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saar-nostalgie.de - VERKEHR
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e) Nutzfahrzeuge im autonomen Saarland
(für
Brauereien, Speditionen, Gruben, Baufirmen usw.)
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PKW und Motorräder
finden
Sie auf den Seiten
PKW & Motorräder und Kfz-Kennzeichen. - Fahrzeuge der Feuerwehr gibt es auf der Seite
Feuerwehren,
Kraftpost-Omnibusse sind unter Kraftpost, andere Busse unter Omnibusse und andere Postfahrzeuge auf der Seite Saar-Post.
Auch auf den Seiten Radio Saarbrücken und Polizeifahrzeuge finden Sie Nutzfahrzeuge. > Übersichts-Seite des Kapitels VERKEHR.
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Eine große
Anzahl der bis zum Ende des 2. Weltkriegs
im Saarland benutzten Nutzfahrzeuge, also
LKW, Transporter, Omnibusse usw., waren
nach dem Krieg nicht mehr fahrbereit und
konnten auch nicht mehr wieder hergestellt
werden. Deshalb mussten die Speditionen
und sonstigen Unternehmen neue Fahrzeuge anschaffen, um ihre
Flotte zu ergänzen und um arbeitsfähig
zu bleiben. Dazu kauften sie von deutschen
oder französischen Fahrzeugherstellern
meistens nur die Fahrgestelle und ließen
diese dann von einheimischen Karosseriebaufirmen mit Aufbauten nach
ihren Wünschen ausrüsten. Die
Regierung des Saarlandes gewährte hierfür
Zuschüsse, aber nur unter der Bedingung,
dass die Fahrgestelle aus französischer Produktion waren, also von
Marken wie Berliet,
Citroën, Panhard, Renault usw. Zudem wurden
auf deutsche Fahrzeuge hohe Einfuhrzölle
erhoben. Aus diesen Gründen waren die
meisten Nutzfahrzeuge, die im damaligen
Saarland liefen, französische Fabrikate
mit saarländischen Aufbauten.
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Dieser Silokipper (1337 - OE7)
war ein MAN
MK. |
Bekannte saarländische Karosseriebaufirmen
waren z.B. die Saarbrücker Karosserie-Fabrik SKF,
damals am Eschberger Weg, die Firmen Josef Jakob in
Neunkirchen, Nicolaus Schneider in Schwemlingen oder
Leo Gergen, Spiesermühle (Kipperbau). Viele der
auf dieser Seite gezeigten Fotos
wurden damals bei den Karosseriewerken
Peter Schreiner
in Saarbrücken, Am Römerkastell 1 (Ecke Mainzer
Straße) von Beschäftigten der Firma zu Dokumentationszwecken
aufgenommen. Die Firma existiert inzwischen nicht mehr,
aber ein langjähriger Mitarbeiter, Ferdinand Kleineick,
hat aus ihrem in Teilen erhalten gebliebenen Fotobestand
in mühevoller Kleinarbeit Fotos aus der Saarstaatzeit
herausgesucht und für diese Webseite zur Verfügung
gestellt. In Kürze werden weitere dieser Fotos
hier zu sehen sein.
Nach der wirtschaftlichen
Rückgliederung
der Saar an die Bundesrepublik (im Juli 1959) brachten
die Übergangsbestimmungen, die im Saarvertrag festgeschrieben
waren, die saarländischen Spediteure fast an die
Grenzen des wirtschaftlichen
Ruins. Die Gründe
lagen einerseits darin, dass ihre bisherigen Fahrtziele in Frankreich weggefallen waren, und andererseits in der
Tatsache, dass die in Frankreich übliche Hinterachslast
von 13 t, die bis dahin auch für die saarländischen
Fahrzeuge gegolten hatte, nach den nun gültigen
Vorschriften der BRD nicht mehr zugelassen war. Eine
Neuanschaffung von deutschen Fahrzeugen war für
die saarländischen Unternehmer aufgrund des in
den Verträgen festgelegten Einfuhrzolls von 65 oder sogar 75 % fast unerschwinglich.
Kostete z.B. ein Langhauber mit 6 bis 8 to Nutzlast
aus deutscher Produktion im übrigen Deutschland
ca. 40.000 DM, so musste man im Saarland etwa 66.000
DM dafür bezahlen.
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Brauerei-Fahrzeuge
Dieser Berliet DR7W mit Aufbau der Fa. Schreiner war ein Getränkefahrzeug
der Karlsberg-Brauerei
Homburg. Er hatte
noch ein SA-Kennzeichen (mit 01 für Homburg). Die
Aufnahme war also in der Zeit von 1946 bis 1948 zustande
gekommen.
Hier ist das rückwärtige
Nummernschild
dieses Fahrzeugs:



