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           saar-nostalgie.de - DAS LAND

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Namen, Flagge, Wappen, Siegel, Hymne und Lieder

 

 

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A) Die Namen des Landes

   

 

Wie heißt unser Land denn nun? Saarland, Saarregion, Saargebiet, Saarbecken oder Saarstaat?

 

(Offizielle Bezeichnungen sind im folgenden Text in Braun gesetzt.)

 

Von 1682 bis 1697 gehörte das Gebiet unseres heutigen Saarlands unter Louis XIV zur französischen Province de la Sarre. Saarlouis wurde ab 1680 gebaut und blieb durchgehend bis 1815 in französischen Händen. Das übrige Gebiet des Saarlands wurde von 1792 bis 1814 unter Napoleon ebenfalls wieder ein Teil Frankreichs. In dieser Zeit gehörte es zusammen mit der Gegend um Trier zum Département de la Sarre.

 

Von 1816 an gehörte es politisch zu einem größeren Teil der preußischen Rheinprovinz und zu einem kleineren Teil, der etwa dem heutigen Saarpfalz-Kreis im Südosten entsprach, zur bayerischen Rheinpfalz. Das Gebiet um Nohfelden und Birkenfeld gehörte zum Großherzog- tum Oldenburg. Für diese Zeit der Industrialisierung der Saar (ca. 1814 bis 1914) wird unser Gebiet in der Literatur auch als Saarregion bezeichnet.

 

Erst nach dem 1. Weltkrieg wurde unser Land etwa in den Grenzen von heute als Einheit definiert. Im Versailler Vertrag (1919) wurde diese Neubildung als Saarbecken tituliert. Kurz danach wurde es für 15 Jahre (1920 - 1935) von Deutschland abgetrennt und seine Steinkohlebergwerke wurden als Reparationsleistung von Frankreich übernommen. Bei den Übergabeverhandlungen über die Gruben im Juli/August 1919 sprach der französische Verhandlungsführer Defline mehrfach vom Saarstaat. Auch Konsul Mudra von der deutschen Delegation benutzte diesen Begriff für das neue staatliche Gebilde. Um die Besitzrechte der preußischen Beamten gegenüber der neuen französischen Grubenverwaltung geltend zu machen, bildete sich sogar ein " Bund staatlicher Bergbeamten im Saarstaat". Hätten die Franzosen die gesamte Verwaltung unseres Landes übernommen, wäre die Bezeichnung Saarstaat wahrscheinlich offiziell geworden. Als dann aber schließlich der Völkerbund für das Gebiet zuständig wurde, entschied sich dieser für den Begriff Saargebiet.

 

Am 30. Januar 1935 wurde es an das Deutsche Reich Hitlers angeschlossen und gemäß dem "Gesetz über die vorläufige Wehrverwaltung des Saarlandes" offiziell als Saarland bezeichnet. Bald darauf erfolgte seine Vereinigung mit der Pfalz zum Gau Saarpfalz der NSDAP. Ab 1940 bildeten das Saarland, die Pfalz und Deutschlothringen (Département Moselle) den Gau Westmark, dessen Verwaltungssitz Saarbrücken war.

 

Nach dem 2. Weltkieg verwendete man die Begriffe Saarland und Saargebiet zunächst nebeneinander, bis mit der Verabschiedung der saarländischen Verfassung (am 8.11.1947) der Name Saarland wieder offiziell eingeführt wurde. In der Bundesrepublik wurde diese Bezeichnung für unser Land jedoch strikt gemieden: Die Politiker, aber auch die meisten Menschen auf der Straße, verwendeten dort fast ausschließlich den früheren Ausdruck "Saargebiet", um zu demonstrieren, dass man die Autonomie des Saarlands und damit die Trennung von Deutschland nicht anerkannte. - Heute werden gerne auch Namen wie Joho-Saarland oder Saarland der Frankenzeit und auch wieder der Begriff Saarstaat verwendet.

 

Seit dem 1. Januar 1957 heißt unser Land (bis heute) offiziell Bundesland Saarland. Zu allen Zeiten wurde und wird es auch gerne als "das Land an der Saar" oder kurz und einfach als "Die Saar" bezeichnet.

