hatte vorher die militärische amerikanische Kennung 44-79781. Leider konnten wir nicht feststellen, wann sie ins saarländische Register eingetragen wurde. Ins deutsche Register wurde sie am 24.06.1959 mit der Kennung D-ECAV eingetragen. Halter war immer noch der Aero-Club Saar. Sie trug anfangs Schriftzug und Emblem des Bekleidungshauses Sinn in Saarbrücken und Neunkirchen.

 

Im Saarland ist sie bis 1969 geflogen worden. Dann wurde sie mehrfach verkauft, zuletzt 1983 nach Hamburg. 1985 wurde sie aus dem deutschen Register abgemeldet und nach England verkauft. Dort flog sie bis ca. 2015. Momentan (2016) wird sie restauriert und soll ihr ursprüngliches Aussehen als amerikanisches Verbindungsflugzeug wieder erhalten.

 

SL-AAB – eine Klemm Kl 25 Coupe; sie ist angeblich von der saarländischen Regierung aus der Schweiz erworben worden. Dort war sie vom 24.07.1929 bis zum 04.01.1951 geflogen, zuletzt für den Aero-Club Suisse/Zürich. Danach war sie bis zu ihrer Löschung aus dem deutschen Register am 01.04.1963 für die Flugsportfreunde Saarlouis-Merzig eingetragen. Ihre Kennung lautete von 1951 an SL-AAB und ab 24.06.1959 D-ENEC. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAC, später SL-ABC – eine Piper J.3C-65 Cub (L-4J), die zuerst für das amerikanische Militär mit der Kennung 44-80344 flog und später zivil in Frankreich zugelassen war mit der Kennung F-BDTL. Am 03.12.1952 wurde die französische Zulassung gelöscht, das Flugzeug wurde ins Saarland verkauft. Dort flog sie unter SL-AAC für die Fliegerschule Saarbrücken im Aero-Club Saar. Sie erhielt - als einziges saarländisches Flugzeug - irgendwann eine zweite SL-Kennung (SL-ABC; es wäre interessant zu erfahren, wann und warum dies geschah!) Ab 24.06.1959 flog sie mit der Kennung D-EDUH. Danach wurde sie nach Hamburg verkauft und 1975 weiter nach Dänemark, wo sie von 1976 bis 1982 zugelassen war. Anschließend ist sie nach Schweden verkauft worden (SE-IML) und kurze Zeit später nach Norwegen (LN-RBI). Dort fliegt sie noch heute.

 

SL-AAD – eine Stampe SV.4C. Erster Besitzer soll Marcel Klippel gewesen sein, der sie über eine Vermittlung von Gerd Gensheimer in Nancy gekauft haben soll. Am 24.06.1959 erhielt sie ihre deutsche Kennung D-ECEV, und ihr Halter war spätestens von da an der Aero-Club Saar, der sie auch bis zu ihrer Löschung aus der Luftfahrzeugrolle Ende 1965 betrieb. Verbleib unbekannt. Foto aus d.Zeitschrift Modelflug international 1/81

 

Dieses Flugzeug war eines der beiden einzigen Doppeldecker, die im Saarstaat zugelassen waren; das andere war die SL-AAF.

 

SL-AAE – eine Starck AS.80. Von diesem Flugzeug konnte keine französische Registrierung ermittelt werden. Da das Flugzeug Baujahr 1953 ist, gehen wir davon aus, dass es als Neuflugzeug sofort eine saarländische Kennung erhielt. Halter war ab dem 24.06.1959 Walter Conrad aus Saarlouis. Da ist das Flugzeug in die deutsche Luftfahrzeugrolle eingetragen worden mit der Kennung D-EHOZ. Wir denke, Walter Conrad war auch schon vorher der Besitzer. Er hat das Flugzeug noch bis zum Januar 1964 betrieben. Dann wurde es aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAF – ein Dopeldecker DH.82A Tiger Moth, war zuerst bei der RAF mit der militärischen Kennung DE680, wurde nach Ende des zweiten Weltkrieges ausgemustert und erhielt am 02.09.1953 die zivile britische Kennung - G-ANBZ. Kurze Zeit später, am 03.12.1954, wurde sie ins Saarland verkauft und dort registriert. Eigentümer wurde nach der Eintragung ins deutsche Register (D-ELYG) Richard Loose aus Freiburg. Wir wissen nicht, ob er auch während der Zeit mit der saarländische Kennung der Besitzer war, es ist jedoch anzunehmen. In den folgenden Jahren wechselte das Flugzeug mehrfach den Besitzer, blieb aber immer in Freiburg, bis sie im Januar 1964 aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht und nach Dänemark verkauft wurde. Dort wurde versucht das Flugzeug zuzulassen (OY-ALT) und zu restaurieren. Es ist auch damit begonnen worden, aber sie wurde nicht fertig gestellt. Der dänische Besitzer konnte sie dann in unrestauriertem Zustand nach England verkaufen, wo sie z.Z. flugfähig restauriert wird. Heutiger Besitzer ist David Shew, Preston Candover, Basingstoke und sie soll ihr ursprünglich englisches, ziviles Kennzeichen G-ANBZ wieder erhalten. In der Zeitschrift Pilot vom Juli 2016 soll ein Artikel über die Restauration veröffentlicht worden sein. Sie soll voraussichtlich 2017 wieder fliegen.

