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           www.saar-nostalgie.de - VERKEHR


  

    

f) Sonderfahrzeuge

  

    

1) Landwirtschaft   2) Müllabfuhr und Stadtreinigung   3) Bagger und Kranwagen   4) Beerdigungsinstitute

      


 

PKW und Motorräder finden Sie auf den Seiten PKW (franz.), PKW (deutsch), Motorräder und Kfz-Kennzeichen. LKW aller Art finden Sie unter Nutzfahrzeuge. - Fahrzeuge der Feuerwehr gibt es auf der Seite Feuerwehren. Kraftpost-Omnibusse sind unter Kraftpost, andere Busse unter Omnibusse und weitere Postfahrzeuge auf der Seite Saar-Post. Auch auf den Seiten Radio Saarbrücken und Polizeifahrzeuge finden Sie Nutzfahrzeuge. - Zur Gesamt-Übersicht des Kapitels VERKEHR.

 


 

 

     1) Traktoren und Landmaschinen

  

 


 

a) Fendt Dieselross

 

Der Traktor-Liebhaber Nils Heinen hat diesen Fendt Dieselross F24 LA im Jahr 2002 irgendwo in Nalbach im Freien gefunden. Das Foto zeigt den Traktor im Juli 1957 mit seinem damaligen Besitzer, der seine Landwirtschaft in Diefflen betrieb, wo sehr wahrscheinlich auch das Foto aufgenommen wurde. Ausgeliefert wurde der Traktor durch die Firma Nikolaus Otto in Beckingen. Der damalige Kaufpreis betrug genau 1.371.700 Frs. Der Luftfilter dieses Traktors weist darauf hin, dass es sich dabei um eine Exportversion für Europa handelte. (Angaben von Nils Heinen.)

 

Die Firma Xaver Fendt & Co. begann in den frühen 30er Jahren in der bayerischen Kreisstadt Marktoberdorf mit ihrer Traktorproduktion. Damals konnten es sich allmählich auch kleine und mittlere bäuerliche Betriebe leisten, die Pferde durch Maschinen zu ersetzen. Die Fahrzeuge hatten einen Zweizylinder-Motor, einen stehenden Kühler und ein Vier-Gang-Getriebe.

 

b) Lanz und Hanomag- Traktoren 1957 beim Webenheimer Bauernfest

 

Die Firma Fr. Brandenburger K.G. aus Brebach zeigte u.a. Traktoren der Fa. Heinrich Lanz AG, Mannheim. Der Bulldog-Diesel D 1616 mit 16 PS wurde ab 1956 gebaut (Foto rechts). Er war der erste Volldiesel-Schlepper von Lanz und verfügte über einen 2,2-Liter-Motor mit einer Verdichtung von 12:1 und einer Vorglühanlage, die die bisher notwendige Benzin-Anlassvor- richtung entbehrlich machte. Die Fa. Lanz wurde 1960 in "John-Deere-Lanz AG" umbenannt und produziert seit 1967 als "John Deere Werke Mann- heim".

 

   Lanz Bulldog-Diesel D 1616

 

Bild links: Auch die Firma Maschinen-Neumann aus Saarlouis stellte beim Webenheimer Bauernfest 1957 verschiedene Produkte vor, z.B. (rechts unten zu sehen) eine Westfalia-Melkmaschine. - Bild rechts: Es wurden auch Hanomag-Traktoren ausgestellt. Im Foto ist ein 19-PS-Hanomag R 19 abgebildet. Dieser Typ wurde von 1953 bis 1957 gebaut.  Diese vier Fotos: Karosseriewerke Schreiner, Saarbrücken.  

 

c) Noch zwei Lanz -Traktoren

 

 

Landwirt Helmut Feld aus Walpershofen mit seinem Traktor bei der Heuernte. Er hat diesen LANZ D 2416 im April '59 zum Preis von 1.550.300 Frs. von der Firma Heinrich Lanz in Mannheim gekauft. Der Lanz hat einen Einzylinder-Zweitaktdieselmotor mit 2.617 cm³ Hubraum. Er leistet 24 PS bei 1050 U/min.

Foto: Oliver Feld, Freunde alter Traktoren und Landmaschinen Walpershofen.

