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www.saar-nostalgie.de - POST
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Grafik aus einer
Kraftpost-Werbung im Amtl. Fernsprechbuch Saarland 1955,
S. 18.
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Die SAAR-
Kraftpost
Post-Omnibusse
im Saarland 1945
- 1959 |
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Vorbild für die Zeichnung oben war ein Berliet PCR 10. Im Zielschild steht "Neunkirchen-Blieskastel". Eine Karte mit den Kraftpostlinien, die 1955 im Saarland in Betrieb waren, finden Sie unten auf dieser Seite. Andere, nicht zur Kraftpost gehörige Busse finden Sie auf der Seite Omnibusse.
Fast ganz unten auf dieser Seite: Foto-Impressionen vom Kraftpost-Busparkplatz in St. Wendel. 
Vorgeschichte: Der Omnibusverkehr wurde während der
Völkerbundverwaltung (1920 bis 35) fast ausschließlich
durch private Unternehmen sichergestellt. Schon im Jahr
der Volksabstimmung 1935 begann aber die Reichspost, diese Aufgaben zu übernehmen.
Nach der Angliederung der Saar ans Deutsche Reich nahm
der Kraftpost-Verkehr immer mehr zu und erreichte ab 1938 beachtliche
Ausmaße, weil im Rahmen der Kriegsvorbereitungen
das zum Bau des Westwalls notwendige Arbeiterheer zu
seinen Arbeitsplätzen befördert
werden musste. Kurz vor Kriegsende (etwa Dezember 1944
/ Anfang 1945) kam der Omnibusverkehr allerdings völlig
zum Erliegen.
Aber schon 1946 wurde er wieder aufgenommen. Der wichtigste
Grund dafür war nun, dass die Bergleute möglichst
schnell zu den Gruben und zurück transportiert
werden mussten. Hierzu übernahm die Post
zunächst die von der Deutschen Reichspost übrig gebliebenen Busse und versetzte
sie - soweit notwendig - wieder in einen fahrtüchtigen
Zustand. Die Reichspost-Omnibusse waren seit 1934 in
Analogie zur Reichsflagge rot lackiert. Jetzt wurden sie im
Bereich der Deutschen Post in Gelb und im Saarland in
"Saar-Post-Grün" (RAL 6001 - Smaragdgrün) mit gelben Zierstreifen umgespritzt und erhielten
auf den Seiten ein gelbes Posthorn und eine gelbe "POST-
SAAR"-Aufschrift.
Der Kraftpostverkehr wurde teilweise auch
schon zwischen dem Saargebiet und den übrigen Teilen
der französischen Besatzungszone aufgenommen. Er
musste aber bereits Ende 1946 wieder eingestellt werden,
weil die Grenze zu Rheinland-Pfalz am 22.12.1946 geschlossen
wurde. Obwohl die Gebiete auf beiden Seiten dieser Grenze
unter französischer Herrschaft standen, wurde ein
grenzüberschreitender Linienverkehr nicht zugelassen.
Im Jahr 1955 waren im Bereich der Post- und Telegraphenverwaltung des Saarlandes folgende Kraftpostlinien in Betrieb:

Quelle:Wirtschaftliches und Kulturelles Handbuch des Saarlandes 1955, Seite 245
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Wenn ein Saarpost-Omnibus
eine Linie bediente, die die Grenze zur
Bundesrepublik überschritt, fuhr er
nur bis zur Grenze. Dort wurden die Passagiere,
die weiterfahren wollten, von der Grenzpolizei
kontrolliert. Danach konnten sie über
die Grenze gehen und auf der anderen Seite
in einen deutschen Bus umsteigen, der sie
zu ihrem Endziel brachte.Erst 1951 wurde
Zug um Zug damit begonnen, die grenzüberschreitenden
Verbindungen von Bussen der Saar-Post und
der Bundespost gemeinschaftlich zu bedienen.
Allerdings wurde am Zoll streng kontrolliert,
weil ziemlich viel geschmuggelt wurde (siehe Die ungeliebte
Grenze).
Hier stehen sich
ein grüner Saar-Post-Berliet und ein gelber
Omnibus der Bundespost an der Zollschranke
gegenüber. Wir befinden uns an der
Zollstation Panz- haus im Hochwald, südlich
von Trier. Der saarländi- sche Bus kommt
aus Wadern, der bundesdeutsche aus Trier. Das Foto ist aus dem Deutschen Bundespostkalender von 1953, Sammlung Volkhard Stern.
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Unter den übernommenen Reichspostbussen
befanden sich auch einige dieser riesigen Exemplare.
Es waren Fahrzeuge des Typs Mercedes O 10000 aus den Baujahren 1938 bis 1941. Etwa 200 Stück gab es davon
noch in Deutschland, und einige auch im Saarland.
Die mächtigen
Dreiachser hatten ein Gewicht von 12 bis 18 Tonnen,
eine Länge von 13,20 m und boten je nach Bauart 46
bis 54 Fahrgästen Sitzplätze. Mit ihren 6-Zylinder-Diesel-Motoren
mit 11,2 Litern Hubraum und einer Leistung von 150 PS
konnten sie maximal 65 km/h schnell fahren.
Die letzten Busse dieses Typs
wurden erst im Jahr 1956 von der Saar-Post ausgemustert.
Fotos: modell-online-shop.de
bzw. Editionskarton der Fa. Brekina- Automodelle. |


