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  Die saarländische

  

 

Fußballnationalmannschaft

 

 

    (1950 bis 1956)

 

 


 

Zum Inhaltsverzeichnis des SPORT-Kapitels

 

 

Das damals (teil-)autonome Saarland hatte von 1950 bis 1956 auch eine eigene Fußball-Nationalmannschaft. Sie war die Auswahl des am 25. Juli 1948 in Sulzbach gegründeten Saarländischen Fußballbundes (SFB), dessen erster Präsident Willy Koch wurde. Als nur ein Jahr nach der Gründung der Versuch unternommen wurde, den SFB in den Französischen Fußball-Verband (FFF) zu integrieren, wurde der entsprechende Antrag am 17. Juli 1949 vom FFF mit deutlicher Zweidrittelmehrheit abgelehnt. Und so blieb der Fußball des autonomen Saarlands selbstständig, obwohl der 1. FC Saarbrücken zeitweise in der französischen 2. Liga und in der bundesdeutschen Oberliga Südwest spielte (siehe Seite 1. FC Saarbrücken).

 

Die kurze Geschichte der saarländischen Nationalmannschaft war eng mit der des 1.FCS verbunden, da dieser regelmäßig die meisten seiner Akteure als Nationalspieler abstellen musste. Es waren aber auch Spieler von Borussia Neunkirchen, vom SV Saar 05, SV Sankt Ingbert 1945, ASC Dudweiler und FC Ensdorf in der Mannschaft vertreten. Sie spielten insgesamt 19-mal gegen Ländermannschaften aus aller Welt. 15 Spiele waren Freundschaftsspiele, vier waren Ausscheidungsspiele zur Fußballweltmeisterschaft 1954. Alle elf Heimspiele der Saar-Elf wurden im Saarbrücker Ludwigsparkstadion ausgetragen. Die Saarauswahl gewann sechs von den 19 Spielen, sie verlor zehn davon, und drei Spiele gingen unentschieden aus.

 

Am 14. Mai 1950 wurde Hermann Neuberger zum Nachfolger des ersten SFB-Präsidenten Koch gewählt. Dank Neubergers geschickter Vermittlung gelang es dem Saarland, noch vor der Bundesrepublik eigenständiges Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA zu werden, und zwar schon am 12. Juni 1950. Der deutsche DFB wurde erst im Herbst wieder in die FIFA aufgenommen.

  

Trainer der Saarauswahl war zunächst Auguste (Gustl) Jordan. Ihm folgte im Jahre 1952 Helmut Schön, der spätere langjährige und erfolgreiche Trainer der deutschen Nationalmannschaft.

 

Das Foto zeigt Helmut Schön (links) zusammen mit Sepp Herberger im Saarbrücker Ludwigsparkstadion. (Fotograf: Ferdi Hartung)

 

Die Garnituren der saarländischen Nationalmannschaft bestanden (nach der Erinnerung von Herbert Binkert, auf Anfrage im Sommer 2009) aus weißen Hosen, hellblauen Trikots und wahrscheinlich blau-weißen Strümpfen. Unsere Frage, ob er vielleicht noch ein Teil von der Garnitur besitze, verneinte Binkert: "Der Platzwart achtete damals immer peinlich genau darauf, dass keiner der Spieler eine Hose oder ein Trikot vom Platz mit nach Hause nahm." Auf der Vorderseite der Trikots war ein rautenförmiges Abzeichen mit dem "SFB"-Logo (wie hier links abgebildet) aufgenäht.

 

Ihr erstes Länderspiel trug die Saarlandauswahl am 22. November 1950 gegen die B-Mannschaft der Schweiz aus. Es endete mit einem 5:3 Sieg für die Saarländer. Das allererste Tor für die saarländische Nationalmannschaft schoss Karl Berg (1.FCS). Herbert Martin (vom FC 1912 Ensdorf, später ging er zum 1. FCS) und Erich Leibenguth (Borussia Neunkirchen) schossen danach je zwei Tore. Insgesamt gab es vor der Fußball-WM folgende sechs Freundschaftsspiele (siehe Tabelle rechts):

 

        Sechs Freundschafts-Länderspiele (vor der WM): 