 

 

 

Das Bild zeigt den Lanz-Bulldog des Landwirts Josef Oesch vom Grünba- cher Hof in der Gemeinde Webenheim bei Blieskastel. Er hatte ihn 1937 gekauft. Kurz vor dem Ende des Krieges, im Herbst 1944, wurde er vom Militär beschlagnahmt. Im darauffolgenden April machte sich Oesch auf die Suche nach seinem Traktor. In Bruchhof (Stadtteil von Homburg) erhielt

er einen Tipp von einem Bewohner des Ortes, der ihn dort mit den Rädern

nach oben liegend entdeckt hatte. Für seinen Hinweis erhielt der Mann fünf Zentner Weizen von Josef Oesch. 1954 verkaufte er den Traktor für etwa 700.000 Frs (heute umgerechnet etwa 3.000 €). - Oeschs Sohn Hans sitzt am Steuer des Bulldogs. Auf dem Anhänger stehen einige Personen, wahrscheinlich weitere Mitglieder der Familie. Foto: Hans Oesch.

 

d) FAHR - Generator - Schlepper HG 25 mit Anhänger in Bischmisheim

 

Dieses Foto wurde etwa 1950 am Raiffeisenhaus in der Kreuzstraße aufgenommen, dort, wo heute die Volksbank-Zweigstelle ist.

 

Die Landmaschinenfabrik FAHR baute seit Ende der 30er Jahre in Gottmadingen (Kreis Konstanz) auch Schlepper. Der hier gezeigte Typ HG 25 war während des Krieges ab 1942 gebaut worden. Er hatte einen Deutz- oder Güldner-Holzgasmotor und einen Einheitsgenerator E 60.

 

Das Foto ist dem Buch der Geschichts- werkstatt "Bischmisheim in historischen Bildern" von 2005, Seite 60, entnommen.

 

e) Eicher-Diesel-Traktoren  

 

Auf einer Ausstellung (wahrscheinlich Saar-Messe) zeigte die Fa. Landmaschinen Erich Strässer, Lebach, Eicher-Traktoren.

 

Auf dem Ausstellungsgelände war auch das berühmte Eicher-Rad aufgebaut, welches die Firma zu Werbezwecken erstellt hatte. Es war erstmals 1951 auf der DLG-Ausstellung in Köln zu sehen.

 

Ein 15 PS starker Traktor drehte langsam im Innern des Kreises seine Runden. Wie dies möglich war, ohne dass er herunterfiel, kann man z.B. auf dieser Website nachlesen. (Auf unserem Bild ist er unten in Ruhestellung). Bei youtube gibt es auch Filme davon zu sehen.

(Anzeige rechts: Sammlung Torsten Gatzke)

 

 

         f) Ein MAN Ackerdiesel AS 330 f A  in Aktion am Landeskrankenhaus Homburg im Jahr 1952

 

Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (MAN) baute schon in den 20er Jahren Tragpflüge und Gespannschlepper. 1938 brachte die MAN den Ackerschlepper AS 250 auf den Markt und 1947 den AS 325 mit 25 PS und zuschaltbarem Allradantrieb für die Vorderachse. Ihm folgte wenige Jahre später der AS 330 (siehe Fotos!), der einen vergrößerten Hubraum hatte.

 

Die Karosseriewerke Schreiner in Saarbrücken hatten im Saarland die Generalvertretung für MAN-Fahrzeuge inne. Den ersten MAN-Traktor bestellte dort 1952 die Saar-Regierung für die Technische Abteilung des Homburger Landeskrankenhauses. Es war ein AS 330 fA, den wir auf diesen sechs Fotos im Gelände des Landeskrankenhauses bei der Verteilung von Heizmaterial (Kohlen, Koks, Briketts) beobachten können.

Sechs Fotos: Karosseriefabrik Schreiner, Saarbrücken, 1953.

Die Firma Schreiner lieferte (neben zahlreichen LKW, Bussen und anderen Nutzfahrzeugen) von September 1952 bis März 1958 insgesamt 44 MAN-Ackerdiesel aus:

 

Auslieferung am

MAN-Typ

geliefert an:

Polizeiliches Kennzeichen

26.09.1952

AS 330 fA

Regierung des Saarlandes für Landeskrankenhaus Homburg

4185 - OE1 (siehe Fotos oben!)