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    Die Namen des Landes im Überblick:

 

    1682 - 1697   Province de la Sarre (F)

    1792 - 1814   Département de la Sarre (F)

    1814 - 1914   Saarregion (D)

    1919 - 1920   Saarbecken, Saarstaat (D)

    1920 - 1935   Saargebiet (Völkerbund)

    1935 - 1945   Saarland, Gau Saarpfalz                          und Gau Westmark (D)

    1947 - 1956   Saarland (teilautonom)

    seit 1.1.1957  Bundesland Saarland (D)

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Diese Fahne des autonomen Saarlands von 1948 - 56 gehört Gerd Schulthess. Foto: R. Freyer.

  B) Die Saar-Flagge (1948-56)

 

    

    

 

    Die Schwarz/Weiß-Zeichnung links und der Text

    (oben) sind aus dem Amtsblatt des Saarlandes

    Nr 49/1948, Seite 726.

 

                  

 

In der 9. Sitzung der Verfassungskommission am 7. Juli 1947 unterbreitete Johannes Hoffmann den Vorschlag der CVP, dass die Landesfahne aus einem "weißen Kreuz auf blau-rotem Grund" bestehen sollte. Sie wurde dann auch so im Gesetz über die Flagge des Saarlandes vom 16. Juni 1948 beschrieben (siehe rechts). Das christliche Symbol des Kreuzes wurde mit den drei Farben Blau, Weiß, Rot der französischen Trikolore kombiniert. Die Farbfelder waren zwar anders angeordnet als in der französischen Fahne, aber durch die Wahl dieser drei Farben sollte die Bindung unseres Landes an Frankreich symbolisiert werden. Die Idee für die Gestaltung der Fahne soll Johannes Hoffmanns Ehefrau Frieda gehabt haben.

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  Vorläufer der Saar-Flagge  

 

 

Auf der Internet-Seite Flags of the World (FOTW) fanden wir eine Fahne, die der offiziellen Saarflagge ähnelt (Abb. rechts) [1]. Im Unterschied zu dieser sind aber hier die Balken des weißen Kreuzes im Verhältnis zu den roten und blauen Querfeldern breiter, und alle vier Farbfelder sind untereinander gleich groß. Die Autoren des Artikels auf FOTW vermuten, dass dies die Flagge des Mouvement pour le rattachement de la Sarre gewesen sein könnte (MRS; Näheres darüber auf der Seite Parteien). Da viele Saar-Politiker damals Mitglie-

der des MRS waren, habe man sie später in leicht veränderter Form als offizielle Saarflagge übernommen. Andere Autoren der Seite bezweifeln aber, dass eine solche "Vorläufer-Flagge" tatsächlich existiert hat; eventuell hätte es sie höchstens als Banner gegeben.

[1] http://www.fotw.net/flags/de-sl947.html

 

 

 Etwa so soll die vermutliche  MRS-Fahne gemäß FOTW  ausgesehen haben.

Aber dann haben wir in der französischen Zeitschrift Images du Monde, Ausgabe vom 30. September 1947, einen Artikel über das Saarland und seine wirtschaftliche Attraktivität für Frankreich entdeckt. Außer zahlreichen Fotos schmückt den Text auch die Zeichnung einer Fahne, die der in FOTW beschriebenen sehr ähnlich sieht. Allerdings sind die Balken des weißen Kreuzes hier im Verhältnis zu den Farbfeldern noch breiter, und die Farben der Querfelder sind anders verteilt: Die beiden oberen Felder sind blau, die unteren rot (wenn man das Ganze um 90° nach links dreht, stimmen die Farben wieder - aber die Geometrie ist dann anders).

 

Da die Abbildung im Herbst 1947 (fast 10 Monate vor Einführung der endgültigen Saarfahne) abgedruckt und in einem ernsthaften Artikel dem Saarland zugeordnet wurde, kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Vorläufer der offiziellen Flagge handelte. Er dürfte im Laufe der Jahre 1946/47 eingeführt und bis zum 16. Juni 1948 verwendet worden sein.

            Titelbild der Ausgabe

 

Übersetzung:

"Eine neue Fahne, ein neues Land im Herzen Europas"

 

Seite 3 der Zeitschrift Images du Monde vom 30.9.1947: Die Abbildung der damals neuen Fahne und das Foto zieren die Einleitung zu einem Artikel über das Saarland und seine wirtschaftliche Bedeutung für Frankreich.

