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saar-nostalgie.de - DAS LAND
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Namen, Flagge, Wappen, Siegel,
Hymne und Lieder
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A) Die Namen des
Landes
Wie heißt unser Land denn
nun? Saarland, Saarregion, Saargebiet, Saarbecken oder Saarstaat?
(Offizielle Bezeichnungen sind im folgenden Text in Braun gesetzt.)
Von 1682 bis 1697 gehörte das Gebiet unseres heutigen Saarlands unter Louis XIV zur französischen Province de la Sarre. Saarlouis
wurde ab 1680 gebaut und blieb durchgehend bis 1815 in französischen Händen. Das übrige Gebiet des Saarlands wurde von 1792 bis 1814 unter Napoleon ebenfalls wieder ein Teil Frankreichs. In dieser Zeit gehörte es zusammen mit der Gegend um Trier zum Département de la Sarre.
Von 1816 an gehörte es politisch zu einem größeren Teil der preußischen Rheinprovinz und zu einem kleineren Teil, der etwa dem heutigen Saarpfalz-Kreis im Südosten entsprach, zur bayerischen Rheinpfalz. Das Gebiet um Nohfelden und Birkenfeld gehörte zum Großherzog- tum Oldenburg. Für diese Zeit der Industrialisierung der Saar (ca. 1814 bis 1914) wird unser Gebiet in der Literatur auch als Saarregion bezeichnet.
Erst nach dem 1. Weltkrieg wurde unser Land etwa in den Grenzen von heute als Einheit definiert. Im Versailler
Vertrag (1919)
wurde diese Neubildung als Saarbecken tituliert. Kurz danach wurde es für 15 Jahre (1920 - 1935) von Deutschland abgetrennt und seine Steinkohlebergwerke wurden als Reparationsleistung von Frankreich übernommen. Bei den Übergabeverhandlungen über die Gruben im Juli/August 1919 sprach der französische Verhandlungsführer Defline mehrfach vom Saarstaat. Auch Konsul Mudra von der deutschen Delegation benutzte diesen Begriff für das neue staatliche Gebilde. Um die Besitzrechte der preußischen Beamten gegenüber der neuen französischen Grubenverwaltung geltend zu machen, bildete sich sogar ein " Bund staatlicher Bergbeamten im Saarstaat". Hätten die Franzosen die gesamte Verwaltung unseres Landes übernommen, wäre die Bezeichnung Saarstaat wahrscheinlich offiziell geworden. Als dann aber schließlich der Völkerbund für das Gebiet zuständig wurde, entschied sich dieser für den Begriff Saargebiet.
Am 30. Januar 1935 wurde es an
das Deutsche Reich Hitlers angeschlossen
und gemäß dem "Gesetz über die
vorläufige Wehrverwaltung des Saarlandes"
offiziell als Saarland bezeichnet.
Bald darauf erfolgte seine Vereinigung mit der Pfalz
zum Gau Saarpfalz
der NSDAP. Ab 1940 bildeten das Saarland,
die Pfalz und Deutschlothringen (Département Moselle) den Gau
Westmark,
dessen Verwaltungssitz Saarbrücken war.
Nach dem 2.
Weltkieg verwendete man die Begriffe Saarland und Saargebiet
zunächst nebeneinander, bis mit der Verabschiedung
der saarländischen Verfassung (am 8.11.1947)
der Name Saarland
wieder
offiziell eingeführt wurde. In der Bundesrepublik
wurde diese Bezeichnung für unser Land jedoch strikt gemieden: Die
Politiker, aber auch die meisten Menschen auf der Straße,
verwendeten dort fast ausschließlich den früheren Ausdruck
"Saargebiet", um zu demonstrieren, dass man
die Autonomie des Saarlands und damit die Trennung von
Deutschland nicht anerkannte. -
Heute werden gerne auch Namen wie Joho-Saarland oder
Saarland der Frankenzeit und auch wieder der Begriff Saarstaat verwendet.
Seit dem 1. Januar 1957
heißt unser Land (bis heute) offiziell Bundesland
Saarland. Zu allen Zeiten wurde und wird es auch gerne
als "das Land an der Saar" oder kurz
und einfach als "Die Saar" bezeichnet.
