oben
www.saar-nostalgie.de - POST
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

|
Saar-Briefmarken
Die
Briefmarken des Saarlandes
von
1945 bis 1959 |

|
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die
im Saarland gültigen Briefmarken erschienen mit unterschiedlichen
Währungsbezeichnungen. Über die verschiedenen Geldwährungen
können
Sie sich hier informieren.
- Auf der Seite Ludwig "Louis" Ring finden
Sie einen Artikel über das philatelistische Schaffen dieses
saarländischen
Grafikers mit seinen Entwürfen für Saar-Briefmarken und
Sonderstempel.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
|
1) Die Briefmarkenausgaben
des Saarlandes
A) Vom
Kriegsende (1945) bis 1947: Französische Zone (Zone
Française - Briefpost)
|
1) Barfrankierung:
(vom Kriegsende bis 17.12.1945 und teilweise darüber hinaus)
Unmittelbar nach Kriegsende wurde das Porto für abgehende Postsendungen einige Monate lang an den Postschaltern in bar bezahlt. Die Sendungen erhielten einen Bestätigungsstempel mit "Gebühr bezahlt - Taxe perçue".
Der Brief im Beispiel oben ging von Saarbrücken nach Alsweiler. Er trägt außer dem "Gebühr- bezahlt"-Stempel einen Bandstempel vom 11. Dezember 1945.
Auf der Postkarte wurde ein kopfstehender "Gebühr-bezahlt"-Stempel mit dem Tagesstempel aus Neunkirchen vom 26. November 1945 überstempelt.
|

|
|

|
2) Alliierte Besetzung, französische Zone, Allgemeine Ausgabe:
Am 17. Dez. 1945 wurde mit der Ausgabe einer gemeinsamen Freimarkenserie für die gesamte französische Zone begonnen. Diese Marken trugen den Aufdruck "Zone Française - Briefpost" und die Wertangabe in Reichspfennig und -mark. Sie wurden bei Burda in Offenburg gedruckt und auch im Saarland verausgabt. Hier waren sie aber nur bis zum 27. November 1947 gültig, also bis kurz nach der Einführung der Frankenwährung am 20. November 1947. Für Saarmarkensammler gelten diese Freimarken als "Saar-Vorläufer", wenn sie mit Stempeln von saarländischen Postämtern entwertet wurden. Wenn auf einem Postamt ein Mangel an Briefmarken herrschte, kam dort auch weiterhin der Gebühr-bezahlt-Stempel zum Einsatz, und zwar alleine oder mit Marken gemischt.
|

|
----------------------------------------------
Einschreibebrief
vom 18.9.47 mit zahlreichen Werten der Allgemeinen
Ausgabe
Dieser Brief von
Rohrbach nach Sulzbach trägt fast alle
Pfennigwerte der Allgemeinen Freimarken-Ausgabe, und zwar als
Paare mit Zwischensteg.
Es fehlt nur der
seltene 10-Pf-Wert (siehe links unter dem Brief).
Der Beleg gehört
Klaus Abel, Saarbrücken.
----------------------------------------------
Die Marken dieser
Serie zeigen Wappen aus den fünf
Ländern der französischen Zone:
1 Pf: Rheinland
3 und 12 Pf: Pfalz
5 und 20 Pf: Württemberg
8 und 30 Pf: Baden
15 und 24 Pf: Saargebiet
Auf der Saargebiet-Marke
ist das Stadtwappen von Saarbrücken
abgebildet.
|
|

