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Foto: Kurt Backhaus in der Nordkurve 1950 oder 1951.
1950 verlegte man die Rennen an die Rundstrecke am Stadtrand, die der MCW-Präsident C.M.Thome und sein Sportpräsident August Balthasar als den neuen St. Wendeler Stadtkurs ausgemacht hatten. Bei dem ersten Rennen auf der neuen Strecke
nahmen ausschließlich saarländische Fahrer teil. Aber schon 1951 konnte das Rennen unter der Bezeichnung "Preis
des Saarlandes" ausgetragen werden und wurde damit zu einer nationalen Veranstaltung ganz im Sinne der internationalen Sportgesetze der FIM (das ist die Fédération Internationale de Motocyclisme - Internationale Motorsportvereinigung). In der Mehrzahl nahmen zwar immer noch saarländische Fahrer daran teil, aber man konnte auch schon einige Teilnehmer aus der Bundesrepublik und aus Frankreich begrüßen.
1952 kam der Durchbruch: Nachdem August Balthasar die Präsidentschaft und Werner Maurer die Rennleitung übernommen hatten, wurde mit der Deutschen Obersten Motorradsportkommisssion und der entsprechenden französischen Organisation ein Übereinkommen getroffen, wonach deutsche und französische Fahrer zum St. Wendeler Rennen zugelassen werden konnten.
Balthasar gelang es, zwei W ochen vorher beim Dreiecksrennen in Dieburg eine stattliche Anzahl von Nennungen deutscher Spitzenfahrer für eine Teilnahme zu gewinnen. Auch aus Frankreich kamen zahlreiche hervorragende Fahrer nach St. Wendel.
Start der 500 ccm-Klasse 1954. >
Als dann am Ende das französische Beiwagengespann über das deutsche Weltrekordgespann siegte, war die Sensation perfekt: In der Sportpresse der BRD und des Auslands wurde über dieses bedeutungsvolle Rennen in dem kleinen Saarland berichtet. Damit hatte St. Wendel einen festen Platz in der großen internationalen Rennszene angetreten.
Das nächste Rennen, im Mai 1953, war das erste internationale Rennen im Saarland. Es wurde erstmals unter der neuen Bezeichnung "Internationaler Preis des Saarlandes" ausgetragen. Und so hatte unser kleiner Staat eine eigene große Veranstaltung, wie es sie auch in größeren Ländern nur einmal geben darf. In St. Wendel waren namhafte
Fahrer aus Deutschland, Frankreich, England, Oesterreich, Belgien und der Schweiz am Start. Einige 10.000 Zuschauer säumten bei strahlendem Sonnenschein die Rennstrecke. Manche von ihnen hatten auch einen weiten Anfahrtsweg nicht gescheut. Die sportliche Begeisterung schlug
hohe Wogen, und wiederum kam die internationale Sportpresse nicht umhin, ausgiebig über den ersten Internationalen Preis des Saarlandes zu berichten.

Von 1954 bis 1957 wurden die Rennen in St. Wendel schließlich als "Großer Preis des Saarlandes" ausgeführt. In jedem dieser Jahre konnten sich die immer zahlreicher werdenden Besucher über klangvolle Namen aus der internationalen Motorradsportszene freuen.
Nach der Angliederung der Saar an die Bundesrepublik (1957) wurde aus dem "Großen Preis..." wieder der "Internationale Preis des Saarlandes", denn es durfte neben dem "Großen Preis von Deutschland" keinen weiteren "Großen Preis" in der BRD geben.
^ Seitenwagen 1956: Camathias und sein Copilot Maurice Büla.
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