 

SL-AAG – eine Praga E.114 M. Dieser tschechische Flugzeugtyp wurde auch schon vor dem Krieg produziert. Zuerst zugelassen in der Tschechoslowakei mit der Kennung OK-BGG, wurde diese Maschine kurze Zeit später nach Frankreich verkauft und erhielt das französische Kennzeichen F-BCSJ. Am 04.07.1955 wurde sie von Balthasar Goldstein im Saarland zugelassen. Er flog die Maschine noch bis zum November 1961, zuletzt mit der deutschen Kennung D-EMIB. Der letze Besitzer der Maschine war ein Walter Barthelmes aus Würzburg, der sie im Juli 1966 aus der Luftfahrzeugrolle löschen ließ. Ich konnte den Sohn von Walter Barthelmes ausfindig machen, der in Würzburg ein Restaurant betreibt. Er hat mir auf die Frage nach dem Verbleib der Maschine gesagt, das sein Vater, der 1998 verstarb, das Flugzeug nie verkauft hat und er nun Nachforschungen über den Verbleib anstellen wird. Er ist übrigens UL-Flieger. Leider habe ich bis heute keine weitere Nachricht von ihm bekommen.

 

SL-AAH – eine Piper PA 14 Family Cruiser ist von einem M. Robert Cuny am 26.11.1948 mit der Kennung F-BFFC in Frankreich registriert worden. Am 02.04.1954 wurde es im französischen Register gelöscht und ins Saarland verkauft. Besitzer wurde der Aero-Club Saar e.V., Ensheim, der sie am 22.08.1960 mit der Kennung D-EMOB ins deutsche Register eintragen ließ. Der Aero-Club Saar e.V. betrieb sie noch bis zum November 1971 und verkaufte sie dann. 1976 wurde sie endgültig aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht und nach Dänemark verkauft. Dort flog sie viele Jahre (1976-2001) mit der Kennung OY-ALO in Stauning. Im August 2001 wurde sie in die USA verkauft und fliegt heute mit der Kennung N55DV.

 

SL-AAI – eine Jodel D.92 Bebe. Sie soll laut Gerd Gensheimer einem Willi Staub gehört haben und ist im Juli 1957 in saarländische Register eingetragen worden. Wir haben herausgefunden, dass Willi Staub begeisterter Modellbauer war, und vermuten, dass er dieses Flugzeug selber gebaut hat. Die Bebe war ein klassisches Homebuild. Diese Maschine hat jedoch die Werk-Nummer 327 und wurde somit durch eine Firma gebaut. Wenn Willi Staub jemals Besitzer dieses Flugzeuges war, hat er es vor der Eintragung ins deutsche Register (D-EHUZ) am 30.10.1962 verkauft an Herbert Brockhoff aus Saarbrücken. Dieser hat das Flugzeug im März 1967 aus der Luftfahrzeugrolle löschen lassen. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAJ – eine Jodel D.119, sie wurde im August 1957 ins saarländische Register eingetragen. Halter war Ludwig Serr aus Homburg, der das Flugzeug bis zu seiner Löschung aus dem deutschen Register im Juli 1972 flog. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAK - eine Piper J.3C-85 Cub (L-4H)

 

 

Sie flog zuerst für das amerikanische Militär (43-30073) im Krieg und wurde anschließend an das französische Militär weitergegeben. Wir konnten nicht feststellen, wann das Flugzeug ins Saarland kam, es flog jedoch auch damals schon für die Karlsberg-Brauerei aus Homburg. Bis Mai 1965 flog das Flugzeug mit der Werbung für die Brauerei. Dann wurde es verkauft. 2008 meldete der letzte deutsche Besitzer das Flugzeug ab und verkaufte es nach Frankreich. Dort ist es in einem D-Day- Museum in Sainte Mère-Église ausgestellt (Musée Airborne).