28.12.1952

AS 330 fH

C.A.A.M., Metz, Fort Moselle

 

28.09.1953

AS 325 EH

Johann Schmitt, Landwirt, Weiskirchen, Hauptstraße 10

 

11.06.1954

AS 40 A

Missionshaus St. Wendel

 

05.03.1955

542 A

Alois Müller, Landwirt, St. Nikolaus, Schachtstraße 2

1308 - OE 14

17.10.1955

C 32 EH

Alois Ellendinger, Hellendorf

 

außerdem 1955 und 1956 drei B 18 A sowie je ein B 45 A und C 40; 1957/58 zehn B 18 A, zwei C 40, drei A 25 A, ein 4 S 1 und ein 4 R 1b.

Quelle: "Nationale der neu gelieferten MAN-Wagen nach Kriegsbeendigung" (Original-Auftragsbuch der Karosseriewerke Schreiner, Saarbrücken).

 

 

 

g) Traktoren treidelten auch Saar-Schiffe

 

Traktoren werden hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt. Aber das Foto links dokumentiert noch eine andere wichtige Verwendung des Traktors. Bevor alle Lastschiffe und Kähne motorisiert waren, wurden sie auf den Flüssen und Kanälen vom Ufer aus an langen Seilen gezogen (oder getreidelt). Anfangs mussten Menschen oder Pferde diese schwere Arbeit übernehmen, später verwendete man Traktoren dafür. Sie fuhren auf den Treidelpfaden, die parallel zu den Flüssen angelegt waren.

 

Auch in den 40er und 50er Jahren wurden Lastkähne auf der Saar noch getreidelt, wie das Foto zeigt. Als Traktoren wurden dafür häufig (so wie auf diesem Bild) die robusten LATIL-Zugmaschinen verwendet. Ausführliche Infos über das Treideln finden Sie auf der Seite Saar-Treidelschiffahrt.

 

Foto: © Walter Barbian (http:///www.saarlandarchiv-walter-barbian.eu)

    Literatur: Wolfgang H. Gebhardt. Deutsche Traktoren seit 1907. 1. Auflage. Motorbuchverlag, spezial. Gerlingen, 2006.

                    Geschichtswerkstatt Bischmisheim. Bischmisheim in historischen Bildern. 2005, 98 Seiten. Texte: Werner Karg.

 


 

 

 2) Fahrzeuge der Müllabfuhr und Stadtreinigung

 

 


 

  a) Saarbrücken

 

  Während vor nicht allzu langer Zeit bei der Straßenreinigung und Müllbeseitigung noch Pferdefuhrwerke eingesetzt wurden, schritt in den   fünfziger Jahren die Modernisierung des Fahrzeugparks schnell voran. Der Saarbrücker Fuhrpark befand sich am Landwehrplatz.
 

 Der Fahrzeugpark 1952 vor dem Stadttheater Saarbrücken. Nach Jahren des Rückschritts und des Stillstandes beginnt die Modernisierung  mit Riesenschritten: Die ersten Müllfahrzeuge mit Aufbau der Firma Keller&Knappich (Kuka) auf Daimler-Benz-Fahrgestellen sind beschafft.

 

  Waschwagen im Einsatz bei der Marktreinigung (damals fand der   Wochenmarkt auf dem Theatervorplatz statt).

  Der erste sogenannte "Müllräumwagen", beschafft im Juli 1951, hier   im Einsatz auf dem Müllplatz im Oktober 1951. Das Fahrzeug muss

  ein Halbketten-Sonder-Kraftfahrzeug aus Beständen der Wehrmacht gewesen sein. (Mitteilung v. Wolfg.Linnenberger u. Roland Münch)  

 

Wagenpflege im Fuhrpark am Landwehrplatz 1956.

Neuer LKW, Fabrikat UNIC im Fuhrpark Landwehrplatz, 1955.

 

  Kehrmaschine Schörling auf Daimler-Benz-Fahrgestell 1960. Im   Hintergrund eine der letzten Straßenbahnen in Saarbrücken.

