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1) Ein faszinierendes Medium wird geboren.
In Deutschland wurden die ersten öffentlichen Fernsehsendungen schon im Dritten Reich ausgestrahlt, und zwar zwischen 1935 und 1940. Während des Krieges nutzte man Fernsehübertragungen in der Heimat nicht mehr für Unterhaltungsprogramme, sondern nur noch zu militärischen Zwecken. Auch die Franzosen hatten etwa 1935 mit dem Fernsehen begonnen.
Beim Einmarsch der Deutschen
in Paris zerstörten sie noch schnell ihren eigenen Sender auf dem Eiffelturm. Die Nazis reparierten ihn, um vom 29.9.1943 bis zum 16.08.1944 in deutscher 441-Zeilen-Norm ein Unterhaltungsprogramm für die Wehr- macht und ihre Soldaten im Kriegslazarett auszustrahlen. Während die Franzosen schon kurz nach der Befreiung von Paris im August 1944 wieder mit eigenen Fernsehsendungen begannen, musste man in der Bundesrepublik nach dem Krieg bis Mitte 1951 warten, bevor wieder Fernsehversuche und -sendungen auf regionaler Ebene stattfanden. Schließlich startete die am 9. Juni 1950 gegründete ARD Ende 1952 die ersten bundesweiten täglichen Sendungen.
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Auch in Saarbrücken wollte man nun gerne ein Fernsehprogramm ausstrahlen. Erste Pläne zur Errichtung eines eigenen saarländischen Fernsehens entstanden 1951/52. Bei der Stockholmer Wellenplankonferenz für UKW und Fernsehen 1952 wurde das Saarland durch die französische Postverwaltung vertreten, und man teilte ihm dort den französischen
Fernsehkanal
F1b im Band I zu (in manchen Büchern wird er auch als F2 bezeichnet; seine Frequenzen überschneiden sich mit denen des Kanals E2). Den meisten westdeutschen Sendern wurde damals einer der Kanäle E5 bis E12 im Band III zugewiesen.
Für den geplanten saarländischen Sender kam es aus politischen Gründen natürlich nicht in Frage, das ebenfalls in Entstehung begriffene bundesdeutsche Fernsehprogramm zu übernehmen. Doch wie konnte man ein Eigenprogramm für das Saarland finanzieren? Aus öffentlichen Mitteln hätte man es auf keinen Fall bestreiten können. Daher musste
nach
privaten Geldgebern gesucht werden - und diese standen in Frankreich schon bereit (siehe Abschnitt 2). So kam es dazu, dass der erste private Fernsehsender Europas im Saarland eröffnet wurde - und zwar schon Ende 1953!
Abb. oben: das Testbild von Telesaar. Um ein Foto der Ludwigskirche herum sind verschiedene Felder und Kreise platziert, mit deren Hilfe man verschiedene Parameter des Fernsehbildes messen und einstellen konnte (Helligkeit, Kontrast, Auflösung, Geometrie usw.). Das Testbild wurde damals noch nicht mit Hilfe elektronischer Testbild-Generatoren erzeugt, sondern
im
Studio von einer Tafel abgefilmt.
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2) Die Entstehung des ersten saarländischen Fernsehsenders
Wie in Deutschland und den anderen europäischen Ländern war in Frankreich kommerzielles Radio und Fernsehen verboten. Aber man hatte schon früh in kleinen Staaten an der Peripherie des Landes private Radiosender eingerichtet: Im Südwesten Frankeichs strahlten Radio Andorra, im Südosten Radio Monte Carlo und im Nordosten Radio Luxembourg werbefinanzierte Sendungen in französischer Sprache aus. Da sie mit hoher Leistung auf Mittel- bzw. Langwelle sendeten, konnten sie auch in weiten Teilen Frankreichs empfangen werden.
Den LW-Sender in Monaco betrieb die dort ansässige private Holding-Gesellschaft Images et Son ("Bild und Ton"). Deren Hauptanteilseigner waren Prinz Rainier III. von Monaco und der ehemalige Uhrenhändler und Medienunternehmer Charles Michelson (er stammte aus Rumänien, wurde aber oft als staatenlos bezeichnet). In den frühen 50er Jahren bereiteten die Gesellschafter von Images et Son gerade den Aufbau einer kommerziellen Fernsehstation in Monte Carlo vor (die ihren Betrieb am 19.11.1954 aufnahm), als sie auch im Saarland geeignete Partner für ihre Vorhaben entdeckten. Dort beteiligten sie sich an der Gründung der Saarländischen Fernseh AG, die am 16./17. Mai 1952 über die Bühne ging. Es gelang ihnen, zu deren Hauptaktionären zu werden. Ziel der AG war es zunächst, die Genehmigung für den Betrieb eines privaten Fernsehsenders für das Saarland zu erhalten.
Am 18. Juni 1952 verabschiedete der Saar-Landtag ein neues Rundfunkgesetz. Mit diesem ging die Rundfunkhoheit, die seit 1946 bei den Franzosen lag, auf das Saarland über. Außerdem wurde festgelegt, dass in- oder ausländische Gesellschaften eine Konzession zur Errichtung und/oder Betreibung von Radio-und Fernsehsendern im Saarland erhalten konnten. Auf dieser Grundlage wurde kurz danach der Saarländischen Fernseh AG durch einen Vertrag mit der Saarländischen Rundfunkverwaltung (also Radio Saarbrücken; Näheres dazu auf der Seite Rundfunkgeschichte) die Genehmigung erteilt, einen kommerziellen deutschsprachigen Fernsehsender im Saarland aufzubauen und zu betreiben. Die Fernseh AG sollte für die Finanzen, die Technik und das Programm des Senders verantwortlich sein. Als Fernsehnorm wurde
nicht
die im übrigen Europa (außer GB) verwendete Norm mit 625 Zeilen festgelegt, sondern die in Frankreich übliche 819-Zeilen-Norm.
Kurz nach Abschluss dieses Vertrages schlug der Generaldirektor von Radio Saarbrücken, Frédéric Billmann, dem Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann vor, der Fernseh AG auch das Recht einzuräumen, parallel zu dem TV-Sender einen ebenfalls kommerziellen Radio- sender aufzubauen. Nur mit dessen Werbeeinnahmen könnten
die hohen Kosten des Fernsehsenders aufgefangen werden, weil es mehrere Jahre dauern würde, bis dieser eigene Gewinne abwerfe. Billmann war selbst als Aktionär an der Fernseh AG beteiligt und wurde später ihr geschäftsführender
Direktor. Man kann vermuten, dass er den Plan für einen zusätzlichen lukrativen Radiosender schon lange vorher in der Tasche hatte, um ihn jetzt als unerlässliche Finanzierungsgrundlage für den TV-Sender vorzulegen. Als weiteren Köder versprach er, Radio Saarbrücken einen neuen, stärkeren (100 kW-) Mittelwellensender zu spendieren.
