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Nutzfahrzeuge - Lkw 1

 

 

  Véhicules utilitaires – Camions 1 (pour les brasseries, entreprises de transport, usines de charbon etc. )   

 


Inhalt:   1) Einführung   2) Brauereien   3) Speditionen   4) Kohlenhandlungen   5) Möbelfirmen   6) Gesundheitswesen   7) Opel-Blitz

             8) Verschiedene Transporter   9) Sammler-Fahrzeuge         

 

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   Nutzfahrzeuge (Lastwagen-Jahrbücher) finden Sie auf dieser Seite ganz unten.

 


 

1) Einführung 

     Lisez ici cette introduction en langue française 

 

Zahlreiche LKW, Kipper, Transporter, Omnibusse usw. aus der Vorkriegszeit waren nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr fahrbereit und konnten auch nicht wieder hergestellt werden. Deshalb mussten die meisten Speditionen, Fuhr-, Bus- und Bauunternehmen neue Fahrzeuge anschaffen, um ihre Flotte zu ergänzen und um arbeitsfähig zu bleiben. Dazu kauften sie von deutschen oder französischen Fahrzeugherstellern nur die Fahrgestelle und ließen diese dann von einheimischen Karosseriebaufirmen mit einem Aufbau nach ihren Wünschen ausrüsten. Die Regierung des Saarlandes gewährte hierfür Zuschüsse, aber nur, wenn die Fahrgestelle aus französischer Produktion waren, also von Herstellern wie Berliet, Citroën, Panhard, Renault. Auf deutsche Fahrgestelle und Fahrzeuge wurden dagegen hohe Einfuhrzölle erhoben.

 

(Bildbeschreibung des Silokippers: sieben Zeilen tiefer!)

 

Infolgedessen bestanden die meisten Nutzfahrzeuge, die damals im Saarland verkehrten, aus französischen Fahrgestellen mit Fahrerhaus, die man hier mit saarländischen Aufbauten ausgestattet hatte. Ziemlich häufig verwendete man dafür aber auch aus Deutschland stammende Fahrgestelle, besonders oft solche von den MAN-Werken. Die Karosseriewerke Peter Schreiner GmbH in Saarbrücken, Am Römerkastell 1, Ecke Mainzer Straße, hatten ab etwa 1954 die Alleinvertretung für MAN-Fahrzeuge im Saarland und in Frankreich inne. Sie bauten zum Beispiel im April 1954 den im Bild oben gezeigten Silokipper auf einem MAN-Fahrgestell Typ F 8 mit 180 PS und V8-Motor auf, Gesamtgewicht 19 Tonnen. Das Stahlfahrerhaus mit Schlafkabine (sogenanntem Schwalbennest) war ab Werk serienmäßig von MAN, der Zementsilo-Aufbau stammte von der Firma Kässbohrer. Das Fahrzeug war für die Firma Otto Weigand & Sohn in St. Ingbert bestimmt. 

(Werksfoto Karosseriebau Schreiner)

 

Viele Fotos, die Sie auf unseren Nutzfahrzeug-Seiten sehen können, wurden damals von Mitarbeitern der Firma Peter Schreiner zu Zwecken der Dokumentation aufgenommen. Nach ihrer Schließung hat unser Mitwirkender Ferdinand Kleineick einen Teil dieses Fotobestandes gerettet und uns für Saar-Nostalgie zur Verfügung gestellt.

 

Andere bekannte saarländische Karosseriebaufirmen waren z.B. die Saarbrücker Karosserie-Fabrik SKF, damals am Eschberger Weg, die Firmen Josef Jakob in Neunkirchen und Nicolaus Schneider in Schwemlingen, sowie die Fa. Leo Gergen, Spiesermühle, die hauptsächlich Kipper baute.

 

Nach der wirtschaftlichen Angliederung der Saar an die Bundesrepublik (am "Tag X", 5. Juli 1959) brachten die Übergangsbestimmungen, die im Saarvertrag festgeschrieben waren, die saarländischen Spediteure an die Grenzen des wirtschaftlichen Ruins. Die Gründe lagen einerseits darin, dass ihre bisherigen Fahrtziele in Frankreich weggefallen waren, und andererseits in der Tatsache, dass die in Frankreich übliche Hinterachs-Höchstlast von 13 t, die bis dahin auch für Nutzfahrzeuge im Saarland gegolten hatte, nach den nun hier gültigen Vorschriften der BRD nicht mehr zugelassen war. Eine Neuanschaffung von deutschen Fahrzeugen war für saarländische Unternehmer so gut wie unerschwinglich, weil in den deutsch-französischen Verträgen zur Angliederung der Saar ein Einfuhrzoll von 65, teilweise sogar 75 % festgelegt worden war. Kostete z.B. ein Langhauber mit 6 bis 8 t Nutzlast aus deutscher Produktion im übrigen Deutschland ca. 40.000 DM, so musste man im Saarland etwa 66.000 DM dafür bezahlen. Diese Tatsache machte den Saar-Firmen das Überleben schwer.

