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 Die Staatsangehörigkeit der Menschen an der Saar

 

 


 

A) Zwischen 1815 und 1920

B) Von 1920 bis 1935 (Saargebietszeit)

C) Während der Zugehörigkeit der Saar zum 3. Reich

D) Von 1948 bis 1956 während der Zeit des

    teilautonomen Saarstaats

E) Nach der Rückgliederung 1957

 

Das Saarland, in dem wir heute leben, war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts noch nicht als eigenes Land definiert. Seine heutigen Grenzen wurden 1919 erstmals und nach dem 2. Weltkrieg endgültig festgelegt. Im Laufe seiner Geschichte gehörte es zu unterschiedlichen größeren Staatsgebilden; nur einmal war es relativ eigenständig. Auf Grund dieses häufigen Wechsels änderte sich zwangsläufig auch die Staatsangehörigkeit der hier lebenden Menschen mehrmals.

 

Seit dem späten Mittelalter waren Teile unseres Landes an verschiedene deutsche Landesherrschaften angeschlossen. Nur von 1682 bis 1697 und von 1792 bis 1814 gehörte die Gegend an der Saar für jeweils mehrere Jahre zu Frankreich. (Näheres zur Geschichte finden Sie auch am Beginn der Seite Namen, Flaggen, Wappen.) Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurde das Land Preußen und Bayern zugeschlagen. Von da an hatten seine Bürger folgende Staatsangehörigkeiten:

 

A) Zwischen 1815 und 1920: Preußen bzw. Bayern

 

Das Gebiet des heutigen Saarlandes gehörte seit 1815 größtenteils zum Königreich Preußen und zu einem kleineren Teil zum Königreich Bayern. Demnach waren die meisten hier lebenden Menschen Preußen, eine kleinere Anzahl waren Bayern. Die Grenze verlief im Südosten schräg durch das Land, z.B. mitten durch den kleinen Ort Kohlhof (bei Neunkirchen), der dadurch in "Preußisch Kohlhof" und "Bayerisch Kohlhof" aufgetrennt wurde. Dies wirkt sich bis heute aus: Der ehemals preußische Teil von Kohlhof gehört heute zur Stadt Neunkirchen, der bayerische seit 1985 zu Limbach (siehe auch in wikipedia unter Stichwort Limbach).

 

In dem hier abgebildeten Personalausweis (ausgestellt 1919) wird für seine Inhaberin als Staatsangehörigkeit angegeben: "Preußen" (siehe 4. Zeile der Ausschnittsvergrößerung).

 

 

B) Von 1920 bis 1935 (Saargebietszeit): Preußen bzw. Bayern mit Zusatz "Sarrois"

 

Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Land an der Saar gemäß dem Versailler Vertrag von 1920 vom Deutschen Reich abgetrennt. Es wurde fortan unter dem Namen "Saargebiet" von einer Regierungskommission verwaltet, die dem Völkerbund unterstand. Wirtschaftlich war es mit Frankreich verbunden, und es war von französischen Kolonialtruppen besetzt. Die Staatsangehörigkeit seiner Bewohner blieb unverändert Preußisch bzw. Bayerisch, mit dem Zusatz "Sarrois". Die hier auszugsweise abgebildeten Personalausweise wurden 1927 bzw. 1929 ausgestellt, einer im preußischen, der andere im bayerischen Teil des Landes. Der französische Satz "Possède la qualité de Sarrois" ist einmal als "Besitzt die Eigenschaft als Saarländer" wiedergegeben, in dem anderen Ausweis mit "als Saareinwohner".

 

Der Ausweis links ist unten auf unserer Seite Ausweise, Pässe noch einmal vollständig abgebildet.

 

     

 

 

C) Während der Zugehörigkeit  der Saar zum 3. Reich von 1935 bis 1945, sowie nach dem Krieg bis Juli 1948: Deutsche

 

Als unser Land am 1. März 1935 (nach der Volksabstimmung vom 13. Januar) dem Deutschen Reich wieder angegliedert wurde ("Heim ins Reich!"), erhielten die hier lebenden Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch nach dem Krieg blieben die Saarländer während der amerikanischen und zu Beginn der französischen Besatzungszeit zunächst Deutsche. Auch ihre Kinder, die zwischen dem 1. März 1935 und dem 15. Juli 1948 im Saarland zur Welt kamen, waren deutsche Staatsbürger.