Hoffmann erklärte sich mit Billmanns Vorschlag einverstanden, stellte aber zur Bedingung, dass für Radio Saarbrücken dadurch keine finanziellen Nachteile und keine Störung seines Betriebes entstünde, und dass die Fernseh AG sich selbst um die Zuteilung einer Frequenz für den geplanten Radiosender kümmerte. Kurz darauf wurde der Deal vertraglich
festgeklopft. Damit war die Grundlage für die Errichtung des späteren "Europe No. 1" geschaffen.
Von Billmann stammte wahrscheinlich auch die Idee, den Sender Radio Saarbrücken in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umzuwandeln. Am 24.10.1952 wurde die Saarländischer Rundfunk GmbH gegründet. Unmittelbar danach schrieb man die zwischen der Rundfunkverwaltung und der Fernseh GmbH abgeschlossenen Verträge auf die SR-GmbH um und unterzeichnete sie sicherheitshalber am 30.01.1953 noch einmal.
Sendestart für Telesaar: 1953
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Nun begann man damit, den saarländischen Fernsehsender in Saarbrücken aufzubauen, und schon im Laufe des Jahres 1953 wurden die ersten Versuchssendungen unter dem Namen Telesaar ausgestrahlt. So kam man sogar dem schon früher geplanten Télé Monte Carlo zuvor.
Das Fernsehen startete im Saarland also nur wenig später als in der Bundesrepublik, allerdings mit einer Station, die von französischen Geldgebern privat finanziert wurde. In Deutschland wäre die Genehmigung eines Privatsenders damals (und noch bis etwa 1984) undenkbar gewesen. Deshalb führte diese Situation nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik am 1.1.1957 zu heftigen politischen Turbulenzen (siehe unten im Abschnitt 4:"Das Ende von Telesaar"). (Bildschirm-Fotos: Richard Kirst, Dudweiler)
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Die erste "richtige" Sendung fand am 23. Dezember 1953 statt. Es war der 63. Geburtstag von Johannes Hoffmann, und der General- direktor von Radio Saarbrücken, Fréderic Billmann, gratulierte dem Ministerpräsidenten vor laufender Kamera.
In dieser Auftaktsendung waren außerdem zu sehen: Christa Adomeit als Ansagerin, Fritz und Gerdi Weissenbach (damals noch Gerti Palmer), Viktor Lenz und Sohn, das Schlager-Terzett "Die drei Raben" und der Sänger Luitpold Ganther. Man sendete auch einen Märchenfilm, einen Kurzfilm über Johannes Hoffmann und einen Kulturfilm von Ernst Bingen über das Saarland. Es gibt leider keine magnetischen Bildaufzeichnungen von den Fernsehsendungen dieser Anfangszeit, weil diese damals technisch noch nicht möglich waren.
Danach folgten verschiedene weitere Versuchsausstrahlungen, bis es ab 6. Juni 1954 tägliche Fernseh-Sendungen mit einem Vollpro- gramm zu sehen gab. Die tägliche Sendedauer betrug 3 Stunden.
(Mehr über das Telesaar-Programm unten in Abschnittt 5.)
Telesaar wurde über einen 100-Watt-Sender vom Eschberger Hof in Saarbrücken aus im Band III, Kanal F 7 in der französischen 819-Zeilen-Norm ausgestrahlt. (Näheres darüber im Abschnitt 3.)
Das Mini-Studio war nur 58 m² groß und befand sich im Hause der Saarländischen Volksfürsorge Dudweiler Straße 57-59, Ecke Richard-Wagner-Straße. Für das Studio nahm man zwei Stockwerke in Anspruch, um besser mit den heißen Scheinwerfern (den sogenannten Jupiterlampen) umgehen zu können. |
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Das Foto links oben zeigt die Telesaar-Sendeantenne auf dem Eschberger Hof in Saarbrücken; er ist auf dem Bild oben rechts zu sehen. Ganz oben rechts die Richtfunkantenne auf dem Dach des Volksfürsorge-Hauses Ecke Dudweiler- /Richard- Wagner-Straße, das auf dem Foto hier rechts abgebildet ist.
Rechts neben diesem Anwesen erkennt man das Haus Richard-Wagner-Str. 58. Darin befindet sich noch heute der
Sitz der "Europäischen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft (Europa 1)". Diese ist übrigens auch Hauptgesellschafterin der privaten Radiostation Radio Salü, deren Studios ebenfalls in diesem Gebäude untergebracht sind.
Alle Bilder wurden in den 50er Jahren aufgenommen. (Fotos: SR.)
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Das Stationsbild des Fernsehsenders beinhaltete eine Grubenlampe und die Bergbausymbole Schlägel und Eisen. Die Mitwirkenden vor und hinter den Kameras und Mikrofonen waren überwiegend Radioleute,
die man
schon vom Reichssender bzw. von Radio Saarbrücken kannte. Das Personal bestand 1954 aus 28 Personen, davon waren 25 Saarländer.
Inzwischen war der Bau der Sendeanlagen für den Radiosender auf dem Sauberg bei Felsberg-Berus in Angriff genommen worden. Er sollte sein werbefinanziertes Programm auf Langwelle unter dem Namen Europe
No. 1 ausstrahlen (der Name des Senders wurde später abgekürzt zu "Europe 1" - so lautet er heute noch).
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(Weitere Einzelheiten zu diesem Langwellen-Sender finden Sie auf der Seite Europe No. 1, deren Lektüre wegen der Verknüpfung der Entstehungsgeschichte von Telesaar und Europe No. 1 sehr zu empfehlen ist.)
Quelle für einige Fakten zu den geschilderten Vorgängen: Andreas Fickers. "Die Anfänge des kommerziellen Rundfunks im Saarland. Die Geschichte der Saarländischen Fernseh AG (Tele-Saar und Europe No.1)" in: Zimmermann/Hudemann/Kuderna (Hrsg.). Medienlandschaft Saar von
1945
bis in die Gegenwart. Band 1: Medien zwischen Demokratisierung und Kontrolle (1945-1955). München 2010. S. 241 bis 280.
3) Ausstrahlung und Empfang des Telesaar-Programms
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In dem am 18. Juni 1952 verabschiedeten Rundfunkgesetz war für das Saarland die Übernahme aller technischen Normen des französischen Fernsehsystems festgeschrieben worden. Es wurde also wie in Frankreich mit 819 Bildzeilen gesendet, und Bild und Ton wurden in
AM ausgestrahlt.
