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A) Neubeginn nach dem Krieg
Der Zweite Weltkrieg hat in den sechs Jahren seiner Dauer die Welt erschüttert. Er hinterließ im Saarland - wie in ganz Europa - eine humanitäre Katastrophe. Neben einer hohen Zahl von Kriegstoten, Versehrten und Verletzten sowie Kriegsgefangenen bewirkte die Zerstörung von Industrieanlagen, Straßen, Brücken, Häfen und
Eisenbahnlinien einen zeitweiligen Stillstand von Produktion und Handel.
Vom 25. Juli 1945 an befand sich die Verwaltung der Saar in den Händen der französischen Militärregierung. Für Frankreich war der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes eng verbunden mit den eigenen Interessen und stellte daher ein äußerst wichtiges Ziel dar.
Vorrangig war die Wiederherstellung der Infrastruktur. Zunächst stand die
Befriedigung der elementaren Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Wohnung
oben an. Lebensmittel waren anfangs noch rationiert und der Wohnraum
wurde zwangsbewirtschaftet.
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Nouveau départ après la guerre
A la fin de la Seconde Guerre mondiale, le monde sort
bouleversé du conflit le plus destructif de l'histoire de l'humanité. Outre un bilan humain très lourd, la destruction des usines, des ports, des routes, des ponts,
des lignes de chemin de fer désorganise la production et les échanges en Europe
comme en Sarre.
Le
monde de 1945 est donc un monde à reconstruire. En
Sarre comme ailleurs la reconstruction de l’infrastructure est
primordiale : la restauration et la production des moyens de transport et des voies de communication
jouent alors un rôle capital.
A
partir du 25 juillet 1945, l’administration de la Sarre se trouve entre les
mains des autorités militaires françaises. Pour la France, le renouveau
économique du pays est lié étroitement
à ses propres intérêts et constitue un objectif de première importance.
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Zum Überleben war Beweglichkeit gefragt. Später nannte man das Mobilität. Es mussten dringend Verkehrsmittel instand gesetzt oder neu besorgt werden, und man musste Verkehrswege entweder wieder aufbauen oder neu schaffen. So kamen insbesondere Eisenbahn- und Straßenbahnlinien wieder
in Gang. Individualverkehr war anfangs,
wenn überhaupt, nur mit dem Fahrrad möglich.
Die Zustände sollten sich im Saarland aber schneller bessern als erwartet. Anfangs lief dieser
Prozess sogar mit höherem Tempo ab als in der neu gegründeten Bundesrepublik.
Die westdeutsche Flüchtlingsproblematik ging am Saarstaat vorbei. Nachdem die
primären Bedürfnisse einigermaßen gestillt waren, kam der Wunsch nach mehr
individueller Mobilität auf. Die Kriegsgeneration hatte über fast zehn Jahre
hinweg darauf verzichten müssen. Im Saarland machte man sich auf den gleichen
Weg, der auch in der Bundesrepublik beschritten wurde: Vom Fahrrad (siehe den folgenden Abschnitt 2) über das
motorisierte Zweirad hin zum erst kleinen, dann größeren Auto (siehe Abschnitt 3). Leichte und
schwere Nutzfahrzeuge waren Grundvoraussetzung zum Wiederaufbau, zur Versorgung der Bevölkerung und zur Belebung des Handels.
Lesen Sie auch unseren großen Bericht über Autofahren im Saarstaat mit Themen wie Autokauf, Tankstellen, Werkstätten, Autopflege, Ausflüge, Straßen, Fahrerlebnis...
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B) Die französische Planwirtschaft
in der Automobilproduktion nach 1945 und ihre Auswirkungen auf das Saarland (Text von Karl Presser)
Aufgrund des
wirtschaftlichen Anschlusses an Frankreich waren auch die Saarländer
hinsichtlich neuer Fahrzeuge, die sie kaufen konnten, abhängig von den
Entscheidungen der Zentralregierung in Paris. Nur wenige waren willens,
deutsche Autos zu kaufen, die durch Zölle und sonstige Abgaben völlig
überteuert waren und lange Lieferzeiten hatten. Deren importierbare Anzahl war
außerdem eng limitiert. (Bilder und Texte zu Fahrzeugen deutscher Hersteller im autonomen Saarstaat finden Sie auf der Seite PKW deutsch.)