  Teil des Fahrzeugparks des städtischen Fuhr- und Reinigungsamtes   Saarbrücken, 1967.


  Bild oben links: Auf einigen Fahrzeugen war der folgende Wahlspruch aufgemalt: "In Deiner Hand liegt die Sauberkeit Deiner Stadt."

 

  Die Texte und Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung einer Broschüre des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes der Landes-   hauptstadt Saarbrücken – ZKE (früher: Städtisches Fuhr- und Reinigungsamt Saarbrücken) entnommen.

 

 

b) Müllabfuhr der Gemeinde Dudweiler

 

 

 

Diese Bilder stammen aus dem Jahre 1954. Die Gemeinde Dudweiler hatte gerade die so genannte "staubfreie Müllabfuhr" eingeführt.

 

Bevor diese neuen Müllfahrzeuge angeschafft wurden, transportierte man den Müll in offenen LKWs ab.

 

Die Bilder wurden im alten Dudweilerer Bauhof aufgenommen. Er befand sich damals hinter der Marktschule, dort wo heute das Stadtmittezentrum mit der DUDO-Galerie ist.

 

Die Fahrzeuge waren auf Daimler-Benz-Fahrgestellen aufgebaut.

 

 

 

   

Im Dezember 1954 rutschte ein Müllwagen im Bereich der Rehbachstraße in Dudweiler eine Böschung hinab. Mit einem Kranwagen (siehe auch unten, viertes Bild im Abschnitt 3) konnte er schließlich geborgen werden.

 

Quelle dieser sechs Aufnahmen: Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler

 

 

 

 


 

 

  3) Kranwagen und Bagger

 

 


 

 

Die ersten drei S/W-Bilder zeigen einen auf Raupen fahrenden Seilbagger der Bauunternehmung Heinrich Lenhard (Saarbrücken) bei der Arbeit. Es war wahrscheinlich ein DEMAG-Bagger, wie er in der Anzeige oben beworben wird. Mit seiner Hilfe wird Mitte der 50er Jahre ein LKW beladen, der auf einem Renault 208-Fahrgestell aufgebaut war. Die Bilder wurden in Dudweiler aufgenommen.

Anzeige: Torsten Gatzke, Ludweiler. Die drei Fotos sind aus dem: Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler.

 

Den Renault-Kipper sehen Sie in voller Größe hier auf der Seite LKW1.

 

 

 

Rechts oben hinter dem Renault sieht man einen Betonmischer (im Bild rechts vergrößert dargestellt). Es war wahrscheinlich eine von der Firma Maschinenfabrik Otto Kaiser aus St. Ingbert gebaute Maschine, womöglich noch aus Vorkriegsproduktion.
 

Auf einer anderen Baustelle im Saarland der 50er Jahre belädt ein Menck-Mc- Seilbagger einen Diamond T 980 (beim Militär hieß er

M 20).

 

Der Lastwagen gehörte wie der Demag-Bagger (siehe Bilder weiter oben) zu der Saarbrücker Firma Heinrich Lenhard.

 

Das Foto ist aus einer Anzeige der Firma Lenhard in einem Berg- mannskalender, eingesandt von Torsten Gatzke.

 

 

Der Kranwagen im Bild rechts gehörte der Stahlbau-Firma Hans Leffer, Dudweiler.

 

Hier wurde er in der Rehbachstraße in Dudweiler eingesetzt, um bei den Rettungsabeiten an dem abgerutschten Müllauto der Gemeinde Dudweiler mitzuhelfen. Weitere Fotos von dem Unfall sehen Sie weiter oben, am Ende von Abschnitt 2b) Müllabfuhr.

 

 

Foto: Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler

 

Ein weiterer Bagger,

hier im Einsatz an der Bergehalde der Grube Dudweiler-Hirschbach.

 

Mit seiner Hilfe wird Material auf einen Kipper geladen.

 

Links wartet eine Simca Aronde Messagère.

 

 

 

 

Foto: Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler

 

 

Bagger und Kräne wurden auch im Wohnungsbau eingesetzt, wie dieses Beispiel zeigt.