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Die
Namen des Landes im Überblick:
1682 - 1697 Province de la Sarre (F)
1792 - 1814 Département de la Sarre (F)
1814 - 1914 Saarregion
(D)
1919 - 1920 Saarbecken, Saarstaat (D)
1920 -
1935 Saargebiet (Völkerbund)
1935 -
1945 Saarland, Gau
Saarpfalz und
Gau Westmark (D)
1947 -
1956 Saarland (teilautonom)
seit
1.1.1957 Bundesland
Saarland (D)
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Diese Fahne des autonomen Saarlands von 1948 - 56 gehört Gerd Schulthess. Foto: R. Freyer.
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B) Die Saar-Flagge (1948-56) |


Die Schwarz/Weiß-Zeichnung links und der Text
(oben) sind aus dem Amtsblatt des Saarlandes
Nr 49/1948, Seite 726.
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In der 9. Sitzung der Verfassungskommission
am 7. Juli 1947 unterbreitete Johannes Hoffmann den Vorschlag
der CVP, dass die Landesfahne aus einem "weißen Kreuz auf blau-rotem
Grund" bestehen
sollte. Sie wurde dann auch so im Gesetz über die
Flagge des Saarlandes vom 16. Juni 1948 beschrieben
(siehe rechts). Das christliche Symbol des
Kreuzes wurde mit den drei Farben Blau, Weiß, Rot der
französischen Trikolore kombiniert. Die Farbfelder waren zwar anders angeordnet als in der französischen Fahne, aber durch die Wahl dieser drei Farben sollte die Bindung unseres Landes an Frankreich symbolisiert werden. Die Idee für die Gestaltung der Fahne soll Johannes Hoffmanns Ehefrau Frieda gehabt haben.
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Vorläufer der Saar-Flagge 
Auf der Internet-Seite Flags of the World (FOTW) fanden wir eine Fahne, die der offiziellen Saarflagge ähnelt (Abb. rechts) [1]. Im Unterschied zu dieser sind aber hier die Balken des weißen Kreuzes im Verhältnis zu den roten und blauen Querfeldern breiter, und alle vier Farbfelder sind untereinander gleich
groß. Die Autoren des Artikels auf FOTW vermuten, dass dies die
Flagge des Mouvement pour le rattachement de la Sarre gewesen sein könnte (MRS; Näheres darüber auf der Seite Parteien). Da viele Saar-Politiker damals Mitglie-
der des MRS waren, habe man sie später in leicht veränderter Form als offizielle Saarflagge übernommen. Andere Autoren der Seite bezweifeln aber, dass eine solche "Vorläufer-Flagge" tatsächlich existiert hat; eventuell hätte es sie höchstens als Banner gegeben.
[1] http://www.fotw.net/flags/de-sl947.html
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Etwa so soll die vermutliche MRS-Fahne gemäß FOTW ausgesehen haben.
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Aber dann haben wir in der französischen Zeitschrift Images du Monde, Ausgabe vom 30. September 1947, einen Artikel über das Saarland und seine
wirtschaftliche Attraktivität für Frankreich entdeckt. Außer zahlreichen Fotos schmückt den Text auch die Zeichnung einer Fahne, die der in FOTW beschriebenen sehr ähnlich sieht. Allerdings sind die Balken des weißen Kreuzes hier im Verhältnis zu den Farbfeldern noch breiter, und die Farben der Querfelder sind anders verteilt: Die beiden oberen Felder sind blau, die unteren rot (wenn man das Ganze um 90° nach links dreht, stimmen die Farben wieder - aber die Geometrie
ist dann anders).
Da die Abbildung im Herbst 1947 (fast 10 Monate vor Einführung der endgültigen Saarfahne) abgedruckt und in einem ernsthaften Artikel dem Saarland zugeordnet wurde, kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Vorläufer der offiziellen Flagge handelte. Er dürfte im Laufe der Jahre 1946/47 eingeführt und bis zum
16. Juni 1948 verwendet worden sein.
Titelbild der Ausgabe
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Übersetzung:
"Eine neue Fahne, ein neues Land im Herzen Europas"
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Seite 3 der Zeitschrift Images du Monde vom 30.9.1947: Die Abbildung der damals neuen Fahne und das Foto zieren die Einleitung zu einem Artikel über das Saarland und seine wirtschaftliche
Bedeutung für Frankreich.
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Übersetzung der Texte: "Zweihundertmal kleiner als Frankreich, ungeheuer reich...". Zu dem Foto: "Aus einem Wald von Schornsteinen steigt der Rauch. Ein Drittel unserer (also der französischen!) Stahlproduktion wird in dieser Region hergestellt."