Mit Fernsehern, die nur für diese Norm ausgelegt waren, konnte man deshalb im Saarland zwar Telesaar und das französische Fernsehen schauen, nicht aber das deutsche, das ja 625 Zeilen verwendete. Umgekehrt war Telesaar in der angrenzenden BRD mit einem normalen Fernsehgerät nicht zu sehen. Nur mit sehr teuren Mehrnormen-Geräten (wie z. B. dem rechts abgebildeten) konnte man beide Systeme empfangen.
Es gab im Saarland damals insgesamt nur wenige Fernsehgeräte: ganz am Anfang etwa 100, 1954 ca. 700 und 1958 rund 4000. Die meisten von ihnen standen in Gaststätten. Das günstigste Gerät auf dem Markt war ein 819-Zeilen Gerät von Solara mit 36 cm Bilddiagonale. Es kostete etwa 60.000 Francs. Da man damals in der Regel nur ein einziges Programm
empfangen konnte, galt ein Kanalwähler bei diesen Geräten
als unnötiger Luxus. Zur Kanalwahl wurden einfach einige austauschbare Spulen
mitgeliefert. |
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Ein
für das Saarland zur damaligen Zeit
typischer Fernseher, Marke Telemaster. Es war ein Mehrnormengerät ("Mehrzeiler") und kostete etwa 125.000 frs. Foto: M.John,
Holz
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Telesaar sendete nicht auf dem für das Saarland bei der Stockholmer Wellenkonferenz offiziell zugewiesenen Fernsehkanal F1b im Band I (etwa dort, wo sich auch Kanal E2 befindet), sondern (mit horizontaler Polarisation) im Band III auf Kanal F7: Bild auf 177,15 MHz, Ton auf 188,3 MHz. Dieser Kanal war nicht dem Saarland zugeteilt worden, sondern Frankreich. Die RTF (Radio Télévision Française) trat ihn aber an Telesaar ab. Der offizielle Kanal für das Saarland im Band I wurde erst ab Januar 1957 genutzt (siehe unten im Abschnitt 5). - Fernsehhungrige Saarländer konnten ihren Sender in und im Umkreis
von Saarbrücken mit geringem Antennenaufwand empfangen.
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Mit größeren Antennen war er auch in weiter entfernten Höhenlagen zu sehen, z.B. im Raum Neunkirchen. Die Geräte dafür konnte man dort u.a. bei Radio Zeiler in der Bahnhofstraße kaufen. Jürgen Dippe aus Haus Furpach erinnert sich, dass man auch bei der Firma Maekel an der Ecke Hüttenberg/ Oberer Markt Geräte
und Antennen
erstehen konnte. Im Restaurant Burgkeller am Oberen Markt stand ein Gerät, auf dem sich die Gäste gerne den saarländischen TV-Sender anschauten,
und auch in der Gaststätte "Beim Hör" in Haus Furpach war ein Fernsehempfänger
aufgestellt. (Mitteilung.von J. Dippe.)
Über seine frühen TV-Empfangserlebnisse berichtet Udo Burkhardt aus Neunkirchen:
"Ich habe dort bei der Fa. Maekel von 1961 bis 1965 das Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk erlernt. Die alten Geräte, die Mitte der fünfzigerJahre gebaut wurden, hab ich noch repariert, und ich kannte mich auf vielen Dachböden Neunkirchens bestens aus. In Furpach, wo ich aufgewachsen
bin, gab
es auch schon 1955 im Gasthaus "Zur Ewigkeit" (Ripplinger) ein Fernsehgerät. Ich erinnere mich noch gut an den Bau der Antenne. Ein Riesending! An manchen Stellen des Saarlandes, vor allem im Homburger Raum, bekam man den Südwestfunk vom Sender Hornisgrinde auf Kanal 9 herein. Saarbrücken war dort schlecht zu empfangen. Das lag an
der senkrechten Abstrahlung des Signals*), welche zwar die Reichweite erhöhte, aber durch die vielen "Schatten" (Reflexionen) war kaum etwas zu erkennen. Von der Hornisgrinde kam das Signal horizontal. Da war das Bild zwar oft voller Grieß, aber man konnte von dem Geschehen auf dem Schirm mehr erahnen." *)
gemeint ist die vertikale Antennen-Polarisation
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Zu dem Bild: Solche und ähnliche abenteuerliche Selbstbau-Antennen verhalfen den wenigen Fernsehfreaks in den Anfangszeiten des neuen Mediums zum Empfang eines einigermaßen erkennbaren Bildes. Diese beiden 21 m hohen freitragenden Stahlmaste standen drehbar in Ensheim beim Haus des Direktors der Saarländischen Röhrenwerke,
Baumbach. Sie wurden schon 1953 aufgebaut, um den Sender Feldberg im Taunus auf Kanal 8 zu empfangen. Die Antenne bestand angeblich aus 64 Elementen; bei Planung und Bau sollen Werner Rummel (Sbr.), Ernst Groß (St.Ingbert) und Günther Krauß (Güdingen) mitgewirkt haben. (Foto u. Bericht: SZ vom 28.08.1953.)
Über "Das Ende von Telesaar" lesen Sie bitte unten im Abschnitt 4).
Im Anhang ganz unten auf dieser Seite finden Sie einen Bericht "So kann man sich irren" mit interessante Details über die im Vorfeld geführten
Diskussionen bezüglich der im Saarland
einzuführenden Zeilennorm.
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In den 50er Jahren konnte man im Saarland mit entsprechenden Empfangs- und Antennenanlagen - je nach Empfangsort - die folgenden Fernsehsender empfangen:
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Programm |
Sprache
|
Standort
|
KW
|
Zeit
|
Kanal
|
Norm
|
Bild (MHz)
|
Ton (MHz)
|
|
TELESAAR
|
deutsch
|
Saarbrücken - Eschberg
Felsberg
- Berus |
0,5
5
|
23.12.53 - 15.7.58
15. - 25.1.1958
|
F 7
F1b vert
|
F - 819
F - 819
|
177,15 pos.
52,40 pos.
|
188,30 AM
41,25 AM
|
|
Deutsches Fernsehen
|
deutsch
|
Saarbr. - Schwarzenbg.[1]
Saarbrücken - Eschberg
Göttelborner Höhe
Baden-Baden-Hornisgrinde
Gr. Feldberg imTaunus
Weinbiet (bei Neustadt)
|
0,1
0,5
100
80
10
30
|
1.1.57 bis Okt.59
16.7.58 - Nov 58
ab 15.10.1959
ab 1954
ab 29.05.1953
ab Ende Mai 1953
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E 2 vert.
F 7
E 2 vert.
E 9
E 8
E 6
|
D - 625
F - 819
D - 625
D - 625
D - 625
D - 625
|
48,25 neg.
177,15 pos.