 

 

 

 

 

Das Foto hat ein unbekannter Fotograf aus St. Ingbert etwa 1952/53 aufgenommen.

 

 

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4) Fahrzeuge für

 

Bestattungsunternehmen

 

(Leichenwagen)

 

        (Werkfoto Karosseriewerke Schreiner.)

 

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Die deutschen Bestattungsbetriebe waren vor dem 2. Weltkrieg in einem Verband organisiert, der sich "Fachgruppe Bestattungswesen in der Reichsgruppe Handwerk" nannte. Nach dem Krieg konnte an der Saar ein eigener Verband der Bestattungsunternehmer erst Ende 1947, also nach der Gründung des Saarstaats, ins Leben gerufen werden. So entstand die "Fachgemeinschaft für das Bestattungswesen im Saargebiet". Federführend war dabei Otto Dreher, der Inhaber des Beerdigungsinstitutes "Dreher von Rüden" in Saarbrücken. Die 24 Gründungsmitglieder der neuen Fachgemeinschaft mussten ihren begründeten Antrag auf Genehmigung des Verbandes mit ihrer persönlichen Unterschrift gegenüber der damaligen Behörde glaubhaft machen. Hier ihre Namen und Orte:

Saarbrücken: Otto Dreher, Hubert Laubach, Matthias Wolff, Frank Wagner, Karl Wagner. Homburg: Ernst Schanding, Richard Schanding. Höcherberg: Hugo Betz. St. Wendel: Nikolaus Dubreuil. Neunkirchen: L. Anschütz, F. Eisenbeis, R. Kurz, Heinrich Breit. Neun- kirchen-Wellesweiler: K. Rohrbach. St. Ingbert: Karl Praß. Sulzbach: Walter Berg. Geislautern: Peter Steffen. Gersweiler: Jakob Fischer. Völklingen: Fried- rich Cullmann. Saarlouis: Ludwig Paquet-Wagner. Dil- lingen: Robert Motz. Besseringen: Johann Jäckels. Merzig: Josef Dillschneider, Hans Haben. - 1956 hatte der Verband bereits 35 Mitglieder. Unter den Gründungs- mitgliedern befand sich auch die Firma Nikolaus Dubreuil, St.Wendel.

Dieser Leichenwagen wurde auf der Mott in St. Wendel fotografiert. Im Hintergrund erkennt man einige Tore der Saar-Post-Bus-Garagen (siehe auch hier und hier!).

Das erste Bestattungsfahrzeug, das von der Firma Dubreuil nach dem Krieg benutzt wurde, war der oben abgebildete CHEVROLET MASTER mit 6-Zylinder-Motor, Baujahr 1935. Es war vermutlich ein ehemaliges "Beutefahrzeug" der Wehrmacht, welches später mit einem Karosserieaufbau aus Holz zum Leichenwagen umgebaut wurde. Ab etwa 1949 trug er das pol. Kennzeichen 413 - OE 8.

 

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Wenige Jahre später wurde dieser Bestattungswagen auf Opel Admiral angeschafft und mit der Nummer 911 - OE 8 zugelassen (Bild rechts). Möglicherweise hat er ebenfalls ein militärisches Zwischenleben gehabt - eventuell als Behelfsambulanzwagen mit selbstgezim-

mertem Aufbau, der dann fachmännisch gegen einen Leichenwagenaufbau ausgetauscht wurde. Auch die Hauptscheinwerfer sind durch runde typfremde Lampen ersetzt worden (aus Mangel an Originalersatzteilen?).

Das Foto entstand in der Marienstraße in St. Wendel. Der Bestattungswagen steht hier vor dem Kapellchen des Marienkrankenhauses (rechts im Bild zu sehen). Er wartet wahrscheinlich darauf, einen Sarg mit einem verstorbenen Patienten aus dem Leichenzimmer zu übernehmen, das unmittelbar neben der Kapelle gewesen sein soll.

 

Die Beschriftung auf den Türen des oben abgebildeten Dubreuil-Opels war in einer moderneren Schrift gesetzt als bei dem älteren Wagen.

