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Grube Hirschbach (Dudweiler)

 

 

mit den Skalleyschächten

 

 


 

Die Entstehung der Grube Dudweiler am Standort "Hirschbach" ist eng verbunden mit dem Bau der Eisenbahnlinie Saarbrücken-Neunkirchen, die 1852 eingeweiht wurde.

 

 

 

 

 

Die Bilder rechts und unten zeigen die Grube Dudweiler in der Zeit zwischen 1900 und 1910 (erst ab 1920 hieß sie Grube Hirschbach).

 

 

In den Jahren 1849 bis 1860 wurden die Skalleyschächte als Eisenbahnschächte I - III (Tiefbauschächte) unmittelbar an der Eisenbahnlinie Saarbrücken-Neunkirchen angehauen:

 

Skalleyschacht I - 1849, Teufe 632 Meter

 

Skalleyschacht II - 1850, Teufe 550,5 Meter

 

Skalleyschacht III - 1860, Teufe 432 Meter.

 

 

 

In der Nähe der Skalleyschächte wurden in den Jahren 1852/53 auch drei Kokereien gebaut und betrieben.

 

Mit der Errichtung dieser drei Tiefbauschächte auf der rechten Seite des Sulzbachtales verlagerte sich der Schwerpunkt der Kohleförderung in Dudweiler in dieses Gebiet. Das alte und erste Abbaugebiet am „Brennenden Berg“ verlor seine Bedeutung. Die letzte Grube dort, der Ludwigsstollen, wurde 1916 stillgelegt.

 

Nachdem die Tiefbauschächte und die Kokereien in Betrieb genommen waren, begann in Dudweiler, im gesamten Sulzbachtal und darüber hinaus eine Jahrzehnte lange Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Grube Dudweiler gehörte bis zum Ersten Weltkrieg zu den leistungsfähigsten Anlagen des Saarreviers. 1920 wurde sie in "Grube Hirschbach" umbenannt.

Das Bild links zeigt die Skalleyschächte I, II und III der Grube Hirschbach etwa um 1955. Im Bild rechts aus dem Jahr 1952 sind die zwei Fördertürme mit Fahnen geschmückt, Anlass dazu war wahrscheinlich ein Fest- oder Feiertag. Rechts flattert offenbar die Saarlandflagge.

 

Links eine Luftaufnahme der Grube Dudweiler von etwa 1960, also wenige Jahre nach ihrer Stillegung. Rechts der Skalleyschacht III etwa zu der gleichen Zeit. Das Fördergerüst war auf einem Malakoff-Turm aufgebaut. Unten eine weitere Luftaufnahme der Grube Hirschbach, dieses Mal aus einem anderen Blickwinkel. Sie müsste vor 1954 aufgenommen worden sein. (Dieses Foto: Régie des Mines de la Sarre, L.P.V.A.)

 

 

Die Grube Dudweiler wurde am 1. April 1952 geschlossen, genau 100 Jahre nach der Inbetriebnahme der Skalleyschächte. Bereits am 1. Juli 1950 war der Durchschlag zur Grube Camphausen erfolgt. Dorthin wurde von diesem Tag an die gesamte Förderung umgeleitet. Der letzte Förderturm wurde schließlich im Jahre 1974 abgerissen.

 

Einige Zeit nach der Schließung der Grube wurde das Gelände zum Standort für die Zentralwerkstatt und das Arbeitsmedizinische Zentrum der Regionalverwaltung Saar der RAG-Deutsche Steinkohle.

 

An der Bergehalde der Grube Hirschbach gegen Ende der fünfziger Jahre.

Ein BERLIET GDC 6D (OE 4) wird mit Hilfe eines Baggers beladen.

Der PKW in der Mitte ist ein Simca Messagère (mehr darüber siehe hier), das Cabriolet (OE 14) mit Stoffdach ist ein Opel Kadett (oder Olympia?) aus den 30er Jahren.


 

Texte zur Grube: Reiner Schwarz, Dudweiler.

Das Bildmaterial stammt (außer dem vorletzten Foto) aus dem Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler.

 


Diese Seite wurde begonnen am 29.10.2011 und zuletzt bearbeitet am 24.01.2012

 

 

 

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