Im Industrieministerium
erhielt der in Longwy geborene Marine-Ingenieur Paul-Marie Pons den Auftrag,
einen von 1946 bis 1950 reichenden 5-Jahresplan für die Automobilproduktion
aufzustellen, der dann nur “Plan Pons“ genannt wurde. Die Automobilindustrie
hatte im Vergleich zur sonstigen Industrie und zum übrigen Transportwesen einen
relativ geringeren Stellenwert.
Da es vor dem zweiten
Weltkrieg mehr als 20 Hersteller von PKWs und fast 30 Hersteller von LKWs gab,
sollte deren Zahl nach dem “Plan Pons“ drastisch reduziert werden. Der Mangel an Stahl, besonders an
Karosserieblechen, machte eine Reduzierung der Anzahl der Hersteller und eine
Straffung der Automobilproduktion unumgänglich.
Als völlig selbstständig
und überlebensfähig schätzte Paul-Marie Pons lediglich die Hersteller Citroёn und, welch Wunder, die 1945 gerade
verstaatlichte Régie Renault ein. Diese beiden Hersteller bauten sowohl LKWs
als auch PKWs. Peugeot hatte zwar keine
LKWs im Angebot, sollte aber im Auftrag des Staates ein Produktionsprogramm mit
Hotchkiss, Latil und Saurer abstimmen.
Simca, bis dahin
ebenfalls ohne LKW-Bereich, erhielt die gleiche Aufgabe für Delahaye/Delage, Camions Bernard, Laffly und
Unic.
Die neuen "Pons-Clubs" unter der Führerschaft von Peugeot einerseits und Simca und Panhard andererseits sollten ebenfalls
ein "PKW- und LKW-Programm" produzieren, dabei aber intern
Modellüberschneidungen vermeiden.
Der LKW-Hersteller
Berliet sollte eine Gruppe zusammen mit Isobloc und Rochet-Schneider anführen, Panhard war in dieser Funktion für Somua,
Willème und Ford S.A.F. ausersehen worden.
Ford S.A.F. war allerdings wegen der Zugehörigkeit zur
amerikanischen Muttergesellschaft kaum zu beeinflussen.
Der Plan war bis auf die Modellreihen der Hersteller
herunter detailliert. Die prinzipielle Aufteilung bei den PKWs war wie folgt:
Die Oberklasse sollte Citroёn mit dem
Traction Avant abdecken,
Renault und Peugeot die Mittelklasse fertigen und Panhard und
Simca sollten Kleinwagen bauen. In der Praxis führte Peugeot die Mittelklasse
mit dem Modell 202 und dem in Entwicklung befindlichen 203 an. Renault
konzentrierte sich auf den 4CV. Simca baute zunächst weiter Fiat-Modelle in
Lizenz und entwickelte das eigene Modell Aronde. Panhard folgte der
vorgegebenen Planung und produzierte,
gefördert von der französischen Aluminiumindustrie, das Modell Dyna X mit einer
Karosserie aus diesem Material. (Bilder und Texte zu Fahrzeugen französischer Hersteller im Saarstaat gibt es auf unserer Seite PKW französisch.)
Für die Produktion von
Nutzfahrzeugen wurde, abhängig von der Zuladung, im Februar 1945 folgender Plan
erstellt:
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Hersteller
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2 t
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3,5 t
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5 t, 7 t
und mehr
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Renault
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X
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X
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X
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Citroën
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X
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X
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.
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Peugeot mit Hotchkiss, Latil, Saurer
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X
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.
|
X
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Berliet mit Rochet-Schneider, Isobloc
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.
|
.
|
X
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Simca mit Bernard, Delahaye/Delage,
Laffly, Unic
|
.
|
X
|
.
|
|
Panhard mit Somua, Willème, Ford
|
.
|
X
|
.
|
Die Planung war heftig
umstritten und wurde offenbar mehrfach überarbeitet. Andere Quellen berichten über mehr Gewichtsklassen bei den
Nutzfahrzeugen. Für Omnibusse,
Trolleybusse und Sonderfahrzeuge waren gesonderte Kategorien
vorgesehen.
Epilog:
Letztlich führte das Jahrzehnte lange offene oder
versteckte Eingreifen des französischen Staates zu der
heutigen Situation in der Autoindustrie. Es existieren in
Frankreich nur noch 2 inländische PKW Hersteller, die wieder
privatisierte Renault und die derzeit kriselnde PSA (Peugeot/Citroën). Der
einzig verbliebene LKW-Hersteller, Renault Trucks, der die
meisten anderen französischen LKW-Fabrikate zuvor aufgesogen
hatte, gehört inzwischen zur schwedischen VOLVO
Group.