 

 

 

D) Von 1948 bis 1956 während der Zeit des teilautonomen Saarstaats: Saarländer

 

 

       

 

Am 8. November 1947 wurde mit der Verabschiedung der Verfassung der teilautonome Saarstaat unter dem offiziellen Namen "Saarland" gegründet. Am 15. Juli 1948 trat das Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft. Damit wurde die saarländische Staatsangehörigkeit eingeführt ("Nationalité sarroise"). Sie wurde zwar in Frankreich, aber nicht international anerkannt.

 

Sie wurde auch nicht allen Bewohnern des Saarlandes zuerkannt. Der § 1 des Gesetzes regelte, welche der hier lebenden Personen die saarländische Staatsangehörigkeit laut Gesetz besitzen durften. Nur wer eine der dort aufgeführten Bedingungen erfüllte (siehe unten!), erhielt einen roten Personalausweis mit einem A vor der Ausweisnummer. Alle anderen Bürger erhielten einen grauen Ausweis mit einem B (siehe Abbildungen oben; ausführliche Beschreibung der Papiere auf der Seite Ausweise). Die Besitzer der roten Ausweise nannte der Volksmund "Rotpässler"; sie waren die "echten" Saarländer. Den so genannten "Graupässlern" wurden zahlreiche Rechte vorenthalten (siehe weiter unten!).

 

Um den roten Ausweis zu erhalten, musste man bei Inkrafttreten des Gesetzes, also am 15. Juli 1948, seinen Wohnsitz im Saarland haben (§ 1, Absatz 2) und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen (rechts der Originaltext des Gesetzes, links eigener Text mit Erläuterungen):

 

a) Man war selbst im Saarland geboren.

 

b) Man hatte, wenn man nicht selbst im Saarland geboren war, einen Vater (bei unehelicher Geburt eine Mutter), der (die) im Saarland geboren war.

 

c) Man war schon vor dem 30. Januar 1933 [das war der Tag der Berufung Hitlers zum Reichskanzler] im Saarland wohnhaft und blieb mindestens zehn Jahre lang hier wohnen.

 

d) Man war (als Frau) mit einem Mann verheiratet oder Witwe eines Mannes, der die saarländische Staatsangehörigkeit gemäß Punkt a) oder b) besaß.

 

e) Man war Kind eines Vaters (bei unehelicher Geburt einer Mutter), für den (die) die Voraussetzungen nach b) oder c) zutrafen.

 

Auch wer am Tage des Inkrafttretens des Staatangehörigkeitsgesetzes außerhalb des Saarlandes wohnte, konnte Saarländer werden, wenn eine der oben unter a) oder b) genannten Voraussetzungen und außerdem eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt war: Er erhielt entweder von der Regierung innerhalb von drei Jahren, also spätestens am 15. Juli 1951, die Erlaubnis zur Rückkehr ins Saarland (§ 1, Abs. 3). Oder er war nach dem 30. Januar 1933 aus politischen Gründen ausgewandert oder deportiert worden (Abs. 4). - Wer am 15. Juli 1948 nicht im Saarland wohnte, weil er infolge von Kriegsereignissen oder aus politischen Gründen zwangsversetzt oder evakuiert worden war, und eine der unter a) bis e) genannten Voraussetzungen erfüllte, konnte bis spätestens 15. Juli 1949 die saarländische Staatsangehörigkeit beantragen (Abs. 5).

 

Aus diesen Vorschriften ergaben sich oft seltsame Konstellationen: Ein Kind, das zum Beispiel 1939 in Saarbrücken geboren wurde, galt laut Gesetz als Saarländer. Wenn seine Eltern aber nicht im Saarland geboren und erst nach dem 30. Januar 1933 ins Saarland eingewandert waren, wurden sie als Nichtsaarländer behandelt. Und das, obwohl sie schon viele Jahre im Saarland gelebt und dort sogar ein Kind zur Welt gebracht hatten.