Übersetzung der Texte: "Zweihundertmal kleiner als Frankreich, ungeheuer reich...". Zu dem Foto: "Aus einem Wald von Schornsteinen steigt der Rauch. Ein Drittel unserer (also der französischen!) Stahlproduktion wird in dieser Region hergestellt."

 

Frage an unsere Leser: Wer weiß mehr über diesen Vorläufer der Saarflagge? Kennt jemand andere Abbildungen davon?

 

 

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Die folgenden Abbildungen zeigen drei Wimpel aus der Zeit des autonomen Saarlands. Sie beinhalten die Saarflagge und stammen aus der Sammlung von Gerd Schulthess, St. Ingbert (Tel. 06894 - 6231). Der rechts außen zierte lange sein NSU-Fahrrad, später seine Vélosolex.

 

   

 

 

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Die Beschreibung der ab 1957 offiziellen Fahne des Bundeslandes Saarland folgt in Kürze an dieser Stelle.

 

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 C) Die Landeswappen des Saarlandes

 

 

    a)  von 1946 bis 1948

 

 

    

 

Wappen des Saarlandes von 1946 bis zum 13.12.1948

 

Nachdem das Saarland aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert worden war, wurde eine abgewandelte Form des Saarbrücker Stadtwappens als neues Saarlandwappen eingeführt. Es hatte oben eine rote Rose auf silbernem Grund (für den Stadtteil St. Johann), daneben Hammer und Schlägel gekreuzt über einer Zange auf silbernem Grund (Stadtteile Malstatt- Burbach), darunter einen silbernen Löwen und vier Tatzenkreuze auf blauem Grund. Der zu dem (von 1911-1973 benutzten) Saarbrücker Stadtwappen gehörende schwarz-silbern gestückte Schildrand fehlte aber.

 

b)  von 1948 bis 1956     

 

 

    

              

Wappen des Saarlandes vom 14.12.1948 bis 1956  

   

Dieses Wappen war aus einem Preisausschreiben hervorgegangen (Einzelheiten siehe weiter unten). Man wollte nicht auf ein früheres Wappen zurückgreifen, sondern etwas ganz Neues schaffen. Das daraus resultierende Wappen bestand aus der Landesflagge, die in einen Schild mit einem schmalen silbernen Schildrand gesetzt wurde, und einer darüber befindlichen roten Brückenkrone, die als "Brücke der Verständigung" die europäische Mittlerstellung des Saarlandes zwischen Frankreich und Deutschland symbolisieren sollte.

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Einzelheiten zu dem Wappen-Wettbewerb: Er wurde im Februar 1948 von der Regierung des Saarlandes ausgeschrieben. Als Symbol des Hoheitszeichens war eine "Brücke mit Taube" vorgesehen. Der 1. Preis (10.000 frs.) ging im April an den Grafiker Helmut Beck, der 2. Preis (5.000 frs.) an Walter Bauer, der 3. (3.000 frs.) an Josef Wack. Man hielt aber keinen der Entwürfe dafür geeignet, unverändert als Vorlage für das neue Wappen zu dienen. Deshalb beauftragte man Boris Kleint (Kunstprofessor an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken) und Arthur Kossow aus Schafbrücke mit der Ausarbeitung einer endgültigen Fassung, die aus Elementen der ersten beiden prämierten Entwürfe bestand. Von der in der Ausschreibung geforderten "Taube" war keine Rede mehr.

 

Im Gesetz vom 14. Dezember 1948 wurde das Aussehen des saarländischen Landeswappens wie folgt festgelegt:

 

 

(Amtsblatt des Saarlandes Nr. 95 von 1948, Seite 1549; Sammlung Gerd Schulthess)

 

Hinweis: Ganz unten auf dieser Seite sehen Sie einige moderne Ausführungen dieses Saar-Wappens

(Autoaufkleber, Anstecknadeln usw.)

   

 

c) Das Landeswappen seit 1957

 

 

Das am 1. Januar 1957 eingeführte heutige Saarwappen greift zurück auf die Geschichte des Saarlandes. Es berücksichtigt die vier größten Territorien an der Saar vor der Französischen Revolution, nämlich:

 

Nassau-Saarbrücken: gekrönter silberner Löwe mit neun weißen Fußspitztatzenkreuzen auf hellblauem Grund.