 

SL-AAL – eine Bücker Bu 181 B-1 Bestmann, die noch aus Kriegszeiten stammt. Nach dem Krieg wurden alle noch funktionsfähigen deutschen Flugzeuge durch die Alliierten eingesammelt. Die Briten haben nach dem Krieg ca. 90 Bücker Bestmann an die französischen Behörden abgegeben. Die haben den Flugzeugen eine neueWerknummer verpasst (FR.1-FR.90) und sie dann an französische Fliegerclubs abgegeben. So war es auch bei dieser Bücker. Sie soll nach einem Unfall aus den Flugzeugen, der FR.33 und FR.90 zusammengebaut worden sein. Das Kennzeichen aus der Zeit bei der Luftwaffe ist nicht bekannt. Danach hatte sie eine Kennung der RAF (VM772) und zwei zivile, französische Kennzeichen (F-BBLA und F-BCSX). Mit dem zweiten Kennzeichen ist die Maschine auch am 20.01.1955 ins Saarland gekommen. Die Maschine soll nach französischen Angaben auf die Schloss-Brauerei zugelassen worden sein. Wie wir wissen, hat sie kurze Zeit später (wohl am 20.12.1955) eine Bruchlandung hingelegt (siehe Foto). Anschließend ist sie aber nach Bonn verkauft und wieder instand gesetztworden. Am 18.08.1956 erhielt sie ihr bundesdeutsches Kennzeichen D-EMAS. Am 24.06.1957 wurde sie weiter verkauft an die Flugtechnische Gruppe a.d. Staatlichen Ingenieurschule e.V. in Eßlingen. Dort flog sie viele Jahre bis 1964. Nach einem Zwischenaufenthalt in Dortmund wurde sie 1993 an den Sportfliegerclub Gandersheim-Seesen e.V. verkauft, der sie restaurieren wollte. Aus Kostengründen ist das aber nicht passiert und die Maschine wurde als Projekt verkauft. Heute soll sie in Itzehoe stehen und auf ihre Restaurierung warten.

 

SL-AAM – eine Jodel D.92 Bebe soll laut Gerd Gensheimer das erste Flugzeug von Karl-Heinz Martin gewesen sein. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, es ist auf jeden Fall aus den uns vorliegenden Quellen nicht festzustellen. Nach der Quellenlage ist das Flugzeug neu ins Saarland gekommen und wurde entweder im August 1953 oder August 1954 ins saarländische Flugzeugregister eingetragen auf die Halter W.  Schmidt & R. Gessinger. Am 06.01.1962 wurde das Flugzeug auf Raimund Gessinger aus Heusweiler-Saar mit der Kennung D-ENIC ins deutsche Register eingetragen. Im Mai 1964 hat er das Flugzeug aus dem Register gelöscht. Nach einer Quelle soll das Flugzeug 1994 restauriert und mit der Kennung D-EURA registriert worden sein. Das ist nach unseren Quellen nicht nachvollziehbar. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAN – eine Stinson HW-75 Reliant. Sie wurde 1949 von einem Herrn Baumgarten einem in Frankreich stationierten amerikanischen General abgekauft und zivil mit der Kennung F-BESY registriert. Am 20.05.1955 erhielt sie dann ihre saarländische Zulassung, Halter war nun eine Fa. Baumgarten. Zwischen Mai und Oktober 1955 hatte sie einen Überschlag auf dem Flugplatz in Saargmünd. Im Oktober wurde sie dann verkauft an Richart Vester Saarbrücken. Am 31.12.1959 wurde sie ins deutsche Register mit der Kennung D-EMUB eingetragen Halter war Richard Vester aus Oberwürzbach-Rittersmühle, der sie mindestens bis 1965 flog. 1973 flog sie zum letzten Mal mit ihrer deutschen Kennung. Danach wurde sie in Egelsbach abgestellt und im Dezember 1975 aus dem Register gelöscht. Mit ihrer Löschung wurde sie nach Dänemark an Jens Toft verkauft, der sie restaurierte und in Dänemark mit der Kennung OY-EFP wieder zuließ. Dort fliegt sie noch heute.