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Frage an unsere Leser: Wer weiß mehr über diesen Vorläufer der Saarflagge? Kennt jemand andere Abbildungen davon?
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Die folgenden Abbildungen zeigen drei Wimpel aus der Zeit des autonomen Saarlands. Sie beinhalten die Saarflagge und stammen aus der Sammlung von Gerd Schulthess, St. Ingbert (Tel. 06894 - 6231). Der rechts außen zierte lange sein NSU-Fahrrad, später seine Vélosolex.

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Die Beschreibung der ab 1957 offiziellen Fahne des Bundeslandes Saarland folgt in Kürze an dieser Stelle.
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C) Die Landeswappen des Saarlandes
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a) von
1946 bis 1948

Wappen des Saarlandes von
1946 bis zum 13.12.1948
Nachdem das Saarland aus der
französischen Besatzungszone ausgegliedert worden
war, wurde eine abgewandelte Form des Saarbrücker
Stadtwappens als neues Saarlandwappen eingeführt.
Es hatte oben eine rote Rose auf silbernem Grund
(für den Stadtteil St. Johann), daneben Hammer
und Schlägel gekreuzt über einer Zange auf
silbernem Grund (Stadtteile Malstatt- Burbach), darunter
einen silbernen Löwen und vier Tatzenkreuze auf
blauem Grund. Der zu dem (von 1911-1973 benutzten) Saarbrücker
Stadtwappen gehörende schwarz-silbern gestückte
Schildrand fehlte aber. |
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b) von
1948 bis 1956
Wappen des Saarlandes vom
14.12.1948 bis 1956
Dieses Wappen war
aus einem Preisausschreiben hervorgegangen (Einzelheiten
siehe weiter unten). Man wollte nicht auf ein früheres
Wappen zurückgreifen, sondern etwas ganz Neues
schaffen. Das daraus resultierende Wappen bestand aus
der Landesflagge, die in einen Schild mit einem schmalen
silbernen Schildrand gesetzt wurde, und einer darüber
befindlichen roten Brückenkrone, die als "Brücke
der Verständigung" die europäische Mittlerstellung
des Saarlandes zwischen Frankreich und Deutschland symbolisieren
sollte. |
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Einzelheiten zu dem Wappen-Wettbewerb:
Er wurde im Februar
1948 von der Regierung des Saarlandes ausgeschrieben.
Als Symbol des Hoheitszeichens war eine "Brücke mit Taube"
vorgesehen. Der 1. Preis (10.000 frs.) ging im April
an den Grafiker Helmut
Beck,
der 2. Preis (5.000 frs.) an Walter Bauer, der 3. (3.000
frs.) an Josef
Wack.
Man hielt aber keinen der Entwürfe dafür geeignet,
unverändert als Vorlage für das neue Wappen
zu dienen. Deshalb beauftragte man Boris Kleint (Kunstprofessor
an der Staatlichen Schule für Kunst
und Handwerk
in Saarbrücken) und Arthur Kossow aus Schafbrücke mit der
Ausarbeitung einer endgültigen Fassung, die aus
Elementen der ersten beiden prämierten Entwürfe
bestand. Von der in der Ausschreibung geforderten "Taube"
war keine Rede mehr.
Im Gesetz vom 14. Dezember 1948 wurde das Aussehen
des saarländischen Landeswappens wie folgt festgelegt: |

(Amtsblatt des Saarlandes Nr. 95 von 1948,
Seite 1549; Sammlung Gerd Schulthess)
Hinweis: Ganz unten auf dieser Seite sehen Sie einige moderne Ausführungen
dieses Saar-Wappens
(Autoaufkleber, Anstecknadeln usw.)
c) Das Landeswappen seit
1957
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Das am 1. Januar
1957 eingeführte heutige Saarwappen greift zurück
auf die Geschichte des Saarlandes. Es berücksichtigt
die vier größten Territorien an der Saar
vor der Französischen Revolution, nämlich:
Nassau-Saarbrücken:
gekrönter silberner Löwe mit neun weißen
Fußspitztatzenkreuzen auf hellblauem Grund.
Kurfürstentum
Trier: rotes geschliffenes Balkenkreuz auf silbernem
Grund.