Weitere Berichte zu dem Thema Nutzfahrzeuge finden Sie auf den Seiten: Nutzfahrzeuge - Omnibusse - Trolleybusse - Sonderfahrzeuge
_________________
Literatur: Jean-Louis
Loubet. L´industrie automobile 1905-1971. Archives économiques du Crédit
Lyonnais. Verlag DROZ, Januar 1999.
Anmerkung:
Wer sich beim Anblick der
Autobilder auf Saar-Nostalgie über den auffallend hohen Anteil an deutschen
DKW-Fahrzeugen mit Zweitaktmotor wundert, dem sei hier der Grund
genannt: Die Fahrzeuge waren vom Reichskriegsministerium ursprünglich als für
den militärischen Einsatz ungeeignet eingestuft und deshalb vom Kriegseinsatz
verschont worden. Viele von ihnen konnten so nach dem Krieg wieder fahrbereit gemacht werden, während die meisten Fahrzeuge anderer Marken unbrauchbar
geworden waren.
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C) Fahrräder und Fahrradschein
Wenn man kurz nach dem Krieg und in den
fünfziger Jahren in unserem Land ein Fahrrad benutzen wollte, benötigte
man dafür einen Fahrradschein. Dieser war nicht etwa eine Art
"Führerschein", mit dem man seine Fahrkünste oder Kenntnisse der
Verkehrsregeln nachweisen sollte. Er war lediglich eine Quittung der
Gebührenzahlung für
die staatliche Genehmigung, das jeweilige Rad benutzen zu dürfen.
Vielleicht wurde auf diese Weise die Zahl der Fahrraddiebstähle in jener
Zeit verringert. Der wichtigste Effekt war aber wohl die Auffüllung der
Staatskasse durch die gezahlten Gebühren.
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In der "Verordnung
betreffend die Regelung des Verkehrs der
deutschen Bevölkerung im Saargebiet" vom 20. Juli 1945
wurde unter Punkt III (Besondere Vorschriften)
Folgendes bestimmt: "Der Verkehr mit Fahrrädern
und mit Motorfahrzeugen bedarf der besonderen
Genehmigung für die Benützung
dieser Verkehrsmittel." (Amtsblatt des Regierungspräsidiums
Saar Nr. 2 vom 25.07.1945). Für die
Benutzung eines Fahrrades (auch das "Führen" eines solchen, "es sei denn,
dass nach seinem Zustand ein Gebrauch ausgeschlossen
ist")
wurde eine "Radfahrabgabe" erhoben. Im
Oktober 1945 wurde diese durch eine "Fahrradsteuer" ersetzt, die
anfangs 12 Reichsmark pro Jahr betrug und
im Voraus zu zahlen war.
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Wer sie nicht zahlte, musste mit einer Strafe von
25 bis 100 Reichsmark rechnen. Im Wiederholungsfalle
konnte das Fahrrad eingezogen
werden. Hierbei war es ohne Bedeutung, ob
es dem Benutzer eigentümlich
gehörte.
Nach 1946 wurde der "Fahrradschein"
eingeführt,
für den man jeweils eine "Schreibgebühr"
von 10 Fr. (1950) kassierte, die durch Gebührenmarken
quittiert wurde. Den Schein musste man beim Benutzen des Rades mit sich führen und bei einer Polizeikontrolle vorzeigen. Personen, die ein fremdes Fahrrad benutzen wollten, konnten dies tun, mussten aber ebenfalls den zu dem Rad gehörenden Fahrradschein bei sich tragen.
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Verstöße gegen die Vorschriften des Fahrradscheins wurden strafrechtlich geahndet. Man konnte deswegen sogar ins Gefängnis kommen. Ein Beispiel dafür fanden wir auf einer Website über Tholey [1]. Demnach wurde 1952 ein Einwohner von Tholey zu zwei Tagen Haft verurteilt, weil er als Fahrradfahrer
nicht im Besitz des geforderten Fahrradscheines war. Ersatzweise hätte er auch eine Geldstrafe in Höhe von zwei Tagessätzen entrichten können. Das wollte er aber nicht, weil er den Franzosen auf keinen Fall Geld geben wollte.
Bis zu welchem Zeitpunkt solche Scheine für das Führen von Fahrrädern vorgeschrieben waren,
ist nicht bekannt.
