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Feuerwehrfahrzeuge  im  Saarland  von sellemols

 

 

 

  

HINWEIS: Die Feuerwehren verschiedener saarländischer Orte sind hier nicht in alphabetischer Reihenfolge angeordnet. Wenn Sie eine bestimmte Feuerwehr suchen, klicken Sie bitte in der hier folgenden Liste auf den Namen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Nur in dieser Liste sind sie in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

                                                                                                                                                           

Folgende Feuerwehren werden bisher hier beschrieben:

 

Bergweiler, Bexbach, Dudweiler, Einöd, Friedrichsthal, Homburg, Kleinblittersdorf, Losheim, Neunkirchen, NE-Werksfeuerwehr, Oberbexbach, Ottweiler, Rilchingen-Hanweiler, Rohrbach, Saarbrücken, Saarlouis, Schmelz, Siersburg, St. Ingbert,

St. Wendel, Sulzbach, Völklingen, Wiebelskirchen. Weitere Feuerwehren sollen folgen. Können Sie dabei mithelfen? (>Kontakt)

 

 

Einführung mit Erläuterungen:

 

 

 

"Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr" (Leitspruch der Feuerwehrleute)

 

 

Nach dem Krieg mussten die örtlichen Feuerwehren möglichst schnell wieder aufgebaut werden. Wie man in den Chroniken der einzelnen Wehren nachlesen kann, wurde dabei in den meisten Ortschaften einfallsreich improvisiert, denn ein Großteil der Gerätschaften und Fahrzeuge war durch den Krieg zerstört oder in arge Mitleidenschaft gezogen worden. FeuerwehremblemAber dank des Einfallsreichtums und des unermüdlichen Einsatzes der Feuerwehrleute gab es sehr schnell in zahlreichen Orten wieder funktionierende Wehren. Sie standen unter der zentralen Verwaltung des Landesfeuerwehramts beim Innenministerium.

 

Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder von Feuerwehren saarländischer Gemeinden und von Werksfeuerwehren aus der Zeit des Saarstaats. Wenn Sie aus dieser Epoche noch weitere Bilder und/oder Informationen über Lösch- und andere Fahrzeugen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung (siehe Seite Kontakt).

 

Glücklicherweise sind sogar einige (wenige) Original-Farbaufnahmen von Löschfahrzeugen aus der damaligen Zeit erhalten geblieben (siehe unter St. Wendel und Losheim). Die anderen Farbfotos auf dieser Seite sind spätere Aufnahmen von erhalten gebliebenen Fahrzeugen, die nach ihrer Ausmusterung in Sammlerhände gelangt sind. Oldtimer-Fans haben sie in mühevoller Kleinarbeit restauriert, und so kann man sie noch heute auf Ausstellungen oder bei Oldtimer-Paraden bewundern.

 

  

 

Alte Feuerwache Saarbrücken, etwa 1956

 

 

Dieses Gebäude am Landwehrplatz in Saarbrücken diente von 1893 bis 1981 der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann (später Saarbrücken) als Gerätehaus. Heute wird es "Alte Feuerwache" genannt, und das Staatstheater benutzt einen Teil davon als Spielstätte (ein modernes Foto davon ist unter 2. auf der Seite Orte und Gebäude - gestern und heute).

 

Die Fahrzeuge v.r.n.l.: Der erste der drei hell lackierten Krankenwagen rechts außen müsste ein Vorkriegs-FORD V8 als Ambulanzwagen sein. Die beiden anderen sind MATFORD-Modelle (siehe dazu Seite PKW französisch unter 3a). Der Citroën Traction Avant daneben war vermutlich ein sogenanntes "Direktionsfahrzeug", also ein weitgehend ziviles Fahrzeug, das vom Chef der Feuerwache genutzt wurde. Links neben diesem PKW steht ein LLG (Erläuterung der Abkürzungen in der Tabelle weiter unten) auf Mercedes-Benz L 1500. Daneben folgen SLG LF 15, wahrscheinlich Magirus auf Klöckner-Humboldt-Deutz S 3000. Ganz links, etwas abgesetzt von den anderen, steht ein KL26 von METZ auf Mercedes-Benz LoD 3750.

(Vielen Dank an Christopher Benkert und Benno Knorr für ihre Mithilfe bei der Identifikation der Fahrzeuge!)

 

Maschinisten 1952

In der Alten Feuerwache war in den 50er-Jahren auch die Feuerwehr- Schule des Saarlandes untergebracht.  

 

Auf dem Foto rechts ist die Fahrertür eines Fahrzeugs der Landesfeuerwehrschule zu sehen (leider wurde auf dem Foto die Aufschrift zur Hälfte abgeschnitten). Für das Gruppenfoto links hat sich der komplette Maschinisten*)-Lehrgang des Jahres 1952 aufge-

stellt.

*) Maschinisten nennt man die Fahrer der Löschfahrzeuge. Sie müssen auch alle möglichen Geräte bedienen können, die auf ihre Fahrzeuge verladen werden, einschließlich sämtlicher Aggregate und Pumpen. Aus diesem Grund ist ein breites technisches Fachwissen erforderlich; und deshalb ist der Maschinist ein wichtiger, unersetzlicher Feuerwehrmann.  (Fotos: Manfred Schappe)

 

 

 

Da in den folgenden Berichten über die Feuerwehren viele Abkürzungen gebraucht werden, geben wir hier zunächst eine kleine Übersicht der

 

Typenbezeichnungen im Feuerwehr-Fahrzeugbau, so wie sie damals verwendet wurden.

 

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Vereinheitlichung des Feuerwehrfahrzeugbaus waren bereits in Vorschriften aus dem Dritten Reich festgelegt worden, nämlich im Reichsfeuerlöschgesetz von 23.11.1938 sowie seinen ergänzenden Durchführungsverordnungen. So schrieb z.B. der Erlass des Reichsministers des Innern vom 16.02.1940 über die "Typenbegrenzung im Feuerwehrfahrzeugbau" den Bau von getypten Feuerwehrfahrzeugen auf Fahrgestellen der Nutzlasten 1,5 to, 3 to und 4,5 to vor. In jeder Nutzlastklasse sollten nach diesem Erlass Löschgruppenfahrzeuge, Drehleitern und weitere Sonderfahrzeuge entwickelt werden. Die Bezeichnungen in der folgenden Tabelle wurden nach dem Kriegsende weiter verwendet, auch im Saarland. Heute werden allerdings viele dieser Abkürzungen und Zahlenangaben so nicht mehr gebraucht, weil zum Teil die Normen geändert wurden. 

 

Fahrzeugtyp

auf 1,5-to-Fahrgestell

auf 3-to-Fahrgestell

auf 4,5-to-Fahrgestell

LG: Löschgruppenfahrzeug

LLG: Leichtes LG mit TSA (s.unten)

SLG: Schweres LG

GLG: Großes LG

DL: Drehleiter*)

LDL: Leichte DL, 17m Steighöhe

SDL: Schwere DL, 22m Steighöhe

GDL: Große DL, 32m Steighöhe

SK: Schlauchkraftwagen

LSK: Leichter SK

SSK: Schwerer SK

GSK: Großer SK

  *) eine Zahl hinter "DL" gibt die genormte Steighöhe der Leiter an.

 

Weitere Abkürzungen (die meisten davon wurden ab etwa 1943/44 verwendet):

 

VP:  Vorbaupumpe, das sind vorne am Fahrzeug angebaute Pumpen. Eine dahinter gestellte Zahl gibt die Wasserfördermenge an, Beispiel:

        VP 8: 800 Liter, VP 15: 1500 Liter.

FP:   Förderpumpe bzw. Feuerlöschkreiselpumpe; das sind i.d.R. in Löschfahrzeuge eingebaute Pumpen; Angabe der Fördermenge wie bei VP.

TS:   Tragkraftspritze; dies sind in Löschfahrzeuge eingeschobene, tragbare FP. Die Zahl gibt die so genannte Nennförderleistung an; TS 16/8         bedeutet z.B. Tragkraftspritze mit 1600 Liter Wasserförderung pro Minute (l/min) bei 8 bar Druck (entspricht 80 Meter Wassersäule).

TSA: Tragkraftspritzenanhänger, in der Regel mit eingeschobener TS 8/8. Die TSA wurden an ein Kraftfahrzeug angehängt (s. Bild weiter unten         bei der FF Wiebelskirchen!).

LF:   Löschgruppenfahrzeug (eine nachgestellte Zahl gibt die Wasserförderleistung der fest eingebauten FP an. Ein LF 8 ist also ein LF mit einer         fest eingebauten FP mit 800 l/min bei 8 bar Förderleistung. Ein LF-TS 8 hätte keine feste Pumpe, aber eine TS 8 an Bord. Ein LF 8 - TS 8         hätte dann sowohl eine feste FP, als auch eine TS an Bord. Die Bezeichnungen LF 8 und LF 15 ersetzten die alten Namen LLG und SLG.