48,25 neg.
203,25 neg
196,25 neg
182,25 neg
|
53,75 FM
188,30 AM
53,75 FM
208,75 FM
201,75 FM
187,75 FM
|
|
Radiodiffusion-Télé- vision Française (RTF)
|
französisch
|
Metz (Luttange)
Straßburg (Lauth) [2]
Straßburg (Nordheim)
|
10
3
50
|
ab 1955
ab 1953
ab 1964
|
F 6
F 5
F 5
|
F - 819
F - 819
F - 819
|
173,40 pos.
164,00 pos.
"
|
162,25 AM
175,15 AM
"
|
|
Télé Luxembourg
|
französisch
|
Dudelange
|
100
|
ab 23.01.1955
|
E 7
|
F - 819
|
189,25 pos.
|
195,75 AM
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[1] Vom 6.1.57 bis 14.1.58 sendete man vom Schwarzenbergturm aus nur sporadisch, etwa 1x pro Woche (Näheres darüber siehe unten im Abschnitt 4 "Das Ende von Telesaar"). Am 1.9.58 wurde seine Leistung von 100 W auf 2kW erhöht.
[2] Der Sender Straßburg-Lauth konnte an der Saar wahrscheinlich nur an sehr wenigen Orten empfangen werden, da er zu schwach war.
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Tabelle: Rainer Freyer. Einige Daten und Fakten hat Karl Presser eruiert.
Quellen: Chronik der ARD (http://web.ard.de/ard-chronik/). - Wikipedia; Stichworte: Namen einzelner Sendeanlagen. - Zeitschrift Le HAUT-PARLEUR vom 30.
Oktober 1962. - Verschiedene Artikel aus der SVZ und anderen Zeitungen der 50er Jahre.
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Weitere Fernseh-Vorhaben im Saarland
1954 begann man, in Felsberg-Berus eine riesige futuristische Halle mit 82 m Länge, 43 m Breite und 16 m Höhe zu bauen. Mit ihrem Spannbetondach hatte sie die Form einer Muschel; damit wollte man auf die Muschelkalkvorkommen in dieser Gegend anspielen.
Die Sendehalle sollte zum einen die technischen Anlagen des LW- Senders Europa 1 beherbergen. Zum anderen wollte man darin auch die Technik und die Studios für einen weiteren geplanten Fernsehsender unterbringen, der später zusätzlich zu Telesaar ein mehrsprachiges "europäisches" Fernsehprogramm unter dem Namen "Europa 1 Television" ausstrahlen sollte. Der Turm mit der Fernseh-Sendeantenne wurde zwar gebaut, und der Sender war im Juli 1956 fertig gestellt. Aber das "europäische" Fernsehprogramm kam wegen der politischen Entwicklung im Saarland nach der Volksabstimmung im Oktober 1955 nicht mehr zu Stande. Von dem Turm aus wurde lediglich einige Tage lang Anfang 1958 das Programm von Telesaar ausgestrahlt, zusätzlich zum Sender auf dem Eschberg [siehe unten im Abschnitt 4: "Das Ende von Telesaar"].
Die Bilder zeigen die Sendehalle und den Fernsehturm in Felsberg-Berus. Oben kurz nach ihrer Errichtung, etwa 1954, unten im Jahr 2010.
Im Hintergrund sieht man jeweils den unteren Teil eines der vier Langwellen-Sendemasten. Die gesamte Anlage steht bereits seit längerer Zeit unter Denkmalschutz.
(Foto oben: © Landesbildstelle Saarland im LPM, Fotograf:Gerhard Heisler.
Foto unten: Rainer Freyer, 2010.)
Der Industrielle und Omnibusfabrikant Sylvain Floirat hielt ab 1955 die Mehrheit der Anteile von Images et Son und war dadurch ebenfalls an Europe No. 1, aber auch an Telesaar beteiligt. Damit war Floirat dem Saarland in zweifacher Weise verbunden: einmal durch die Lieferung von Omnibussen und zum anderen durch seine
Beteiligung
an Telesaar.
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4) Fast ein Fernseh-Krimi: Das Ende von Telesaar und wie das Deutsche Fernsehen ins Saarland kam
Auch nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik am 1. Januar 1957 ging der Betrieb der beiden privat finanzierten Sender Europe No. 1 auf Langewelle und Telesaar im Fernsehkanal F7 weiter, obwohl inzwischen die Deutsche Bundespost die Funkhoheit im Saarland übernommen hatte. Denn die Verträge, welche die Saarländischer Rundfunk GmbH am 30. Januar 1953 mit der Fernseh AG abgeschlossen hatte (siehe ganz oben, im Abschnitt 2) hatten
weiterhin Bestand und konnten auch nicht aufgrund der neuen politischen Lage außer Kraft gesetzt werden. So wurde Europe No. 1 ab 1.1.1957 zur ersten privaten Radiostation und Telesaar zum ersten kommerziellen Fernsehsender
in Deutschland.
Vom Tag der politischen Rückgliederung der Saar an wollte man im jüngsten Bundesland aber auch das Programm des Deutschen Fernsehens ausstrahlen. Hierfür lieh sich der SR vom Südwestfunk einen 100-W-Sender einschließlich
Antenne aus, der Ende 1956 mit einer Sondergenehmigung des französischen Außenministeriums
auf einem Lkw ins
Land gebracht wurde [1]. Man installierte ihn auf dem Saarbrücker Schwarzenbergturm und sendete ab dem 1.1.1957 das ARD-Programm in vertikaler Polarisation und mit 625 Zeilen. Der Sender arbeitete im Band I auf dem Kanal F1b, der dem Saarland 1952 in Stockholm offiziell zugeteilt worden war. Der ARD-Umsetzer konnte wegen seiner geringen Sendeleistung von 100 Watt nur in Saarbrücken und der näheren Umgebung empfangen werden. Das Signal wurde vom SWF-Sender Hornisgrinde (Kanal 9) übernommen.
Dieser hatte allerdings gleich
am ersten Sendetag des neuen Senders einen Totalausfall, ausgerechnet während der Übertragung des Festaktes
anlässlich der Angliederung des Saarlandes im Saarbrücker Stadttheater. Dadurch erhielt der Sender auf dem Schwarzenberg solange weder Bild noch Ton [2]. Foto: SR.
