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Jabob Lauer auf DKW  F 8 1948    

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Motorsport im Saarland

 

 

 

1) Motorradsport          

Hallmeyer auf NSU 250 ccm, 1956  


 

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Inhalt:   A) St. Wendel       B) Homburg und Ensheim       C) Ludweiler

 

 

 

A) Nationale und internationale Motorradrennen in St. Wendel

 

 

Die besondere Situation der Saarautonomie brachte unserem kleinen Land in Bezug auf den Sport nach 1947 interessante Vorzüge. Dazu gehörten zunächst seine Olympia-Teilnahme in Helsinki 1952 und die saarländische Fußball-Nationalmannschaft. Aber auch in anderen Bereichen rückten die Sportler von der Saar und ihre Vereine zu internationaler Bekanntheit auf.

 

Ein gutes Beispiel hierfür war der Motorsport. Der erst am 3. April 1948 gegründete Motorsport-Club St. Wendel (MCW) trug schon von 1949 an kleinere Motorradrennen aus, die rund um die Allerburg bei Eisweiler in der Nähe St. Wendels gefahren wurden.

 

Hierzu hatten sich einige Motor- sportfreunde aus Teilen ihrer im Krieg mehr oder weniger stark zerstörten Maschinen im Eigenbau wieder die ersten schnellen Motorräder zusammengebastelt.

 

  1950: Georg Sollorz mit seiner 250er "Eigenbau" vor dem Start beim Rennen um die Allerburg

Am 7. August 1949 und am 30. April 1950 kamen Rennfahrer aus dem ganzen Saarland zum Allerburgring, um dort die ersten Rennen nach dem Krieg zu bestreiten. Höchstleistungen waren unter den Nachkriegsbedingungen natürlich nicht zu erwarten, aber es zeichneten sich unter den teilnehmenden Fahrern bereits erste Talente ab.

 

Ab August 1950 verlegte man die Rennen an die Rundstrecke am Stadtrand, die der MCW-Präsident C.M. Thome und Sportpräsident August Balthasar als den neuen St. Wendeler Stadtkurs ausgemacht hatten. Das erste Rennen auf dieser Strecke (am 6. August 1950) lief unter der Bezeichnung "1. Nationales Motorradrennen für Solomaschinen aller Klassen und Seitenwagen" und hatte eine kleine internationale Besetzung aus drei Nationen; Start und Ziel waren am Bahnhof. Es gab auch ein Einlagerennen für Sportwagen über zwei Runden; Sieger wurde Jakob Lauer/Eppelborn (siehe unsere Seite Automobilsport) vor Blumhardt/Saarbrücken (es waren nur diese zwei Wagen am Start).

^ Titelblatt Programmheft 1953

^ 1954

^ 1955

1956

Kurt Backhaus in der Nordkurve 1950 oder 1951            

Schon am 5. Mai 1951 trug man das Rennen unter der neuen Bezeichnung "Preis des Saarlandes" aus. Es wurde damit zu einer nationalen Veranstaltung im Sinne der internationalen Sportgesetze der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme - Internationale Motorsportvereinigung). In der Mehrzahl kamen die Teilnehmer zwar immer noch aus dem Saarland, aber man konnte auch schon einige Teilnehmer aus der Bundesrepublik und aus Frankreich begrüßen.

 

 

1952 kam der Durchbruch: Nachdem August Balthasar die Präsidentschaft und Werner Maurer die Rennleitung übernommen hatten, wurde mit der Deutschen Obersten Motorradsportkommission und der entsprechenden französischen Organisation ein Übereinkommen getroffen, wonach deutsche und französische Fahrer zum St. Wendeler Rennen zugelassen werden konnten. Balthasar gelang es, zwei Wochen vorher beim Dreiecksrennen in Dieburg eine stattliche Anzahl von Nennungen deutscher Spitzenfahrer für eine Teilnahme zu bekommen. Auch aus Frankreich kamen zahlreiche hervorragende Fahrer am 4. Mai nach St. Wendel.