TLF: Tanklöschfahrzeug (über die nachgestellte Zahl siehe unter LF!) - UGW: Unfallgerätewagen - RKW: Rüstkranwagen    

(Aufstellung: R. Freyer  nach Infos von Hans Dieter Berger, Oberbexbach, und Christopher Benkert, Furpach)   

 

 

 

 

Martin-Horn und Blaulicht - wie sie entstanden  

 

Anfang der 1930er Jahre entwickelte die Deutsche Signal- und Instrumentenfabrik Max B. Martin in Markneukirchen/Sachsen ein Folgetonhorn, das von 1932 an für Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehren zugelassen wurde. An Fahrzeugen des Sanitätsdienstes durfte es allerdings nur dann angebracht werden, wenn der Krankentransport von der Feuerwehr durchgeführt wurde. Diese "Martin-Hörner" (umgangssprachlich auch "Martinshörner") wurden seither wesentlich verbessert und sind auch heute noch auf modernen Löschfahrzeugen zu finden. Der Firmensitz ihres Herstellers ist heute in Philippsburg.

 

Ebenfalls in den 30er Jahren begann man, mit Lichtsignalen zusätzliche Aufmerksamkeit zu erwecken. Dies wurde mittels nach vorn gerichteter Scheinwerfer mit farbigen Scheiben und teilweise auch mit Blinkschaltungen bewerkstelligt. Im Deutschen Reich wurde die Idee des Blaulichts entwickelt, da man hoffte, dass dieses Licht bei Fliegerangriffen nicht so deutlich erkennbar war. Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Motorisierung in Deutschland immer stärker zu, und besonders in den Städten stieg die Zahl von Unfällen mit Einsatzfahrzeugen rasch an, weil diese nur mit den nach vorne gerichteten feststehenden kobaltblauen Kennscheinwerfern ausgerüstet und deshalb nicht gut zu erkennen waren.

 

Auf Anregung der Berliner Feuerwehr entwickelte die Firma Auer etwa Mitte der 1950er Jahre eine neue optische Warneinrichtung, die „Auerleuchte“. Ihre amtliche Bezeichnung war „Einsatz-Blaulicht“ (EBL). Sie bestand aus einem Fuß mit eingebautem Antriebsmotor, auf dem ein Lampengehäuse angebracht war. Darin befanden sich ein- oder zweistöckig angeordnete Gürtellinsen mit Lichtquelle und ein rotierender Zylinder mit blauen Linsen. Dadurch kam ein Blinken zustande, das man eher als Flirren bezeichnen konnte. Die gewölbte Außenlinse war klar.

 

Diese „Einsatz-Blaulichter“ wurden ab 1956 auch auf saarländischen Polizei-, Sanitäts- und Feuerwehrfahrzeugen montiert; ein Beispiel dafür zeigt dieses Foto der Feuerwehr Dudweiler, das beim Kreisfeuerwehrtag 1959 in Dudweiler aufgenommen wurde.

 

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre brachten die Firmen Eisemann (Bosch) und Hella die noch heute gebräuchlichen Rundumleuchten in Deutschland auf den Markt. Die saarländischen Einsatzfahrzeuge wurden in den 60er Jahren ebenfalls damit ausgerüstet. Man kann sie an vielen der auf dieser Seite abgebildeten Löschfahrzeuge sehen. Im Inneren dieser Drehspiegelleuchten rotiert ein Spiegel um eine Glühlampe. Das Blaulicht entsteht durch die Färbung des transparenten Außengehäuses. Heute verwendet man stattdessen immer öfter balkenförmige Mehrfach-Blitzleuchten ohne drehende Teile.

 

Folgende typische Insignien sind an diesem Fahrzeug zu erkennen (vorne, von oben nach unten): Auer-Leuchte, kobaltblaue Kennleuchte, Arbeitsscheinwerfer und Motor-Kugelwecker. Letzterer war von den 30er Jahren bis Mitte der 50er Jahre neben dem Mehrtonhorn als Sondersignal der Feuerwehr zugelassen.

 


 

Das so ausgestattete Tanklöschfahrzeug wurde 1955 von der Gemeinde Dudweiler bei der Firma Metz in Karlsruhe bestellt und zu Beginn des Jahres 1956 an die Freiwillige Feuerwehr Dudweiler ausgeliefert (siehe auch weiter unten bei der FF Dudweiler). Hier ist es beim Kreisfeuerwehrtag 1959 in Dudweiler zu sehen.

Den Anstoß zu diesem Text gab Reiner Schwarz, Dudweiler; technische Unterstützung: Karl Presser, Viernheim.   

   

 

Welche Farbe trugen die saarländischen Feuerwehrfahrzeuge?

 

Bis 1938 waren Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland, also auch an der Saar, rot lackiert. Mit dem Erlass des "Reichsgesetzes über das Feuer- wehrlöschwesen" am 23. November 1938 wurden die Feuerwehren in "Feuerschutzpolizei" umbenannt. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass die Feuerwehrfahrzeuge - genauso wie die Polizeifahrzeuge - grün lackiert werden mussten, und zwar in der Farbe RAL 6009 "Tannengrün". Ab 1941 soll RAL 7021 "Schwarzgrau" und ab 1943 RAL 7028 "Dunkelgelb" (Sandfarben) verwendet worden sein, allerdings nur bei fälliger Anstricherneuerung bzw. bei Neulieferungen. (Info: Jürgen Kaltschmitt.)

 

Am 19. September 1947 wurde durch Direktor Schulte von der Verwaltungskommission des Saarlandes für Inneres in einem Erlass (Tgb. Nr. 298 /47) bekanntgegeben, dass "alle Fahrzeuge der saarländischen Feuerwehren endgültig die rote Farbe zu tragen haben". Gleichzeitig wurde für alle anderen Wagen diese Farbe verboten. Die vorgesehene Farbe für Aufbau, Führerhaus und Motorhaube trug die Bezeichnung "Feuerrot, Farbton RAL 3000". Für Rahmen, Räder und Kotflügel wurde der Farbton "Schwarz, RAL 9005" bestimmt. Die Umstellung sollte bis zum 1. Juni 1948 abgeschlossen sein.

 

In der Bundesrepublik wurde bis weit in die 1950er Jahre hinein das relativ dunkle RAL 3003 (Rubinrot) für die Feuerwehrfahrzeuge verwendet, erst Ende der 50er stellte man auch dort "amtlich" auf RAL 3000 um. (Info: Jürgen Kaltschmitt

 

 

 

 

FFW Siersburg

 

Dieser Citroën (2469-OE6) gehörte der

Freiwilligen Feuerwehr Siersburg

(heute Teil der Gemeinde

Rehlingen-Siersburg)

 

 

 

Foto: Karosseriewerke Schreiner, Saarbr.

 

 

 

Freiwillige

 

Feuerwehr

 

Friedrichsthal

 

 

Das Bild zeigt die Mannschaft der Friedrichsthaler Feuerwehr 1955 oder 1956 vor ihrem Klöckner-Deutz LF 15 mit dem polizeilichen Kennzeichen 659-OE 4.

 

Es verfügte über eine eingebaute Pumpe mit einer Leistung von 1.500 Litern/Minute und war 1940 angeschafft worden.

 

Dabei dürfte es sich um ein SLG (Schweres Löschgruppen-Fahrzeug) gehandelt haben.

 

Die Art der "Türdrücker" deutet auf einen Aufbau von MAGIRUS/Ulm hin, eventuell sogar aus Beständen des RLM/Luftschutz. Ein fast baugleiches Fahrzeug nutzte auch die Grubenwehr der Saargruben bei der Rettungsstelle in Friedrichsthal.  Foto: Sammlung Torsten Gatzke

 

Auszug aus der Chronik der FFw Friedrichsthal für deren Aktivitäten in den 50er-Jahren:

1950: Die ersten Wehrmänner besuchten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken.
1952: Durch intensives Nachwuchswerben und Verbesserung der persönlichen und sachlichen Ausrüstung konnte eine gut ausgerüstete und bewährte Wehr vom 26. bis 28. Juli 1952 ihr 70-jähriges Bestehen feiern.
1955: Beschaffung eines  LF 8  und einer TS 8 für den Löschzug Friedrichsthal.
1958: Beschaffung eines TLF 16 mit 2.400 Liter Tankinhalt für den Löschzug Bildstock.

 

 

Freiwillige Feuerwehren   

 

Bergweiler & St. Wendel   

 

(Bergweiler ist heute ein Löschbezirk der Freiwilligen Feuerwehr Tholey)

 

Dieser Mercedes 320 war das erste Einsatzfahrzeug der FF Bergweiler. Es war ursprünglich ein Fahrzeug der Regierung des Saarlandes gewesen und gehörte danach dem Metzgermeister Bender in Thalexweiler. Am 6. August 1956 kaufte es ihm die Feuerwehr Bergweiler zum Preis von 100.000 ffrs. ab. Es wurde umlackiert und zu einem für die damalige Zeit durchaus brauchbaren Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Somit war die Freiwillige Feuerwehr Bergweiler die einzige Wehr, die - abgesehen von Tholey - motorisiert war. (Bild rechts). Als der umgebaute Mercedes- Benz vom TÜV nicht mehr zugelassen wurde, kam er 1961 nach St. Wendel.