Später bauten die Karosseriewerke
Schreiner auch die Aufbauten für diesen Getränkewagen der Brauerei Karlsberg, und zwar auf einem Renault
R 208-Fahrgestell (Fotos
oben mit Rück- und Seitenansicht).
Auf dem Foto rechts sehen
wir einen MAN-Diesel
für
die Schlossbrauerei in Neunkirchen. Das Fahrgestell war sehr wahrscheinlich
ein MK 635.
Natürlich darf die Becker-Brauerei St. Ingbert
(OE7) in dieser
Reihe nicht fehlen. Es ist auch ein MAN-Diesel,
der von der Firma Schreiner karosseriert wurde (Bild unten).

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Coca-Cola-Auto
Dieses Coca-Cola-Auto war zwar
in Frankreich zugelassen, trug aber eine
deutsche Werbeaufschrift (vorne oben: "Trink
Coca Cola eiskalt"). Auf den Radkappen
ist sie allerdings auf Französisch
zu lesen ("buvez
Coca Cola").
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Speditionsfahrzeuge
der Saarbrücker Speditionsfirma
Anterist
& Schneider
Ein kleiner Auszug aus der Firmenhistorie:
1917 günden die Familien Anterist
und Schneider das gleichnamige Unternehmen in Saarbrücken.
Es entwickelt sich zum bekanntesten mittelständischen
Transportunternehmen des Saarlandes. Noch heute ist
es eine wichtiges Firma mit mehreren großen Anlagen
im Saarland und darüber hinaus. Es gehört
jetzt zur Schenker Deutschland AG.
Foto unten: Ein Möbeltransporter
auf einem Niederflur-Omnibusfahrgestell MAN MKN 26 vor dem Saarbrücker
Schloss, 50er Jahre.



Das Fahrzeug mit der Nr.26
war ein Panhard.
Das Hauptbüro der Firma
Anterist und Schneider befand sich in der Dudweilerstraße
95, das Stadtbüro Dudweilerstr. 50, das Bahnbüro
mit Verzollung im Hauptgüterbahn-
hof Dudweilerlandstraße,
das Lagerbüro und Lagerhaus war in der St. Johanner
Str. 94, die Postzollstelle in der Lützelbachstraße,
und weitere Lager gab es am Bahnhof Malstatt und am
Römerkastell.
Dieses Möbeltransportfahrzeug
könnte ein Mercedes
311 gewesen
sein. Es hatte damals ein VWS-Kennzeichen (siehe unter
Nr. 6 auf der Seite Kfz-Kennzeichen).

Dieser "Riese" war
ein Büssing. Man beachte das interessante Kennzeichen:
4444-OE 9.
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Kohlentransportwagen
Dies war ein MAN-Diesel der privaten saarländischen Bergwerksgesellschaft Merchweiler
mbH, die wegen
technischer Probleme untertage früher als bisher
vorgesehen (Ende 2008) schließen musste.
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Ein Kohlentransporter
der Kohlenhandlung Gebr. Beilstein,
St. Wendel, im Schnee.
Laut Info von Henry
Hoppe, Berlin, handelt es
sich um einen tschechischen Tatra-Lkw des
Typs T 27, hier mit Allrad-Antrieb.
Dieser Typ wurde nach der Besetzung der Tschechoslowakei
(1938) in größerer Stückzahl für
die Deutschen gebaut und diente meist bei der Wehrmacht,
ging aber auch an zivile Abnehmer bzw. Institutionen.
Der im Bild gezeigte Wagen muss noch im Krieg
ins Saarland gekommen sein und wurde nach Kriegsende
in St. Wendel als Kohlentransporter weiterverwendet.
(Foto: Elmar Landwehr, St.
Wendel) |

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Möbelwagen ...
... als Erstes ein Hanomag-Fahrzeug vom Einrichtungshaus Jacques Wolff aus Petite- Rosselle im Département
Moselle...
... und zum Zweiten ein Mercedes 3500
vom Möbelhaus
J. Düppre
in Neunkirchen,
damals Bahnhofstraße 44, dem auch eine mechanische
Schreinerei und Polsterei angeschlossen war .