Mercedes-Benz O 10000, oben als Modell 1:43, darunter
auf einem realen Foto.
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Auch Büssing-Modelle waren von
der Saar-Post aus den Beständen der
alten Reichspost nach dem Krieg übernommen worden.
Der
Büssing-NAG 550 N im Bild links war auf der Kraftpost-Linie Wadern-Trier eingesetzt. Es wurde im Winter 1956/57 im Hof des Postamts Wadern aufgenommen.
Auf der Motorhaube sitzen (v.l.n.r.) Hermann-Josef Kaub, Heinz Finkler und Karl Müller. H.J. Kaub, Jahrgang 1934, hatte seine Ausbildung im Jahre 1949 bei der BWKW (Betriebswerkstätte für Kraftwagen
der Saar-Post in Blieskastel) aufge- nommen und war im Zuge seiner Laufbahn bei der Post von 1953 bis Anfang der 1960er Jahre als Schlosser und Busfahrer beim Postamt Wadern eingesetzt, zuletzt als Post-Betriebs-Inspektor.
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Seinen Sohn Christoph Kaub würde es interessieren, ob jemand eine Schrift, einen Bildband oder sonstige Informationen zur Geschichte der BWKW Blieskastel hat. Wenn Sie dazu etwas sagen können, melden Sie sich bitte (> Kontakt). Foto: H. J.
Kaub.
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Das Bild rechts zeigt einen Büssing-NAG 900 N. Dieser war wie der Mercedes O 10000 ein riesiger Dreiachser mit einem Viertakt-Diesel- Motor mit 6 Zylindern, einem Hubraum von 13,54 Litern und einer Leistung von 135 PS. Das Fahrgestell kam
von der Büssing Verei- nigte Nutzkraftwagen A.G Braunschweig, den Aufbau hatte die Waggonfabrik WUMAG be- sorgt. Er war 12 m lang und 2,50 m breit und verfügte über 29 Sitz- und 55 Stehplätze.
Einen weiteren
Büssing-Omnibus (der zu einem Sonderpostamt
umgebaut wurde) sehen Sie auf der Seite
SAAR-POST. Foto rechts: Jg.-Michael Hormann, Volkhard Stern: "Der Postbus kommt - 100 Jahre Kraftpost", Deutsche Post AG, Bonn 2005.
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Etwa im Jahr 1949 waren die von der Deutschen Reichspost übernommenen Altfahrzeuge derart abgewirtschaftet, dass die Saarpost neue (oder auch besser erhaltene gebrauchte) Busse kaufen
musste. Dafür kamen aber wegen der Wirtschaftsunion mit Frankreich nur französi- sche Fabrikate in Frage. Also wurden Busse von Herstellern wie Berliet, Saviem, Floirat oder Chausson angeschafft.
Daher gab es im Saarland in den 50er Jahren ausschließlich Postomnibusse
französischer Herstellung:
1) BERLIET
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Ausschnitt aus
dem Foto links:
Ein Berliet PCK 7 der Saar-Post.
Das Foto muss zwischen 1946 und 1948 aufgenommen
worden sein, weil der Bus noch ein SA-05- Kennzeichen hat. Links im
Bild ein Schaffner, rechts neben ihm der
Busfahrer. Es war Herr Appel aus Breitenbach
(Pfalz). - Ich hatte mich
Anfang der 50erJahre (als etwa Zehnjähriger)
in Neunkirchen mit Herrn Appel angefreundet,
und er nahm mich manchmal auf seinen Fahrten
durchs Ostertal über Hangard und Fürth
nach Lautenbach als "blinder Passagier"
in seinem Linienbus mit. Der Motor befand
sich unter einer großen Haube innen
neben dem Fahrersitz, und Appel legte morgens
dort immer einen halben Ringel Lyoner an
das zum Auspuff führende Rohr zum Anwärmen,
um ihn dann an der Endstation mit einem
Weck als
"Pausenbrot" zu verzehren.
(Foto: H. Appel,
Breitenbach)
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28. Sept. 1948: Ein Berliet PCK 7 (Baujahr 1938) nimmt am
Hauptbahnhof Saarbrücken Fahrgäste auf. Auch er hat ein
SA-Kennzeichen (SA-05 0588). Das Haltestellenschild entspricht dem Muster der in den deutschen Besatzungszonen
üblichen Schilder. (Foto: John Price)
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2) CHAUSSON
Hier sieht man
einen Chausson
AP 48
in den 50er Jahren vor dem Postamt in der
Neunkirchener Bahnhofstraße stehen. Der AP 48 wurde
in Frankreich wegen seines vorgesetzten
Kühlers "Nez-de-cochon" genannt,
wörtlich übersetzt "Schweinenase".
Manche nannten ihn auch 'Schweineschnäuzchen".
Er wurde ab 1947
gebaut und war mit einem 4-Zylinder-Panhard-Diesel-Motor
mit 85 CV ausgerüstet, 10,20 m lang
und 2,50 m breit und maximal 12 to schwer.
Bei den Typenbezeichnungen
von Chausson steht das A für Autobus,
P für einen Motor von Panhard, S für
Somua- und H für Hotchkiss-Motoren.
(Foto von einer
zeitgenössische Neunkircher Postkarte) |