 

SL-AAO – eine Jodel D.112 Club. Ist als Neuflugzeug erstmalig im September 1956 im Saarland zugelassen worden auf den Halter Reinhard Schwindt (Büromaschinenhandel). Am 24.6.1959 meldete dieser, jetzt wohnhaft in Saarbrücken, das Flugzeug im deutschen Register an. Sechs Monate später verkaufte er es an Dr. Willi Conrad aus Fischbach-Camphausen, der es wiederum fünf Monate später an den Motorflug Mittelmosel Ges.B.R. in Traben/Trarbach weiterverkaufte. Dort flog es bis Dezember 1966. Der letzte Halter, den wir ermitteln konnten, war Volkmar Sachet aus 04626 Grünberg. Er meldete das Flugzeug im September 1996 auf seinen Namen an. Es ist derzeit immer noch zugelassen.

 

SL-AAP – eine Arado Ar 79, war ein ehemaliges Luftwaffenflugzeug (VA+HP); sie soll mit dem französischen Hochkommissar Grandval ins Saarland gekommen sein und wurde später an Alois Philippi verkauft, der die Maschine bis September 1963 flog.

 

Beim Deutschlandflug 1957 machte sie am 22. Juli in Karlsruhe-Forchheim eine Notlandung (siehe zweites Foto rechts (Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA Schlesiger 1957 / A 4 138/1/3 A) und auf der Seite Flugverkehr 1 im Abschnitt 4d).

 

Am 24.6.1959 erhielt sie ihre deutsche Kennung (D-ECUV), mit der sie noch bis zum Februar 1970 flog. Dann wurde sie aus dem Register gelöscht.

 

1996 erwarb sie das Museum für Verkehr und Technik, ließ sie von der Lufthansa restaurieren und registrierte sie mit der Kennung D-EMVT. Sie wurde bis 2011 aktiv geflogen und hängt heute an der Decke des Deutschen Technischen Museums in Berlin.

 

SL-AAQ – eine Nord N.1203 Norecrin II. Das Flugzeug war aus dem Baujahr 1955 und ist somit höchstwahrscheinlich als Neuflugzeug ins Saarland gekommen. Es wurde zugelassen auf Josef Mayr aus Uttenreuth bei Erlangen.  Dieser besaß dort eine Elektrotechnische Fabrik. Er behielt das Flugzeug bis Juni 1961 und verkaufte es weiter an Otto Wagner aus Schwäbisch-Gmünd. Der flog es bis Juni 1985 und meldete es dann ab. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAR – eine Piper J.3C-65 Cub (L-4J), kam mit der US-Luftwaffe nach Europa (45-4457) und wurde nach Ende des Krieges in Frankreich zivil zugelassen (F-BDTF). Leider konnten wir nicht ermitteln, wer der Halter während ihrer Zeit im Saarland war. Sie ist schon am 23.05.1956 für den Motorflug-Club Haßfurt e.V. mit der Kennung D-EBAF ins deutsche Register eingetragen worden. Sie ist durch sehr viele Hände gegangen und heute in Osnabrück-Atterheide stationiert.

SL-AAS - eine Bücker Bu 181 B-1 Bestmann, sie ist ebenfalls über den Weg Deutsche Luftwaffe – RAF – Französische Behörde ins Saarland gelangt. Laut Gerd Gensheimer war ein Richard Müller der erste saarländische Besitzer; das können wir aber nicht belegen. Sie trug Bier- Werbung für Neufang Favorit. Am 24.06.1959 wurde sie vom Flugsportverein Kreis St. Ingbert mit der Kennung D-ECYV ins deutsche Register eingetragen. Der hat sie noch mindestens bis September 1963 geflogen. Heute steht das Flugzeug in der Außenstelle des Deutschen Museum München in Schleißheim.

 

SL-AAT – eine Cessna 180 Skywagon, wurde von der Becker Brauerei in St. Ingbert neu gekauft und 1955 zugelassen. Für die Brauerei ist sie noch bis 1968 geflogen, ab 24.06.1959 mit der deutschen Kennung D-EDAH. Vor ein paar Jahren ist sie beschädigt in die USA verkauft worden.  