 

Start der 500 ccm-Klasse 1954  >

 

Als dann am Ende das französische Beiwagengespann über das deutsche Weltrekordgespann siegte, war die Sensation perfekt: In der Sportpresse der Bundesrepublik und des Auslands wurde über dieses bedeutungsvolle Rennen im kleinen Saarland berichtet. Damit hatte St. Wendel einen festen Platz in der großen internationalen Rennszene angetreten.

 

< auf Nr. 22: Willi Scheidhauer

 

Am 3. Mai 1953 wurde im Saarland zum ersten Mal ein Rennen mit großer internationaler Beteiligung ausgetragen. Es lief unter der neuen Bezeichnung "1. Internationaler Preis des Saarlandes". Und so hatte unser kleiner Staat eine eigene große Veranstaltung, wie es sie auch in größeren Ländern nur einmal geben darf. In St. Wendel waren nun namhafte Fahrer aus Deutschland, Frankreich, England, Oesterreich, Belgien und der Schweiz am Start. Einige 10.000 Zuschauer säumten bei strahlendem Sonnenschein die Rennstrecke. Manche von ihnen hatten auch einen weiten Anfahrtsweg nicht gescheut. Die sportliche Begeisterung schlug hohe Wogen, und die internationale Sportpresse kam nicht umhin, ausführlich über den ersten Internationalen Preis des Saarlandes zu berichten.

 

 

Von 1954 bis 1957 wurden die Rennen in St. Wendel schließlich als "Großer Preis des Saarlandes" ausgeführt. In jedem dieser Jahre konnten sich die immer zahlreicher werdenden Besucher über klangvolle Namen aus der internationalen Motorradsportszene freuen.

 

 

Nach der Angliederung der Saar an die Bundesrepublik (1957) wurde aus dem "Großen Preis..." wieder der "Internationale Preis" des Saarlandes, denn es durfte neben dem "Großen Preis von Deutschland" keinen weiteren "Großen Preis" in der Bundesrepublik geben.

 Seitenwagen 1956: Camathias und sein Copilot Maurice Büla.  

1962 übernahm der ADAC das St. Wendeler Rennen als Veranstaltung seines Gesamtclubs, um den Internationalen Preis des Saarlandes für den deutschen Motorsport zu erhalten. Der MCW wurde nun ein Ortsclub des ADAC, der ihn weiter mit der Durchführung der St. Wendeler Rennen beauftragte. Allerdings wurde mit dem XII. Internationalen Preis des Saarlandes am 2. und 3. Mai 1964 die Ära der Rennen in St. Wendel auf ihrem Höhepunkt beendet.

 

Bernd Bouillon (MCW-Motorsport-Historikern St. Wendel) schreibt über die St. Wendeler Rennen von 1949 bis 1964:

 

"Gerade in den Jahren, in welchen der deutsche Rennsport seine schwerste Krise erlebte und viele traditionsreiche Rennen den immer größer werdenden finanziellen Schwierigkeiten und verschärften Sicherheitsbestimmungen erlagen, nahmen die Rennen auf dem St. Wendeler Stadtkurs ihren Aufstieg. St. Wendel stand als letztes echtes Straßenrennen mit an der Spitze des deutschen Motorsports.Trotz manchem Rennen, für welches Regen, Wind und Kälte schwere finanzielle Rückschläge brachten, gelang es immer wieder, die Voraussetzungen für das nächste Rennen in St. Wendel zu schaffen. Bis zum Ende war es immer das gleiche Gespann: August Balthasar und Werner Maurer, welches mit vereinter und zäher Kraft alle Schwierigkeiten überwunden und St. Wendel seinen Namen als Hochburg des deutschen Motor-Rennsports erhalten hatte."

 

Nach einer Pause von 18 Jahren wurden 1982 die Rennen wieder aufgenommen. Die Strecke wurde zum Teil verlegt, und es kamen viele durchaus renommierte Fahrer. Aber obwohl sie als Prädikatsläufe zur Deutschen Meisterschaft gewertet wurden, konnten die Rennen nicht mehr die Qualität und die Erfolge der 50er und 60er Jahre erreichen.