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Auch dies ist
ein Chausson
AP
48. Er wurde 1957
in Brebach vor der imposanten Kulisse der
Brebacher Hütte fotografiert und ist
wie der Bus im Bild oben in original Saar-Post-Grün
mit Gelb lackiert. Er trägt auch noch
den "Post-Saar"- Schriftzug mit dem
Posthorn auf der Seite, ein OE-Nummernschild
(2545 OE5) und das Internationale Länder-
kennzeichen SA.
Foto: Gerhard
Gress; unten zwei Aus- schnittsvergrößerungen
vom Heck.

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Die zahlreichen im
Saarland vorhandenen französischen
Postfahrzeuge wurden nach der Rückgliederung
der Saar am 1.1.1957 von der Deutschen Bundespost übernommen. Damit
waren sie die einzigen französischen
Busse, die die Bundespost je betrieben hat.
Der Chausson AP 48 im Bild rechts
war einer der Busse, die damals in den Bestand
der Bundespost übergingen. Er hat schon
ein deutsches Nummernschild (BP 16-70),
ist aber noch grün lackiert. Das Posthorn
auf der Seite ist noch das alte Saarposthorn,
aber der Schriftzug "POST- SAAR"
ist unlesbar gemacht worden. Das Foto wurde
am 28.7.1959 in Homburg aufgenommen. Auf
dem Zielschild steht "Homburg ü.
Kleinotw.".
(Foto: Jürgen
Warntjen, Sammlung Volkhard Stern) |

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Die Fotos der Postfahrzeuge, die hier schon mit einem BP-Nummernschild zu sehen sind, müssen aufgrund der Zulassungsvorschriften (siehe Seite Kfz-Kennzeichen) nach der Angliederung der Saar an die BRD am 1. Januar 1957 aufgenommen worden sein.
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Der Nachfolgetyp
des AP 48 war der ab 1952 gebaute Chausson APH 522. Er wurde in vielen
Ländern als Linien- oder Reisebus verwendet.
Wie die meisten französischen Omnibusse
verfügte er über eine übergroße
Dachgalerie, die vom Heck aus über
eine Leiter besteigbar war. Er hatte einen
Panhard-Motor 4 HL mit 100 PS und 6800 ccm,
45 Sitzplätze und ein Gewicht von 14,5
Tonnen.
Das Modell links
ist die Nachbildung eines APH 522, wie er
im autonomen Saarland verkehrte. Er war
natürlich grün und gelb lackiert
und trug das "POST-SAAR"-Emblem
mit dem Posthorn.
Foto-© MF-Modellversandhandel
www.mf-modellbau.de |
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Das Foto rechts
zeigt einen "echten" Chausson APH
522 (kein Sammlermodell). Die
Aufnahme wurde nach der Rückgliederung des Saarlandes
an die BRD (am 1.1.57) gemacht. Der
Bus trägt zwar bereits ein Kennzeichen der Bundespost
(BP 16- 102) und den Schriftzug "Deutsche Bundespost" an der Seite,
ist aber noch in den alten Saar-Post Farben
Grün und Gelb lackiert.
Die Bundespost spritzte
die übernommenen Omnibusse der Saar-Post
erst dann in die bundesdeutsche Postfarbe
Gelb um, wenn eine Neulackierung notwendig
wurde. Wenn sie die Busse später
wegen Altersschwäche ausmustern musste,
wurden diese durch deutsche Modelle ersetzt.
(Foto: Jürgen
Warntjen, Sammlung Volkhard Stern) |