Dort gehörte er zunächst (s. Bild links) zur Feuerwehr, später zu einem Karnevalsverein, für den er in mehreren Jahren das Karnevalsprinzenpaar durch die Straßen kutschierte. Und sogar heute noch ist er, vollständig restauriert, in der Hamburger Gegend in Betrieb.

 

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Bergweiler

(Website: http://www.bergweiler-feuerwehr.de) .

 

   

Freiwillige Feuerwehr Ottweiler

 

 

Dieser offene Benz Baujahr 1920 wurde schon früh bei der Freiwilligen Feuerwehr Ottweiler eingesetzt.

 

 Bild oben: das Fahrzeug vor dem Krieg

 Rechts: Im Einsatz nach 1948 mit OE3-Kennzeichen

Links: Ankunft eines Magirus-Tanklöschfahrzeugs TLF 15/50 bei der Ottweiler Feuerwehr im Januar 1952 (zum Zweck der Überführung trug es ein VWS-Kennzeichen).

 

Dieses Fahrzeug stellte damals den höchsten Stand der Technik dar. Da Tanklöschfahrzeuge noch selten waren, wurde es nicht nur in den Alarmplänen von Ottweiler, sondern auch in denen von St. Wendel, Neunkirchen und Illingen eingesetzt.

 

Das TLF war bis 1972/73 im Gebrauch. Der Verfasser dieser Zeilen, Ulrich Reinshagen, ist bei zahlreichen Einsätzen selbst mitgefahren.

 

Rechts: Dasselbe Fahrzeug im Jahr 1957, jetzt mit einem

OE 3 - Kennzeichen

 

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Das kleine Farbfoto zeigt den HRKW (siehe Bild darunter)

in den 60er-Jahren mit OTW- Kennzeichen und Blaulicht-Rundum-Leuchten

 

 

1956 wurde dieser HRKW (Hilfsrüstkraftwagen) in Dienst gestellt. Solche Fahrzeuge waren für technische Einsätze vorgesehen. Er hatte am Heck einen klappbaren Kranausleger und an den Seiten R- und L-Abstützungen und war mit einem Notstromaggregat und einer Motorseilwinde ausgerüstet, mit der man Lasten von bis zu sechs Tonnen heben konnte. Leider war es total untermotorisert (es hatte wohl nur 90 PS).

 

Es war bei Magirus-Deutz in Ulm gebaut worden. Als es in Ottweiler ankam, hatte es eine Sirene, wie sie damals in der amerikanischen Zone (zu der Ulm gehörte) üblich war (Bild links). - Gekauft hatte es die Landesregierung; es gab insgesamt vier oder fünf dieser "Rundhauber" im Saarland.

 

Die Personen im Bild: Karl-Heinz Flick, Walter Ruster, Joh. Rassier, Richard Diesel, Erhard Reinshagen und dessen kleiner Sohn Ulrich, der zwölf Jahre später in diesem HRKW selbst seine ersten Einsätze fuhr und uns 2015 diese Bilder und Infos geschickt hat.

Kreisfeuerwehrtag 1952: Exerzieren mit Hakenleitern am alten Gerätehaus-Turm:

 

 

       

Solche Übungen wurden drillmäßig, sehr ausgiebig und lange durchgeführt. Das Ziel war erreicht, wenn alle Teilnehmer auf einer Fensterbank saßen.

 

Texte und Bilder: Ulrich Reinshagen, Ottweiler.  -  Website der FF Ottweiler: http://www.feuerwehr-ottweiler.de/

 

 

Freiwillige Feuerwehr

 

Wiebelskirchen

 

 

Auf den beiden Fotos rechts kann man gut die 4x5 cm großen Stoffaufnäher mit dem Saarlandwappen erkennen, die auf den Ärmeln der Uniformen aufgenäht waren.

 

Diese Fotos von der Freiwilligen Feuerwehr Wiebelskirchen wurden von Rudolf Ruster zur Verfügung gestellt. Er ist Ex-Saarländer und wohnt seit 1976 in Leichlingen bei Köln.

 

Sein Hobby ist die Feuerwehr - schon sein Vater war dabei.

 

    

Im Bild unten rechts ist er als zweijähriger Knirps auf dem Arm seines Papas Walter Ruster im Jahr 1952 beim Feuerwehrfest in Ottweiler zu sehen.

Bild oben: Die Mannschaft der Amtsfeuerwehr von Wiebelskirchen, hier 1950 in Lautenbach.  

 

 

Dieses LF8, Marke Mercedes-Benz, gehörte in den 50er-Jahren zur FF Wiebelskirchen.

   

Es wurde 1941 gebaut und steht heute - liebevoll restauriert - in Leichlingen bei Rudolf Ruster. Wie man auf dem Foto unten links sieht, wird es gerne bei Hochzeiten u.ä. eingesetzt - eine beliebte Art der "Spätverwertung" solcher Veteranenfahrzeuge. Das LF8 war im Laufe seines "langen Lebens" unter folgenden Kennzeichen zugelassen: 1941: SAAR 13169, 1946: SA 03-0415, 1949: 415-OE 3, 1958: OTW 249, 1975: NK 245, heute: GL - 07111.

             Sogar heute noch ist auf dem linken Kotflügel des LF8 ein Tarnscheinwerfer montiert. Diese waren im Krieg bei Verdunkelung vorgeschrie-

             ben und sollten den Fahrern auch bei ausgeschalteten Scheinwerfern noch ausreichende Sicht auf die Fahrbahn ermöglichen, während die

             Fahrzeuge für einen weiter entfernten Beobachter oder aus der Luft nicht mehr erkennbar waren. (Näheres darüber finden Sie bei wikipedia.)

 

Auch dieser Citroën-UGW der Feuerwehr Neunkirchen ist jetzt nach sorgfältiger Restaurierung im Besitz von Rudolf Ruster.

 

Es trug die Aufschrift "Regierung des Saarlandes"; das alte Wappen wurde wahr-

scheinlich kurz nach der Volksabstimmung oder nach der Rückgliederung abgekratzt.

 

 

 

 

 

Der Tragkraftspritzenanhänger TSA (links) war der Anhänger für das LF 8 (Baujahr 1941).

 

Rechts der Kompressor für den oben abgebildeten Citroën-UGW. Er besteht aus einem französischen Hiros-Motor und einem Aufbau der Firma Flottmann. Zum UGW gehörte noch ein 25 kVA leistender Stromerzeuger, der heute im Löschbezirk Furpach der Feuerwehr Neunkirchen steht.

 

(Alle Fotos aus Wiebelskirchen:   Rudolf Ruster)

 


 

   

 

Freiwillige Feuerwehr

 

Stadt Sulzbach

       

 

         

 

 

 

             

  

 

Dieses Löschfahrzeug wurde von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sulzbach benutzt. Die Aufnahme entstand in der Straße Am Rö- merkastell in Saarbrücken. Die dort ansässigen Karosseriewerke Schreiner hatten den Aufbau auf ein Citroën-Fahrgestell montiert. Es trug zur Zeit der Aufnahme ein VWS-Kennzeichen, weil es danach nach Sulzbach ausgeliefert wurde.  Foto: Karosseriewerke Schreiner, Saarbrücken

 

 

Freiwillige

 

Feuerwehr Einöd

  

Ein LF 8 auf Citroën 9 CV*)

 

Es ist das restaurierte Modell der Freiwilligen Feuerwehr Einöd, aufgenommen im Sommer 2007 beim Festumzug "50 Jahre Bundesland Saarland" in Saarbrücken.

 

Foto R. Freyer

 

 

*) Diese Citroën-Löschfahrzeuge wurden bei mehreren saarländischen Feuerwehren verwendet. Die korrekte Benennung des Typs lautet: LF 8 / TS  Citroën F, Typ 23 R U. So ist es z.B. auch in den Fahrzeugpapieren des Citroën-Oldtimers von Einöd eingetragen.

(Mitteilung von Dieter Berger, Oberbexbach)

 

 

Freiwillige

 

Feuerwehr Schmelz

  

Dieses LF 8 auf Citroën 9 CV*) gehörte in den 50er Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Schmelz. Es trägt noch das originale OE 6- Kennzeichen. (Foto: privat.)

 

*) genaue Bezeichnung s. oben unter Feuerwehr Einöd!

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr

 

Rohrbach

 

 

Dieses Löschfahrzeug der Feuerwehr Rohrbach war ein "SLG" aus Kriegszeiten, das Fahrgestell ein Magirus Klöckner-Humboldt-Deutz S 3000.