Herzogtum Lothringen:
roter Schrägrechtsbalken mit drei gestümmelten
silbernen Adlern (so genannten Alérions) auf
goldenem Grund.
Herzogtum Pfalz-Zweibrücken:
goldener Löwe mit roter Krone und roter Bewehrung
auf schwarzem Grund. |
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D) Die Siegel des Saarlandes
(von 1949 - 1956)
(Amtsblatt des Saarlandes Nr. 56 (S)
vom 30. Juni 1949; Sammlung Gerd Schulthess)
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Im Gesetz über die Siegel
des Saarlandes vom 30.6.49 wurden das Aussehen und die
Größe der verschiedenen Siegel des neu gegründeten
Saar-Staats festgelegt. |

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In einer Gesetzesanlage wurde
für
das Staatssiegel und das große
Landessiegel ein Durchmesser von 48 mm, für das
kleine Landessiegel ein solcher von 36 mm bestimmt. |
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E) Hymnen und Lieder
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Schon seit dem 16. Jahrhundert
wurde das alte Steigerlied ("Glück auf, Glück auf, der Steiger
kommt"), in
allen deutschen Bergbaugebieten als das Lied der Bergleute
gesungen. Vor der Volksabstimmung 1935 wurde von Hanns
Maria Lux ein neuer Text gedichtet, und seitdem sangen
die Saarländer "Deutsch
ist die Saar, deutsch immerdar", Texte siehe weiter unten).
Dies war die "inoffizielle Saarhymne". Es gab es aber auch eine offizielle Nationalhymne des Saarlandes:
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a) Die Saarländische
Nationalhymne - Das Saarlandlied
Die offizielle Nationalhymne des Saarlandes wurde erstmals am 14. Dezember 1950 zur Feier des Verfassungstages gesungen. Außerdem wurde sie bei den Spielen der saarländischen Fußballnationalmannschaft gespielt und gesungen, aber auch bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Trotzdem war sie weder sehr bekannt noch beliebt.
Nach der Volksbefragung 1955 war sie so gut wie nicht mehr zu hören, weil sie zu sehr mit der Regierung Hoffmann in Zusammenhang gebracht wurde. Sie ist aber auch nach der Rückgliederung des Saarlandes an Deutschland als "Nationalhymne" nie außer Kraft gesetzt worden.
Die Melodie der Hymne kann man sich unter dem folgenden Link kostenlos bei YouTube anhören (vielen Dank an Armin Weber für den Hinweis!): http://www.youtube.com/watch?v=ARsxM6MaKlI. Interessant sind auch die dort unter "Textkommentare" abgegebenen sehr kontroversen Ansichten verschiedener YouTube-Besucher über die "Selbstständigkeit" des Saarlands.
Kennt jemand eine Tonaufnahme der gesungenen Version der Saarhymne? (> Kontakt)
Text:R. Limberger, 1892,
Musik: Karl Hogrebe (Musiklehrer aus Saarbrücken),
1921.
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Ich weiß, wo ein liebliches, freundliches
Tal, von waldigen Bergen umgeben, da blitzen
die Wellen im Sonnenstrahl, es blühn auf den
Hügeln die Reben und Dörfer und Städte
auf grünender Flur, und Menschen von kernigem Schlage: Das ist
meine Heimat im Lande der Saar, laut preis ich sie all'meine Tage. Das ist
meine Heimat im Lande der Saar, Laut preis ich sie all meine Tage. |
Wer
einmal gewandert am Ufer der Saar und einmal den
Saarwein getrunken, wem einmal die Blicke der Mädchen
so klar in die glühende Seele gesunken,
der zieht nicht mehr weiter, es sagt ihm so wahr
das Herz mit gewaltigem Schlage: Hier ist meine
Heimat am Strande der Saar laut preis ich sie all
meine Tage!
Hier
ist meine Heimat am Strande der Saar laut preis
ich sie all meine Tage! |
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O Saartal, du Kleinod von strahlender
Pracht du Grenzmark der deutschen Gefilde, wir
halten in Treue wohl über dich Wacht es dient
jede Brust dir zum Schilde! So kling es denn stolz in die Lande hinaus
wenn freudigen Herzens ich sage: Hier ist meine
Heimat am Strande der Saar laut preis ich sie all
meine Tage!