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Das Foto links ist über 10 Jahre älter als das vorige und zeigt einen anderen Opel Admiral am Eschber- ger Weg. Er hatte einen etwas anderen Aufbau und gehörte 1938 zum Beerdigungsinstitut Hubert Lau- bach & Sohn, Saarbrücken, Nauwieser Str. 27. Er trägt ein SAAR-Kennzeichen. - Man beachte auch den Leiterwagen dahinter, mit dessen Hilfe an einer Straßenlampe gearbeitet wird. (Foto: SKF-Werksfoto.)

 

 

 

Später verwendete die Firma Dubreuil einen FORD Vedette als Bestattungswagen. Dieser fährt hier En- de der 50er Jahre im Konvoi mit einem Peugeot 203 und einigen Motorrädern durch die St. Wendeler Brühlstraße am Textilhaus Fritz Hepp & Sohn, Ecke Mommstraße, vorbei. Anlass zu dem Konvoi war eine der jährlichen Fahrzeugsegnungen, die die Pfarrei St. Wendelin damals noch regelmäßig zelebrierte.

 

Die Bäume, die man rechts im Hintergrund sieht, ver- decken den Bahndamm der Rhein-Nahe-Bahn, der dort entlang führt.

 

Fotos: Bestattungsinstitut Dubreuil, St. Wendel.

 

Bei der Zuordnung der Örtlichkeiten in St. Wendel war Wolfgang Linnenberger behilflich.

 

 


 

Der Schreinermeister Otto Schneider gründete 1948 eine Bau- und Möbel- schreinerei in Saarbrücken-Malstatt. Dort wurde in angemieteten Räumen bis 1950 gearbeitet. Die Werkstatt wurde dann nach Burbach verlagert und war hier unter der Adresse Auf dem Acker 23 zu finden. Im Jahr 1957 wurde dort ein Bestattungsinstitut mit eigenem Lager und Fuhrpark eröffnet. Aus dieser Zeit stammt der hier abgebildete Anhänger, der für Leichentransporte verwendet wurde. Er war von den Karos- seriewerken Schreiner in Saarbrücken gebaut worden, und sein polizeiliches Kennzeichen lautete ?030 - OE15. Das Unternehmen wird heute in der dritten Generation unter dem Namen "Beerdi- gungsinstitut Peter Schneider GmbH" in Sbr.-Burbach, Bergstraße 19 geführt.

Das Gespann mit dem Peugeot 203 wurde vor dem Gelände der Karosseriewerke Schreiner in der Straße des 13. Januar in Saarbrücken aufgenommen. Die Tore mit den beiden Frauen gehörten zur Großmarkthalle. Links ist noch ein Gebäude der Fa. Saar-Metall zu sehen, und hinter den Frauen steht ein MAN-LKW der Fa. Schreiner vor der Lackiererei.  (Werkfoto Karosseriewerke Schreiner.)

 

Die Saarbrücker Karosseriefabrik (SKF) hatte diesen Renault Colorale zu einem Bestattungswagen umgebaut.

 

Auftraggeber war ein Kunde aus Lothringen.

 

Werkbild SKF aus Jahrbuch Lastwagen 2010

Dieses Fahrzeug wurde vom Beerdigungsinstitut Otto Schneider, Saarbrücken-Burbach, in den 50/60er Jahren als Werkstattwagen verwendet.

(Foto: Fa. Peter Schneider, Sbr.-Burbach.)

 

Es war wohl ein Peugeot D3A oder D4B; einer unserer "Kfz-Spezialisten" vermutete, es könne auch ein Chenard-Walker gewesen sein; ein anderer teilte aber mit, dass dieser hinten links keinen Tankstutzen hatte (siehe Foto!).

 

Einige Peugeot-Kleintransporter wurden im Nachkriegs-Saarland auch von der Saar-Post verwendet. Einer davon, (mit seitlicher Schiebe- tür rechts) ist auf hier unserer Saar-Post-Seite abgebildet.


 

                                                     Links:       http://www.bestatterverband-saarland.de/wir.htm

                                                                            http://www.peter-schneider-bestattungen.de

 


 

Die Seite mit Sonderfahrzeugen wird demnächst fortgesetzt.

 


       Diese Seite wurde erstellt am 22.06.2010, zuletzt bearbeitet am 18.05.2012.              

 

 

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