        22.11.1950          Saarland        5:3    Schweiz B

        27.05.1951          Saarland        3:2    Österreich B

        15.09.1951          Schweiz B      2:5    Saarland

        14.10.1951          Österreich B   4:1    Saarland

        20.04.1952          Saarland        0:1    Frankreich B

        05.10.1952          Frankreich B  1:3    Saarland

 


 

 

Ausscheidungsspiele zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954

  

 

Da das Saarland erst Mitte 1950 in die FIFA aufgenommen wurde, konnte die saarländische Nationalmannschaft zu einer Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien noch nicht zugelassen werden.

 

 

Aber ab 1953 konnte sie als eine von 34 Ländermannschaften aus aller Welt an der Qualifikation zur WM 1954 in der Schweiz teilnehmen. Durch das Los wurde entschieden, dass die Saar in einer Gruppe mit Deutschland und Norwegen spielte. Hier die Ergebnisse der sechs Gruppenspiele (in Grün die Spiele mit Saar-Beteiligung):

 

        1)   24.06.1953      Norwegen     2:3   Saarland  (in Oslo)

              19.08.1953      Norwegen     1:1   Deutschland  (in Oslo)

        2)   11.10.1953      Deutschland  3:0   Saarland  (in Stuttgart)

        3)   08.11.1953      Saarland       0:0   Norwegen  (in Saarbr.)

              22.11.1953      Deutschland  5:1   Norwegen  (in Hamburg)

        4)   28.03.1954      Saarland       1:3   Deutschland  (in Saarbr.)

 

 

1) Norwegen-Saarland: 2:3. Die Qualifikation begann am 24. Juni 1953 mit einem Paukenschlag: In Oslo lag das Saarland bereits nach etwa einer Viertelstunde mit 0:2 zurück und spielte praktisch nur noch mit 10 Akteuren, weil Helmut Schön wegen einer Verletzung die einzige erlaubte Auswechslung bereits nach fünf Minuten vornehmen musste (Berg für Philippi) und Theo Puff in der 10. Minute plötzlich humpelte (Wadenbeinbruch?) und nur noch stark geschwächt und unter Schmerzen weiterspielen konnte. Kurt Clemens, der zu jener Zeit beim FC Nancy spielte [ab 1967 hieß er "AS" Nancy], kurbelte das Spiel der Saar-Elf unermüdlich an, und am Ende hatten er und seine Mitstreiter die Partie gedreht und mit 2:3 gewonnen. Die Torschützen für die Saar waren Herbert Binkert (16. Min.), Werner Otto (30.) und Gerhard Siedl (52.)

 

                    Foto rechts: Ministerpräsident Johannes Hoffmann überreicht

                    dem norwegischen Spielführer als saarländisches Symbol eine

                    Grubenlampe. Links neben ihm ist Herrmann Neuberger zu

                    sehen, der damals Präsident des SFB war.

                           (Foto: Landesarchiv Saarbrücken)

 

 

 

Die saarländische Nationalmannschaft bei ihrem ersten Qualifikationsspiel gegen Norwegen am 24. Juni 1953

in Oslo.

 

V.l.n.r., obere Reihe: Waldemar Philippi, Werner Otto, Peter Momber, Karl Schirra, Herbert Martin, Herbert Binkert, Kurt Clemens.

 

Untere Reihe: Albert Keck, Theodor Puff, Erwin Strempel, Gerhard Siedl.

Fast alle Spieler waren vom 1.FCS (außer Siedl u. Schirra: Borussia Neunkirchen; Clemens: FC Nancy, ab 1953 spielte er bei SV Saar 05.)

 

(Foto: Ferdi Hartung)

        

 

2) Deutschland-Saarland: 3:0.

 

Nachdem Deutschland in seinem ersten Gruppenspiel am 19. August 1953 in Oslo gegen die Norweger nur 1:1 gespielt hatte, stand das Saarland nun auf Tabellenplatz 1 dieser Gruppe.