 

Gleichzeitig mit der Einführung der saarländischen Staatsangehörigkeit wurde der Bevölkerung im Saarland die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen (§ 2). Wer das nicht wollte, konnte binnen sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes erklären, dass er auf die saarländische Nationalität verzichtete. Dann blieb für ihn alles beim Alten, d.h., er war weiterhin Deutscher und galt damit im Saarland als Ausländer (§ 3). Es ist nicht bekannt, ob und wie viele Menschen davon Gebrauch machten.

 

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Wer auf Grund der Vorschriften des § 1 nicht zu denen gehörte, die als "echte Saarländer" einen roten Ausweis bekamen, erhielt einen grauen Personalausweis mit einem B vor der Nummer. Ihre Besitzer nannte man "Graupässler". Für sie galt dieser Ausweis lediglich als eine Art Aufenthaltsgenehmigung im Saarland. Wenn sie in die Bundesrepublik oder in andere Länder (außer Frankreich) reisen wollten, mussten sie sich - zumindest bis zum Anfang der 50er Jahre - vor der Fahrt die Erlaubnis zur Wiedereinreise ins Saarland in ihren "Titre d'Identité et de Voyage" (Reiseausweis) eintragen lassen. Ohne diese mussten sie befürchten, bei der Rückkehr ins Saarland abgewiesen zu werden.

 

Viel schwerwiegender war aber die Tatsache, dass den Graupässlern verschiedene Grundrechte vorenthalten wurden. So wurde zum Beispiel nur den Rotpässlern bei politischen Wahlen das in Artikel 66 der Saarländischen Verfassung verankerte aktive und passive Wahlrecht zugestanden. Dasselbe galt für das Recht auf Versammlungs- und Vereinsfreiheit (Art. 5, 7), auf Freizügigkeit (Art. 9) und auf den Schutz vor Ausweisungen (Art. 11).

 

Letzteres bedeutete, dass Graupässlern die Aufenthaltsgenehmigung bei "Störung wichtiger Belange des Saarlandes" entzogen werden konnte. (Mehr zum Thema Ausweisungen gibt es hier demnächst.)

 

Etwa 50.000 Personen dürften einen solchen grauen Ausweis besessen haben [1], der sie zu "Saarländern zweiter Klasse" abstempelte.

 

Später konnten auch Graupässler, die beim Inkrafttreten des Staatangehörigkeitsgesetzes dessen Bedingungen nicht erfüllten, als "echte Saarländer" eingebürgert werden. Welche Voraussetzungen sie dafür erfüllen mussten, konnte noch nicht geklärt werden. Sie erhielten dann eine Einbürgerungsurkunde. Ein Beispiel dafür finden Sie links.

 

 

 

E) Nach der Rückgliederung 1957: Deutsche

 

Am 1. Januar 1957 wurde das Saarland als neues Bundesland ein Teil der Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig erhielten die Saarländer die deutsche Staatsangehörigkeit und wurden damit zu Bundesbürgern.

 

 

 

 


 

Das Gesetz betreffend die Saarländische Staatsangehörigkeit vom 15.07.1948 ist in seinem vollen Wortlaut abgedruckt im Amtsblatt des Saarlandes 1948, Seite 947 und 948.

 

Die Innenseiten der Ausweise aus der Saarstaatzeit und weitere Ausweise sind auf der Seite Ausweise, Pässe abgebildet und beschrieben.

_______________________

 

[1] Heinrich Küppers "Johannes Hoffmann (1890 - 1967)", Droste Verlag, Düsseldorf 2008, Seite 308.

Herzlichen Dank an Dietrich Arbenz für einige Hinweise zu diesem Thema!