 

 

Auf dem Foto aus dem Jahr 1949 nimmt die Freiwillige Feuerwehr Rohrbach an einem Festzug durch die Gemeinde teil. Die Feuerwehrmänner spritzen - bei offensichtlich sehr warmem Wetter - aus ihren Schläuchen Wasser zur Abkühlung über die Zuschauer.

Drei Fotos: Karl Abel, Rohrbach

 

 

 Derselbe Magirus steht hier vor dem neuen  Feuerwehrgerätehaus der Gemeinde Rohrbach,

 das 1956 eingeweiht wurde (siehe Bild unten).

 Inzwischen ist an der Motorhaube ein "Magirus-

 Münster" montiert worden.

 

 

 

 

Foto rechts: Dieser Magirus befindet sich heute im Feuerwehrmuseum Salzbergen (nach Mitteilung von Thomas Kolmes, 1. Vorsitzender des Feuerwehrmuseumsvereins F.F. Salzbergen e.V.

(Foto: Verein) 

 

 

 

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert

 

Ende 1952 beantragte die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert die Anschaffung einer Drehleiter (DL 25). Die Regierung des Saarlandes befürwortete dies mit Schreiben vom 17.12.1952. Die Firma Carl Metz, Karlsruhe, baute die DL 25 auf einem Fahrgestell Berliet-GLC mit Doppelkabine und vier Türen auf. Die Lieferung erfolgte im Jahr 1954. Das Befürwortungsschreiben der Regierung und die Originalrechnung können Sie hier im Original lesen.

 

Die DL 25 war ausgerüstet mit einer 25-m-Leiter, einer vorne angebrachten Pumpe VP 15 mit 1500 l/min. und einem Notstromaggregat.

 

Das Fahrzeug ist im Großen und Ganzen baugleich mit der weiter unten abgebildeten Drehleiter der Feuerwehr Dudweiler. Beide Fahrzeuge wurden zur gleichen Zeit von den beiden Kommunen angeschafft. Sie unterscheiden sich nur durch die Pumpe, die bei dem St. Ingberter Modell (VP 15) leistungsfähiger war als bei der DL in Dudweiler (VP 8).

 

Die St. Ingberter Drehleiter führte folgende amtliche Kennzeichen:

VWS 0905 (bei der Überführung nach IGB, siehe beide S/W-Fotos).

4072 OE 7 ab dem 15.7.54 und ab 1957 IGB 229 (FF St.Ingbert).

HOM 293 (15.11.78 bis 05.3.1990) bei der FF Bexbach. Von 1990 bis 2005 muss sie irgendwo nicht zugelassen 'herumgestanden' haben.

HS 04442 ab 12.5.2005: rotes Kurzzeitkennzeichen;

HS 07058 ab 22. Januar 2007: rotes Dauerkennzeichen.

(Vielen Dank für diese Info an Dieter Berger, Oberbexbach.)

 

 

 

Heute steht sie in 52538 Gangelt/ Nordrhein-Westfalen, ca. 20 km nördlich von Aachen, perfekt restauriert und wieder mit der Aufschrift "Freiwillige Feuerwehr St.Ingbert" und dem St. Ingberter Stadtwappen auf den vorderen Türen (siehe Foto unten, aufgenommen im Januar 2007).

 

SW-Fotos: Werksfotos der Fa. Metz, Farbfoto: Gerhard Schütz.

 

Weitere Infos zu dem Fahrzeugtyp gibt es weiter unten bei der Dudweiler Feuerwehr, die ein fast identisches Fahrzeug hatte.

 

Die Originalschreiben des Landesfeuerwehramts und der Firma Metz zu der Drehleiter finden Sie im Anhang zur Feuerwehrseite.

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr Dudweiler

  

 

Das Foto zeigt die Löschzüge I und II im Jahre 1949, aufgenommen vor der Turmschule gegenüber dem alten Feuerwehrgerätehaus anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Dudweiler Feuerwehr. Zwischen den beiden Löschfahrzeugen hat sich die damalige Mannschaft zum Gruppenfoto aufgestellt. Der Opel Blitz (rechts im Bild) war ein LLG aus dem Dritten Reich, Baujahr 1943 (spätere Bezeichnung: LF 8) und wurde Anfang 1949 von der Feuerwehr Saargemünd übernommen. Der Mercedes-Benz (links) war ein altes SLG, Baujahr 1944, das direkt vom Werk nach Dudweiler ausgeliefert wurde (spätere Bezeichnung: LF 15). 

Zwei weitere Aufnahmen aus dem Jahr 1949 von den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Dudweiler Feuerwehr. Das Foto links entstand bei der Jahreshauptübung am 28. August 1949, die in der Hauptsache im Bereich Ecke Bahnhofstraße/Am Neuhauser Weg stattfand und zahlreiche Schaulustige anlockte. Das LF 15 war derselbe Mercedes-Benz, der auf dem Foto darüber auf der linken Seite zu sehen ist. Das kleine Foto rechts zeigt am selben Tag auf dem Alten Markt vor der Marktschule (v.l.n.r.) den Chef der Wehr, Bürgermeister Johann Pitz, den Wehrführer Christian Braun und Polizeirat Ludwig Florsch von der Polizei Dudweiler.

Noch einmal die Einsatzfahrzeuge I und II der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler. Die beiden LF 15 stehen hier im Jahr 1952 in der Fahrzeughalle des alten Feuerwehrgerätehauses. Links der Opel Blitz, rechts der Mercedes-Benz.

 

Leiterübung 1955: Im Hof des alten Feuerwehrgerätehauses fand eine Übung mit Hackenleitern statt.

 

 

Die Mannschaft der Löschzüge I/II im Jahr 1955. Das Foto wurde im Rahmen der Jahreshauptübung auf dem Schulhof der Turmschule aufgenommen.

 

Interessant ist die Tatsache, dass damals schon - wie heute auch - das Landeswappen auf dem linken Ärmel der Uniformjacke getragen wurde. Natürlich war es damals das Wappen des autonomen Saarlands (siehe Seite Namen, Wappen usw.).

 

1954: Diese Motordrehleiter DL 25 war das erste Nachkriegsfahrzeug der Feuerwehr Dudweiler. Das Foto links entstand kurz nach ihrer Auslieferung durch die Firma Metz (siehe Text unter dem Foto). Dabei trug sie noch eine VWS-Nummer (Näheres dazu unter Kfz-Kennzeichen), während sie nach ihrer Übergabe an die Feuerwehr (kleines Foto) bereits eine OE 14- Nummer hatte. 

Sie war bis auf die Vorbaupumpe (hier nur eine VP 8 mit 800 l/Minute) baugleich mit dem Fahrzeug der Stadt St. Ingbert (siehe weiter oben). In der Saarstaatzeit war es üblich, bei der Neuanschaffung von Feuerwehrfahrzeugen die Aufbauten von deutschen Firmen auf französische Fahrgestelle montieren zu lassen, weil die damalige Regierung des Saarlandes Zuschüsse zur Anschaffung nur dann gewährte, wenn die Aufbauten auf Fahrgestelle französischer Herkunft erfolgten. So kam es, dass Neufahrzeuge zumeist französische Fahrgestelle hatten, die Aufbauten aber "aus dem Reich" kamen. (Lesen Sie dazu auch bitte auf der Seite Nutzfahrzeuge, im ersten Abschnitt). Diese Drehleiter wurde (wie ihre "Schwester" in St. Ingbert) von der deutschen Feuerwehrgerätefabrik Carl Metz, Karlsruhe (heute Rosenbauer) auf ein französisches Fahrgestell des Typs Berliet GLC montiert.

 

Vier Original-Schreiben der Saar-Regierung und der Firma Metz wegen der Anschaffung der beiden Drehleitern können Sie hier lesen.


 

Anmerkung von Christopher Benkert, Furpach: Zu den Drehleitern aus St. Ingbert und Dudweiler ist noch zu sagen, dass nicht nur das Fahrgestell etwas Besonderes war. Auch die Vorbaupumpen waren damals bei Drehleitern nicht üblich. Standard war jedoch die Kabine für eine Staffel aus sechs Einsatzkräften und die am Heck aufgeprotzte Schlauchhaspel. Wobei man auch erwähnen muss, dass die Deutschen erst sehr spät die Schlauchhaspel aus Frankreich übernommen hatten.

  

Links: Bei der Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler im Jahre 1957 wurde die Drehleiter im Innenhof des Rathauses Dudweiler eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Fahrzeug noch nicht die blauen Rundum-Leuchten, sondern noch die alten Blinklampen.

 

Unten: Das Alte Feuerwehrgerätehaus in Dudweiler befand sich gegenüber der Turmschule. Es war 1915 erbaut worden und stand im Breich des heutigen Kraftfahrzeugbetriebes. Erst Anfang der 60er Jahre wurde es abgerissen.