Hier
ist meine Heimat am Strande der Saar laut preis
ich sie all meine Tage
Die ersten vier
Zeilen dieser ursprünglichen
dritten Strophe von R. Limberger wurden von der Regierung
unter Johannes Hoffmann im November 1950 gestrichen, weil sie sich zu deutlich zu
Deutschland bekannte. Statt dessen wurde ein neuer Text in Auftrag gegeben, der besser
zu der frankreichfreundlichen Politik passte:
O Saarland, du Kleinod von strahlendem
Glanz, O Land, du, von Kohle und Eisen, Dir
will ich gehören, dir weihen mich ganz, Nichts
soll mich dir fürder entreißen. So kling es denn stolz
in die Lande hinaus wenn freudigen Herzens ich sage:
Hier ist meine Heimat im Lande der Saar laut preis
ich sie all meine Tage! Hier ist meine Heimat im Lande der Saar
laut preis ich sie all meine Tage.
Diese
Strophe noch einmal, mit Noten:

Der TINTENFISCH (satirische Zeitschrift) machte sich lustig über
die Hymne, indem er den Text ein wenig
umdichtete:

Im Jahr 2002 ließ das saarländische
Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft
in einem Wettbewerb einen neuen Text für das Saarlandlied
suchen. Gewinner war Gerhard Tänzer aus Berus.
Seit 2003 lautet daher der Text des Saarlandliedes,
das bei feierlichen Anlässen und zur Repräsentation
des Saarlandes gespielt werden soll:
Ich
rühm' dich, du freundliches Land an der Saar,
von friedlichen Grenzen umgeben. Nie wieder bedrohe
dich Krieg und Gefahr, in dir möcht' ich immerzu
leben. Und gibst du uns Arbeit, so hat's keine
Not, wir werden die Mühen nicht scheuen,
und Feste auch feiern zum täglichen Brot,
denn du, unser Land, sollst uns freuen.
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b) Das Saar-Lied:
Deutsch ist
die Saar
Text von Hanns Maria Lux, 1935
auf die Melodie des Steigerlieds
(siehe rechte Spalte)
Deutsch ist die
Saar, deutsch immerdar!
Und deutsch ist
unsres Flusses Strand
und ewig deutsch
mein Heimatland,
mein Heimatland,
mein Heimatland.
Deutsch bis zum
Grab, Mägdelein und Knab,
und deutsch das
Lied und deutsch das Wort,
und deutsch der
Berge schwarzer Hort,
der Berge schwarzer,
schwarzer Hort
Deutsch schlägt
das Herz, stets himmelwärts
deutsch schlug's
als uns das Glück gelacht,
deutsch schlägt
es auch in Leid und Nacht,
in Leid und Nacht,
in Leid und Nacht
Reicht euch die
Hand, schlinget ein Band
um junges Volk,
das deutsch sich nennt,
in dem die heiße
Sehnsucht brennt
nach dir, o Mutter,
nach dir, nach dir!
Ihr Himmel hört,
ganz Saarvolk schwört,
lasset uns es in
den Himmel schrein:
Wir wollen niemals
Knechte sein,
wir wollen ewig
Deutsche sein!
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c) Das
Steigerlied
(dieser
Text entspricht der überlieferten
Urform
aus dem 16. Jahrhundert)
Glück auf,
Glück auf, der Steiger kommt.
Und er hat sein
helles Licht bei der Nacht,
Und er hat sein
helles Licht bei der Nacht,
schon angezündt',
schon angezündt'.
Schon angezündt'!
Das gibt ein'n Schein,
und damit so fahren
wir bei der Nacht
und damit so fahren
wir bei der Nacht
ins Bergwerk ein,
ins Bergwerk ein.
Ins Bergwerk ein,
wo die Bergleut' sein,
die da graben das
Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben das
Silber und das Gold bei der Nacht
aus Felsgestein,
aus Felsgestein.
Aus Felsenstein,
hau'n wir das Gold,
doch dem schwarzbraunen
Mägdelein, bei der Nacht,
doch dem schwarzbraunen
Mägdelein, bei der Nacht,
dem sein wir hold,
dem sein wir hold.
Ade, nun ade! Lieb'
Schätzelein!
Und da drunten
in dem tiefen finst'ren Schacht, bei der Nacht,
Und da drunten
in dem tiefen finst'ren Schacht, bei der Nacht,
da denk' ich dein,
da denk' ich dein.
