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h) Eisenbahnen

 

 

 

 

im Saarstaat

 

 

 

 

(SEB und EdS)

 

 

Foto: Georg Dollwet        

 Die Lok 38 2379, im Jahr 1951 mit einem Personenzug unterwegs.

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Dieses Kapitel wird ausführlich über die Entwicklung der saarländischen Eisenbahnen in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis etwa 1960 berichten. Derzeit ist es noch in den Anfangsphasen, es wird aber "ZÜGIG" weiter ausgebaut werden.

 

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Die Situation der saarländischen Eisenbahnen am Ende des Krieges und kurz danach

 

 

 

 

 

Der Neunkircher Bahnhof - oben um 1930, unten nach dem Krieg, 1945.

(Fotos: Sammlung Hansjürgen Wenzel)

 

Ab Mitte des Jahres 1944, ein Jahr vor dem Kriegsende, konnte von einem geregelten Bahnbetrieb im Saarland nicht mehr die Rede sein. Mit einer einzigen Fliegerbombe wurde z.B. am 27.8.44 der Dillinger Bahnhof in eine Trümmerwüste verwandelt. Die Bombe hatte einen dort abgestellten Munitionszug getroffen. Auch die anderen saarländischen Bahnhöfe wurden schwer beschädigt, und am 27.5.44 und 5.10.44 wurden die Saarbrücker Bahnanlagen so schwer getroffen, dass für jeweils mehr als eine Woche kein Durchgangsverkehr mehr möglich war. Es ist verwunderlich, dass auch nach den schwersten Zerstörungen immer wieder in kurzer Zeit ein Notbetrieb möglich gemacht werden konnte. Im Spätsommer 1944 begann die Evakuierung der Bevölkerung ins Reichsinnere. Die Züge fuhren wegen der ständigen Bombardierungen nur noch nachts und erreichten ihre Ziele in Hessen und Bayern meist erst nach Tagen. Zerstörte Bahnhöfe wurden nach Möglichkeit über Ausweichstrecken umfahren.

 

Anfang 1945 wurden im Saartal schwerste Kämpfe ausgetragen und in vielen Orten die Bahnanlagen vollkommen in Trümmer gelegt, Tunnels und zahlreiche Brücken gesprengt. Als am 21.3.45 Saarbrücken und Neunkirchen von den Amerikanern besetzt wurden, schwiegen die Waffen im Saarland endgültig. Die Gleisanlagen waren vielerorts völlig verwüstet. Im Saarbrücker Hbf soll es keine Schiene mehr gegeben haben, die länger als 2 Meter war. Insgesamt waren im Saarland ein Viertel der Gleisanlagen, über 200 Brücken, 27 Tunnels und fast 90 % der Bahnhöfe zerstört. Die Hälfte der vorhandenen Lokomotiven hatten schwere bis schwerste Schäden, und ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Wagen. Aber noch vor dem offiziellen Waffenstillstand am 8.5.45 hatten amerikanische Feldeisenbahner einige Verbindungen schon wieder hergestellt. Es gelang ihnen z.B., ein Gleis von Saarbrücken über Homburg nach Bad Kreuznach wieder befahrbar zu machen, ein weiteres von Sbr.-Schleifmühle durch das Fischbachtal nach Neunkirchen, von da nach Homburg und über Bad Münster am Stein bis Mainz. 

Kleinere örtliche deutsche Verwaltungsorganisationen durften damit beginnen, Gleise wiederherzustellen und verstreute Lokomotiven, Wagen und sonstiges Material einzusammeln. So wurde im Saarland in erstaunlich kurzer Zeit unter denkbar ungünstigen Bedingungen ein Eisenbahnverkehr in bemerkenswertem Umfang wiederhergestellt.

 

Eine einheitliche Eisenbahnverwaltung gab es zunächst noch nicht. Im Juni oder Juli 1945 veranlassten die Vertreter der französischen Besatzung den Wiederaufbau der Reichsbahndirektion (RBD) Saarbrücken. Am 10. Juli 1945 ging die Bahnaufsicht der Amerikaner auf das französische "Détachement d'Occupation des Chemins de Fer Français" (DOCF) mit Sitz in Speyer über. Der neue Präsident der RBD Saarbrücken, Dr. Karl Fischer, war an die Weisungen des DOCF gebunden,was ihm aber überhaupt nicht gefiel. Wohl aus diesem Grund wurde er nach der endgültigen Auflösung der RBD Saarbrücken (am 31. Juli 1946) aus dem Saarland ausgewiesen. So zeichnete sich bereits zu diesem Zeitpunkt die Entschlossenheit der Franzosen zum (zumindest wirtschaftlichen) Anschluss der Saar an Frankreich ab.

Lok 78 317 in Saarbrücken 1949. (Foto: Oswald Kunz, Sammlung Hansjürgen Wenzel)

 

 

Anfang 1947 wurde dem Eisenbahnwesen im Saarland von der französischen Besatzungsmacht eine eigene Verwaltung gegeben. Sie trug den Namen "Saarländische Eisenbahnen" (SEB).

 

Saarbrücker Hauptbahnhof in den frühen 50er Jahren. (Foto: Günther Faust)

 

 

 

   

 

 

 

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Das Kapitel "Eisenbahnen im autonomen Saarland" wird in Kürze fortgesetzt.

 

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Literaturhinweise:

 

Zur ausführlichen Information über die Entwicklung der Eisenbahnen im Saarland von den Anfängen (um 1850) bis heute:

 

- Kurt Hoppstädter: Die Entstehung der saarländischen Eisenbahnen. (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde des Saarlandes, 2)

  Saarbrücken 1961.

- Zeitschrift Eisenbahn-Kurier, EK Special Nr. 86, 3. Quartal 2007: "Die Eisenbahn im Saarland" (www.eisenbahn-kurier.de)

- Kurt Harrer, Eisenbahnen an der Saar - Eineinhalb Jahrhunderte Eisenbahngeschichte zwischen Technik und Politik. Düsseldorf 1984.

- Eisenbahnobberrat Halm, Die Eisenbahnen des Saarlandes. In: Wirtschaftliches und kulturelles Handbuch des Saarlandes. Saarbrücken   1955.

 

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Diese Seite wurde zuletzt ebarbeitet am 20.12.09   

 

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