 

Am 11. Oktober 1953 folgte das erste Qualifikationsspiel zwischen der Saarlandauswahl und der deutschen Mannschaft. Es fand im Stuttgarter Neckarstadion vor etwa 55.000 Zuschauern statt. Vor dem Spiel hatte Sepp Herberger seine Mannen davor gewarnt, die Saarländer zu unterschätzen. "Das Saarland-Spiel wird kein Spaziergang", soll er ihnen eingetrichtert haben. Und tatsächlich zeigten Helmut Schöns Schützlinge in diesem Spiel eine beachtliche Leistung, verloren aber schließlich doch 3:0. Die deutschen Torschützen waren Max Morlock (2x) und Horst Schade.

 

Das Bild rechts zeigt einen speziell zu diesem Spiel gefertigten SFB-Wimpel. (Foto: DFB-Archiv.)

 

 

3) Saarland-Norwegen: 0:0.  Das zweite Ausscheidungsspiel zwischen den Saarländern und den Norwegern am 8.11.1953 in Saarbrücken endete vor 40.000 Zuschauern mit einem torlosen Unentschieden. Kurz darauf, am 22.11.1953, besiegten die Deutschen in Hamburg die Norweger mit 5:1 Toren.

 

 

   Herbert Martin verwandelt einen Elfmeter

   und erzielt so das einzige Tor für die Saar.

4) Saarland-Deutschland: 1:3. Das letzte und für eine mögliche Teilnahme an der WM entscheidende Qualifikationsspiel dieser Gruppe fand am 28.03.1954 im Saarbrücker Ludwigsparkstadion statt. Dies bedeutete für unser kleines Land ein sportliches Highlight, wie es danach niemals wieder erreicht wurde. Auf dem Stadionheft lautete die Titelzeile: "Größter Fußball-Festtag an der Saar". In Saarbrücken herrschte an diesem Tag Ausnahmezustand. Am Hauptbahnhof liefen zahlreiche Sonderzüge ein, und insgesamt 53.000 Zuschauer sahen dieses wichtige Ausscheidungsspiel.

 

Die Saarländer hatten tatsächlich eine gute Chance, die deutsche Mannschaft aus dem Rennen zu werfen. Wenn ihnen dies gelungen wäre, hätte das "Wunder von Bern" für die deutsche Mannschaft womöglich nicht stattgefunden. Nach dem 3:2-Sieg der Saarländer im ersten Spiel in Oslo hatten diese den Norwegern am 08.11.53 in Saarbrücken ein 0:0 Unentschieden abgetrotzt. Ihr erstes Spiel gegen die deutsche Auswahl hatten sie zwar (am 11.10.53 in Stuttgart) mit 3:0 verloren, aber wenn sie in diesem zweiten Spiel gegen Deutschland am 28.03.1954 wenigstens ein Unentschieden erreicht hätten, wären beide Mannschaften punktgleich gewesen, und sie hätten im Pariser Parc des Princes ein erneutes Entscheidungsspiel um den Gruppensieg und damit um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft austragen müssen.

 

Die Saarländer verloren aber dieses Heimspiel gegen Deutschland mit 1:3, obwohl der Trainer der ungarischen Mannschaft meinte, sie seien "die klar bessere Mannschaft" gewesen. So wurde Deutschland Gruppensieger; aber die Saarauswahl wurde immerhin Gruppenzweiter. Damit war der Traum, an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, für die Saarländer ausgeträumt.

 

Bei diesem WM-Ausscheidungsspiel verzichteten die Verantwortlichen darauf, die Nationalhymnen der beiden Gegner im Stadion abzuspielen, um die Emotionen nicht noch mehr überschwappen zu lassen.

 

Foto oben und Foto rechts: Ferdi Hartung.

 

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Im zweiten Qualifikationsspiel des Saarlands gegen Deutschland im Ludwigsparkstadion kämpft sich Max Morlock durch die Abwehr der Saarländer hindurch und schießt den Ball zum 2:0 für die bundesdeutsche Auswahl ins Netz. Die saarländischen Abwehrspieler Waldemar Philippi (links vorm Tor), Nickel Biewer (rechts) und Torwart Erwin Strempel haben keine Chance.

 

So sah eine Eintrittskarte zu diesem Spiel aus.