 

1992 wurden die St. Wendeler Rennen (nach zwei Unfällen mit tödlichem Ausgang) endgültig eingestellt. Der Rundkurs entsprach nicht mehr den Anforderungen der heutigen schnellen Maschinen.

 

 

 Liste der St. Wendeler Rennen von 1949 bis 1964

7.8.1949
30.4.1950
6.8.1950
6.5.1951
4.5.1952
3.5.1953
1./2.5.1954
22.5.1955
29.4.1956
12.5.1957

 

Preis der Allerburg
Preis der Allerburg
1. Nationales Motorradrennen (ab jetzt Stadtkurs WND)
Preis des Saarlandes 1951, 2. Nationales Motorradrennen
Mai-Pokal-Rennen, 3. Nationales Motorradrennen
1. Internationaler Preis des Saarlandes
Großer Preis des Saarlandes, 2. Internationales Motorradrennen
Großer Preis des Saarlandes, 3. Internationales Motorradrennen
Großer Preis des Saarlandes, 4. Internationales Motorradrennen
Großer Preis des Saarlandes, 5. Internationales Motorradrennen

  4.5.1958, 3.5.1959, 8.5.1960, 7.5.1961, 20.5.1962, 12.5.1963, 3.5.1964:   6. bis 12. Internationaler Preis des Saarlandes

 


 

Quellen (für die Fotos und die Fakten): Bernd Bouillon, St. Wendel und MCW-Motorsport-Historiker St. Wendel

Auf der Website MCW Motorsport Historiker St. Wendel (www.mcw-motorsporthistoriker.de) finden Sie weitere Informationen über Rennen.

  


 

 

B) Sandbahnrennen in Homburg und Geländerennen in Ensheim

 

 

Bild links:

 

Der Motorsport-Club Homburg e.V. (M.U.S.) veranstaltete von 1951 an jährliche Sandbahnrennen in Homburg. Das Programm gehörte zum 3. Rennen am 17. Mai 1953.

 

 

 

 

Bild rechts:

 

Ab 1955 gab es in Ensheim nationale Geländerennen, die der Motorsport-Club Ensheim auf dem Wickersberg ausrichtete. Das Programm gehörte zum 2. Rennen am 15. Juli 1956.

 

 

 

 

 

C) Moto-Cross- und Geländerennen an verschiedenen Orten im Saarland

 

von Torsten Gatzke   -    Dieser Teil ist noch im Aufbau. In Kürze werden noch weitere Bilder und Fotos eingebaut!

 

 

Im Saarland der 50er-Jahre war der Moto-Cross-Sport sehr populär. Unter Moto-Cross versteht man einen Wettbewerb in schwierigem Gelände auf einer abgesteckten Rennstrecke, gefahren wird auf Zeit. Moto-Cross-Rennen fanden beispielsweise in Roden, Ensheim, Niederwürzbach, Saarwellingen, Bildstock, Köllerbach, Neunkirchen, Völklingen und in Ludweiler statt.

 

1) LUDWEILER

 

1956

 

Der Motorsportclub „Warndt“ e. V. im DMV richtete mit seinem Vorsitzenden Willi Chandoni 1956 die bisher größte Moto-Cross-Veranstaltung des Saarlandes auf dem „Warndt-Ring“ in Ludweiler aus.

 

Gefahren wurde in den Klassen 125 bis 250 ccm und 350 bis 500 ccm und um den Silbernen Warndtpokal. Das Rennen fand im Rahmen des Oktoberfestes (29.09. – 01.10.1956) an der Rennstrecke vor der Katholischen Kirche in Ludweiler statt. Im Rahmenprogramm gab es samstags ein Motoball-Spiel zwischen dem MSC Spöck (Erster Deutscher Meister 1956) und Untergrobach, das Spöck mit 5:2 gewann.