 


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Französische Version dieses Textes - Version française de ce texte:  

 

 

Les Sarrois et leurs nationalités

 

 

La région de la Sarre n'était pas encore définie comme pays jusqu'en 1919, quand ses frontières furent fixées pour la première fois. Au cours de son histoire, la région de la Sarre changeait souvent sa nationalité: Dès le début du Moyen Age, des parties du pays appartenaient à quatre différents comtés et duchés allemands jusqu'en 1815. Cette période fut toutefois interrompue deux fois. De 1682 à 1697 et de 1792 à 1814, la région appartenait à la France. (Pour plus de détails - en allemand - voir au début de la page Namen, Wappen etc.) Après le Congrès de Vienne en 1815, elle fut rattachée à la Prusse et à la Bavière.

 

A cause de ces changements fréquents, la nationalité des habitants changeait également plusieurs fois.

 

 

A) Entre 1815 et 1920 : Prussiens et Bavarois

 

La plupart étaient des Prussiens. Seulement une petite partie des habitants de la Sarre étaient des Bavarois. Car la majeure partie du pays appartenait depuis 1815 (Congrès de Vienne) au royaume de la Prusse, et une plus petite partie au royaume de la Bavière. La frontière traversait le pays au Sud-Est, p.ex. au milieu du village Kohlhof (près de Neunkirchen) qui était ainsi séparé en « Kohlhof prussien » et « Kohlhof bavarois ». Les conséquences se font remarquer jusqu’à aujourd’hui : la partie autrefois prussienne appartient maintenant à la ville de Neunkirchen, la bavaroise depuis 1985 à Limbach (pour plus de renseignements voir Wikipedia allemand sous Limbach).

Comme on peut voir à droite sur la reproduction de la carte d’identité délivrée en 1919, la nationalité de la propriétaire est indiquée comme « Preußen » (Prusse).

 

B) De 1920 à 1935 (l’époque du « Saargebiet ») : Prussiens resp. Bavarois - Sarrois

 

Après la Première Guerre mondiale, le pays de la Sarre fut séparé de l’Empire germanique, conformément au traité de Versailles de 1920. Appelé « Saargebiet » (Territoire de la Sarre), il était administré par une commission gouvernementale, sous l’autorité de la Société des Nations. Economiquement il était lié à la France, et il était occupé par des troupes coloniales françaises.

 

La nationalité des habitants restait "Prussien" resp. "Bavarois", mais avec le complément "Sarrois".

 

 

C) Pendant l’appartenance de la Sarre au IIIe Reich de 1935 à 1945 et après la guerre jusqu'au 15 juillet 1948: Allemands

 

Au moment où notre pays fut rattaché au Reich, le 1er mars 1935 après le référendum du 13 janvier, ses habitants ont à nouveau acquis la nationalité allemande. Les citoyens la gardèrent après la guerre aussi pendant l’occupation par les Américains respectivement par les Français. Leurs enfants nés entre le 1er mars 1935 et le 15 juillet 1948 en Sarre étaient aussi des « Allemands ».

 

 

D) De 1948 à 1956 (pendant la période de l’Etat Sarrois partiellement autonome) : Sarrois

 

 

       

 

 

Après la création de l’Etat sarrois le 8 novembre 1947, la loi sur la nationalité sarroise ("Staatsangehörigkeitsgesetz") entra en vigueur le 15 juillet 1948. De cette manière la « Nationalité sarroise » fut créée. Elle fut reconnue en France, mais pas dans les autres pays. Seuls les citoyens qui accomplirent une des conditions du § 1 de la loi reçurent une carte d’identité rouge avec un A devant le numéro de la carte. Ceux-ci étaient les « vrais »Sarrois, on les nommait « Rotpässler » (propriétaires de carte rouge). Les autres reçurent une carte grise avec un B, et l'état sarrois leur refusait certains droits fondamentaux (voir plus bas!). Voici les conditions pour recevoir une carte rouge:

 

a) Etre né(e) en Sarre.

b) Dans le cas contraire, être l’enfant d’un père (en cas de naissance illégitime d’une mère) né(e) en Sarre.

c) Avoir emménagé avant le 30 janvier 1933 [c'était le jour de la nomination de Hitler comme chancelier] en Sarre et y avoir habité au moins pendant 10 ans.

d) Etre l’épouse ou la veuve d’un homme qui possédait la nationalité sarroise.

e) Etre l’enfant d’un père (en cas de naissance illégitime d’une mère) qui remplissait l'une des conditions b) ou c).