 

Großbrand im Sommer 1954 in den "Herrensohrer Wiesen" in der Chemischen Fabrik Dr. Jörns (im Volksmund "Pulverfabrik" genannt). Unter anderem waren größere Mengen von Magnesium in Brand geraten. Aufgrund der hohen Brandintensität waren auch die Freiwillige Feuerwehr Sulzbach und die Berufsfeuerwehr Saarbrücken herbeigerufen worden. Die Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Tage und das Feuer konnte am Ende nur durch den Einsatz von trockenem Sand gelöscht werden.

 

  

 

Die Dudweiler Feuerwehr bei einer Großübung, die im Jahr 1959 auf dem Alten Markt vor der Marktschule abgehalten wurde.

Die Übung wurde im Rahmen der Feiern zum 90-jährigen Bestehen der Dudweiler Wehr durchgeführt.

 

 

Übung der TLF von Friedrichsthal, Sulzbach und Dudweiler anlässlich des Kreisfeuerwehrtages 1959 in Dudweiler.

 

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Die Aufnahmen von der Freiwilligen Feuerwehr DUDWEILER aus der Zeit des Saarlandes von 1948 bis 1959 hat uns

Reiner Schwarz, Dudweiler, zur Verfügung gestellt. Von ihm stammen auch die Informationen zu den Bildunterschriften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Diese Ehrenurkunde des Ministers des Inneren wurde am 20. Juni 1953 dem Ober-Brandmeister Georg Haffner in Anerkennung seiner dreißigjährigen treuen Dienste bei der Freiw. Feuerwehr Dudweiler verliehen. Die Unterschrift ist die von Innenminister Edgar Hector.

 

 

 

Am 31. März 1955 verlieh der Minister des Inneren, Edgar Hector, dem Brandmeister Otto Jungbluth eine etwas anders gestaltete Ehrenurkunde wegen seiner dreißigjährigen treuen Dienste bei der Feuerwehr. (Zur Verfügung gestellt von Daniel Goetz.)


 

   

Freiwillige Feuerwehr Oberbexbach

 

 

Die Gemeinden Mittelbexbach, Oberbexbach, Frankenholz und Höchen bildeten vom 1. April 1937 bis zum 1. Mai 1947 die Großgemeinde

Höcherberg. Der Brandschutz wurde in dieser Zeit von der Amtsfeuerwehr Höcherberg-Saarpfalz gewährleistet. Schon ab Herbst 1938 wurde sie voll motorisiert, als eine Kraftfahrspritze (oder Motorspritze) der Marke Mercedes-Benz angeschafft wurde (siehe Foto hier unten; später verwendete man dafür die Bezeichnung Löschfahrzeug LF 8). Es war für 11.212 Reichsmark bei der Fa. Ing. Ernst Luy in Saarbrücken gekauft worden und stand im Gerätehaus in der Johannesstraße in Mittelbexbach. Wie damals üblich, war es grün lackiert (siehe Kasten weiter oben!) und trug in der Zeit des Dritten Reichs auf den Türen die Kennzeichnung "Feuerlöschpolizei Höcherberg" sowie den Reichsadler. Sein erstes amtliches Kennzeichen lautete (bis zum Kriegsende) Pol 21-165, danach trug es wahrscheinlich eine SA 01 - Nummer und ab 1949 ein OE 1 - Kennzeichen. 1957 erhielt es die Nummer HOM 211.

 

 

Die "Kraftfahrspritze" war ein Daimler-Benz L 2000 mit Vergasermotor M 142, 65 PS und einem zulässigen Gesamtgewicht von 4180 kg. Das Foto wurde in den Kriegsjahren aufgenommen und zeigt das LF 8 mit zwangsverpflichteten Feuerwehrmännern.  (Foto: Friedrich Schappe)

 

Nach dem unglückseligen Krieg war der Stand der Mannschaft fast total aufgebraucht. Aus einer vom Landrat des Kreises Homburg geforderten Meldung über das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Höcherberg ist ersichtlich, dass die Mannschaftsstärke am 01.Nov.1945 achtzehn Mann betrug und die Feuerwehr einsatzbereit war. Nun musste mit dem Neuaufbau der Wehr begonnen werden. Viel Idealismus, persönlicher Einsatz und große Überzeugungskraft benötigte der Wehrführer Alois Schmid, um diese Aufgabe gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Hermann Welter zu verwirklichen. Es wurde wieder eine schlagkräftige und allen Anforderungen gewachsene Wehr in Oberbexbach aufgebaut. Unter anderem kam es auch zur Neuuniformierung der Wehr und der Anschaffung einer neuen Pumpe.

 

1950 wurde ein neues Feuerwehr-Gerätehaus hinter dem Rathaus in der Ortsmitte bezogen. Zu den Räumlichkeiten gehörten auch ein ca. 15 Meter hoher Schlauchturm, eine Schlauchwaschanlage, ein kleiner Schulungsraum sowie ein großer Geräteraum zur Aufnahme des zweirädrigen Hydrantenwagens mit Schlauchhaspel usw.

Das LF 8 Daimler-Benz L 2000 verblieb nach der Auflösung der Großgemeinde Höcherberg (1947) bei der Gemeinde Mittelbexbach, die den anderen drei Höcherberg-Gemeinden einen finanziellen Anteil dafür auszahlen musste. Hiervon schafften die Gemeinden Höchen (1953), Frankenholz (1952) und Oberbexbach (1953) jeweils ein Löschfahrzeug LF 8 der Marke Citroën an, die alle drei mit einer Löschgruppe 1/8 und einer eingeschobenen Feuerlöschkreiselpumpe mit 800 Liter Leistung/ Minute ausgestattet waren. Der Benz war noch bis Mai 1966 im Einsatz und wurde dann wegen Fahr- und Einsatzuntauglichkeit außer Betrieb gestellt.

 

Foto: Dieses Löschfahrzeug stellt inetwa den Citroën der Freiwilligen Feuerwehr Oberbexbach in den Jahren 1952-1960 dar. Dieses Fahrzeug steht noch fast originalgetreu, fahrbereit, getüvt und zugelassen in Liebstal (Kreis Kusel). Foto: Berger, Bildbearbeitung: Berger.

 

Im Jahr 1956 war die Freiwillige Feuerwehr Oberbexbach im Einsatz beim Großbrand des Falzziegelwerkes in Mittelbexbach.

 

Im August 1957 wurde das 30-jährige Bestehen der Oberbexbacher Feuerwehr mit einem dreitägigen Fest gefeiert, mit einem großen Festumzug, ausgiebigen Feuerwehr-Übungen, einer Schaum-Übung der kanadischen Flugplatzwehr und mit zahlreichen Kinderbelustigungen. An dieses in seiner Durchführung und Darbietung einmalige und bis heute in Oberbexbach nicht mehr dagewesene Feuerwehrfest erinnern sich auch jetzt noch viele Mitbürger.

 

Zum Zeitpunkt dieses Feuerwehrfestes betrug die Mannschaftsstärke 33 Mann.

 

Die Wehr 1957 vor dem Citroën (Foto: Groß). 

 

Die Informationen über die Bexbacher Feuerwehr stammen von Brandmeister Hans Dieter Berger, Oberbexbach. Von ihm sind (bisher) drei Publikationen herausgegeben worden: 1) Brandschutz und Feuerwehr in Oberbexbach, 2) Meine 50 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr, 3) Brandschutz und Feuerwehr in der Stadt Bexbach.  

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen

 

 

Dieses Bild zeigt das Daimler Benz LF 25 der FF Neunkirchen in den 50er Jahren, offensichtlich während einer Feuerwehrübung im Prießnitzbad am Kasbruch (Lakaienschäferei). Die Badegäste beobachten aufmerksam, wie die Feuerwehrleute verschiedene Löschschläuche abwickeln und auf der Wiese ausrollen. (Foto und Dokumente: Familie Hanauer, Niederkirchen.)

 

LF 25 Daimler Benz - Kraftfahrspritze Bj. 1940

 

 

Die Neunkircher Feuerwehr kaufte 1940 ein Löschfahrzeug LF 25 von Daimler-Benz. Das Fahrgestell war von Mercedes, der Aufbau von Carl Metz, Karlsruhe. Der Diesel-Motor Type OM 67 leistete 100 PS bei 7,3 ltr. Hubraum (siehe links im Auszug aus dem Kfz-Brief). Der Neupreis ist ebenfalls im Kfz-Brief vermerkt, er betrug damals 25.735 Reichsmark.

 

Das erste Kennzeichen des LF 25 lautete POL - 28823. Im Krieg wurde das Fahrzeug durch Fliegerbeschuss teilweise zerstört. Kurz nach dem Kriegsende wurde es von der Polizei zum Rücktransport von Polizeibeamten in Anspruch genommen. Später fand man es bei Offenburg wieder auf. Es war vollständig ausgeplündert, wertvolle Teile waren entwendet worden. [1]

 

Am 22.12.1946 wurde es wieder zugelassen, und zwar unter dem pol. Kennzeichen SA-03-0720. 1948 setzte die Neunkircher Firma Albert Tschan den Motor instand, und die Firma Werner, Saarbrücken, reparierte die Pumpe, so dass das Fahrzeug wieder für den Brandschutz verwendet werden konnte. Mitte 1949 wurde das Kennzeichen in 720 - OE 3 geändert. Am 27.12.1957 teilte man dem LF die Nummer OTW - 226 zu, und am 14.02.1968 erhielt es schließlich NK - 211 (s. oben rechts, im Titelblatt des Kfz-Briefes).