Nachdem diese Störung behoben war, konnten die Zuschauer in Saarbrücken und Umgebung zwei deutschsprachige Fernsehprogramme empfangen: Telesaar vom Eschberg auf Kanal F7 mit 819 Zeilen und das Deutsche Fernsehen vom Schwarzenberg im
Band I in 625-Zeilen-Norm. Aber die Freude darüber war von kurzer Dauer: Schon nach fünf Tagen musste die Übertragung des ARD-Programms über
den Schwarzenbergsender wieder eingestellt werden. Die Fernseh AG hatte heftig gegen diese Ausstrahlung protestiert, weil ihr ja in dem Vertrag mit der SR-GmbH 1953 das alleinige Recht zugesprochen worden war, im Saarland Fernsehprogramme auszustrahlen. Als Folge der Proteste ordnete die Staatskanzlei die Einstellung der ARD-Sendungen an. Foto: Schwarzenbergturm. Aus: "Unser Sender an der Saar."
Hierüber machte sich in der Bevölkerung natürlich heftige Verärgerung breit. Auch die Fachverbände der Radio- und Fernsehindustrie protestierten massiv, weil sie wirtschaftliche Einbußen befürchteten. Die Betriebe hatten bereits mit dem Bau von Band I - Antennenanlagen für den Schwarzenberg-Kanal begonnen. Außerdem kauften
die Leute jetzt natürlich kaum noch neue Fernseher. Aber alle Proteste waren nutzlos, die Saar-Regierung änderte
ihre Haltung nicht. Grund dafür waren die vorerst unlösbaren "Verstrickungen" zwischen Fernseh AG, Europa 1 und SR [3], die damit zusammenhingen, dass der SR auf die vertraglich vereinbarten Zahlungen von Europa 1 angewiesen war. So konnte er jetzt nur noch sporadisch "Versuchssendungen" mit dem ARD-Programm ausstrahlen, denen aber jedesmal ein Antrag auf Genehmigung durch die Fernseh AG vorangehen musste.
Erst ein Jahr später, im Januar 1958, klärte sich die Situation rasch und endgültig. Die Fernseh AG hatte schon länger geplant, Telesaar auch über ihren neuen TV-Sender in Felsberg-Berus auszustrahlen. Er war
eigentlich für die ursprünglich geplante TV-Station "Europa No. 1 - Television" gebaut worden. Nachdem dieser aber nicht verwirklicht wurde, stand er nun zur Verfügung, um die Reichweite von Telesaar zu vergrößern. Wegen seiner zehnmal höheren Sendeleistung könnte man das Programm im gesamten Saarland flächendeckend und bis in die angrenzenden Gebiete von Rheinland-Pfalz hinein empfangen.
Am 15. Januar 1958 nahm der SR unvermittelt die Ausstrahlung des ARD-Programms im Band I vom Schwarzenberg wieder auf und tat kund, dass dies nun eine permanente Einrichtung sein werde. Daraufhin beschloss die Fernseh AG spontan, noch am Abend desselben Tages ihren Sender in Berus in Betrieb zu nehmen und das Telesaar-Programm mit 5 kW (andere Quellen sprechen
von
3 kW) in der 819-Zeilen-Norm zu senden.
Allerdings benutzten sie denselben Kanal wie der Schwarzenberg-Sender mit dem Programm des Deutschen Fernsehens. Sofort gab es heftige Proteste von erbosten Zuschauern, weil sie das ARD-Programm nicht mehr oder nur
noch stark gestört empfangen konnten.
Nun wurde es ernst. Die Bundespost, die ja seit 1.1.1957 die Funkhoheit im Saarland ausübte, hatte durch den Bundesminister für das Post- und
Fernmeldewesen, Richard Stücklen, inzwischen - ohne die Beteiligten an der Saar zu informieren - bei der Internationalen Frequenzzuwei- sungsbehörde in Genf beantragt, den 1952 der Saar zugeteilten Kanal F1b mit 819 Zeilen gegen den Kanal E2 mit 625
Zeilen umzutauschen. So konnte Stücklen nun der Fernseh AG die weitere Fernsehausstrahlung verbieten, weil sie auf einem für Deutschland nicht zugewiesenen Kanal stattfand.
Foto: Die Spitze des Fernsehturms in Felsberg. Dahinter einer der LW-Masten. Foto: SR (Walter Schönhofen.)
Minister Stücklen informierte das Bundeskabinett in Bonn in dessen Sitzung vom 22. Januar 1958 über diesen Sachverhalt. Er habe die Saarländische Fernseh-AG per Fernschreiben auf die Unzulässigkeit ihres Verhaltens hingewiesen und ihr mitgeteilt, dass er im Einvernehmen mit der saarländischen Staatskanzlei und dem Intendanten des Saarländischen
Rundfunks die Stilllegung des Senders und der dazu gehörenden Richtfunkstrecke (von Saarbrücken nach Berus) durch das saarländische Innenministerium unverzüglich veranlassen werde[4]. Der Bundespostminister machte
seine Drohung wahr und ließ den Fernsehsender in Berus am 25. Januar 1958 durch Post- und Polizeibeamte schließen . Die Saarländische Fernseh AG legte zwar Rechtsmittel ein, aber der Sender blieb abgeschaltet. Er war nur ganze elf Tage in Betrieb gewesen.
Der Spiegel berichtete am 5.2.1958, wie die Fernseh-Sendeanlage in Felsberg stillgelegt wurde: In den Morgenstunden des 25. Januar 1958 habe sich ein
Trupp saarländischer Postbeamter unter dem Geleitschutz von Polizisten zum Sauberg bei Berus aufgemacht, um das
Antennenkabel des Fernsehsenders zu durchtrennen. Der Polizeichef habe den Fernseh-Generaldirektor Fréderic Billmann telefonisch davon unterrichtet, worauf dieser unverzüglich seine Techniker in dem "abgelegenen, pompösen Sendepalast" [Spiegel-Wortlaut] alarmierte. Es habe dann allerdings noch eine Zeit gedauert, bis die Truppe eintraf, weil das Polizeiauto im Schnee stecken geblieben war und man zu Fuß
weitermarschieren musste. Nach dem Durchschneiden des Antennenkabels versiegelten die Beamten noch den Schaltraum des Senders. [5]
Das Telesaar-Programm und seine Ausstrahlung über den Sender Saarbrücken-Eschberg waren davon nicht betroffen; sie gingen vorläufig weiter. Am 18.02.1958 kündigte das Bundespostministerium der Saarländischen Fernseh-AG in einem Brief jedoch an, dass es den "Fernsehsender Tele-Saar wegen unzulässiger Nutzung von Frequenzen"schließen werde [6]. Dessen ungeachtet sendete Telesaar auch danach noch
weiter.
Schließlich kam am 16. Juli 1958 das endgültige Aus: Die Station Telesaar wurde auf Verfügung des Bundespostministers
geschlossen, da sie im Widerspruch zu den internationalen Bestimmungen in einer in der Bundesrepublik nicht zugelassenen Sendenorm
und auf einer nicht zugeteilten Frequenz Werbesendungen ausstrahlte. Ein solcher Tatbestand war mit dem System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD unvereinbar.