 

   Die Saar-Post legte eine Sonderpostkarte aus Anlass dieses    wichtigen Ausscheidungsspiels auf. (Quelle: Landesarchiv Saarbr.)

  

  

 

Die Abschlusstabelle für die Qualifikationsgruppe Deutschland/Saarland/Norwegen

sah folgendermaßen aus:

 

(Tabelle aus wikipedia)

    

 

Bekanntlich erreichte Deutschland schließlich auch das Endspiel dieser WM, gewann am 4. Juli 1954 in Bern 3.2 gegen Ungarn und wurde Weltmeister. Weil das Endspiel nicht im saarländischen Fernsehen TELESAAR übertragen wurde, hatten findige Fußballbegeisterte noch rechtzeitig vor dem Spiel an verschiedenen höher gelegenen Stellen im Saarland Fernseh-Hochantennen aufgebaut, um damit die Übertragung von einem der um das Saarland herum liegenden Südwestfunksender empfangen zu können. Da es in Privatwohnungen noch nicht viele Fernsehgeräte gab, schauten die meisten Leute sich das Spiel in Kneipen an, die an diesem Tag überquollen, oder - wie ich am oberen Hüttenberg in Neunkirchen - dicht gedrängt vor den Schaufenstern der Rundfunkgeschäfte, die dort einen Fernseher aufgebaut hatten.

 

Der SFB lud die Spieler der Saarmannschaft allesamt dazu ein, das Spiel in Bern live von der Tribüne aus mitzuerleben. Sie hatten die Enttäuschung über ihr Ausscheiden bei der Qualifikation längst überwunden. Herbert Binkert meinte z.B., die Saarländer hätten als Teilnehmer der WM "im Leben nicht die Chance gehabt, da zu bestehen wie die Deutschen". Und so drückten die Saarländer ihren deutschen Freunden die Daumen und jubelten ihnen voller Begeisterung zu.

 

Auch bei den sportbegeisterten Menschen im Saarland war die Freude über den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Ungarn nicht weniger groß als in Deutschland selbst. Man hörte sie sogar rufen "Wir sind Weltmeister!". Die Begeisterung war so stark, dass sie bei der saarländischen Regierung Missfallen erweckte. Dies ging so weit, dass in Wochenschau-Berichten über das Endspiel für das Saarland Szenen herausgeschnitten wurden, in denen Deutsche ihre Nationalhymne sangen!

 


 

Obwohl die Saar bei der WM-Qualifikation ausgeschieden war, zählte diese Epoche natürlich zu den sportlichen Glanzpunkten in der Sportgeschichte des Saarstaates. Nach der WM ging es noch mit einer Reihe von Freundschaftsspielen weiter, bis der Saarländische Fußballbund im Jahre 1956 schließlich wieder dem Deutschen Fußballbund untergeordnet wurde:

 

Neun Freundschafts-Länderspiele nach der WM: 

05.06.1954:  Saarland       1:7   Uruguay (siehe rechts)

26.09.1954:  Saarland       1:5   Jugoslawien

17.10.1954:  Frankreich B  4:1  Saarland (in Lyon)

01.05.1955:  Portugal B     6:1   Saarland (in Lissabon)

09.10.1955:  Saarland       7:5   Frankreich B

16.11.1955:  Saarland       1:2   Holland

01.05.1956:  Saarland       1:1   Schweiz

03.06.1956:  Saarland       0:0   Portugal B

06.06.1956:  Holland         3:2   Saarland (Amsterdam)

 

 

 

Das Freundschaftsspiel gegen Uruguay im Ludwigsparkstadion am 5.6.1954 verlor die Saar-Auswahl 1:7. Die meisten Mitspieler stammten vom 1.FCS, fünf weitere waren von Borussia Neunkirchen (Emser, Jirasek, Schirra, Siedl und Sippel). Zum Balleinwurf bei diesem Spiel: siehe Abb. unten!

(Abb. oben: offizielles Programm des SFB).

 

Wie die Ergebnisse zeigen, konnte sich die Mannschaft bei den Spielen nach der WM nur selten durchsetzen. Ein Höhepunkt war aber der torreiche 7:5 Erfolg über die zweite Garnitur der Franzosen am 9. Oktober 1955, also 14 Tage vor der Volksabstimmung. 25.000 Zuschauer wohnten diesem Ereignis im Saarbrücker Ludwigsparkstadion bei.