 

Da bei der Reparatur 1948 hauptsächlich gebrauchte und veraltete Teile verwendet worden waren, wurde schon 1954 eine erneute Reparatur erforderlich. Diese führte wiederum die Fa. Tschan durch; und zwar zum Preis von 200.000 Franken.

 

1976 stellte man das LF 25 nach ca. 36 Jahren außer Dienst. Familie Hanauer kaufte das Fahrgestell für etwa 500 DM. Es fand in ihrem Garten seine (vorläufig?) letzte Ruhestätte, größtenteils von Pflanzen überwuchert (siehe Foto unten rechts!).

 

[1] Erläuterungen zu einem Antrag des Bürgermeisters an die Beigeordnetensitzung der Stadt Neunkirchen vom 15.10.1954.

 

     

 

Links: "Fahrausweis" der Regierung des Saarlandes für die Zeit vom 9.10.1948 bis 9.1.1949. Die Gebühren dafür betrugen 50 Reichsmark. Bild rechts: So sieht heute (März 2012) das übrig gebliebene Fahrgestell im Garten der Hanauers in Niederkirchen aus. (Foto: R. Freyer)

 

Dieses Fahrzeug wurde in der Wellesweilerstaße in Neunkirchen in Richtung Schlachthof kurz vor der Einmündung der Fernstraße aufgenommen. Deutlich zu erkennen ist die Oberleitung der Neunkircher Straßenbahn. Die Aufschrift auf der Beifahrertür ist kaum lesbar, sie hieß wohl Freiwillige Feuerwehr Stadt Neunkirchen. Das LF8 war auf dem Citroën-Fahrgestell 23 RU aufgebaut.

 

Es war von der Neunkircher Karosseriebaufirma Josef Jakob & Söhne, Wellesweilerstr. 184, gebaut worden und sollte nun an die Feuerwehr ausgeliefert werden. Es war noch nicht für den Einsatz bei der Wehr ausgerüstet. Auf dem Nummernschild stand vielleicht "ganz zart" mit Kreide geschrieben (das gab es damals häufig) eine VWS-Nummer. Foto: Archiv Reduit.

 


 

              

 

 

Die Werk-Feuerwehr

 

des Neunkircher Eisenwerks

 

(NE - heute Saarstahl AG, Werk Neunkirchen)

 

In den letzten Kriegsmonaten war die Stadt Neunkirchen wegen ihres Eisenwerks und ihrer Grube König häufiges Ziel für die Luftangriffe amerikanischer Bomber. Die Werkfeuerwehr des Neunkircher Eisenwerks musste in ständiger Alarmbereitschaft sein, und es kam zu häufigen Einsätzen unter schwierigsten Bedingungen. Erst als am 21. März 1945 die amerikanische Armee das Saarland besetzte, kehrte endlich Ruhe ein in der vom Krieg gebeutelten Stadt.

Mit dem Wiederaufbau des Neunkircher Eisenwerks konnte nur sehr langsam begonnen werden. Als erstes wurden das Kraftwerk und die Sauerstoffanlage repariert und wieder in Betrieb genommen, denn Strom und Sauerstoff wurden dringend gebraucht. Bei der Instandsetzung dieser brandgefährdeten Anlagen kam es häufig zu kleineren Bränden. Deshalb musste die Feuerwehr den Brandschutz übernehmen. Brandmeister Werle wurde damit beauftragt, die Werkfeuerwehr den Umständen entsprechend neu zu gestalten.

 

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Das hier abgebildete Löschfahrzeug Büssing-NAG Typ 30 "Burglöwe" war etwa im Jahr 1936 vom NE als Neufahrzeug angeschafft worden. Der Dreitonner hatte die Funktion eines TSF/MTW u.GW und wurde von einer 70-PS-Maschine mit 3895 ccm Hubraum angetrieben.

 

Der Aufbau wurde während seiner langen Einsatzzeit zweimal umgerüstet (in den Jahren 1949 und 1957). Im Bild rechts ist er noch in seinem Originalzustand kurz nach dem Krieg zu sehen. Die Aufnahme unten zeigt es nach seinem letzten Umbau, der von der Firma Karosseriebau Jacob & Söhne durchgeführt wurde. Das Farbfoto darunter stammt aus den 60er Jahren.

 

Als der Wagen später ausgemustert wurde, ging er in die Hände eines Sammlers in Deutschland.

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Einigen amerikanischen Soldaten soll damals eines der Neunkirchener Feuerwehrfahrzeuge so gut gefallen haben, dass sie es mitnahmen und so lange damit fuhren, bis der Motor streikte und das Fahrzeug in der Pfalz liegen blieb. Von dort holte es die Feuerwehr wieder zurück, reparierte es und benutzte es weiter.

 

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Foto unten: dasselbe Büssing- Fahrzeug in den 60er-Jahren. Es hat jetzt ein OTW-Kennzeichen und ein blaues Rundumlicht, und die "Winker" sind durch Blinker ersetzt.

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Nachdem die Franzosen im Juli 1945 die Verwaltung im Saarland übernommen hatten, wurde die Werkfeuerwehr neu organisiert und dem Werkschutz untergeordnet. Dessen Leiter Ecker wurde damit zu ihrem neuen Chef. Die Feuerwehr musste nun verjüngt und vergrößert werden. 1947 wurden 25 neue Wehrmänner angeworben, die in der Hauptsache junge Handwerker waren.

 

Im Werk übernahm die Feuerwehr auch den Sanitätseinsatz, für den die Wehrmänner besonders ausgebildet wurden. Es wurde auch ein Krankenwagen angeschafft (siehe Foto weiter unten!)

 

 

Mercedes- Benz-Gerätewagen LF 8: Etwa im Jahr 1943 hatte die NE-Werk-Feuerwehr dieses Löschfahrzeug aus Wehrmachtsbeständen erworben. Es überstand den Krieg und konnte danach mehrere Jahrzehnte lang weiter verwendet werden. (Die Farbfotos unten müssen - wegen der NK-Kennzeichen - nach 1974 aufgenommen worden sein; die Aufschrift lautet: Werk-Feuerwehr, Neunkircher Eisenwerk AG.)

Bis Anfang 2012 wurde es im Saarstahlwerk Neunkirchen wieder restauriert.

 

 

Im Juli 1950 konnte das Neunkircher Eisenwerk endlich wieder in Betrieb genommen werden

(siehe hier auf der Seite Grandval). Kurze Zeit später (1952) wurde zur Ergänzung des Fahrzeug- parks der Neunkircher Werks-Feuerwehr ein Citroën-9 CV*)-Löschfahrzeug angeschafft. Auf dem Foto rechts ist es in seinem Originalzustand zu sehen, noch mit "Winkern" und einer OE 3-Nummer. Es war bis 1964 in Neunkirchen und stand bis 1968 im Nebenwerk Homburg. 1969 wurde es veräußert.

*) genaue Bezeichnung s. oben unter Feuerwehr Einöd!

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Einige Zeit später erwarben es Oldtimer-Fans, und wie das Farbfoto aus dem Jahr 2006 zeigt, existiert es, liebevoll restauriert, heute noch. Es steht allerdings nicht mehr im Saarland, sondern beim Feuerwehr-Oldtimer-Verein in Hard (Österreich).

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Derselbe Citroën:

 

Nach 1964

 

war er im Werk Homburg

 

stationiert.

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Das Foto links zeigt einen Teil der Feuerwehr-Mannschaft des Neunkircher Eisenwerks hinter dem weiter oben beschriebenen Mercedes-Benz-Gerätewagen im Jahr 1956.

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Bild unten:

Der Krankentransportwagen

(1753 - OE 3) der NE-Werk-Feuerwehr war ein Peugeot 203 C8 Ambulance. Nach seiner Außerdienststellung, etwa 1970, "kam er in den Hochofen", d.h. er wurde verschrottet.

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Die Infos zu den Texten dieses Abschnitts stammen aus dem Heft "CHRONIK der Werkfeuerwehr Saarstahl AG, Werk Neunkirchen" von H. Gillenberg, M. Kowalewski, G. Willems und H. Wagner, Mai 2004, in dem die Entwicklung dieser Wehr von etwa 1870 bis zur Gegenwart geschildert wird.