_________________
[1] http://www.theulegium.de/index.php?id=48
Den oben abgebildeten Fahrradschein hat Egon Groß aus Lebach zur Verfügung gestellt. Er wurde im Jahr 1950 ausgestellt und trägt eine amtliche Registriernummer, die das Kennzeichen des Kreises Merzig für Kraftfahrzeuge (OE 6) enthält.
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1) Impôt sur les bicyclettes
Il
fut difficile pour la population de reprendre la vie quotidienne, car il y
avait des restrictions dans tous les domaines. Le « Décret sur la
circulation de la population allemande
en Sarre » du 20 juillet 1945 (point III, prescriptions
particulières) contient la directive suivante : « La circulation à
bicyclette ou à engin motorisé nécessite une permission particulière pour l’utilisation
de ce moyen de transport » (Amtsblatt…). Pour utiliser un vélo, ou
même en posséder un, il fallait donc payer une « taxe pour
bicyclette », sauf si son état
empêchait son utilisation. En octobre 1945, cette taxe fut remplacée par
un « impôt bicyclette » d’un
montant de 12 Reichsmark par an,
payable d’avance. En cas d’infraction à ce règlement il fallait payer une
amende de 25 jusqu’à 100 RM. « En cas de récidive la bicyclette peut être
confisquée sans considération de son propriétaire ».
Plus
tard, il y eut une sorte de « certificat pour bicyclettes » d’un
montant de 10 F (1950) pour
frais d’administration, à acquitter en timbres. Toute personne qui voulait
utiliser un vélo, devait être en possession de ce document. Il fallait le montrer au cas d’un contrôle policier.
-On ne sait pas jusqu’à quelle date
ces certificats furent en vigueur.
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D) Verkehrsstatistik
und Verkehrserziehung in den 50er Jahren
Die Regierung des Saarlandes
- Informationsamt - teilt mit:
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Nach dem Stande vom 1.4.1950 befinden sich im Saarland nachstehend aufgeführte
Kraftfahrzeuge:
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Gesamtzahl:
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Aufteilung auf
die Kreise:
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Kräder
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9 343
|
OE 1 - Homburg
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2 418
|
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PKW
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9 805
|
OE 2 - Merzig
|
2 393
|
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LKW
|
9 015
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OE 3 - Ottweiler
|
4 074
|
|
Kraftomnibusse
|
458
|
OE 4 - Sbr. - Land
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6 082
|
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Zugmaschinen
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879
|
OE 5 - Sbr. - Stadt
|
8 142
|
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Sonderkraftfahrzeuge
|
331
|
OE 6 - Saarlouis
|
4 314
|
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Anhänger
|
1 728
|
OE 7 - St. Ingbert
|
2 045
|
|
|
|
OE 8 - St. Wendel
|
2 091
|
|
Insgesamt
|
31 559
|
|
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Verkehrsunfallstatistik
|
|
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1947
|
1948
|
1949
|
|
Zahl der Verkehrsunfälle
|
624
|
1 239
|
2 247
|
|
dabei wurden getötet
|
|
99
|
69
|
|
schwer
verletzt
|
|
193
|
307
|
|
leicht
verletzt
|
|
610
|
1 094
|
|
Beschädigungen
an Kfz
|
|
1 285
|
1 929
|
|
Führerscheinentzug
wegen Trunkenheit am Steuer
|
|
111
|
Quelle: Landesarchiv, Inf. A, 210
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Becker/Schmidt: Saarbrücken
in den 50er und 60er Jahren. Wartberg 1999
Im Jahr 1950 kommt im Saarland bei einer
Einwohnerzahl von etwa 940 000
ein Kraftfahrzeug auf je 30 Personen.
|
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. |
1954 ließ der Landespolizei- präsident diese Mitteilung als Warnung für die Verkehrsteilneh- mer in den Zeitungen verbreiten.
Rechts: Metallene ACS-Plakette für Fahrzeuge von Mitgliedern
(aus der Sammlung von Ferdinad Kleineick)
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Verkehrserziehung
in Gedichtform
im Saarland der 50er Jahre.
Aus der Clubzeitschrift des Automobil-
und Touringclubs Saar.