 

SL-AAU – eine Piper PA 16 Cipper, wurde 1949 gebaut und am 28.05.1949 in Frankreich zugelassen (F- BFMB). Am 04.01.1956 wurde das Flugzeug aus der französischen Luftfahrzeugrolle gelöscht und ins saarländische Register eingetragen. Halter war die Fa. Gebr. Fauser GmbH aus St. Ingbert. Am 24.06.1959 wurde sie mit der Kennung D-EDEH ins deutsche Register eingetragen. Sie flog von da an mit dem Schriftzug Landsieg. Wie bekannt war ihr Ende tragisch. Der letzte Halter Heinz Untersteller aus Seelbach stürzte am 20.04.1969 zusammen mit seinem Bruder an Bord in St. Ingbert tödlich ab (siehe Seite Flugzeuge 1, 3c).

 

SL-AAV – eine Messerschmitt Bf 108 B-1. Die Maschine hatte als ersten Besitzer kurzfristig einen zivilen Halter, bis sie vom Staat requiriert wurde und bis Kriegsausbruch für die Deutsche Botschaft in London flog. Bei Kriegsausbruch wurde sie abermals requiriert, diesmal von den Engländern, und als Verbindungsflugzeug genutzt.Nach dem Krieg ist sie wieder privatisiert worden und flog bis April 1050 mit einer britischen Registrierung (G-AFRN). Dann wurde sie in die Schweiz verkauft und flog dort ca. fünf Jahre mit der Kennung HB-ESL. Im August 1955 wurde sie im Saarland als SL-AAV zugelassen auf den Halter Bodo Klein aus Hessmühle-Siersburg, der sie auch am 24.06.1959 ins deutsche Register ummeldete (D-EDIH). Am 07.09.1980 ist das Flugzeug bei einem Startunfall zerstört worden.

 

SL-AAW – eine Fairchild F.24R-46A Argus III. Auch dieses Flugzeug kam mit den Amerikanern (44-83171) nach Frankreich und wurde nach Ende des Krieges zivil in Frankreich zugelassen (F-BDAQ). Wann es im Saarland registriert wurde, konnte nicht ermittelt werden. Der erste Besitzer soll aber die Kugellagerfabrik Baumgarten gewesen sein. Eventuell derselbe Herr Baumgarten, der die SL-AAN 1955 ins Saarland geholt hat. Er hat sie aber kurz danach wieder verkauft, denn als sie am 29.03.1960 ins deutsche Register eingetragen wurde (D-EMYB) war ihr Halter Alphonse Paul aus Saarbrücken. Das Flugzeug wurde bis 1973 von ihm geflogen und dann aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAX – eine Piper J.3C-65 (L-4J) kam ebenfalls über den anscheinend üblichen Weg US-Luftwaffe (44-80506) und ziviler französischer Halterschaft (F-BFQB) ins Saarland. Am 29.06.1956 wurde ihre französische Registrierung gelöscht, und sie erhielt ihr saarländisches Kennzeichen. Halter war der Universitäts-Flugsport-Club Saarbrücken, der sie auch am 31.12.1959 ins deutsche Register mit dem Kennzeichen D-ENAC eintrug. Sie wurde vom Universitäts-Flugsport-Club noch bis mindestens 1963 geflogen und am 04.01.1982 in das schwedische Register eingetragen (SE-AMB). Dort wurde sie 1988 gelöscht. Verbleib unbekannt.

 

SL-AAY – eine Piper PA 17 Vagabond, am 09.07.1948 ins französische Register eingetragen (F- BETG), wurde sie nach der hier vorliegenden Quellenlage am 23.04.1956 an Hr. Johantgen aus Lebach verkauft und im Saarland zugelassen. Nach Gerd Gensheimer war ein Heinrich Thielen Besitzer des Flugzeugs. Dieses Flugzeug wurde jedoch nie ins deutsche Register eingetragen, sondern ging am 21.05.1958 zurück zum Touring Club Association of France (F-BHHE). Heute fliegt es in England (G-BDVB).