Die Fernseh AG gab ihren Kampf zur Erhaltung von Telesaar nun auf. Dies hing unter anderem damit zusammen, dass der Sender in den viereinhalb Jahren seines Bestehens nicht etwa Gewinne, sondern im Gegenteil erhebliche finanzielle Verluste eingefahren hatte. Das kam nicht überraschend, man hatte von Anfang an damit gerechnet. Trotzdem war die ganze Aktion für
seine Betreiber von großem Nutzen gewesen, denn nur durch den Aufbau dieser kleinen Fernsehstation war es ihnen gelungen, einen äußerst lukrativen kommerziellen Rundfunksender zu gründen.
Der Termin für die offizielle Schließung von Telesaar waren der Fernseh AG einige Zeit vorher bekannt gegeben worden, sodass sie für den letzten Tag noch ein "würdiges Ende" des Senders vorbereiten konnte.
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Und so fand am 15. Juli 1958 unter dem Titel 'Der Rest ist Schwei- gen' die Abschiedssendung von Telesaar statt, in der die Mitwir- kenden ihrem Publikum Lebewohl sagten.
Roland Stiguliszky kommentierte die Schließung des Senders mit der Zeichnung eines "bissigen Mai -Fisches". (Dr. Franz Mai war damals Intendant des SR).
Foto: Roland Stigulinszky
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Für die inzwischen knapp 70 Mitarbeiter des Senders war dessen Schließung bitter, mussten sie sich doch nun einen neuen Lebensunterhalt suchen. Die beliebten Akteure von Telesaar bedauerten das Ende ihres Senders daher sehr. Für die letzte Sendung des Kinderprogramms hatte ein
mitwirkendes junges Mädchen ein Abschieds-Gedicht mitgebracht, das ihre Mutter extra für dieses Ereignis geschrieben hatte. Sie durfte es dann aber vor der Kamera doch nicht vortragen. Es endete mit folgenden Worten:
"Unn all, die uns net hawwe wolle, die soll doch der Deiwel
holle!" [7].
Nach der Schließung von Telesaar am 16.7.1958 übertrug man das Programm des Deutschen Fernsehens zunächst auch zusätzlich über den bisherigen 819-Zeilen-Sender von Telesaar auf dem Eschberg. Da die ARD es mit 625 Zeilen sendete, filmte man es auf dem Halberg in Saarbrücken einfach mit einer 819-Zeilen-Kamera von einem
Bildschirm ab und strahlte es zeitgleich auf der alten Telesaar-Frequenz im Kanal F 7
wieder aus. So konnten die Saarländer mit ihren vorhandenen Geräten französischer Norm das bundesdeutsche Fernsehprogramm verfolgen - wenn auch in mäßiger Bildqualität und nur für wenige Monate. Im November 1958 wurde der Sender auf dem Eschberg endgültig abgeschaltet. Mit den alten 819-Zeilen-Empfangsgeräten waren jetzt - je nach Empfangslage - nur noch die französischen Sender Metz (Kanal F6) und Strasbourg (F5) sowie das ebenfalls
französischsprachige
Programm
Télé Luxembourg (E7) zu empfangen. Das Deutsche Fernsehen konnte man nur noch mit 625-Zeilen-Empfängern sehen.
Die Leistung des Senders Schwarzenberg war seit dem 1. September 1958 von 100 W auf 2 kW erhöht worden. Als am 15. Oktober 1959 der neue Grundnetzsender Göttelborn auf demselben Kanal (E2 vertikal) seinen Betrieb begann, wurde auch der Sender Schwarzenberg abgeschaltet.
Die Aufnahme des Saarländischen Rundfunks in die ARD war schon seit 1957 vorbereitet worden und wurde am 21. Mai 1959 in Stuttgart vollzogen. Während der Übergangszeit übernahm er für das
Regionalfenster von 18 bis 20 Uhr (mit Werbesendungen) zunächst das Regionalprogramm des Südwestfunks. Im Laufe der Zeit wurde ein immer größer werdender Teil dieser Sendezeit vom neuen Regionalfernsehen des SR gestaltet. Am 9.11.1959 begann der SR schließlich mit der Ausstrahlung seines
eigenen Regional- und Werbefernsehens. Es dauerte anfangs werktäglich nur etwa eine halbe Stunde und bestand aus einem kurzen Unterhaltungsfilm und zweimal fünf Minuten Werbung. Produziert wurde es auf dem Halberg in Räumen, die davor als Pferdestall genutzt worden waren. Viele Mitarbeiter des SR-Fernsehens waren davor bei Telesaar beschäftigt gewesen. Regionale Bildberichte aus dem Saarland wurden erst ab 1. Februar 1961 gesendet. In dieser Zeit kamen auch die ersten Fernsehansagerinnen
zum Zuge. Die allererste war in einem Wettbewerb ausgewählt worden. Sie hieß Ruth Pfordt. Erinnern Sie sich? (Foto: SR.)
Mehr zu den Anfängen des Fernseh-Regionalprogarmms des Saarländischen Rundfunks finden Sie auf dessen Website unter dem Link:
http://www.sr-online.de/sronline/der_sr/unternehmen/fundstucke/pferdestall_blattner100.html
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[1] Fritz Raff, Axel Buchholz, Hg.: Geschichte und Geschichten des Senders an der Saar - 50 Jahre Saarländischer Rundfunk. Freiburg, Basel, Wien 2007. Seite 67.
[2] a.a.O., Seite 68.
[3] Die "Saarländischer Rundfunk GmbH" ging am 1.1.1957 mit allen Rechten und Pflichten in "Saarländischer Rundfunk. Gemeinnützige Anstalt des Öffentlichen Rechts" über.
[4] Kabinettsprotokoll der Bundesregierung, Sitzung vom 22. Januar 1958, Tagesordnungspunkt A. Nachzulesen unter:
http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1958k/kap1_2/kap2_3/para3_5.html
[5] Privat-Sender. Freibeuter an der Saar. Der Spiegel 6/1958, Seite 47f. Im Netz: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760626.html
[6] Kabinettsprotokoll der Bundesregierung, Sitzung vom 19. Februar 1958, TOP 4. Nachzulesen unter:
http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1958k/kap1_2/kap2_7/para3_4.html
[7] Mitteilung von Anne Fagherazzi, Januar 2012.
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5) Wie Telesaar seine Zuschauer unterhielt und informierte.
(Dieser Teil wird demnächst durch weiteres Bildmaterial und Berichte ergänzt werden.)