 

Kurfürstentum Trier: rotes geschliffenes Balkenkreuz auf silbernem Grund.

 

Herzogtum Lothringen: roter Schrägrechtsbalken mit drei gestümmelten silbernen Adlern (so genannten Alérions) auf goldenem Grund.

 

Herzogtum Pfalz-Zweibrücken: goldener Löwe mit roter Krone und roter Bewehrung auf schwarzem Grund.

 

  

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D) Die Siegel des Saarlandes (von 1949 - 1956)

 

  (Amtsblatt des Saarlandes Nr. 56 (S) vom 30. Juni 1949; Sammlung Gerd Schulthess)

 

 

 

Im Gesetz über die Siegel des Saarlandes vom 30.6.49 wurden das Aussehen und die Größe der verschiedenen Siegel des neu gegründeten Saar-Staats festgelegt.

 

 

In einer Gesetzesanlage wurde für

das Staatssiegel und das große Landessiegel ein Durchmesser von 48 mm, für das kleine Landessiegel ein solcher von 36 mm bestimmt.

 

 

 

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E) Hymnen und Lieder

 

 

Schon seit dem 16. Jahrhundert wurde das alte Steigerlied ("Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt"), in allen deutschen Bergbaugebieten als das Lied der Bergleute gesungen. Vor der Volksabstimmung 1935 wurde von Hanns Maria Lux ein neuer Text gedichtet, und seitdem sangen die Saarländer "Deutsch ist die Saar, deutsch immerdar", Texte siehe weiter unten).

 

Dies war die "inoffizielle Saarhymne". Es gab es aber auch eine offizielle Nationalhymne des Saarlandes:

 

 

 

 

a) Die Saarländische Nationalhymne - Das Saarlandlied

 

Die offizielle Nationalhymne des Saarlandes wurde erstmals am 14. Dezember 1950 zur Feier des Verfassungstages gesungen. Außerdem wurde sie bei den Spielen der saarländischen Fußballnationalmannschaft gespielt und gesungen, aber auch bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Trotzdem war sie weder sehr bekannt noch beliebt.

 

Nach der Volksbefragung 1955 war sie so gut wie nicht mehr zu hören, weil sie zu sehr mit der Regierung Hoffmann in Zusammenhang gebracht wurde. Sie ist aber auch nach der Rückgliederung des Saarlandes an Deutschland als "Nationalhymne" nie außer Kraft gesetzt worden.

 

Die Melodie der Hymne kann man sich unter dem folgenden Link kostenlos bei YouTube anhören (vielen Dank an Armin Weber für den Hinweis!):  http://www.youtube.com/watch?v=ARsxM6MaKlI. Interessant sind auch die dort unter "Textkommentare" abgegebenen sehr kontroversen Ansichten verschiedener YouTube-Besucher über die "Selbstständigkeit" des Saarlands.

 

Kennt jemand eine Tonaufnahme der gesungenen Version der Saarhymne? (> Kontakt)

 

 

Text:R. Limberger, 1892, Musik: Karl Hogrebe (Musiklehrer aus Saarbrücken), 1921.

 

Ich weiß, wo ein liebliches, freundliches Tal,
von waldigen Bergen umgeben,
da blitzen die Wellen im Sonnenstrahl,
es blühn auf den Hügeln die Reben
und Dörfer und Städte auf grünender Flur,
und Menschen von kernigem Schlage:
Das ist meine Heimat im Lande der Saar,
laut preis ich sie all'meine Tage.
Das ist meine Heimat im Lande der Saar,
Laut preis ich sie all meine Tage.

Wer einmal gewandert am Ufer der Saar
und einmal den Saarwein getrunken,
wem einmal die Blicke der Mädchen so klar
in die glühende Seele gesunken,
der zieht nicht mehr weiter, es sagt ihm so wahr
das Herz mit gewaltigem Schlage:
Hier ist meine Heimat am Strande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage!

Hier ist meine Heimat am Strande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage!

               

O Saartal, du Kleinod von strahlender Pracht
du Grenzmark der deutschen Gefilde,
wir halten in Treue wohl über dich Wacht
es dient jede Brust dir zum Schilde!
So kling es denn stolz in die Lande hinaus
wenn freudigen Herzens ich sage:
Hier ist meine Heimat am Strande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage!