 

SL-AAZ – eine Piper J.3C-65 Cub (L-4H), kam auch über die US-Airforce nach Europa (43-79321). Danach zivile Nutzung in Frankreich (F-BGQV), schließlich wurde sie am 28.02.1957 vom Flugsport-Club Lebach e.V. gekauft und im Saarland zugelassen. Heute ist der Frankfurter Verein für Luftfahrt e.V. der Halter; sie ist in Egelsbach stationiert (D-EDOH).  Foto: Flugsport-Club Lebach

 

SL-ABA – eine Jodel D.92 Bebe, nach eigenen Recherchen im Februar 1954, nach einer anderen Quelle am 21.06.1956 in Frankreich zugelassen mit der Kennung F-PFBD und dem Halter Monsieur ROBIN Pierre. Am 20.05.1959 wurde das Flugzeug aus dem französischen Register gelöscht und ins Saarland verkauft an einen M. Rossler de Sarrebruck (wahrscheinlich sollte es Rössler heißen). Es war nie in der Luftfahrzeugrolle registriert, soll aber bis 1966 zugelassen gewesen sein. Es wurde auch keine deutsche Kennung für diese Maschine reserviert. Wahrscheinlich wurde das Flugzeug wieder französisch registriert; dazu fehlen aber jegliche Nachweise.

 

SL-ABB – Diese Jodel D.112 Club wurde von Helmut Emmerich, Zahnarzt aus Neunkirchen, neu gekauft und ins Saarland gebracht. Dort wurde es im Juni 1957 registriert. Dr. Emmerich erkundete mit diesem Flugzeug 1957 die Möglichkeit, in Ludwigsthal auf dem Gelände des Stillen Winkels einen Flugplatz zu errichten, in dem er damals mehrfach in ca. 2 m Höhe über die abgeernteten Felder flog. Der Test fiel positiv aus, und man nahm Kontakt mit dem Ortsvorsteher auf. „Der Plan des Flugplatzes Ludwigsthal verwirklichte sich nicht, da in Bexbach hinter dem Blumengarten mit Hilfe der US-Pioniere aus Ramstein mit schwerem Gerät an der Fertigstellung des heutigen Flugplatzes Bexbach gearbeitet wurde.“ (Zitat aus 'es-heftche', Jahrgang 03/279). Dr. Emmerich verkaufte das Flugzeug im Februar 1966. Es flog noch bis 1977 mit deutscher Registrierung (D-EMAB). Diese wurde dann gelöscht und das Flugzeug in die Niederlande verkauft. Der neue Besitzer wollte das Flugzeug restaurieren, verlor aber schnell das Interesse und verschrottete es noch 1977.

 

SL-ABC siehe SL-AAC. Dies war das einzige saarländische Flugzeug, das eine zweite saarländische Registrierung erhielt; wir konnten bisher nicht in Erfahrung bringen, wann und warum dies geschah.

 

SL-ABD - Diese Piper J.3C-65 Cub (L-4J) nahm ihren Weg von der US-Luftwaffe (43-30514) in Frankreich über die Schweiz (HB-OUG von 1947-1957) ins Saarland, wahrscheinlich 1957. Nach ihrer Registrierung in der Luftfahrzeugrolle am 24.06.1959 gehörte sie Josef Bischofberger aus Pirmasens (D-ECYF). Er behielt die Maschine jedoch nur zwei Jahre, ließ sie am 04.05.1961 aus der Luftfahrzeugrolle löschen und verkaufte sie zurück in die Schweiz. Dort erhielt sie ein neues Kennzeichen (HB-OSY); damit fliegt sie noch heute in Neuchatel.

 

SL-ABE – Die Piper PA 12 Super Cruiser kam als Neuflugzeug aus den USA (N4052H) nach Frankreich und wurde dort mit der Kennung F-BEGP registriert. Am 25.03.1957 erfolgte die Löschung im französischen Register. Danach flog sie im Saarland für die Saarbrücker Schmierstoff G.m.b.H. aus Saarbrücken. (Weitere Informationen siehe Abschnitt 3d auf unserer Seite Flugzeuge 1). Ihrte deutsche Kennung war D-EDYH.

(Foto: ©  R.A. Scholefield)     

 

SL-ABF – eine Jodel D.119; sie wurde im September 1958 im Saarland registriert. Halter war Karlheinz Martin aus Saarbrücken. Er meldete das Flugzeug am 24.6.1959 mit dem Kennzeichen D-EHAZ in der Luftfahrzeugrolle an. Das Flugzeug war bis zu seiner Löschung am 31.01.1970 auf Karlheinz Martin zugelassen, mit einer kleinen Unterbrechung vom Januar 1962 bis Januar 1965. In dieser Zeit war der Aero-Club Neunkirchen e.V. als Halter eingetragen. Es flog Werbung für die Nähmaschinenmarke Phoenix. Die Kennung L6 am Bug (siehe Bild) deutet darauf hin, dass sie hier beim Deutschlandflug 1957 fotografiert wurde. (Foto: © Walter Barbian)

