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Die Saar-Franken-Münzen

 

 

 

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- Ausführliche Erläuterungen über die Verwendung der franz.Franken als Währung im Saarland finden Sie auf der Seite Saargeld.

- Auf der folgenden Seite lesen Sie alles über die Saar-Mark-Scheine.

 

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Im Folgenden werden die vier saarländischen Franken-Münzen aus numismatischer Sicht beschrieben. Weiter unten finden Sie auch französische Münzen, die im Saarland gültig waren.

 

Die Saar-Franken trugen deutsche Aufschriften und das Saarlandwappen. Sie wurden in den Jahren 1954 und 1955 in der Pariser Münze geprägt.

 

 

 

Die vier Saar-Franken-Münzen im Detail

 

 

Nummer im Jäger-Katalog

Wert

Präge-

Jahr

Ø mm

Gewicht

Rückseite

Material

Auflage

"Essai"-

Auflage

Gold-

Abschläge

J 801

 10 Franken

1954

20

3g

Wappen vor Zechenanlage

AL 85, Cu 15

11.000.000

1.100

--

J 802

 20 Franken

1954

23,8

4g

"

AL 85, Cu 15

12.950.000

1.100

50

J 803

 50 Franken

1954

27

8g

"

AL 85, Cu 15

  5.300.000

1.100

--

J 804

100 Franken

1955

24

6g

Wappen auf Zahnrad

Cu 75, Ni  25

11.000.000

3

50

 

 

 

 

 

 

 

 

(Erläuterungen unten!)

 

Die drei niedrigeren Werte hatten einen glatten Rand, der geriffelte Rand der 100 Fr.-Münze hatte 166 Kerben. Die saarländischen Münzen entsprachen in Legierung, Feingehalt, Durchmesser und Gewicht genau den gleichwertigen französischen Münzen.

 

Als Münzmeisterzeichen trugen die Münzen auf der Rückseite (die 100er Münze auf der Vorderseite) unten links ein Füllhorn (Zeichen des Direktors der Pariser Münze) und rechts einen Flügel (Zeichen des dortigen Hauptgraveurmeisters Pierre Turin aus Sucy-en-Brie, der die Prägestempel für die Münzen hergestellt hat).

 

Der heutige (2008) Sammlerwert eines Satzes dieser Münzen liegt bei etwa 30 bis 60 Euro (je nach Erhaltungsgrad).

 

 

 

  

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Probeabschläge der 10-, 20- und 50-Fr-Münzen mit dem Zusatz "Essai"  

  

Es gab auch eine "Essai"-Ausgabe (Versuchsabschläge) von den ersten drei Werten (10, 20, 50 Franken). Hierbei war jeweils unter dem Landesnamen "Saarland" das Wort "Essai" geprägt, die Vorderseite blieb unverändert. Die Auflage betrug je 1.100 Stück, die Münzen befanden sich satzweise in einem Plastikrahmenmit der Beschriftung "Monnaie de Paris" (Pariser Münze). Sie werden heute unter Sammlern mit etwa 150 bis 250 Euro (je Satz) gehandelt.

 

 

10 Fr.:                                               20 Fr.:                                                       50 Fr.:   

           

 

(Die Fotos der Essai-Münzen wurden mit freundlicher Genehmigung der Webseite www.saivenumismatique.com) entnommen.)

 

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Probeabschlag der 100-Fr-Münze

 

Erst im Jahr 2007 wurde bekannt, dass es auch von dem 100-Fr-Wert Probeabschläge gab, allerdings wahrscheinlich nicht mehr als drei Stück! In dem nachfolgend wiedergegebenen Zeitschriftenartikel wird erläutert, dass sie sich von den normalen Umlaufmünzen nur auf der Rückseite (Bildseite mit dem Wappen) unterscheiden, und zwar in der Länge der Trennbalken zwischen den Buchstaben. (Hinweis: Der in dem Artikel verwendete Fachausdruck "unediert" bedeutet: "nicht offiziell in Umlauf gebracht".)