 

In den 19 Spielen der saarländischen Fußball-Nationalmannschaft wurden insgesamt 42 Spieler eingesetzt. Die meisten Spiele (18) absolvierte Waldemar Philippi vom 1. FC Saarbrücken; nur gegen Uruguay war er nicht dabei. Er galt Anfang der fünziger Jahre als bester deutscher Abwehrspieler. Die meisten Tore schossen Herbert Binkert und Herbert Martin, beide vom 1.FC Saarbrücken. Sie trafen je sechsmal, Binkert in 12 Spielen, Martin in 17 Spielen. Erich Leibenguth von Borussia Neunkirchen traf in fünf Spielen fünfmal. (Siehe auch die Liste ganz unten!)

 

Die letzten beiden Torschützen der Saarauswahl waren Heinz Vollmar vom SV 1945 St. Ingbert und Karl Ringel von Borussia Neunkirchen. Sie schossen die beiden Gegentore bei der 2:3- Niederlage am 06. Juni 1956 gegen Holland in Amsterdam. Das Foto rechts zeigt Ringel, wie er in die- sem Spiel das letzte Tor einer saarländischen Fußball-Nationalmannschaft schießt.

 

Foto links: Manchmal wurde der Ball sogar von einem Flugzeug aus ins Spielfeld eingeworfen, so wie hier bei dem Länderspiel Saarland gegen Uruguay am 5. Juni 1954 im Ludwigspark. Paul Wittrin steuerte die 75-PS-Piper SL-AAK mit der Karlsberg-Werbung.

(Mehr über saarländische Flugzeuge finden Sie im Abschnitt Flugverkehr.) 

 

Foto: Landesarchiv Saarbrücken, Licht-4.

 

Bild unten: Der TINTENFISCH brachte seine eigene Interpretation zum Balleinwurf von einem Flugzeug aus. Die Spieler werfen sich aus Angst zu Boden, der Trainer tadelt: "Ihr Feiglinge, ihr tut ja gerade so, als wärs ein Kasten Bier, was er runterschmeisst!!". Die Karikatur von Bob Strauch erschien anlässlich des Spiels der Schweiz gegen die saarländische Nationalmannschaft am 22. November 1950.

 

Kurz vor der Angliederung des Saarlandes an die BRD wurde der Saarländische Fußballbund SFB im Jahr 1956 wieder als Landesverband in den Deutschen Fußballbund (DFB) aufge- nommen. Seitdem heißt er "Saarländischer Fußball-Verband" (SFV). Helmut Schön wurde Assistent des deutschen Nationaltrainers Sepp Herberger und später sein Nachfolger. Hermann Neuberger begleitete später das Amt des DFB-Präsidenten. (Foto: Mario Blaumeiser.)

 

 

__________________________________

 

 

 

Die B-Auswahl der Nationalmannschaft

 

 

Es ist wenig bekannt, dass es auch eine B-Auswahl der saarländischen Nationalmannschaft gab. Sie spielte am 1. Mai 1955 (zeitgleich mit dem Spiel der A-Mannschaft in Lissabon) als "Saarland B" gegen Holland B im Neunkircher Ellenfeldstadion und gewann bei 4500 Besuchern mit 4:2. Diese Partie scheint das einzige Länderspiel der B-Auswahl gewesen zu sein.

 

(Mitteilung von Michael Mühlen, Trier)


 

 

 Die Spieler der Saar-Nationalmannschaft (sortiert nach der Häufigkeit ihrer Einsätze)

 

Nr.

Name

V *)

Einsätze

Tore

 

Nr.

Name

V

Einsätze

Tore

 

Nr.