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Abends um 20 Uhr sendete man täglich eine "Tagesschau" (im Deutschen Fernsehen lief die Tagesschau erst ab Oktober 1956 jeden Tag!) Das Filmmaterial wurde ohne Ton, aber mit den Rohtexten, aus Paris beschafft. Auf der Basis dieser Texte schrieben die Telesaar-Redakteure im Laufe des Tages deutsche Kommentare zu den Filmbeiträgen und nahmen sie auf Tonband auf. Diese wurden dann abends parallel zu dem in Saarbrücken geschnittenen Filmmaterial abgespielt.
Vor dem Sendeschluss gegen gegen 21:45 Uhr wurde die Tagesschau wiederholt. Dazwischen lief ab 20:15 Uhr ein Spielfilm oder eine Unterhaltungssendung. Man produzierte aber auch schon eigene Fernsehspiele,
die natürlich immer live gesendet wurden, denn es gab noch keine Bildaufzeichnungsgeräte (sie kamen erst 1956 auf den Markt).
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Für öffentliche Veranstaltungen, die von Telesaar übertragen wurden, warb man mit Plakaten im ganzen Land. Es gab auch eine eigene saarländische Programmzeitschrift, die Tele Bild mit Radio (Näheres dazu auf der Seite Radio Saarbrücken unter Programmzeitschrift.)
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Sportsendungen spielten eine große Rolle bei Telesaar. Wichtige Fußballbegegnungen im Saarland wurden in der Sendung "Und wieder rollt
das Leder" gezeigt und kommentiert. Da unser Sender nicht am internationalen Programmaustausch der europäischen Fernsehanstalten
teilnehmen konnte, war er nicht in der Lage, populäre Sport-Ereignisse
zu übertragen. Bei der Fußball-WM 1954 konnten die Saarländer in grenznahen Gebieten mit Geräten, die für die deutsche Norm geeignet waren, auf die bundesdeutschen Übertragungen zugreifen. Vielerorts wurden eigens dafür große Antennenanlagen gebastelt, damit man einen der dafür geeigneten ARD-Sender empfangen konnte (siehe oben im Abschnitt 3). In einigen Gebieten konnte man sich - je nach Lage - die Übertragung auch über einen Sender aus Frankreich anschauen, natürlich nur mit französischem
Ton. Für diejenigen, die keine dieser Möglichkeiten nutzen konnten, wurden zahlreiche Sonderbusse eingesetzt, um die Fußballbegeisterten in grenznahe Orte der Bundesrepublik zu fahren. Dort konnten sie in Gaststätten die Übertragung der Spiele verfolgen.
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Es gab häufig auch "Catch as catch can"-Übertragungen bei Telesaar. Diese Sportart war damals besonders in Frankreich sehr beliebt, es wurden aber auch im Saarland solche Veranstaltungen angeboten und oft live im Fernsehen übertragen.
Volkstümliche Konzerte wurden von Josef Reichert präsentiert und die "Kinderstunde" u. a. von Tante Christa und Werner Wiedemann. Man bot auch Sendungen für Mütter, für Hausfrauen oder für Gartenfreunde an. Bei Erwachsenen waren Unterhaltungssendungen mit Titeln wie "Telecocktail" oder "Televariété" besonders beliebt (siehe weiter unten!).
Da man Spielfilme in der Anfangszeit des Fernsehens noch nicht elektronisch abtasten konnte, musste man sie im Studio direkt von einem Projektor aus auf die Aufnahmeröhre einer Fernsehkamera projizieren. Die Bilder gingen dann als "Live-Übertragung" über den Sender.
Schon ab Mitte Mai 1954 wurde Fernsehwerbung gesendet, denn die Einnahmen daraus wurden benötigt, um zur Finanzierung des privaten Unternehmens beizutragen. Später sollten sie auch Gewinne abwerfen, dazu ist es aber nie gekommen. Die Vermarktung oblag der Radio-Reklame GmbH, die auch für die Rundfunkwerbung bei Radio Saarbrücken zuständig war (siehe Seite Radio Saarbrücken unter 8).
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Abb. rechts: Blick auf eine typische Programmwoche von Telesaar im Jahr 1955.
In der Programmvorschau wird für Samstag die Sendung "Tante Christa und die Fernsehsternchen" angekündigt. Auf dem Foto sehen wir die "Sternchen" mit dem Märchenonkel von Radio Saarbrücken (Bildmitte).
Mehr über Tante Christa und über den Märchenonkel demnächst.
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Wöchentliche Programmvorschau mit Roland Stigulinszky
unter dem Titel "Sie werden sehen - Stigs lustige Programmvorschau"
Der bekannte saarländische Zeichner und Karikaturist war von 1954 bis 1958 für die Programmvorschau von Telesaar zuständig. Immer freitags um 19:40 stellte er das Fernsehprogramm der folgenden sieben Tage vor. Dabei saß er vor einer Staffelei, auf der er live zu den wichtigsten Sendungen lustige Zeichnungen anfertigte. Er berichtete uns im Jahr
2011, dass
er zwar
schon vorher wusste, welche Programme er anzukündigen hatte, aber immer erst vor laufender Kamera spontan entschied, was er zeichnerisch darstellte.
(Foto: Roland Stigulinszky)
Im Bild rechts ging es wohl zum Beispiel um eine Kochsendung, die am Samstag um 19:15 Uhr laufen sollte. Wenn ein Blatt voll war, zog er es von der Staffelei ab und legte es zur Seite, um mit einer neuen Zeichnung zu beginnen. Die fertigen Blätter müssen dann seine Fernseh-Kollegen entsorgt oder mit nach Hause genommen haben, denn es findet sich heute keines
mehr
davon in seiner Sammlung. (Telefonbericht R. Stigulinszky am 30.4.11)
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"TELEVARIETE"
war eine beliebte Samstagabendsendung aus der Saarbrücker Wartburg. Das Programm bestand in der Hauptsache aus Tanzvorführungen und Darbietungen von Musikern und Artisten.
Die dabei dargebotene Erotik beschränkte sich etwa auf das, was man auf dem Foto links sieht. Aber für die damalige Zeit waren Damen in Dessous doch wohl schon eine recht "gewagte" Sache...
Im "Telecocktail" begannen manche Stars ihre Karriere – wie zum Beispiel Heinz Schenk, der später im Ersten Deutschen Fernsehen beim "Blauen Bock" den Mainzer Otto Höpfner ablöste und Karriere machte.
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Weitere Infos und Bilder zum Programm von Telesaar folgen in Kürze!
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Der Telesaar-Übertragungswagen
Als Fernsehübertragungswagen
diente ein umgebauter Omnibus.
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14-tägige
Rundfunk- und
Fernsehvorführung
in der
Bahnhofstraße
1953
In diesem Gebäude in der Bahnhofstraße in Saarbrücken fand im Herbst 1953 eine etwa 14-tägige Rundfunk- und Fernsehvorführung von Radio Saarbrücken und Telesaar statt.