Hier ist meine Heimat am Strande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage

 

Die ersten vier Zeilen dieser ursprünglichen dritten Strophe von R. Limberger wurden von der Regierung unter Johannes Hoffmann im November 1950 gestrichen, weil sie sich zu deutlich zu Deutschland bekannte. Statt dessen wurde ein neuer Text in Auftrag gegeben, der besser zu der frankreichfreundlichen Politik passte: 

 

O Saarland, du Kleinod von strahlendem Glanz,
O Land, du, von Kohle und Eisen,
Dir will ich gehören, dir weihen mich ganz,
Nichts soll mich dir fürder entreißen.
So kling es denn stolz in die Lande hinaus
wenn freudigen Herzens ich sage:
Hier ist meine Heimat im Lande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage!

Hier ist meine Heimat im Lande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage.

Diese Strophe noch einmal, mit Noten:

Der TINTENFISCH (satirische Zeitschrift) machte sich lustig über die Hymne, indem er den Text ein wenig umdichtete:

  

Im Jahr 2002 ließ das saarländische Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft in einem Wettbewerb einen neuen Text für das Saarlandlied suchen. Gewinner war Gerhard Tänzer aus Berus. Seit 2003 lautet daher der Text des Saarlandliedes, das bei feierlichen Anlässen und zur Repräsentation des Saarlandes gespielt werden soll:

Ich rühm' dich, du freundliches Land an der Saar,
von friedlichen Grenzen umgeben.
Nie wieder bedrohe dich Krieg und Gefahr,
in dir möcht' ich immerzu leben.
Und gibst du uns Arbeit, so hat's keine Not,
wir werden die Mühen nicht scheuen,
und Feste auch feiern zum täglichen Brot,
denn du, unser Land, sollst uns freuen.

  

  

b) Das Saar-Lied:

               

Deutsch ist die Saar

   

Text von Hanns Maria Lux, 1935

auf die Melodie des Steigerlieds

(siehe rechte Spalte)

 

 

Deutsch ist die Saar, deutsch immerdar!

Und deutsch ist unsres Flusses Strand

und ewig deutsch mein Heimatland,

mein Heimatland, mein Heimatland.

 

Deutsch bis zum Grab, Mägdelein und Knab,

und deutsch das Lied und deutsch das Wort,

und deutsch der Berge schwarzer Hort,

der Berge schwarzer, schwarzer Hort

 

Deutsch schlägt das Herz, stets himmelwärts

deutsch schlug's als uns das Glück gelacht,

deutsch schlägt es auch in Leid und Nacht,

in Leid und Nacht, in Leid und Nacht

 

Reicht euch die Hand, schlinget ein Band

um junges Volk, das deutsch sich nennt,

in dem die heiße Sehnsucht brennt

nach dir, o Mutter, nach dir, nach dir!

 

Ihr Himmel hört, ganz Saarvolk schwört,

lasset uns es in den Himmel schrein:

Wir wollen niemals Knechte sein,

wir wollen ewig Deutsche sein!

    

 

   

  

     c) Das Steigerlied

   

        (dieser Text entspricht der überlieferten

         Urform aus dem 16. Jahrhundert)

 

Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.

Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,

Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,

schon angezündt', schon angezündt'.

 

Schon angezündt'! Das gibt ein'n Schein,

und damit so fahren wir bei der Nacht

und damit so fahren wir bei der Nacht

ins Bergwerk ein, ins Bergwerk ein.

 

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut' sein,

die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,

die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht

aus Felsgestein, aus Felsgestein.

 

Aus Felsenstein, hau'n wir das Gold,

doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht,

doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht,

dem sein wir hold, dem sein wir hold.

 

Ade, nun ade! Lieb' Schätzelein!

Und da drunten in dem tiefen finst'ren Schacht, bei der Nacht,

Und da drunten in dem tiefen finst'ren Schacht, bei der Nacht,

da denk' ich dein, da denk' ich dein.

 

Und kehr ich heim, zum Schätzelein,

dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht,

dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht,

Glück auf, Glück auf! Glück auf, Glück auf!