 

Die Bedeutung des Moto-Cross-Rennens in Ludweiler kann man aus der Besetzung der Rennleitung ersehen; hier ein Auszug:

 

Wilhelm Herz (Inhaber des absoluten Weltrekordes aller Klassen); Wilhelm Noll und Fritz Cron (Gespann-Weltmeister auf BMW 1954 und 1956, Gespann-Vizeweltmeister auf BMW 1955, Deutsche Gespann-Meister 1954 und 1956); Toni Ulmen (Präsident des DMV, Deutscher Sportwagen- bzw. Formel-2-Meister); Georg „Schorsch“ Meier (Ehrenpräsident des DMV und mehrfacher Deutscher Meister [1938, 1947-1950 und 1953] auf BMW in der 500 ccm-Klasse, sowie Europameister 1938 auf BMW in der 500 ccm-Klasse); Teddy Vorster (Sportpräsident des DMV); Direktor Wilhelm Maisch (Mitinhaber der MAICO-Werke), G. Germer (Rennleiter der NSU-Werke); Alfred Bolz (1. Vorsitzender des DMV, Landesgruppe Saar); Adolf Schneider (Ehrenpräsident des Motorsportclubs „Warndt“)

 

Der Ludweiler Pfarrer August Merten nahm am Ende des sonntäglichen Gottesdienstes gegen 11 Uhr die Einsegnung der Strecke vor. Erfolgreichster Fahrer beim Rennen, das 7000 Zuschauer angelockt hatte, war der Köngener Siegler (Maico), der den Lauf bis 175 ccm und in einem Sonderlauf auch den Warndtpokal gewann. Von den Ludweiler Sportfreunden bejubelt, wurde Josef Wittmann aus Ludweiler auf seiner BSA der Sieger in der über 350-ccm-Klasse.

 

In der Klasse bis 375 cmm führte Manfred Geibel aus Köllerbach auf BSA vor den Favoriten Karl-Heinz John, Dudweiler auf Royal-Enfield und Clemens Palten, Brüggen auf Maico. Durch einen Ausrutscher, der ihm einen Zeitverlust eintrug, kam er auf den 2. Platz hinter Clemens Palten.

Im Rennen bis 175 ccm gewannen die Maico-Fahrer Siegler, Köngen (Platz 1) und Zeitz, Heidelberg (Platz 2). Im Rennen bis 250 ccm wurde Friedrich Feil, Ludweiler auf Maico als heißer Favorit gehandelt, musste aber wegen einem Defekt ausscheiden. Benz, Köngen holte sich den 1. Platz und Kleist, Birkenfeld/Würtbg. den 2. Platz, beide auf Maico.

 

Am Sonderlauf um den „Silbernen Warndtpokal“ nahmen jeweils die beiden Erstplatzierten aus den einzelnen Läufen teil. In diesem schnellsten Rennen des Tages erfuhr sich Siegler, Köngen mit 20:39,5 Minuten die Bestzeit und den Pokal.

 

1957

 

In diesem Jahr fand das 2. Moto-Cross-Rennen auf dem „Warndt-Ring“ in Ludweiler-Warndt am 1.Sept. 1957 statt.

 

Klasse bis 150 ccm:

Sieger Richard Niesel, Krefeld-Traar auf DKW; Zweiter: Willi Krämer, Groß-Bieberau auf DKW

Klasse bis 175 ccm:

Sieger: Harald Friedrich, Ludweiler auf Maico; Zweiter: Karl-Heinz Bastian, Rüsselsheim auf Maico Nach einem Super-Start von Harald Friedrich lag er 2 Runden an der Spitze, bis ihn Reinhold Vetter, Rudersberg angriff, um zu überholen. Dabei berührten sich die Maschinen und Friedrich wurde durch einen Sturz auf Platz 7 zurückgeworfen. Durch eine hervorragende Leistung kam er wieder an die Spitzengruppe heran. Vetters Maschine streikte in der vorletzten Runde und er musste Bastian vorbei lassen. In der letzten Runde hatte auch Bastian einen Maschinendefekt und Friedrich ging als Sieger ins Ziel.