 

 

 

(Quelle: Helmut Kahnt in Münzen & Papiergeld (jetzt Münzen & Sammeln) Heft 05/2007,

Verlage Battenberg-Gietl, Regenstauf, www.gietl-verlag.de)

  

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Abschläge der 20- und 100-Fr-Münzen in echtem Gold

 

Von den Werten zu 20 und 100 Franken wurden auch je 50 Abschläge in 900er Gold herausgegeben. Im Stempel der Vorderseite befindet sich über der Wertziffer das Wort ESSAI. Der Durchmesser der Münzen entspricht etwa demjenigen der Umlaufmünzen. Das Gewicht der 100-Fr.-Münze in Gold ist mit 11,41 Gramm knapp doppelt so hoch wie das der Umlaufmünze. In Katalogen wurde der Sammlerwert 2008 mit etwa 1100 Euro für das Paar beziffert. Bei einer Auktion des Auktionshauses R. Künker (siehe unten) im Februar 2010 wurde der Schätzpreis nur für die 100-Fr.-Münze mit 2000 Euro angegeben.

(Sie können dort Ihr Gebot abgeben, wenn Sie möchten!)

 

Foto mit freundlicher Genehmigung der Fa. Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG (http://www.kuenker.de). Urheber des Fotos: Lübke & Wiedemann KG, Stuttgart. Eine Abbildung der 20-Fr-Münze in Gold ist uns bisher leider nicht bekannt. Vielen Dank an Stefan Rabel für den Hinweis auf die Abbildung der 100er.

 

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Wer hat die saarländischen Franken-Münzen geschaffen?

 

In Münzenkatalogen wird als Entwerfer der saarländischen Münzen Prof. Theo Siegle, Saarbrücken genannt. Dieser war von 1946 bis 1961 Lehrer für Bildhauerei an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Für die Herstellung der Prägestem-

pel soll Pierre Turin, Sucy-en-Brie, verantwortlich gewesen sein.

 

Auf zeitgenössischen Fotos des saarländischen Fotografen Walter Barbian sieht man einen Grafiker, der offensichtlich an dem Entwurf der Münzen arbeitet. Es ist der saarländische Maler Bruno Koppelkamm (gest. 1984), der zusammen mit Roland Stigulinski und Bob Strauch von 1948 bis 1953 den Tintenfisch gezeichnet und herausgegeben hatte. Koppelkamm war als hervorragender Schriftenzeichner bekannt. Er produzierte auch Grafiken für Werbung und Verpackungen, z.B. von Tabakwaren der Firma Jyldis in Saarlouis. Auf einem der Fotos sieht man Plakate für "Halbe Fünf"- und "Puck"-Zigaretten an der Wand hängen. Koppelkamm war übrigens ein Schwager von Theo Siegle. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Prof. Theo Siegle und Bruno Koppelkamm gemeinsam an Entwurf und Erstellung der saarländischen Franken-Münzen gearbeitet haben. Wahrscheinlich hat Siegle die Bildmotive geschaffen und Koppelkamm hat sie typografisch umgesetzt.

 

  

Bruno Koppelkamm beim Zeichnen der Saar-Franken-Münzen. Fotos (Copyright): Walter Barbian (http:///www.saarlandarchiv-walter-barbian.eu)

 

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Französische Münzen, die auch im Saarland im Umlauf waren

 

Hier einige Beispiele für französische Münzen, die vom 20.11.1947 an auch im Saarland verwendet wurden.

 

 

 

Fotos der Münzen auf dieser Seite, wenn nicht anders vermerkt: Rainer Freyer.

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Ausführliche Erläuterungen über die Verwendung der franz.Franken als Währung im Saarland finden Sie auf der Seite Saargeld.

 

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                                                                                                                                                                     Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am.20.02.2010

 

Hier geht's zu den Saar-Mark-Scheinen

  

 

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