Name

V

Einsätze

Tore

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

Waldemar Philippi

A

18

0

 

15

Karl Schirra

B, A

6

0

 

29

Herman Monter

C

2

0

2

Herbert Martin

A

17

6

 

16

Gerd Lauck

B

5

0

 

30

Karl Ringel

B

2

3

3

Gerhard Siedl

B, A

16

4

 

17

Erich Leibenguth

B

5

5

 

31

Günter Herrmann

D

2

0

4

Erwin Strempel

A, B

14

0

 

18

Peter Krieger

A

4

1

 

32

Dieter Honnecker

C

2

0

5

Herbert Binkert

A

12

6

 

19

Willi Sippel

B

4

0

 

33

Vladislav Jirasek

B

1

 

6

Theodor Puff

A

12

0

 

20

Heinz Vollmar

F

4

4

 

34

Horst Klauck

A

1

 

7

Nikolaus Biewer

A

11

0

 

21

Horst Borcherding

C

3

0

 

35

Karl-Heinz Kunkel

E

1

 

8

Kurt Clemens

A**)

10

0

 

22

Werner Emser

B

3

1

 

36

Hans Neuerburg

D

1

 

9

Albert Keck

A

10

0

 

23

Ewald Follmann

B

3

1

 

37

Robert Niederkirchner

C

1

1

10

Peter Momber

A

10

1

 

24

Franz Immig

A

3

0

 

38

Werner Prauss

H

1

 

11

Karl Berg

A

9

1

 

25

Heinz Schussig

C

3

0

 

39

Walter Riedschy

C

1

 

12

Fritz Altmeyer

C

6

3

 

26

Hans Bild

B

2

0

 

40

Heinrich Schmidt

A

1

 

13

Jakob Balzert

A

6

0

 

27

Manfred Ebert

A

2

0

 

41

Erwin Wilhelm

B

1

 

14

Werner Otto

A

6

1

 

28

Helmut Fottner

C

2

0

 

42

Ernst Zägel

A

1

 

 

                                    **) Clemens: A, FC Nancy, C

 

*) Spalte V (Vereinszugehörigkeit): A = 1. FC Saarbrücken  B = Borussia Neunkirchen  C = Saar 05 Saarbrücken  D = Sportfreunde 05 Saarbrücken

                                                   E = ASC Dudweiler        F = SV St. Ingbert 1945      G = FC Ensdorf               H = SC Herrensohr

 

Der Inhalt dieser Tabelle wurde zusammengetragen von Michael Mühlen (muehlen.trier@freenet.de) für die Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. Die Original-Tabelle ist in englischer Sprache und mit zusätzlicher Angabe des jeweils ersten und letzten Einsatzes der einzelnen Spieler zu finden auf der Website http://www.rsssf.com/miscellaneous/saar-recintlp.html

 


 

 

Herzlichen Dank an Stefan Haas für einige Recherchen und Textteile zu dieser Seite.

 

Quellen, Literaturangaben und Links:

 

Dieter Gräbner und Ferdi Hartung. Foto: Hartung. Das Beste aus 50 Jahren Sportfotografie. Saarbrücken, 2007.

Saarländischer Fußballverband (Hrsg.): Saarfußball 5 Jahre in der FIFA. Festschrift. Saarbrücken, ca. 1955. Reproduktion: Merzig, 1981.

 

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Saarländische_Fußballnationalmannschaft

 

Der Westen. Christine Eisenbeis: Größter Fußball-Festtag an der Saar. http://www.derwesten.de/sport/sportgeschichte/Groesster-Fussball-Festtag-an-der-Saar-id1641030.html (Die Seite besteht nicht mehr - Juli 2011).

 

Deutscher Fußball-Bund (DFB). DFB-Archiv. Das Objekt des Monats Juli 2009: http://www.dfb.de/index.php?id=508786

 

Saarkicker (Zeitschrift): http://www.saarkicker.de/pdf/reportagen/wsc_english_deutsch.pdf

 

RSSSF-Archiv: Alle 19 Spiele der Saar-Nationalmannschaft mit Spielorten, Mannschaftsaufstellungen (einschl. Auswechslungen) und Torschützen finden sich im RSSSF-Archiv, Abteilung Saarland, unter http://www.rsssf.com/tabless/saar-intres.html (s. auch die Angaben unter obiger Tabelle).

 


 Seite wurde erstellt am 30.10.2008, zuletzt bearbeitet am 26.03.2012                    

 

 

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