Und kehr ich heim,
zum Schätzelein,
dann erschallet
des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
dann erschallet
des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
Glück auf,
Glück auf! Glück auf, Glück auf!
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Der Text des Steigerlieds ist unten auf der
Bergbau-Seite dieser Webseite noch einmal zu lesen, und
zwar mit zwei zusätzlichen
Strophen und hübschen Illustrationen
aus dem Bergbaubereich. Mehr über den Autor des Saarlieds,
Hans-Maria Lux,
finden Sie auf www.saarlied.de.
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Hinweis: Zwei Pausenzeichen
des Saarländischen Rundfunks bestehen
aus der Melodie der zweiten Zeile jeder Strophe des
Steigerlieds.
Das eine war das Pausenzeichen des 2. Hörfunkprogramms
des SR, das 1956 startete, und das andere dasjenige
des 1. Programms ab Anfang der 60er Jahre. Anhören:
Nr.
1 Nr. 2
Für jüngere Leser:
Pausenzeichen
wurden früher regelmäßig in Sendepausen eines Rundfunksenders gespielt,
damit man auf der Radioskala einen Sender auch finden
und erkennen konnte, wenn kein Programm ausgestrahlt
wurde. |
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ANHANG zu Punkt C b): Moderne Ausführungen
des Saar-Wappens
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1 |
2 |
3 |
4 |
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Diese vier Saarlandwappen krönt
jeweils ein Namens-Schriftzug. Sie wurden erst in den
letzten beiden Jahrzehnten kreiert; in den 40er/50er
Jahren war es nicht üblich, den Namen des Landes
über das Wappen zu setzen (auße r mit "SAAR", bei den Aufnähern
für die Kleidung der Sportler, siehe Kapitel Sport).
Die hier gezeigten Wappen entstanden wie folgt:
1988 hat Gerd Schulthess aus
St. Ingbert einen Aufkleber (Bild 1) mit dem Wappen
nach dem Muster der Originalzeichnung auf der Broschüre
"Wille und Weg des Saarlandes" und mit dem Schriftzug
"Saarland" bei der Fa. Mock in Scheidt herstellen
lassen und unters Volk gebracht. Etwas später hat
der Betreiber von Jacques' Weindepot in der Saarbrücker
Halbergstaße diesen Aufkleber nachdrucken lassen,
aber dabei "Saarland" durch "Sarre"
ersetzt (Bild 2). Man konnte ihn lange Zeit bei ihm
kaufen, und sie zieren heute noch viele Autohecks im
Saarland und anderswo. Sogar am Heck eines Bootes konnte man ihn 2007 im Saarbrücker Yachthafen sehen.
Den Aufkleber im Bild 3 gibt es in (noch 2009) Saarbrücken zu kaufen. Leider ist bei diesem Modell das Wappen im unteren Teil "missglückt",
denn der Halbkreis sitzt zu tief und hat den falschen
Radius. Woher der Aukleber in Bild 4 (mit "La Sarre")
stammt, ist nicht bekannt.
Auf den beiden Fotos rechts ist
ein metallenes
Wappen mit "Sarre"
zu sehen, bei dem die Abbildung der Brücke fehlt.
Nachdem Stefan Haas 2008 das Teil an einem alten Volvo
in der Stadtgalerie Saarbrücken (Foto oben) entdeckt
hatte (es war schon etwas beschädigt) und wir auf
der "Hilfe!"-Seite danach fragten, berichtete Michael Lohrmann
zu seiner Entstehung folgendes: "Ein Bekannter
von mir ließ diese Teile 1994/95 in England anfertigen,
exklusiv für den Volvo-Stammtisch Saar. Dieses
Saar-Wappen sollte die Kühlergrills unserer alten
Volvos zieren, die Auflage betrug ca. 50 Stück.
Wir mussten ewige Zeiten warten, bis diese Teile aus
England geliefert wurden und dann mussten wir mit Schrecken
feststellen, dass die Brücke fehlte. Eine Reklamation
in England war sinnlos, deshalb kam das Wappen eben
ohne Brücke in Umlauf und an unsere alten Volvos."
(Herzlichen Dank für diesen Bericht und die Überlassung eines intakten Exemplars - Foto unten.) - Auch den kleinen Anstecker ("Pin") im Foto links (er ist noch
keine 14 mm hoch) konnte man vor einigen Jahren eine
Zeitlang in Saarbrücken kaufen.
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Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am
01.03.2010
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