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Dieses Bild zeigt den Nachfolger des APH 522: einen Chausson AP 52. Er hat ebenfalls die Aufschrift 'Deutsche Bundespost' und trägt das amtliche Kennzeichen BP 16 - 421.
Bildquelle: R. Freyer
Etwas weiter unten sehen Sie einen anderen AP 52 der Bundespost im Saarland, der schon ganz in BP-Gelb umgespritzt war.
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3) RENAULT
In Saarlouis auf dem Großen Markt hat Walter Siebert, Wiesbach, Mitte der fünfziger Jahre diesen Renault R 4191 vor dem Postamt fotografiert (Bild rechts). Mit diesem Bustyp bediente die Saar-Kraftpost ihre Überlandlinien. Die Busse standen dort vor der 'Kommandantur', in der sich auch heute noch die Post
befindet, immer in dieser Position zum Einsteigen bereit.
1949 hatte Renault den R 4190 mit einem mittig eingebauten Unterflurmotor herausgebracht. Da die Passagiere in Frankreich die Busse hinten über eine tiefe Plattform bestiegen, war ein Heckmotor für Stadtbusse nicht geeignet. 1950 erschien der R 4191 und 1952 das modernisierte Modell R 4192 mit 45 Sitzplätzen.
Ab 1955 wurden die von Renault gebauten Omni- busse unter dem Namen Saviem vertrieben.
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Renault R 4191
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Auf dem Deckel zum Kühlwasser-Einfüllstutzen über dem Frontgitter ist zu lesen: "120 Ch, RENAULT, HUILE LOURDE". Demnach hatte der Motor 120 PS und fuhr mit Dieselöl ("Huile Lourde"). (Die Fahrzeuge, die für das französische Militär bestimmt waren, hatten dagegen Benzinmotoren.)
(Info von Thomas Umbach)
Foto: Walter Siebert, Wiesbach.
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4) Postbusse verschiedener französische
Fabrikate (sämtliche
Fotos von Jürgen Warntjen, Sammlung Volkhard Stern)
Die folgenden Bilder zeigen weitere
Omnibusse, die die Deutsche Bundespost 1957 von der
Saar-Post übernahm. Sie führten alle schon
ein Bundespost-Kennzeichen, die ersten beiden hatten
aber ihre alte grüne
Lackierung mit gelbem Streifen noch behalten.
Die meisten dieser Fotos wurden in St. Wendel auf dem Platz "In der Mott" aufgenommen, an dem sich auch die Garagen der Saar-Post-
Busse befanden (siehe auch auf der Seite mit Bestattungswagen unter b)!) Auf dem Bild hier rechts kann man oben einen Teil des Sankt Wendeler Domes erkennen. V
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Berliet PCR
10
(BP 16-116)
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Floirat C14 SACA, Baujahr 1953, BP 16-145. Aufgenommen am 10.7.1958 in St. Wendel. Er fuhr laut
Zielschild nach Marpingen.
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Die nächsten Busse waren schon in Gelb umlackiert worden:
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Der Chausson
AP 52 (BP
16-116) gehörte zum PA St. Wendel. |