 

Klasse bis 250 ccm:

Sieger: Rolf Müller, Entringen auf Maico; Zweiter: Egon Knoblauch, Ludweiler auf Maico

Klasse bis 350 ccm:

Sieger: Rolf Müller, Entringen auf Maico; Zweiter: Udo Radermacher, Fröndenberg auf BSA

Klasse bis 500 ccm:

Sieger: Udo Radermacher, Fröndenberg auf BSA Goldstar; Zweiter: Manfred Wolter, Essen auf Matchless; auf Platz 4: Josef Wittmann, Ludweiler auf BSA; auf Platz 5: Fritz Kitzler, Schiffweiler auf BSA.

 

(Weiter Bilder im folgenden Teil gibt es demnächst!)  

 

Bild

 

Sonderlauf der 12 schnellsten Fahrer um den „Silbernen Warndtpokal“ über 10 Runden:

Platz 1: Rolf Müller, Entringen auf 350 ccm-Maico, Zeit: 19:37,5

Platz 2: Manfred Wolter, Essen auf 500 ccm-Matchless, Zeit: 19:41,0

Platz 3: Bjarne Sörensen, Dänemark auf 500 ccm-BSA Goldstar; Zeit: 19:43,0

Platz 4: Egon Knoblauch, Ludweiler auf 250 ccm-Maico; Zeit: 20:33,5

Platz 5: Karl-Heinz John, Dudweiler auf 250 ccm-Maico; Zeit: 21:30,0

Platz 6: Manfred Petry, Beckingen auf 250 ccm-Maico; 1 Runde Rückstand

Platz 7: K.-H. Bastian, Rüsselsheim auf 175 ccm-Maico; 1 Runde Rückstand

Platz 8: Harald Friedrich, Ludweiler auf 175 ccm-Maico; 3 Runden Rückstand

 

Bild

   

Pokal und Siegerkranz von Harald Friedrich, Ludweiler

 

1958

1958 wurde der Endlauf um die Deutsche Meisterschaft im Moto-Cross und das Rennen um den Silbernen Warndtpokal in Ludweiler-Warndt ausgetragen. Start des Rennens auf dem „Warndt-Ring“ am 31.Aug. 1958 war um 14:00. Die Ausführung oblag dem Motorsportclub „Warndt“ e.V. unter dem Vorsitz von Alfons Roeder.

 

2 Bilder

   

Die Rennen wurden gestartet von dem bekannten Rennfahrer Hans Stuck. Im Rahmenprogramm traten Peter Frankenfeld, Tommy Albertus (Filmpartner von Caterina Valente) und Conny Froboess, die auch die Siegerehrung vornahm, auf. Im Ehrenausschuss waren auch wieder viele bekannte Namen aus dem Motorsport vertreten:

Georg Bissinger (Vorsitzender des Präsidialrates im DMV), Wilhelm Herz (Weltrekordinhaber), Carl Noll (Vizepräsident des DMV), Walter Schneider (Weltmeister der Seitenwagen-Gespannklasse), Wilhelm Stenger (Sportpräsident des ATS), Hans Stuck (Altmeister des deutschen Wagenrennsportes), Toni Ulmen (Präsident des DMV und Deutscher Sportwagen- bzw. Formel-2-Meister), Emil Vorster (Sport-

präsident des DMV)

 

Den Auftakt des Renntages bildete der Lauf der Maschinen bis 175 ccm, in dem die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft zwischen Herbert Ott auf DKW und Otto Walz auf Maico fallen musste. Spitzenreiter Walz ging souverän vom Start weg in Führung:

Platz 1: Otto Walz, Pfäffingen auf Maico. Platz 2: Herbert Ott, Heidenheim auf DKW, Platz 3: Willy Oesterle, Pfäffingen auf Maico

 

Klasse bis 125 ccm:

Platz 1: Herbert Ott, Heidenheim auf DKW (Er wurde dadurch Deutscher Meister 1958.), Platz 2: Otto Walz, Pfäffingen auf Maico (nach einem heftigen Zweikampf mit Georg Hauger), Platz 3: Georg Hauger, Villingen auf DKW (wurde durch diese Platzierung Dtsch. Vizemeister)

 

Klasse bis 250 ccm:

Im Rennen der Viertelliter-Maschinen hatte Meisterschaftsfavorit Willy Oesterle, Pfäffingen auf Maico keinen Gegner, da Fritz Betzelbacher nicht am Start war. Er gewann souverän den Ersten Platz und damit die Deutsche Meisterschaft. Bei der späteren Siegerehrung drehte er eine Ehrenrunde mit Conny Froboess auf dem Sozius über den Warndt-Ring.