|
Die vier nebenstehenden
Werte dieser Serie sind auf dem Brief nicht
verklebt:
10 Pf (Wappen des
Rheinlands)
sowie
die drei Ergänzungswerte
1 M. (=Reichsmark) (Goethe)
2 M. (Friedrich v.
Schiller)
5 M. (Heinrich Heine)
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
B) Von 1947 bis 1956: "Autonomes"
Saarland (SAAR bzw. SAARPOST)
Die ersten
eigenen saarländischen Briefmarken nach dem 2. Weltkrieg erschienen schon
sehr früh, nämlich am 10. Januar 1947, zehn
Monate vor der Verabschiedung der Verfassung. Es waren
die Werte zu 12 und 75 Pf der ersten
Freimarkenserie des Saarlandes,
die im Februar und März desselben Jahres mit weiteren
Werten fortgesetzt wurde.
(Diese und alle weiteren Marken des autonomen Saarlands
können Sie in Kürze hier sehen.) Wegen der sich überlappenden
Gültigkeitsdauer der Allgemeinen Ausgabe der Französischen
Zone und der ersten Freimarkenserie des Saarlands waren
Mischfrankaturen möglich.
Länderbezeichnung: Fast alle saarländischen
Briefmarken trugen von 1947 bis 1956 die Länderbezeichnung
"SAAR". Nur für die 16 Werte,
die am 1. April 1948 erschienen, wurden die Bezeichnungen
"SAARPOST"
bzw. "SAARLUFTPOST" verwendet.
Währungsangabe: Vom Anfang des Jahres 1947 an
lauteten die saarländischen Briefmarken zunächst
auf "Pf." (Reichspfennig) und für
den 1-Mark-Wert auf "M." (Reichsmark).
Nachdem am 16. Juni 1947 die Saarmark als Währung
eingeführt worden war, wurde die Währungsbezeichnung
der Briefmarken auf "Pf."
und "SM."
umgestellt. Vom 20. November 1947 an (nach der Einführung
des französischen Franken im Saarland) bis zum
6. Mai 1959 (letzte Ausgabe vor dem "Tag X")
war die Währungsbezeichnung "c"
(Centimes) und " f ", später "F" (Francs/Franken).
Die Regierung des Saarlandes
legte auf die Gestaltung der Saar-Marken einen besonderen
Wert, und in der Tat sind fast ausschließlich
sehr ansprechende Marken von der Saarpost verausgabt
worden. Ziel der Regierung war es natürlich, auf
das autonome Saarland hinzuweisen und es in der ganzen
Welt bekannt zu machen.
Hier werden in
Kürze weitere Briefmarken aus dieser Zeitspanne
abgebildet und beschrieben.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
C) Von 1957 bis 1959: Deutsche
Bundespost - OPD Saarbrücken
Vom politischen Beitritt der
Saar zur Bundesrepublik am 1.1.1957 an bis zum Mai 1959,
also kurz vor dem wirtschaftlichen Anschluss, brachte
die OPD Saarbrücken insgesamt 25 Briefmarkenausgaben
mit rund 70 Einzelwerten heraus, die alle die Länderbezeichnung "DEUTSCHE BUNDESPOST SAARLAND" trugen. Obwohl sie nur
im Saarland frankaturgültig waren und ihre Währungsbezeichnung
auf "F" (Franken) lautete, sind
sie zweifellos als Briefmarken der Bundesrepublik zu
betrachten, denn die OPD Saarbrücken war ja der
Deutschen Bundespost untergeordnet.*)
Die meisten dieser Ausgaben (nämlich
19 von 25) wurden gleichzeitig auch in der übrigen
Bundesrepublik mit gleichem oder ähnlichem Markenbild
herausgebracht, natürlich ohne den Zudruck "SAARLAND".
Diese Bundmarken hatten auch andere Wertstufen (in Pf
statt Fr, aber ohne Währungsangabe) und bei der
ersten gemeinsamen Sondermarke sowie bei den Dauerserien
auch andere Farben als die im Saarland herausgegebenen
Werte. Darüber hinaus erschienen auch einige Marken
mit saarlandbezogenen Motiven, die nur im Saarland,
nicht aber in der übrigen BRD herausgegeben wurden,
und zwar jedes Jahr zwei, also in den knapp zweieinhalb
Jahren insgesamt sechs Marken. Und es gab in der Zeitspanne
von 1957 bis Mai 1959 auch in der BRD Marken, die im
Saarland nicht erschienen sind.
Die letzte Marke mit dem Zudruck
"SAARLAND" erschien am 6. Mai 1959, zwei Monate
vor dem Tag X:
es war die Ausgabe "Humboldt", Mi. Nr. 448).
Nach dem Tag X, also ab 6. Juli 1959, galten alle nach
diesem Datum von der Deutschen Bundespost ausgegebenen
Briefmarken ohne Änderungen auch im Saarland.