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E) Anfänge des Autobahnbaus im Saarland
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Bis Ende der 50er Jahre gab es im Saarland keine Autobahn. Im "Dritten Reich" hatte man zwar schon früh eine Schnellstraße von Mannheim nach Paris geplant und die Teilstrecke Kaiserslautern-Saarbrücken-Trier im Jahr 1938 sogar als besonders dringlich eingestuft. Es wurde damals auch schon damit begonnen, die Trasse festzulegen, Grundstücke zu kaufen und einzelne Brücken und Streckenabschnitte zu bauen, man kam allerdings
nicht über den pfälzischen Raum, etwa zwischen Land- stuhl und Glanmünchweiler, hinaus, und bei Ausbruch des Krieges wurden sämtliche Arbeiten unterbrochen. Kurz vor dem Kriegsende ließ die Wehrmacht sogar die bereits errichteten Brücken im Gebiet der Pfalz wieder sprengen, um das Vorrücken der Alliierten zu erschweren.
Zur den ersten zehn Jahren nach dem Krieg wurden im Saarland keine Autobahnen gebaut. Die alte NS-Trasse führte von Mannheim aus nur bis Kaiserslautern. Erst in der zweiten Hälfte der 50er Jahre machte man sich daran, sie bis Saarbrücken zu verlängern. Die Vorbereitungen dazu begannen nicht schon kurz vor dem politischen Wiederanschluss der Saar an Deutschland am 1. Januar 1957.
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4) Construction d' autoroutes en Sarre
Jusque
dans les années 50, il n’y eut aucune
autoroute en Sarre. Pendant le IIIe Reich on avait déjà commencé à construire un tracé de Mannheim à Paris, mais les travaux furent interrompus au début de la guerre. Juste
avant la fin de celle-ci l’armée allemande fit même sauter les ponts déjà
installés dans la région du Palatinat pour empêcher l’avance des Alliés.
Pendant
la période de l’autonomie de la Sarre aucune autoroute ne fut construite. Le
reste de l’autoroute construite par les Nazis reliait uniquement Mannheim et
Kaiserslautern. C’est seulement vers la fin des années 50 qu’on commença à la
prolonger jusqu’à Saarbrücken. Les préparatifs commencèrent peu après le
rattachement de la Sarre à l’Allemagne, le 1 janvier 1957.
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Linkes Bild: Um das Gelände
für den Bau der neuen Autobahn vorzubereiten, mussten
auch einige Sprengungen vorgenommen werden. Hier wird
eine solche Sprengung in der Nähe von Rohrbach
vorbereitet.
Unten: Die Kaiserstraße
musste bei Rohrbach (hier in Richtung Kirkel gesehen)
zunächst einige Meter tiefer gelegt werden, um
die Steigung der neuen Autobahntrasse zu verringern.
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Die Bauarbeiten an dem im Saarland
gelegenen Teilstück wurden auf verschiedene saarländische
Firmen aufgeteilt. Der Berliet auf dem Foto unten gehörte
der Bauunternehmung M. Lembert, Fechingen. Auf der seitlich angebrachten
Tafel waren die Namen der Firmen vermerkt.
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(Foto: Landesarchiv Saarbrücken,
063).
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Der erste Spatenstich auf saarländischem
Gebiet für den Bau der Autobahn von Landstuhl bis
St. Ingbert-West erfolgte am 11.8.1956 in der Nähe
von Rohrbach.
Bild rechts:
In einer Asphalt-Mischanlage
wird das Material für den Fahrbahnbelag vorbereitet.
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Am 14.12.1959 wurde die Eröffnung dieses Autobahnabschnitts
durch Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm (mit der Schere)
vorgenommen. Auf dem Foto sind u.a. der saarländische
Ministerpräsident Franz-Josef Röder (ganz
links) zu sehen, neben ihm Wohnungsbauminister Ludwig
Schnur und ganz rechts der rheinland-pfälzische
Ministerpräsident Peter Altmeier.
Foto: Landesarchiv Saarbrücken,
B Stk
Der Anschluss an die im Bau befindliche
Autobahn Mannheim- Saarbrücken wertete u.a. die
günstige Verkehrslage der Stadt St. Ingbert auf,
die heute sogar über drei Autobahnausfahrten verfügt.
Der komplette Autobahnabschnitt
bis Saarbrücken wurde 1962/63 als Teil der A 6
dem Verkehr übergeben.
Unten: Schaulustige winken
den ersten Autos auf der neuen Autobahn zu. - Die Polizeieskorte
für den hohen Besuch.
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Fotos in diesem Abschnitt: Landesarchiv
Saarbrücken und A. Senzig, Rohrbach
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F) Autoradios
Das erste deutsche Autoradio baute in den 30er Jahren die Radiotelefon- und Apparatefabrik Ideal AG (heute Blaupunkt) in Berlin zusammen mit der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. Man konnte es vom Fahrersitz aus über Bowdenzüge fernbedienen. Diese frühen Modelle waren groß und schwer und sehr teuer. Sie benötigten anfangs noch eine eigene Batterie und einen Umformer oder
Zerhacker für die Anodenspannung.