 

2 Fotos

   

Platz 1: Willy Oesterle, Pfäffingen auf Maico (Start-Nr. 51), Platz 2: Gerhard Stauch, Sielmingen auf Maico

 

2 Bilder

   

Klasse bis 350 ccm:

Platz 1: Müller, Pfäffingen auf Maico, Platz 2: Radermacher, Fröndenberg auf BSA, Platz 3: Holder, Köngen auf Maico

 

Klasse bis 500 ccm:

Platz 1: Udo Radermacher, Fröndenberg auf BSA, Platz 2: Rolf Müller, Entringen auf AJS, Platz 3: Richard Niesel auf DKW

 

 

STRECKENSKIZZE

 

Die Deutsche Moto-Cross-Meisterschaft 1958 war entschieden:

Klasse bis 125 ccm: Herbert Ott, Heidenheim auf DKW

Klasse bis 175 ccm: Otto Walz, Pfäffingen auf Maico

Klasse bis 250 ccm: Willy Oesterle, Rudersberg auf Maico

Klasse bis 350 ccm: Fritz Betzelbacher, Neu-Isenburg auf Maico

Klasse bis 500 ccm: Willi Braun, Leichlingen auf BSA

 

Durch die Nicht-Teilnahme in Ludweiler von 2 Titelanwärtern, nämlich Fritz Betzelbacher und Willy Braun, kam es zu einem Eklat. Die Zeitschrift „Das Motorrad“ nahm das Ereignis zum Anlass, in Zukunft nicht mehr über (zu mindestens deutsche) Moto-Cross-Veranstaltungen zu berichten (Quelle: Das Motorrad, Nr. 19 von 1958). Dort wurde auch ein Auszug eines Briefes vom Pressewart A.-A. Müller der Landesgruppe Saar des DMV abgedruckt, der das Verhalten den beiden Titelanwärter anprangerte.

 

1958 war für die Ludweiler Fahrer Egon Knoblauch und Harald Friedrich ein erfolgreiches Jahr:

 

3 urkunden

   

1959

 

Rennen um den Moto-Cross Europa-Pokal in Ludweiler-Warndt Juni 1959

 

Acht Nationen waren bei dem Rennen am Start. Am Vorabend des Rennes wurde ein „Catcher-Turnier“ ausgerichtet.

 

Gesamtplatzierung:

Platz 1: Tibblin, Schweden auf Husqvarna, Platz 2: Rickardson, Schweden auf Husqvarna, Platz 3: Kmoch, CSR auf Jawa

Platz 4: Stonebridge, GB auf Greeves mit NSU-MAX-Motor, Platz 5: Ron, CSR auf Jawa, Platz 6: Soucek, CSR auf ESO

Schnellste Runde:

Rolf Tibblin, Schweden auf Husqvarna; 2:22,5 = 35,4 km/h

 

1960

Der Automobil- und Motorsport-Club Ludweiler-Warndt im ADAC führte am Sonntag, dem 28. August 1960 auf der Europabahn am Denkmal in Ludweiler sein 3. Nationales Moto-Cross-Rennen für Ausweisfahrer durch. Erstmalig in Ludweiler starten bekannte Fahrer der Klasse bis 50 ccm (Moped-Klasse), Werksmannschaften von Zündapp und Kreidler kämpfen um den Sieg.

In den Klassen 125 ccm, 175 ccm und 250 ccm sind bekannte saarländische und deutsche Fahrer am Start.

 


 

 

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Diese Seite wurde begonnen am 1.8.2010 und zuletzt bearbeitet am 11.8.2015

                   

 

 

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