Dieses Fahrzeug war
ein Tempo
Matador.
Es gehörte zum Möbelhaus Grub in Limbach bei Homburg; am
Steuer sitzt Oskar Grub, Gründer der
Firma. Das Foto wurde am 5.7.1959 an der
Grenze bei Einöd um Mitternacht aufgenommen.
Die Geschichte dazu finden Sie auf der Seite
"Der Tag X".
Die Firma Tempo
in Harburg bei Hamburg hatte ursprünglich dreirädrige
Fahrzeuge produziert. Der Matador dürfte das
erste 4-rädrige Fahrzeug dieser Firma
gewesen sein. Sie wurde Ende der fünfziger
Jahre von Hanomag übernommen.
(Foto: Hagen Rupp.). |

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(Der Henschel-LKW
ziert eine Anzeige
der Fa. Ludwig Zinke im "Wirtschaftlichen und kulturellen
Handbuch des Saarlandes" von 1955.)

Ein Panhard
der AGE-Möbelwerke Eiweiler aus dem Jahr 1955. (Foto:Verein
für Industriekultur und Geschichte) |
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Verschiedene
Transporter
links: Fa. Michael Welsch, Besseringen
"Sarre".
rechts: Ein
FAUN
der
Firma Alfred
Strauch,
Saarbrücken,
(KFZ-Teile und
Fahrrad-Großhandlung)

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Zugwagen (ein MAN 860)
mit Hänger der Gerlachwerke
GmbH, Homburg, Industriegelände
(Eiserner Grubenausbau und Gesenkschmiede).
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links: Bauunternehmung Peter Croon, Hüttersdorf; rechts: Kundendienst-
wagen der Gebrüder Sinn, Saarbrücken; wahrscheinlich
ein Opel
Blitz.

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Krankentransportwagen - Gesundheitswesen
des
Saarländischen Roten Kreuzes, Kreisverband Homburg
wahrscheinlich ein Renault Goélette 1400
kg, mit SA Nummernschild,
also in den Jahren 1946 bis 1948
aufgenommen.
Beim Blick ins Innere sieht man links zwei Krankentragen
übereinander.

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Für Schirmbilduntersuchungen
der Bevölkerung
oder einzelner Berufsgruppen hatte die Regierung
des Saarlandes diesen Röntgenuntersuchungsbus
auf einem Berliet-Fahrgestell bauen lassen
und im Lande verwendet.
Die Seitentüraufschrift
mit dem Saarlandwappen lautet:
Regierung des
Saarlandes, Ministerium für Arbeit
und Wohl-
fahrt, Abt. Gesundheitswesen.

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"Hygiene
- Lieferwagen"
Ein Citroën-Lieferwagen, der im Dienste des Staatlichen
Instituts für Hygiene stand. Über seine genaue
Funktion ist uns nichts bekannt, vielleicht wurden mit
ihm Laborproben oder ähnliches transportiert.

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Paul's Frisch-Ei-Nudeln
Die Teigwarenfabrik Andreas Paul & Sohn
bestand über
50 Jahre und hatte zuletzt ihren Sitz in Rohrbach.
Produktionsstätten waren
vor dem Krieg Burbach, danach Kirkel und ab 1953 Rohrbach.
1984 wurde die Firma aufgegeben.
Diese beiden Fotos zeigen
den Opel-Blitz der Firma.
Einen 4 CV mit Werbung "Paul's
Nudeln" auf dem Dach gibt es hier.
Fotos und Info von Alois Paul.
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Oldtimer-LKWs
Diese beiden Fotos zeigen zwar
originale Fahrzeuge aus dem OE-Saarland, aber es sind
keine Aufnahmen aus der damaligen Zeit, sondern aktuelle
Fotos von Oldtimer-Autos, die bei einem Fest in Kirschheck
(einem Ort in der Nähe von Riegelsberg) im Herbst
2007 zu sehen waren. Die Fotos hat Walter Volkmar Riegelsberg
gemacht. Der LKW links ist ein Bernard von 1947, der rechte ein Ford-Wehrmachts-LKW G997T, Baujahr 1942, mit 3,9
Liter Achtzylinder- Seitenventil-V8 Benzinmotor und
95 PS. Beide tragen ein OE9-Kennzeichen; es handelt
sich dabei aber wohl nicht um Originalkennzeichen von
damals; sondern um nachträglich angefertigte.
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FORTSETZUNG FOLGT
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Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am
03.07.2009
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