1949 begannen die Firmen Becker und Blaupunkt mit der Herstellung von Geräten, die man ins Armaturenbrett einbauen und so direkt bedienen konnte. Sie konnten inzwischen direkt an die Autobatterie angeschlossen werden.
Ab 1951 wurden Autoradios mit Drucktasten und auch mit einem Empfangsteil für den neu eingeführten UKW-Rundfunk gebaut. 1957 verwendete man außer Röhren auch schon Transistoren in den Radios, und 1960 erschien der erste Empfänger, der vollständig mit Transistoren bestückt war. Es war ein Philips, später folgten auch Becker, Blaupunkt und Grundig. Nun konnte
man die Radios wesentlich kleiner bauen.
1968 gab es das erste Autoradio mit eingebautem Cassetten-Spieler, und ab 1969 konnten auch Stereo-Sender im Auto empfangen werden.
Infos aus wikipedia. Die Anzeigen und die Rundfunkgenehmigung hat Torsten Gatzke, Ludweiler, zur Verfügung gestellt. Die Radiola-Anzeige ist von 1951, Blaupunkt 1959.
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Wer im Auto Radio hören wollte, musste eine spezielle Genehmigung dafür haben.
Die hier gezeigte galt für ein KFZ mit OE 24- Nummer und war ca. 1957 in Völklingen ausgestellt worden.
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G) Eine
Straßen-
szene
in Sankt
Wendel,
etwa 1956
Der St. Wendeler Dom überragt diese friedliche Straßenszene
aus der Mitte der 50er Jahre.
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"Bildbeschreibung": Das Foto wurde auf der Mott im Zentrum von St. Wendel aufgenommen [1]. Die Turmuhr des Doms zeigt 10 vor 4. Ganz vorne ist ein Motorroller mit OE 8 (für
den Kreis St. Wendel) und SA (für Saarland) abgestellt.
Vielleicht gehört er dem Fotografen? Dahinter sieht
man eine innerstädtische Tankstelle mit drei Zapfsäulen, die Benzinmarke ist von Weitem nicht zu erkennen, wahrscheinlich war es ARAL, denn später befand sich an dieser Stelle die ARAL-Tankstelle Brachetti. Ein Kunde hat sein Auto betanken lassen und wartet, während die junge Frau ins Haus eilt, wahrscheinlich zur Kasse, um dort das Wechselgeld zu holen (die Selbstbedienung an Tankstellen wird erst ein paar Jahrzehnte später eingeführt werden). Links im Bild spaziert ein älteres Paar in die Szene. Sonst ist niemand
zu sehen, vielleicht ist es Sonntag? Aber hatten die
Tankstellen Mitte der fünfziger Jahre schon sonntags geöffnet?
[1] Auf der Mott war auch das Bus-Depot der Saar-Kraftpost; siehe hier auf der Seite Die Saar-Kraftpost unter D) b).
Auf diesem großen Platz wurde auch das Foto eines Bestattungsfahrzeug der Fa. Dubreuil aufgenommen (Seite Sonderfahrzeuge (Teil b)
Die Originalfotogafie
im Format 6 x 9 hat Elmar Landwehr aus St. Wendel zur
Verfügung gestellt. Infos über den Ort der Aufnahme von Wolfgang Linnenberger.
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> Fortsetzung des Themas auf der Seite a2) Autofahren im Saarstaat
Weitere allgemeine Informationen über das Verkehrswesen im Saarland folgen demnächst.
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H) Kleiner "Exkurs" in die Zeit vor dem Krieg:
Ein sehr schönes Foto aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg hat Reiner Schwarz aus Dudweiler in den Unterlagen seiner Schwiegermutter gefunden.
Es zeigt die Tankstelle „Funk“ in Sulzbach, die den Eltern seines Schwiegervaters Herbert Funk gehörte. Das Gebäude ist heute noch vorhanden, wird aber nicht mehr als Tankstelle genutzt.
Das Bild wurde etwa Ende der 30er Jahre in Sulzbach in der heutigen Sulzbachtalstraße in Höhe „Am Hamersberg“ aufgenommen. Der Tankwart im Vordergrund rechts ist Herbert Funk.
Foto: Reiner Schwarz, Dudweiler
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16.5.2013
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