Saviem ZR 20
N (BP
16-629), Nachfolgemodell des Renault R4191. |
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Berliet PLR
10 (BP
16-34) |
Als am 1. Januar
1957 die Saar-Post in die Oberpostdirektion
(OPD) Saarbrücken der Deutschen Bundespost
überging, übernahm diese von der
Saar-Post 191 Postbusse, die mit 188 Busfahrern
insgesamt 63 Linien mit einer Gesamtlänge
von 1.216 Kilometern bedienten und dabei
jährlich etwa 23 Millionen Fahrgäste
beförderten.
Aus dem BP-Kennzeichen-Kontingent
wurden die Blöcke BP 15-988 bis 999
und BP 16-1 bis 187 für die saarländischen
Busse reserviert.
Die OPD Saarbrücken
konnte während der wirtschaftlichen
Übergangszeit von 1957 bis 1960 weitere
französische Omnibusse zu vergünstigten
Konditionen nachkaufen, die im Saarvertrag
vom 27.10.56 (siehe
Tag X) festgelegt worden
waren. So kamen sogar noch nach der politischen Rückgliederung
der Saar weitere 120 neue Busse französischer
Herkunft in den Bestand der DBP.
(Quelle: Eisenbahn-Kurier,
Sonderheft "Die Eisenbahn im Saarland",
Seite 71.)
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Ein Floirat GA1B9 von 1950, fotografiert in St. Wendel am 10.7.58
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Dieser Chausson ASH
522 (BP
16-418) war von der Saarbrücker OPD
erst 1957, also schon zu BP-Zeiten, nachbestellt
worden. |
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Dies ist ein besonderes Exemplar eines Saar-Kraftpost-Busses.
Er trägt noch die Aufschrift "Post Saar" und das dazugehörige Posthorn. Auch das Kennzeichen entspricht noch der alten Saar-Norm (9733-OE5).
Aber er ist nicht mehr in Saar-Post-Dunkelgrün lackiert, sondern bereits in Bundespost-Gelb.
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Das Foto muss demnach zwischen 1956 und Ende 1958 aufgenommen worden sein.
Der Aufbau dieses Kraftpost-Omnibusses war von der Firma Gangloff in Colmar gebaut worden. Das Fahrwerk war ein Saurer 4CT 3 Diesel oder ein Berliet PLB.
(Vielen Dank an Roland Münch, Einöd, Karl Presser u. Heimatkundeverein Warndt.)
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Modelle
von weiteren Saar-Kraftpostbussen:
(Ob diese Busse
wirklich bei der Saar-Post gefahren sind,
konnte
noch
nicht überprüft werden. Kann es jemand
bestätigen?) |
Mercedes Benz
Bus O 3750.  |
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Opel Blitz 3,6-47,
3t-Bus. Baujahr 1937.  |
MAN D 1.  |
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Opel Blitz. 3t-Bus der 1940er
Jahre.  |
Citroen Typ 45.
Haubenbus.  |
Die Abbildungen der Fahrzeug-Modelle
mit freundlicher Genehmigung von http://www.gelbgraumagenta.de/gelbgraumagenta/2_postmodellautos/jfk/jfk0700.htm
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"Kraftpost-Bus-Parade" in Saarlouis, Großer Markt, etwa 1955

Auf dem Großen Markt in Saarlouis stand an diesem sonnigen Tag eine Reihe von Kraftpost-Omnibussen verschiedener Fabrikate. Das Haus im Hintergrund links war das Elektrohaus Alfred Köhne, Gr. Markt 6, das damals neben Merziger das führende Elektrogeschäft war. Das sich rechts anschließende hohe Gebäude war die Stadtsparkasse Saarlouis.
An der Stelle dieser beiden Gebäude einschließlich des Eckhauses rechts daneben steht heute der Betonbau der Kreissparkasse Saarlouis. Auf dieser Seite des Großen Marktes standen sonst nie Busse. Möglicherweise wurden an diesem Tag Gäste von außerhalb zu einer Veranstaltung gebracht, und die Omnibusse warteten nun darauf, sie wieder zurückzubefördern.
Foto und Infos: Walter Siebert, Wiesbach.
Ganz links steht ein Büssing 6000 T, ein Bahnbus aus Trier (sein amtliches Kennzeichen beginnt
mit FR 53). Er trägt ein (wahrscheinlich
rotes) Kreuz auf dem Kühler, sein Zielschild zeigt "Sonderfahrt".
Die anderen Busse kann man auf diesen beiden Ausschnittsvergrößerungen gut erkennen:

Drei Chausson-Busse: ein AP 48, ein APH 522 (auf seinem Zielschild steht: "Kraftsonderpost") und ein weiterer AP 48 (Ziel: "Saarlouis").