------------------------------------------------------------------------
*) Siehe hierzu auch: Wolfgang
Maassen/Hans-Jürgen Steffen, BRD ohne OPD-Saar-Marken
= komplett? in: philatelie, Ausgabe 387, September 2009,
Seite 30 - 35.
Ausgaben mit
unterschiedlichem Markenbild: (Fortsetzung folgt)
|
Saarland:
Bund:
 |
Die erste Marke der
OPD Saarbrücken (links) erschien am
1. Januar 1957 anlässlich der politischen
Angliederung des Landes an die BRD. Sie
zeigte das neue Saarlandwappen und die Be-
schriftung "Deutsche Bundespost Saarland
1957" in Dunkelblau auf mittelbläulichrotem
Grund. Der Wert betrug 15 F. (Mi. Nr. 379)
Die gleichzeitig
in der übrigen BRD erschienene Marke
zeigte ebenfalls das Wappen, aber statt
des Zusatzes "Saarland" trug sie
das Datum "1. Januar". Gedruckt
war sie in Dunkelbraun auf dunkelbläulichgrünem
Grund. Ihr Wert betrug 10 (Pfennig). (Mi.
Nr. 249) |
|
Hier werden in Kürze
weitere Briefmarken aus dieser Zeitspanne abgebildet und beschrieben.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2) Vom Entwurf zur gedruckten Marke
Die Briefmarken
des autonomen Saarlands wurden von verschiedenen saarländischen
und französischen Künstlern entworfen, wie
Prof. V. K. Jonynas, A. Decaris, H. Mees, F. Tschersovsky,
F.L. Schmidt, R. Serres, H. Blum, Ludwig Ring (siehe
Extra-Seite) und
anderen.
Unter den
eingereichten Entwürfen wurde von der Postverwaltung
derjenige ausgewählt, der schließlich als
Vorlage für die zu verausga- bende Marke dienen
sollte. Da immer mehrere Entwürfe für geplante
Ausgaben vorgelegt wurden, mussten viele Vorschläge
unberücksichtigt bleiben. Im Folgenden werden beispielhaft
die Entwürfe und die endgültigen Ausgaben
einiger Saar-Briefmarken gegenübergestellt.
a)
Freimarken von 1948 mit Bergmann-Porträts
In der ersten
Freimarkenserie der Saarpost in Franken-Währung,
die am 1. April 1948 erschien, gibt es einige Werte,
die Porträts eines Bergmannsbauern und seiner Tochter zeigen. Die
Marken wurden von dem französischen Grafiker Albert Decaris entworfen, der auch andere saarländische
und über 500 französische Briefmarken gestaltete.
Er hatte Fotos des Bergmanns Josef Holz aus Hasborn und seiner Familie in der saarländischen Wochenzeitschrift ILLUS entdeckt. Darin hatte die Fotografin
Ilse Steinhoff (sie war die Tochter des bekannten
U-Bootkommandanten) die Familie Holz als die ideale
Bergmannsbauerfamilie beschrieben und porträtiert.
Die Fotos mit den markanten Gesichtern des Josef Holz
als Bergmann und seiner Tochter Alina bei der Weizenernte
erschienen dem Grafiker als so geeignet für das
Thema "Saarland", dass er sie als Vorlagen
für seine Briefmarkenentwürfe verwendete.
Nachdem die Marken am 1. April
1948 an die Postschalter gekommen waren, staunten Holz
und seine Familie nicht schlecht, als sie ihre Porträts
darauf entdeckten. Wer wird denn schon zu Lebzeiten
auf einer Briefmarke verewigt, wenn er nicht gerade
ein berühmter Dichter oder Staatspräsident
ist? Auch die Fotografin der Bilder war überrascht
und machte nachträglich Honorarforderungen bei
der Postverwaltung geltend.
Links sehen
Sie ein Foto des Bergmanns aus der ILLUS, in der Mitte
den Entwurf des Grafikers Decaris und rechts die beiden
nach diesem Entwurf herausgegebenen Marken zu 6 und
9 FR. Ein anderes Porträt des
Bergmanns ziert die Werte zu 2 und 3 Fr., und das Bild
seiner Tochter Alina ist auf den Werten zu 4 und 5 Fr.
zu sehen. (Abbildungen folgen in Kürze!)
>
|
|
>
> |
Michel
Nr. 246
|
Michel
Nr. 247
|
(Foto: Ilse Steinhoff.
Der Entwurf stammt von einer Postkarte des
Landesarchivs Saarbrücken) |
|
b) Drei Ausgaben
aus den Jahren 1957 bis 1959:
Von Ludwig Ring
und Fritz Ludwig Schmidt eingereichte,
aber nicht akzeptierte Entwürfe:
|---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------| |
Verausgabte Marken:
|-----------------------------------------------| |
1) Saarmesse
1957:
|