 

SL-ABG – ebenfalls eine Jodel D.119, die in Oktober 1958 auf die Donner-Brauerei in Saarlouis registriert wurde. Am 24.06.1959 erhielt sie, wie fast alle saarländischen Flugzeuge, ein deutsches Kennzeichen, nämlich D-EHEZ. Die Donner-Brauerei betrieb die Maschine noch bis zum 02.05.1963. Dann verkaufte sie das Flugzeug an den Flugsport-Club Lebach e.V. Dort blieb sie aber nur ca. 7 Monate, hatte dann mehrere Halter und wurde 1971 aus der Luftfahrzeugrolle gelöscht. Verbleib unbekannt.

 

SL-ABH – eine Jodel D.92 Bebe, die am 22.06.1951 mit der Kennung F-PFLV in Frankreich registriert wurde. Am 12.07.1958 ist sie im Saarland registriert worden. Halter war Flieger-Club Homburg e.V., der sie auch am 24.06.1959 in die Luftfahrzeugrolle mit der Kennung D-EMEB eintragen ließ. Die Homburger Flieger behielten sie noch bis zum 06.01.1962. Nach mehreren Halterwechseln soll sie am 25.10.1980 abgestürzt sein.

 

SL-ABI – eine Bücker Bu 181 B-1 Bestmann, ebenfalls aus Luftwaffenbeständen; dann von den Briten an die Franzosen übergeben. In Frankreich registriert am 14.04.1948 mit der Kennung F-BBLX. Am 25.03.1959 wurde sie für Franz Klein aus Saarbrücken ins saarländische Register eingetragen. Die Farbe für das Kennzeichen war wohl noch nicht richtig getrocknet, da musste Franz Klein das Flugzeug am 24.06.1959 mit der neuen Kennung D-EHIZ in die Luftfahrzeugrolle eintragen lassen. Er behielt das Flugzeug bis zum 19.07.1960 und verkaufte es dann an Dr. Emmerich aus Neunkirchen. Sie soll angeblich noch immer zugelassen sein, wir konnten aber nicht heraus finden wo.

SL-ABJ eine Meta Sokol L-40, die Ende 1958/Anfang 1959 in der Tschechoslowakei mit der Werk-Nr. 150503 gebaut und dann zuerst mit der Kennung OK-MNF zugelassen wurde. Ihr tschechisches CoA für Lufttüchtigkeit (ähnlich der TÜV-Plakette für Autos) lief im Januar 1959 aus. Die Maschine wurde im Juni 1959 auf der Pariser Airshow ins Saarland verkauft. Sie muss dann noch im selben Monat oder Anfang Juli in die saarländische Luftfahrzeugrolle eingetragen worden sein, und zwar mit der Kennung SL-ABJ. Im August 1959 erfolgte ihre Eintragung in die deutsche Luftfahrzeugrolle mit der Kennung D-EMAH, ihr Besitzer war dann die Josef Mahlberg GmbH, Brauerstraße 35-37 in Saarbrücken. Sie führte also maximal 4 bis 5 Wochen lang das SL-Kennzeichen und war wohl die letzte Maschine, die eine solche erhalten hatte. 1965 erwarb Heinz Steiner, Dudweiler/Saar, Wiesenstraße 16 die Maschine. Sie wird heute noch geflogen, wir konnten aber nicht herausfinden wo.

 

 

 

b) Flugzeuge mit französischer und Schweizer Kennung, die im Saarland stationiert waren

 

 

F-BAHQ - eine Stampe SV 4C mit der Werk-Nr. 1128 (Bild rechts). Sie wurde am 16.11.1951 zivil auf den französischen Staat zugelassen und dem Hochkommissariat im Saarland zur Verfügung gestellt (im Bild rechts: Gilbert Grandval). Am 13.07.1955 wurde sie zerstört (wahrscheinlich durch einen Unfall) und am 11.06.1956 aus dem französischen Register gelöscht. Quelle: http://www.immat.aviation-civile.gouv.fr/

 

F-BDSH – eine Norécrin I Nord 1201 (ohne Bild). Gemäß einer Angabe in dem Buch von Gerd Gensheimer soll sie häufig im Saarland geflogen sein, war aber nie auf einen saarländischen Halter eingetragen. Vielleicht kann einer unserer Leser hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

 