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Der Langhauber (links) ist ein Büssing NAG 550 ("Sonderfahrt" in Frakturschrift), dann folgen ein Floirat B 8 R, ein Renault 4191 und noch ein Floirat B 8 R (die drei Zielschilder zeigen "Kraftsonderpost" an). Fotos: Walter Siebert, Wiesbach.
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Auf diesem Parkplatz für Kraftomnibusse warten über zehn Busse auf ihren nächsten Einsatz.

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Von rechts nach links:
1: Berliet PCR 8 - 2: Berliet PCK 8 D/W - 3: Berliet PCR 8 - 4: Renault R 4191 - 5:
Chausson AP 47/48
6: Floirat GA1B9 - 7: Chausson APH 522 - 8: Floirat GA1B9 - 9: Renault R 4191 - 10: Chausson APH 522
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Begegnung auf der Hochwaldlinie: Omnibus trifft Pferdefuhrwerk

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Dieser Floirat GA 1 B 9 war zwar kein Postbus, aber doch im Linienverkehr eingesetzt. Er gehörte zu der
Merzig-Büschfelder-Eisenbahn (MBE). Diese hatte etwa 1952/53 neue Floirat-Busse in Dienst gestellt.
Kommentar unserer 'Ald Schwaduddel' zu diesem Foto: "Das Bild 'Begegnung auf der Huuwaldlinie' hat soviel Atmosphäre - man hört richtig die Räder des Heuwagens auf dem Asphalt und die langsamen Tritte der Tiere."
Die beiden Fotos oben sind aus dem Wirtschaftlichen und Kulturellen Handbuch des Saarlandes 1955, S. 236 und 246.
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Am Püttlinger Bahnhof der Köllertalbahn
Dieses Bild wurde in den 50er Jahren aufgenommen, wahrscheinlich kurz vor Schichtwechsel auf den Gruben und der Völklinger Hütte. In drei Reihen warten die Omnibusse auf Fahrgäste am Püttlinger Bahnhof: Es ist eine Mischung aus Kraftpost-, Bahn- und Gruben-Bussen. Links in der Ferne erkennt man die Turmspitzen des Püttlinger Doms.
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Man mag sich fragen, warum vor einem "Dorfbahnhof" (Püttlingen wurde erst 1968 zur Stadt erhoben) so viele Busse stehen. Karl Presser hat ein wenig recherchiert und Folgendes herausgefunden:
1957 wurde die Notbrücke der Köllertalbahn im Gleisbogen über die Luisenthaler Enge vor dem Heidstock-Tunnel ersetzt durch die noch heute vorhandene Stahlkonstruktion. Während der Umbauzeit wurde zwischen Völklingen und Püttlingen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Für die gut besetzten Personenzüge zum Schichtwechsel musste
eine entsprechend große Anzahl von Omnibussen vorgehalten werden. Die Busse stehen auf dem Foto bereit zur Fahrt in Richtung Völklingen. Foto:Verein für
Industriekultur und Geschichte Heusweiler-Dilsburg e.V
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Ein Chausson AP 48 im Einsatz bei einer Hochzeit in Saarbrücken:

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Wie schick das Brautpaar war, und wie fein sich die Gäste herausgeputzt hatten! Die Trauung fand wohl in der Saarbrücker Johanniskirche statt, denn der Bus, der die Hochzeitsgesellschaft hierher gebracht hat, steht zwischen der Kirche (rechts, hier nicht sichtbar) und dem Eckhaus Dudweiler Straße / Commercystraße 1 (heute Cecilienstraße).
Im Erdgeschoss war die Samenhandlung Hauenstein, und darüber befand sich ein Dentallabor. In der Bildmitte geht nach hinten die Dudweilerstraße weiter. Der dort im Hintergrund sichtbare Schornstein gehörte zum Gas- und Elektrizitätswerk St. Johann, das sich an der Ecke Richard-Wagner-/ Sulzbachstraße befand. Farbfoto: So sieht es dort heute aus (Sommer 2011. Foto: R. Freyer).
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Kraftpost-Stützpunkte für die Omnibusse
Die wichtigsten Kraftpost-Stützpunkte befanden sich in Bexbach, Dillingen, Homburg, Illingen, Lebach, Saarbrücken, St. Ingbert, St. Wendel, Völklingen, Wadern und in Neunkirchen.
a) Die Saargefei in Neunkirchen
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In der zweitgrößten
Stadt des Saarlandes befand sich der Kraftpost-Stützpunkt in der "Saar-Gefei"
in der Saarbrücker Straße.
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Die Saargefei in Neunkirchen diente als Wartungshalle für die Omnibusse der
Saar-Post. Der
Historische Verein Neunkirchen schreibt auf seiner Website (von der wir mit freundlicher Genehmigung auch diese drei Fotos entnommen haben - Link dazu ganz unten!), dass dieses
Gebäude vor 1920 errichtet worden sei. Die "Saargefei" sei eine Stummtochter
gewesen. Sie habe sich "Gesellschaft für elektrotechnische
Industrie" genannt. Dabei mögen die Anfangsbuchstaben
dieser vier Worte Pate gestanden haben für das
Kürzel Saargefei. Das Unternehmen stellte Elektroschweißgeräte
her und fand seinen Hauptabnehmer beim Ausbesserungswerk
der Reichsbahn.
Von etwa 1946 bis 1949 hatte die RETRA die Halle angemietet. Das Kürzel steht für 'Régie Autonome des Transports de la Sarre', volkstümlich für 'Regierungs-Transporte'. Die RETRA war ein Transportunternehmen,
welches der französischen Militärregierung, später der Saar-Regierung unterstellt
war. Sie half mit ihren LKWs dabei mit, die Versorgung der Saarbevölkerung sicherzustellen, indem sie
z.B. Kohlen in die Pfalz transportierte und Kartoffeln zurückbrachte. Sie wurde am 30.09.1949 liquidiert. [Amtsblatt des Saarlandes, Nr. 65 vom 22.9.1949, Seite 890].
Am 26.9.1949 übernahm die
Saar-Post das Gebäude am Rande der
Stadt, damals noch inmitten qualmender Industrieanlagen
des unter Volldampf arbeitenden Neunkircher Eisenwerks,
und richtete darin die Postkraftfahrzeugstelle
Neunkirchen ein.
Von hier aus wurde der Busverkehr ins Ostertal und zwischen
Neunkirchen und Limbach sowie Neunkirchen und Blieskastel
verwaltet.
Von 1953 bis 1960 war Artur Dorscheid der Leiter der
Kraftfahrzeugstelle. 1960
fiel ein Betonbrocken von der Decke und beschädigte
einen Bus. Daraufhin erfolgte eine genaue Überprüfung
des Bauwerks und schließlich die fristlose Kündigung
durch die Post Anfang 1962. 1979 wurde das Gebäude
abgerissen, nachdem es zeitweise einen Kaufmarkt beherbergt
hatte.
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b) Kraftpost-Stützpunkt "In der Mott" in St. Wendel. Impressionen aus ähnlichem Blickwinkel zu verschiedenen Zeitpunkten
"Die Mott" war ein großer Platz mitten in St. Wendel. Auf ihm befand sich der Stützpunkt der Kraftpost-Omnibusse für den Kreis St. Wendel mit Garagen und Werkstätten für die Postbusse.
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Nach der Rückgliederung des Saarlandes
hatten private Busunternehmer keine Chance, wenn sie sich um den Kauf ausgedienter
Kraftpost-Omnibusse der Saar-Post bemühten, wie das folgende Schreiben zeigt.

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Viele weitere Busse finden Sie auf unserer Seite Omnibusse
(Busse der Neunkircher Straßenbahn, Grubenbusse, private Bus-Unternehmen).
Quellen / Interessante
Links:

- Eisenbahn-Kurier, Sonderheft "Die Eisenbahn im Saarland", EK-Verlag GmbH, Freiburg im Breisgau, 1986. Hier wird außer über die Eisenbahn auch ausführlich und mit zahlreichen Bildern über die Geschichte der saarländischen Postbusse von
den Anfängen bis heute berichtet. Näheres unter
www.eisenbahn-kurier.de
- Jörg-Michael Hormann,
Volkhard Stern: "Der Postbus kommt - 100 Jahre
Kraftpost", Deutsche Post AG, Bonn 2005.
- Zur Kraftpost allgemein gibt es eine Website von Volkhard Stern:
www.kraftpost.de
- Zur Neunkircher Saargefei: Historischer Verein Stadt Neunkirchen:
www.hvsn.de
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Diese Seite wurde erstellt am 06.08.2009,
zuletzt bearbeitet am 22.04.2012
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