 

 

 

Der Text des Steigerlieds ist unten auf der Bergbau-Seite dieser Webseite noch einmal zu lesen, und zwar mit zwei zusätzlichen

Strophen und hübschen Illustrationen aus dem Bergbaubereich. Mehr über den Autor des Saarlieds, Hans-Maria Lux,

finden Sie auf www.saarlied.de.

 

 

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Hinweis: Zwei Pausenzeichen des Saarländischen Rundfunks bestehen aus der Melodie der zweiten Zeile jeder Strophe des Steigerlieds. Das eine war das Pausenzeichen des 2. Hörfunkprogramms des SR, das 1956 startete, und das andere dasjenige des 1. Programms ab Anfang der 60er Jahre. Anhören:  Nr. 1   Nr. 2

 

Für jüngere Leser: Pausenzeichen wurden früher regelmäßig in Sendepausen eines Rundfunksenders gespielt, damit man auf der Radioskala einen Sender auch finden und erkennen konnte, wenn kein Programm ausgestrahlt wurde.

 

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ANHANG zu Punkt C b): Moderne Ausführungen des Saar-Wappens

 

 

1

2

3

4

 

Diese vier Saarlandwappen krönt jeweils ein Namens-Schriftzug. Sie wurden erst in den letzten beiden Jahrzehnten kreiert; in den 40er/50er Jahren war es nicht üblich, den Namen des Landes über das Wappen zu setzen (außer mit "SAAR", bei den Aufnähern für die Kleidung der Sportler, siehe Kapitel Sport). Die hier gezeigten Wappen entstanden wie folgt:

 

1988 hat Gerd Schulthess aus St. Ingbert einen Aufkleber (Bild 1) mit dem Wappen nach dem Muster der Originalzeichnung auf der Broschüre "Wille und Weg des Saarlandes" und mit dem Schriftzug "Saarland" bei der Fa. Mock in Scheidt herstellen lassen und unters Volk gebracht. Etwas später hat der Betreiber von Jacques' Weindepot in der Saarbrücker Halbergstaße diesen Aufkleber nachdrucken lassen, aber dabei "Saarland" durch "Sarre" ersetzt (Bild 2). Man konnte ihn lange Zeit bei ihm kaufen, und sie zieren heute noch viele Autohecks im Saarland und anderswo. Sogar am Heck eines Bootes konnte man ihn 2007 im Saarbrücker Yachthafen sehen.

Den Aufkleber im Bild 3 gibt es in (noch 2009) Saarbrücken zu kaufen. Leider ist bei diesem Modell das Wappen im unteren Teil "missglückt", denn der Halbkreis sitzt zu tief und hat den falschen Radius. Woher der Aukleber in Bild 4 (mit "La Sarre") stammt, ist nicht bekannt.

 

Auf den beiden Fotos rechts ist ein metallenes Wappen mit "Sarre" zu sehen, bei dem die Abbildung der Brücke fehlt. Nachdem Stefan Haas 2008 das Teil an einem alten Volvo in der Stadtgalerie Saarbrücken (Foto oben) entdeckt hatte (es war schon etwas beschädigt) und wir auf der "Hilfe!"-Seite danach fragten, berichtete Michael Lohrmann zu seiner Entstehung folgendes: "Ein Bekannter von mir ließ diese Teile 1994/95 in England anfertigen, exklusiv für den Volvo-Stammtisch Saar. Dieses Saar-Wappen sollte die Kühlergrills unserer alten Volvos zieren, die Auflage betrug ca. 50 Stück. Wir mussten ewige Zeiten warten, bis diese Teile aus England geliefert wurden und dann mussten wir mit Schrecken feststellen, dass die Brücke fehlte. Eine Reklamation in England war sinnlos, deshalb kam das Wappen eben ohne Brücke in Umlauf und an unsere alten Volvos." (Herzlichen Dank für diesen Bericht und die Überlassung eines intakten Exemplars - Foto unten.) - Auch den kleinen Anstecker ("Pin") im Foto links (er ist noch keine 14 mm hoch) konnte man vor einigen Jahren eine Zeitlang in Saarbrücken kaufen.

 

 

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Quellen:

 

zu Teil A):  Frank M. Russell, SAAR, Battleground and Pawn. Stanford Ca., 1951. http://en.wikipedia.org/wiki/Saarland

zu Teil E):  http://de.wikipedia.org/wiki/Saarlandlied

 

 

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   Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 01.03.2010                               

 

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