F-BGBI – eine Sipa S 901 wurde am 17.12 1951 ins französische Register eingetragen und nicht wie sonst üblich mit Nennung eines Halters, sondern nur mit der Angabe der Region, in der sie stationiert wurde. Nachfolgend der originale Eintrag aus der französischen Register-Seite: B-3286 - F-BGBI, du 17 déc. 1951. SIPA, Suresnes. Type SIPA S 901 n° 59. A/c de la région de Sarrebourg A/d de Sarrebourg (Moselle). - Radié le 4 déc. 1959, réformé. (Quelle: www.siv.archives-nationales.culture.gouv.fr/)

Wie man aus dem Eintrag erkennen kann, muss sie bis zum 04.12.1959 im Saarland gewesen sein. Es wäre interessant zu erfahren, wo sie danach verblieben ist. Dieses Flugzeug wurde der Universitäts-Flugsportgruppe Saarbrücken durch den damaligen Hochkommissar Grandval als Geschenk überreicht (siehe Seite Flugzeuge 1 unter 3a). Anscheinend ist es aber 1959 wieder nach Frankreich gekommen. Ein saarländisches oder deutsches Kennzeichen hat dieses Flugzeug nie erhalten.

 

F-BGPB – eine Auster Mk V-J. Sie kam damals aus Britannien nach Frankreich und diente zuerst bei der RAF mit der Kennung TJ471 und war später zivil zugelassen mit der Kennung G-AKMI. Im französischen Register wurde sie eingetragen am 17.04.1952 auf den Halter Monsieur Jacques BOUSQUET. Stationiert war sie auf dem Flugplatz TOUSSUS-LE-NOBLE. Die Löschung aus dem Register erfolgte am 09.01.1953 nach einem Unfall am 31.05.1952. Laut Gerd Gensheim gehörte sie einem Valentin Haser, der damit am 31.05.1962 einen Unfall gehabt haben soll. Es ist wahrscheinlich so, dass er das Flugzeug nach dem Unfall 1952 als Projekt gekauft hat und es wieder aufbauen wollte und das Unfalldatum 1962 nur ein Schreibfehler ist. In der deutschen Luftfahrzeugrolle konnte zu diesem Flugzeug nichts defunden werden.

 

F-BGPD – eine weitere Auster Mk V-J. Sie kam ebenfalls über UK nach Frankreich, diente auch zuerst bei der RAF (RT488) und wurde später zivil registriert (G-AIPN). Ins französische Register wurde sie am 04.04.1952 eingetragen mit dem Halter Monsieur Jean MAZUET aus Paris; stationiert war sie auf dem Flugplatz TOUSSUS-LE-NOBLE. Gelöscht worden ist sie am 24.02.1967. Sie soll laut Gerd Gensheimer ebenfalls Valentin Haser gehört haben, der sie 1979 gelöscht haben soll. Diese Daten passen nicht zusammen, bestärken aber die Theorie, dass Valentin Haser eventuell eines der beiden Flugzeuge wieder aufbauen wollte und deshalb zwei davon gekaut hat. Auch dieses Flugzeug war weder im Saarland noch später in Deutschland zugelassen.

 

 

F-PDHO – eine Jodel D.92 Bebe, die im August 1953 ins französische Register eingetragen wurde mit der Kennung F-WDHO. Später muss das P im Kennzeichen gegen ein P ausgetauscht worden sein. Als Eigentümer war eine Haltergemeinschaft eingetragen mit den Namen Charrier/ Roessler/Martin und mit Standort Saarbrücken. Dieses Flugzeug ist aber schon im Oktober 1954 wieder aus dem Register gelöscht worden. Dies muss der erste Eigenbau von Karlheinz Martin gewesen sein. Gerd Gensheimers Angabe ist wahrscheinlich in diesem Punkt falsch.

 

 

HB-ESG – eine NA Ryan Navion B Super 260. Die Lebensgeschichte dieses Flugzeugs finden Sie auf unserer Seite Flugzeuge 1 am Ende von Abschnitt B). Laut Gerd Gensheimer flog sie für die Fa. Gutbrod in Bübingen, er bezeichnet sie allerdings als Fairchild – da hat er sich geirrt. Auf der Internetseite www.NA3T gibt es mehrere Fotos von diesem Flugzeug nach seiner Rückkehr in die Schweiz. Sie soll heute dort irgendwo eingelagert noch existieren.

Foto: © R.A. Scholefield   

 

 


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