 

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Die Fotos hat Frank Nekola von der Werkfeuerwehr Saarstahl Neunkirchen zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 


 

 

 Freiwillige Feuerwehr Losheim

 

Nach dem Krieg brauchten auch Losheim und seine Nachbargemeinden Feuerschutz. Wehrführer Franz Heinz und Amtswehrführer Josef Thielen begannen schon Ende 1945 mit dem Wiederaufbau der Wehr. Aus dem Krieg heimgekehrte frühere Wehrleute stellten sich trotz der Not der damaligen Zeit wieder in den Dienst der Allgemeinheit, und einige "Alte" blieben noch, bis sie durch Jüngere ersetzt waren. Anfang 1946 erhielt die Wehr ein älteres Löschfahrzeug (LLG, spätere Bezeichnung LF 8), das der Amtswehrführer irgendwo im "Reich" organisiert hatte. Es war auf einem Mercedes-Benz L 1500-Fahrge- stell aufgebaut und bis 1961 im Einsatz (s. Fotos rechts und unten links). Allmählich wurde auch der Bestand an Schläuchen aufgefüllt, und notdürftig reparierte Standrohre wurden durch neue ersetzt. Diese waren allerdings auf Grund der Material- knappheit in der Nachkriegszeit nicht besonders gut. Das LF8 musste in einem Schuppen untergestellt werden, der auch als Gerätehaus diente, bis im Jahre 1950 das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus in der Straße Im Mees seiner Bestimmung übergeben wurde.

Unten: Das LF 8 Mercedes fährt durch die Straßen von Losheim. Rechts: Das TLF 15/24 Berliet im Einsatz (Beschreibung und Seitenansicht weiter unten!).

 

 

 

 

Dies ist eines der ganz seltenen Farbfotos eines Feuerwehrautos mit OE-Kennzeichen. Es zeigt einen Unfallgerätewagen der

Marke Citroën, Baujahr 1954, mit sogenanntem Omnibusaufbau; dieser war flacher als die üblichen Aufbauten.

 

In der Nacht vom 15./16. Juli 1952 musste die Feuerwehr Losheim zu einem Brand des Hauses Strässer-Graus in die Hochwaldstraße ausrücken. Die im Schlaf von den Flammen überraschten Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dank des schnellen Einsatzes der Löschkräfte, so der Bericht in der Saarbrücker Zeitung, konnte noch größerer Schaden, besonders auch für die angrenzenden Häuser, verhindert werden.

In der Folgezeit erfuhr die Wehr einen hohen Mitgliederzuwachs. Sie wurde immer mehr zu einer Stützpunktwehr für den Bereich des Amtes Losheim und den gesamten Hochwaldraum. Gemeinde und Amt Losheim stellten enorme Mittel für den Feuerschutz bereit. So wurde die Losheimer Wehr in der Folgezeit auch zu Großeinsätzen in den Raum Merzig und Mettlach gerufen. Auf Grund der geographischen Lage Losheims und der Schlagkraft seiner Feuerwehr stationierte die Regierung des Saarlandes in Losheim zwei Sonderfahrzeuge, ein TLF 15/24 auf einem Omnibusfahrgestell Berliet PCK 8 R, Baujahr 1952 (bis 1966 im Einsatzdienst, Bild rechts) und einen Unfallgerätewagen (UGW, Fahrgestell Citroën 45, Baujahr 1954, bis 1985 im Einsatzdienst, s. Farbfoto oben). Der UGW musste in seiner Dienstzeit zu zahlreichen Unfällen und Technischen Einsätzen im gesamten Kreisgebiet ausrücken, da dieses Fahrzeug zu den wenigen im Kreisgebiet zählte, das mit den für solche Einsätze benötigten Rettungsgeräten ausgestattet war. So wurde die Feuerwehr Losheim z. B. in der Nacht vom 20. auf den 21. März 1954 zu einem Großbrand im Trolitan-Presswerk nach Weiskirchen alarmiert. Nur mit der Unterstützung weiterer Wehren aus Wadern, Merzig, Dillingen und Fraulautern gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Dennoch konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude mit den Büroräumen nicht verhindert werden, aber die eigentliche Fabrikationshalle mit den lebenswichtigen Maschinen blieb unversehrt, so dass die Werksproduktion nur im geringen Maße beeinträchtigt wurde. Am 18. Mai 1954 unterstützten die Losheimer Feuerwehrleute ihre Kollegen aus Wadern beim Brand des Anwesens Gasthaus Brücker.

 

Die Gemeinde Losheim beschaffte in der Folgezeit eine 16-Meter-Anhängeleiter (Baujahr 1951), die bis 1974 im Einsatz war. Eine Vielzahl von technischem Kleingerät, wie Schaumlöscher verschiedener Fabrikate, Zumischer und Schaumrohr, Trennschneider, Pressluftatmer usw. ergänzten die Ausrüstung der Feuerwehr. Außer Schutzanzügen für Einsatz und Übung erhielt auch die gesamte Wehr neue Uniformen. Schließlich wurde 1954 durch die Regierung des Saarlandes auch noch ein Notstromaggregat mit 12,5 KVA als Anhänger an die Losheimer Wehr ausgeliefert, um die Ausrüstung des UGW zu ergänzen. Es ist heute noch im Einsatz (Bild rechts).

 

 


 

Die Texte dieses Abschnitts stammen teilweise aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Löschbezirk Losheim, die Alfons Jakobs, Raimund Jakobs und Andreas Brausch verfasst haben. Die vollständige Chronik umfasst die Zeit von 1882 bis 2007. Die Fotos wurden mit freundlichen Genhmigung der Webseite:

http://www.ffw-losheim.de/ entnommen.

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr Saarlouis

 

 

1947: Durch den Erlass der Militärregierung vom 6.1.1947 und Verfügung vom 21.7.1947 wird die Freiwillige Feuerwehr Saarlouis nach dem Krieg neu gebildet. In der Innenstadt unterschreiben 30 Beitrittswillige einen Verpflichtungsschein mit folgendem Wortlaut: "Ich stelle mich freiwillig der Stadt Saarlouis zum Eintritt in die Feuerwehr zur Verfügung und verpflichte mich auf fünf Jahre ...". Diese Männer erhalten gemäß der Verfügung des Landrats für einen Einsatz von drei Stunden eine Sonderzuwendung von 100g Brot, 20g Käse, 80g Fleisch und 60g Teigwaren. Die Einsatzfahrten müssen mit dem Leichenwagen von Louis Paquet durchgeführt werden, da kein eigenes Löschfahrzeug zur Verfügung steht. Motorspritze und Löschgerät finden ihren Platz darin und auch die Löschmannschaft nimmt im Leichenwagen Platz. 

 

Dunkelblaue Röcke aus schwerem Wollstoff werden eingeführt, die noch am Kragen zugehakt und damit ohne Binder getragen werden können. Die Hosen tragen rote Biesen. Ein Gürtel mit Zweidornschnalle gehört ebenfalls zur Ausstattung. Als Kopfbedeckung dient eine Schirmmütze in der Form der Feldmütze der ehemaligen Wehrmacht, ab Brandmeister mit silberner Deckellitze statt roter bei der Mannschaft. Außerdem werden neue Dienstgradabzeichen eingeführt. Am linken Oberarm führt man das neue Staatswappen des Saarlandes.

 

1950: Die Stadt beschafft ein LF 8 der Marke Citroën, Waldbrandgeräte und einen Kohlensäureschnee-Löscher.

 

1952: Ein Rüstkranwagen (RKW 7 - Magirus) wird der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis von der Landesregierung zugewiesen. (Hier links ein späteres Foto von dem Fahrzeugs.)

 

1954: Ein erstes Röhren-Funkgerät wird durch die Landesregierung für den RKW 7 angekauft. Die neue Feuerwache in der Vaubanstraße wird am 04.07.1954 im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Sie war nach damaligen Maßstäben hervorragend konzipiert und ausgestattet, so dass der damalige Amtswehrführer Münzmay in einem Schreiben an die Schriftleitung der Zeitschrift Brandschutz vom 28.08.1954 feststellte: "Neben den neuen Feuerwachen in Dillingen und Neunkirchen gilt diese Wache als eine der besten, die Freiwilligen Wehren hier im Saarland zur Verfügung stehen."

 

Am 02.10.1954 findet die Hauptübung der Feuerwehr Saarlouis im Gelände der Firmen Jyldis (Zigarettenfabrik) und Astra (Kartonagenfabrik) statt. Die Saarländische Landesregierung macht in diesen Jahren große Anstrengungen, die darniederliegende Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren im Saarland wieder zu verbessern. So wurde mit Schreiben vom 20.10.1954 von der Regierung des Saarlandes der Feuerwehr Saarlouis "zur Durchführung des Hochwasserhilfsdienstes [...] 1 Stahlboot mit Außenbordmotor sowie Fahrgestell und sonstiges Zubehörgerät" zugewiesen.

 

Mit Zuweisungsbescheid vom 06.12.1954 erhält die Freiwillige Feuerwehr Saarlouis einen Unfallgerätewagen (UGW) der Marke Citroën, der mit technischem Gerät zur Hilfeleistung insbesondere bei Unglücksfällen, Unwettern und Hochwasser ausgestattet ist (Foto oben).