|

|

|
|
Entwurf von Ludwig
Ring |
Alternativ-Entwurf
v. F.L.Schmidt |
Mi. 400, Entwurf: F.L.Schmidt |
2) Saarmesse
1958:
|
|
|
|

|

|

|

|
Entwurf
von Ludwig Ring |
1. Entwurf
von F.L.Schmidt |
2. Entwurf
von F.L.Schmidt |
Mi.
435, Entwurf: H.
Mees |
3) 50 Jahre
Großstadt Saarbrücken 1959:
|
|

|

|

|

|
1. Entwurf
von Ludwig Ring |
2.
Entwurf von Ludwig Ring |
Roh-Entwurf
v. F.L.Schmidt |
Mi.
446, Entwurf: F.L. Schmidt
|
|
|
|
|
|
|
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diese
Seite ist noch nicht fertig ausgearbeitet. Bitte haben Sie
noch etwas Geduld!
Hier gibt es bald mehr
über die Briefmarken des Saarlandes zu sehen und zu lesen,
und zwar etwa in folgender
Aufteilung:
1)
Freimarkenausgaben ("Dauerserien")
(Textbeispiel:)
Ein kompletter Dauerserien-Satz "Theodor Heuss"
wurde zunächst nur mit der Wertzahl ohne Währungsangabe
gedruckt, (z. B. "50"), Ende 1957 wurde er
mit dem Zusatz "F" neu aufgelegt (z. B. "50
F").
2) Flugpost-Ausgaben
3) Zuschlagsmarken
(Wohlfahrt, Rotes Kreuz, Hochwasserhilfe)
4) Blockausgaben
5) Sondermarken
a)
mit politischen Ausgabeanlässen
b)
zum Tag der Briefmarke
c)
zu Ortsjubiläen
d)
zur Saarmesse und anderen Ausstellungen
e)
mit Sportmotiven
f)
mit religiösen Motiven
g)
Europamarken
h)
zu Geburts- und Todestagen von Persönlichkeiten
i)
Sonstige
6) Dienstmarken
7) Ministerblocks
8) Marken
nach dem 1.1.1957
a)
mit rein saarl. Motiven (die
nicht in der übrigen BRD ausgegeben wurden)
b)
die auch in der BRD erschienen (mit Gegenüberstellung der beiden Versionen)
|
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hier ein Beispiel für
den geplanten Abschnitt 5a:
|
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sondermarken zur Volksbefragung
Zum Anlass
der Volksbefragung am 23. Oktober 1955 wurden drei Werte
(15, 18, 30 F) aus der Freimarkenserie "Heimische
Bilder" mit dem Überdruck "Volksbefragung
1955" versehen. Diese Überdruckmarken tragen
die Michelnummern 362 bis 364.
Es gab auch
einen Stempelzudruck "Heute Volksbefragung im Saarland"
(auf dem linken Sonderbriefumschlag unten gut zu sehen).
Der Ersttagsstempel trägt das Datum 22.10.55.
|

Sonderbriefumschlag und Ersttagsstempelung zur Volksbefragung:

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fortsetzung folgt!
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Auf der Seite Ludwig
"Louis" Ring
finden Sie einen Artikel
über das philatelistische Schaffen dieses saarländischen
Grafikers mit seinen Entwürfen für
Saar-Briefmarken und Sonderstempel.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle: Michel-Katalog Deutschland bzw. Deutschland
Spezial.
Allen, die sich für das
Sammeln von Briefmarken interessieren, empfehle ich
die
Homepage des Landesverbandes
der Briefmarkensammler des Saarlandes e.V.:
|
http://www.briefmarkensammler-saarland.de/
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 29.09.2009
nach oben

|
zurück <---------> weiter 
Home > www.saar-nostalgie.de
|