Foto aus dem
Buch "Saarbrücken wie es war 3" (von
Karl August Schleiden, Droste Verlag).
Nähere Informationen über das Gebäude finden Sie auf der Seite Orte & Gebäude.
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Anhang:
So kann man sich irren - "Erkenntnis" aus dem Jahr 1951: Farbfernsehen geht nur mit 819 Zeilen
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Als man im Saarland nach 1950 damit begann, erste Pläne für die Errichtung eines eigenen Fernsehsenders zu schmieden, machten sich die Saar-Regierung und einige französische Interessenten aus der Rundfunkindustrie ihre Gedanken über die Fernsehnorm, mit der ein zukünftiger saarländischer Sender arbeiten sollte. Die Norm legt z.B. fest, aus wie vielen Zeilen das Bild besteht. Für die in Deutschland geplanten Sender wurde 1948 eine Norm mit 625 Zeilen festgelegt. Die meisten übrigen Länder Europas schlossen sich diesem Standard an. Die Franzosen sendeten aber schon seit 1948 mit 819 Zeilen. Wenn man mit ein und demselben
Fernsehgerät beide Normen empfangen wollte, brauchte man ein Mehrnormengerät (im Volks- mund "Mehrzeiler" genannt), der aber damals zuerst gar nicht und später nur mit einem hohen Aufpreis zu haben war.
Die saarländische Regierung musste sich nun für ein System entscheiden. Den Franzosen war natürlich daran gelegen, ihre 819-Zeilen-Norm auch im Saarland einzuführen. Um die Saar- Regierung von deren Vorzügen zu überzeugen, brachten sie Ende 1951 ein merkwürdiges Argument ins Spiel - siehe Text rechts >>>
Der abgebildete Text ist ein Auszug aus der Übersetzung eines Schreibens, das der damalige Directeur Général der Firma Radio-Industrie Paris, Henri de France, Ende 1951
an die saarländische Regierung gerichtet hatte.
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Was hier die französischen und angeblich auch die amerikanischen Fachleute noch 1951 als unumstößliche Voraussetzung für eine künftige Farbübertragung im Fernsehen propagierten, wurde schon in den sechziger Jahren bei der Einführung des Farbfernsehens eindeutig widerlegt: Auch das französische SECAM-Farbsystem verwendete ab 1967, genauso wie das deutsche PAL, 625 Zeilen; für den amerikanischen NTSC-Farb-Standard waren schon 1953 sogar nur 525 Zeilen festgelegt worden.
Man entschied sich im Saarland mit dem Rundfunkgesetz von 1952 für die volle Übernahme der französischen Norm. Ob dies wegen ihrer angeblich exklusiven Farbtauglichkeit geschah, ist unwahrscheinlich. Den Hauptausschlag für die Entscheidung gaben wohl die wirtschaftlichen Interessen der französischen Industrie. Außerdem konnte die Regierung damit einmal mehr ihren Willen zu einer weitgehenden Anpassung des Landes an Frankreich demonstrieren. Zusätzlich wurde die Möglichkeit eingeschränkt, im Saarland mit den "üblichen" Fernsehgeräten neben Telesaar und dem französischen Fernsehen RTF auch das Deutsche Fernsehen zu empfangen. Davon abgesehen wären bei einer Übernahme der 625-Zeilen-Norm die Fernseher
viel teurer geworden: Sie hätten aus Deutschland eingeführt und dabei verzollt werden müssen.
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Fernsehkameras damals
Links: Solche 819-Zeilen-Kameras (Fabrikat Radio-Industrie) wurden in den Studios von Telesaar verwendet. (Fotos: SR.)
Unten: Kamera der Fernseh-GmbH (frühe 60er Jahre), wurde im Regionalprogramm des Saarländischen Rundfunks einge- setzt. (Foto R. Freyer, 2009 im energis-VSE-Elektromuseum, Illingen.)
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Ernst Becker, ehemals Toningenieur beim Radio (siehe hier auf der Seite Wartburg!), erinnert sich: Der Herr, der im Bild oben auf die Kamera 2 deutet, war sehr wahrscheinlich Günter Meyer. Er wirkte als Toningenieur im Hörspielstudio von Radio Saarbrücken in der Wartburg und moderierte auch eine Jazz-Sendung im Radio. Später kümmerte er sich um den gutenTon bei Telesaar. Danach ging er nach Frankfurt zum Hessischen Rundfunk und schaffte es dort bis zum Produktionsleiter. Auch privat war er sehr erfolgreich: Er heiratete eine Fernsehansagerin des WDR; möglicherweise war es die in Neunkirchen geborene Claudia Doren geb. Strasser [† 1987].
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Quellen- und Literaturangaben:
- Andreas Fickers. Die Anfänge des kommerziellen Rundfunks im Saarland. Die Geschichte der Saarländischen Fernseh AG (Tele- Saar und Europe No.1). In: Clemens Zimmermann/Rainer Hudemann/Michael Kuderna (Hrsg.). Medienlandschaft Saar von
1945
bis in die Gegenwart. Band 1: Medien zwischen Demokratisierung und Kontrolle (1945 - 1955). München 2010. Seiten 241 bis 280.
- Privat-Sender. Freibeuter an der Saar. Der Spiegel 16/1958, Seite 47f. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41760626.html
- Europa I, Piraterie im Äther. Der Spiegel 1/1961, Seite 63. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43159238.html
- Heribert Schwan: Der Rundfunk als Instrument der Politik im Saarland 1945 - 1955. Berlin 1974. Seiten 55ff.
- Fritz Raff, Axel Buchholz, Hg.: Geschichte und Geschichten des Senders an der Saar - 50 Jahre Saarländischer Rundfunk. Freiburg, Basel, Wien 2007. Seiten 54 bis 56.
- Michael Geib. Fernsehen in den Kinderschuhen. In: Von der `Stunde 0´ zum `Tag X´. Das Saarland 1945-1959. (Katalog zur Ausstellung des Regionalgeschichtlichen Museums im Saarbrücker Schloss). Saarbrücken 1990. Seiten 407 bis 416.
- Mineralienatlas (Muschelkalk in Überherrn):http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Saarland/Saarlouis/%DCberherrn
- Sellemols - Vor 50 Jahren: Telesaar. Sendung des SR-Fernsehens vom 1. Februar 2004, 18:45 bis 19:15 Uhr.
Vielen Dank an H.-G. Quirin, Völklingen, für die Überlassung seiner umfangreichen Sammlung über die Entwicklung von Telesaar.
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Weitere Berichte und Fotos über TELESAAR
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Diese Seite wurde 2008 begonnen und zuletzt bearbeitet am
24.5.2013
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