  

Am Sonntag, dem 4. Juli 1954 findet in der Stadt Saarlouis der großangelegte Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Saarlouis statt. Der Tag gibt nicht nur einen umfassenden Überblick über Stand und Ausbildung der Saarlouiser Feuerwehr und einen imposanten Gesamteindruck von den damals 52 Wehren des Kreises, sondern bietet auch ein reichhaltiges Festprogramm für ein interessiertes Publikum, das sich auch durch anhaltende Regenfälle nicht verdrießen lässt. Höhepunkt für die Saarlouiser Feuerwehr und deren Entwicklung ist die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Vaubanstraße (am heutigen Standort des Parkhauses Pieper).

 

 

1955: Am 21. Februar 1955 leistet die Feuerwehr Saarlouis bei einem Großbrand in der Marschall-Ney- Kaserne offenbar so gute Arbeit, dass sich der Kommandant der französischen Truppen in Saarlouis, Colonel Bonichon, zu einem eindrucksvollen Dankschreiben veranlasst sieht.

 

 

 

 

In Anerkennung ihrer großen Bedeutung und ihrer steten Bereitschaft für die nachbarliche Brandhilfe wird der Feuerwehr Saarlouis am 22. Januar 1955 das kreiseigene Löschfahrzeug LF 15 geschenkt. (Foto oben.) Die Vorbaupumpe des Fahrzeugs hat eine Pumpenleistung von 1500 Litern pro Minute und führt zusätzlich eine eingeschobene TS 8/8 mit.

 

 

Überhaupt ist das Jahr 1955 das Jahr der Fahrzeugbeschaffungen. Am 11.02.1955 erhält die Firma Magirus den Auftrag zur Lieferung einer Drehleiter DL 25. Es handelt sich um eine vollmotorisierte mechanische Drehleiter mit einer Auszugslänge von 25 Metern plus einem 2 Meter langen Schiebestück an der Spitze, das der Steiger bei Bedarf von Hand hinausschieben konnte. Die Leiter wird noch im Jahre 1955 geliefert. (Foto rechts)

 

 

Chr. Benkert bemerkt hierzu: Die in Saarlouis eingesetzte DL 25 ist ein interessantes Fahrzeug, da es zum einen ein klassischer Rundhauber ist und zum anderen eine Staffelkabine aufweist. Heute würden sich Sammler nach einem solchen Fahrzeug die Finger lecken...

 

Auch ein bereits im Jahre 1954 von der Saar-Regierung der Feuerwehr Saarlouis zugewiesenes TLF 16 wird 1955 geliefert. Dabei handelt es sich um einen Latil mit Magirus-Aufbau. Insgesamt wurden acht bis neun dieser Latil-TLF verschiedenen Feuerwehren im Saarland zugewiesen. Ausführliche Einzelheiten über diese Fahrzeuge finden Sie weiter unten, nach diesem Abschnitt über die FF-Saarlouis.

 

Nachdem damit der Fahrzeugpark der Feuerwehr Saarlouis von 3 im Jahre 1954 auf jetzt 6 größere Fahrzeuge angewachsen ist, beantragt die Wehrführung mit Schreiben vom 22.9.1955, dem alleinigen Fahrzeug-Gerätewart Krämer einen zweiten "nebenberuflichen Fahrzeugpfleger" zur Seite zustellen. Dieser Antrag wird aber abgelehnt.

 

1956: Wohl als Konsequenz des Abstimmungsergebnisses vom 23. Oktober 1955 ordnet das Landesfeuerwehramt mit Schreiben vom 27.01.1956 an, dass die bis dahin getragenen Ärmelabzeichen mit dem Saarländischen Staatswappen von den Uniformen zu entfernen sind. Nach wiederholter Anmahnung verlangt Kreisbrandmeister Hoffmann mit Schreiben vom 08.05.1956 ultimativ sofortige Vollzugsmeldung.

 

Parallel dazu fordert der Innenminister mit Schreiben vom 31.01.1956, dass das Saarländische Staatswappen aus der Aufschrift auf den Türen der landeseigenen Fahrzeuge (in Saarlouis zu diesem Zeitpunkt RKW, UGW und TLF) zu entfernen ist. Er fordert Vollzugsmeldung bis 28.02.1956.

 

 

    

Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis im Jahre 1955 vor der neuen Feuerwache

 


 

Der Text über die Feuerwehr SLS wurde mit freundlicher Genehmigung (leicht verändert und gekürzt) der Chronik auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis entnommen: http://www.feuerwehr.saarlouis.de/chronik-innen-1946.0.html. Auch die Fotos stammen von dieser Seite.

 


 

 

Freiwillige Feuerwehr

lklingen

 

Diese Magirus Deutz Drehleiter wurde 1951 als DL 22 beschafft. Sie war eines der ersten neuen Einsatzfahrzeuge in Völklingen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie war dort bis 1969 im ersten Löschzug in der Stadtmitte in Betrieb, bevor sie durch eine neue Drehleiter DL 18 ersetzt wurde.

 

Danach ging das Fahrzeug zum damaligen Löschzug Obervölklingen, welcher kurz darauf zum Löschzug Luisenthal und 1977 schließlich zum Löschbezirk III Luisenthal wurde.

 

Die Aufnahme ist Anfang der 50er

Jahre entstanden. Das Fahrzeug steht hier vor dem alten Spritzenhaus in der Hochstraße.

 

Foto: Freiwillige Feuerwehr Völklingen, Fontane- straße 15, 66333 Völklingen. Infos: Herr München.

 


 

Freiwillige Feuerwehr

Amt Kleinblittersdorf

Löschzug Rilchingen-Hanweiler

Citroën Löschfahrzeug

    

 


 

 Latil TLF 16 mit Magirus-Aufbau

 bei den Freiwilligen Feuerwehren Saarlouis, Homburg, St. Wendel und Völklingen:

 

1954 gab die Saar-Regierung acht bis neun TLF 16 in Auftrag, die verschiedenen saarländische Feuerwehren zugewiesen wurden, u.a. den FF Saarlouis, Homburg, St. Wendel und Völklingen.

 

Aus politischen und preislichen Gründen ließ das Landesfeuerwehramt Magirus-Aufbauten (die verzollt werden mussten) auf Fahrgestelle des französischen Nutzfahr- zeugherstellers LATIL bauen (diese konnten zollfrei ins Land eingeführt werden).

 

Die TLF verfügten über 2 Hochdruckhaspeln, die rechts und links im Heck mit je 30 m Hochdruckschlauch angebracht waren. Der Wassertank fasste 2400 Liter Wasser, ein Behälter für 80 ltr. Schaumbildner war in den Wassertank integriert, und ein passender Zumischer war in die Rohrleitung zur rechten Hochdruckhaspel fest eingebaut.

 

Oben: Latil TLF 16 der FF Saarlouis, Ende der 50er Jahre. (Foto und Infos: FF Saarlouis).

 

Links und unten das baugleiche Fahrzeug der FF Homburg.

 

 

 

Beide Fotos: Rainer Freyer,

Juli 2009 in Homburg.

 

 

Das Homburger TLF 16 (Bilder oben und rechts) wurde am 13. Oktober 1955 mit dem Kennzeichen 1355 - OE1 und der Beschriftung 'Regierung des Saarlandes' zugelassen. Später wurde es auf HOM -233 umgeschrieben. Seit 14. August 2007 hat es nach einer Restaurierung durch die Oldtimerfreunde Feuerwehr Homburg-Mitte das Kennzeichen HOM FO 55 H (siehe Bild rechts).

 

Interessant ist die vorne in der Mitte des Fahrzeugdaches verbaute Elektror-Luft- sirene. Sie war ein Lizenzbau einer amerikanischen Sirene. Auch beim TLF der FF Saarlouis ist sie zu sehen (s.o.).

 

Danke an Karl Presser für verschiedene Infos.

 

Foto: Rainer Freyer im Mai 2011 in Saarbrücken.

 

Weitere Angaben zu den Fahrzeugen:

(vom Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr Homburg e.V.):

 

Motor: Wassergekühlter Diesel-Direktein- spritzer von Latil, 8.355 ccm, 120 PS, sechs Zylinder.

 

Pumpe: 1.600 Liter/min. bei 8 bar. Tankinhalt: 2.400 Liter.

 

 

Bild links:

 

Mindestens ein weiteres dieser seltenen Fahrzeuge hat überlebt. Es war ursprünglich in Völklingen beheimatet und wurde später nach Carling verkauft. Heute befindet es sich mit dem Kennzeichen HOM 0710 in Privatbesitz.

 

Foto: Torsten Gatzke im Mai 2011 in Saarbrücken.

 


 

 

FORTSETZUNG FOLGT!

 

 


Diese Seite wurde begonnen am 3. Oktober 2008 und zuletzt bearbeitet am 16.4.2016

 

 

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