Celui qui répondait à l’une de ces conditions était Sarrois sous la condition qu'il habitait en Sarre le jour d’entrée en vigueur de cette loi (§ 1, 2). Celui qui habitait en dehors de la Sarre et remplissait l’une des conditions mentionnées sous a)  ou b) pouvait aussi devenir Sarrois à condition que le gouvernement l’autorisait à revenir en Sarre dans le délai de 3 ans (§ 3), ou qu'il avait émigré après le 30 janvier 1933 pour des raisons politiques ou qu’il avait été déporté (§ 4). Celui qui avait été déplacé par force pour des raisons politiques ou à la suite des événements de la guerre et qui remplissait une des conditions formulées dans a) jusqu’à e) pouvait réclamer la nationalité sarroise au cours d’une année après l'entrée en vigueur de la loi.

 

Ces prescriptions eurent souvent des conséquences bizarres: Par exemple, un enfant né en 1939 à Sarrebruck était d’après la loi Sarrois. Si ses parents n’étaient pas nés en Sarre et y avaient immigrés seulement après le 30 janvier 1933, ils n’étaient pas reconnus comme Sarrois, alors qu’ils y habitaient depuis beaucoup d’années et y avaient même mis un enfant au monde.

 

Simultanément à l’installation de la nationalité sarroise, la nationalité allemande fut retirée à la population de la Sarre (§ 2). Si on voulait garder celle-ci, on pouvait renoncer à la nationalité sarroise pendant une pérode de 6 mois après le jour d’entrée en vigueur de la loi. Alors rien ne changeait pour cette personne : elle gardait la nationalité allemande et était considérée comme étranger/-ère en Sarre (§ 3). Le nombre de personnes qui firent usage de cette posssibilité n’est pas connu.

 

____________________________

 

Tous ceux qui n’étaient pas considérés d’après ce règlement comme de « véritables » Sarrois avec une carte d’identité rouge, obtinrent une carte grise avec un B devant le numéro. C’est la raison pour laquelle on les nommait « Graupässler » (propriétaire de carte grise). Cette carte était pour eux uniquement une sorte de permis de séjour en Sarre.

 

Au cas où ces personnes avaient l’intention de partir en voyage vers la République fédérale ou vers d’autres pays (sauf la France), elles étaient obligées (au moins jusqu’au début des années 50) de se procurer, avant leur départ, la permission de rentrer en Sarre, marquée dans leur « Titre d’Identité et de Voyage ». Autrement elles risquaient être refoulées au moment de leur retour.

 

Mais il y eut beaucoup plus grave : Les possesseurs de cartes grises étaient privés de certains droits fondamentaux. Un exemple : Seuls les possesseurs de carte rouge ont bénéficié au moment des élections politiques du droit de vote et d’éligibilité inscrit dans la constitution sarroise (Art. 66). La même chose pour les droits de liberté, de réunion, d’association, d’aller et revenir (Art. 5, 7, 9) et la protection d’expulsion (Art. 11). Ainsi on pouvait enlever le permis de séjour aux possesseurs de la carte grise en cas « d’atteinte aux intérêts importants de la Sarre ». (Ce sujet sera bientôt approfondi ici).

 

A peu près 50.000 personnes possédaient cette carte grise qui faisait d’eux des « Sarrois inférieurs ».

 

 

D) Après le rattachement de la Sarre en 1957: Allemands

 

Le 1er janvier 1957, la Sarre fut rattachée à la République fédérale comme nouveau « Land ».

Les Sarrois obtinrent en même temps la nationalité allemande et devinrent par conséquent des citoyens de la R.F.A..

 

 

Traduction: Rita Bruchier, Karlsruhe.

 


Diese Seite wurde erstellt am 04.09.2011 und zuletzt bearbeitet am 16.11.2011

 

 

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