 


 

 

 

2) Brauerei-Fahrzeuge

 

 

a) Karlsberg-Brauerei Homburg

 

 

Dieser Berliet GDR7W mit Aufbau der Fa. Schreiner war ein Getränkefahrzeug der Karlsberg-Brauerei. Er hatte noch ein SA-Kennzeichen (mit 01 für Homburg). Die Aufnahme muss also in der Zeit von 1946 bis 1948 zustande gekommen sein.

 

Dies ist das rückwärtige Nummernschild des Fahrzeugs:

 

   

 

       

 

Die Aufbauten für diesen Getränkewagen der Brauerei Karlsberg wurden von den Karosserie- werken Schreiner auf einem Renault R 208-Fahrgestell aufgebaut (Fotos oben mit Rück- und Seitenansicht). Zum VW-Kennzeichen siehe auf der Seite Kfz-Kennzeichen unter 6) VWS.

  

 

 

b) Schlossbrauerei in Neunkirchen

 

Das Foto rechts zeigt einen MAN-Diesel der Schlossbrauerei in Neunkirchen auf einem Fahrgestell 635.

 

 

 

c) Becker-Brauerei St. Ingbert:

 

Dies ist ebenfalls ein MAN-Diesel, der von der Firma Schreiner karossiert wurde (Bild unten).

  

 

 

 

 d) Brauerei Bruch, Saarbrücken  

 

 

 Ein Teil der BRUCH-Fahrzeugflotte Ende der 50er: MAN 515, Berliet GLC, Borgward B 2500, Ford FK 3500, Hotchkiss PL 20 (oder 25)

 

Das Bruch-Unternehmen entwickelte sich aus kleinsten Anfängen heraus. 1702 gründete Johann Daniel Bruch am St. Johanner Markt im Herzen von Saarbrücken die Bruch Brauerei.

 

Dort wurde 1718 der Stiefel erbaut; er ist seitdem das Stammhaus der Familie Bruch. Hier wurde noch bis gegen Ende des 19. Jahr- hunderts Bier gebraut. Auch heute ist das Haus mit dem Gasthaus Zum Stiefel noch im Besitz der Familie Bruch und wird weiterhin als Gastronomiebetrieb genutzt.

 

1899 entstand der Neubau der Bruch-Brauerei in der Scheidter Straße. Aufgrund damals neuester Technik konnte man nun eine höhere Qualität des Bieres und einen immer vorhandenen Bierbestand garantieren: Die Bruch-Brauerei ging mit der Zeit.

  Das Foto zeigt die beiden amerikanischen White 704 der Bruch-Brauerei in den 50ern.

Zum Bild oben rechts: Die französische Regierung hatte 1939 etwa 1.500 White 704 für ihre Armee gekauft. Nach dem Waffen-

stillstand von Compiègne 1940 nahm die deutsche Wehrmacht diese neuen LKW in Betrieb und verwendete sie bis nach Russland. Das kleine Foto unten zeigt, wie die Fahrzeuge ursprünglich ausgesehen haben. Alf van Beem under Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication)

(Mitteilung von Hein Klop aus Ezinge, NL; der nachfolgende Text ist von Karl Presser.)

Nach dem Krieg wurden zwei dieser White-Lkw zum Einsatz bei der BRUCH-Brauerei aus der Not heraus zeitgenössisch modifiziert, da wohl die notwendigen Ersatzteile fehlten. Das vordere Fahrzeug auf dem Bild oben trägt das Original-Seitenteil der Motorhaube, das hintere einen einfacheren Nachbau. Dieses hat dagegen, im Gegensatz zu dem vorderen, noch den ursprünglichen Halter fürden Außenspiegel. Die Stoßfänger sind unterschiedlich gekrümmt und offenbar repariert oder nachgebaut. Die nur auf der Fahrerseite angebrach-ten Scheibenwischer sind charakteristisch für die abgemagerte Militärausführung. Das ehemals vorhandene Schutzgitter vor dem Kühler wurde entfernt, aber die typischen Abschlepphaken der Militärversion sind deutlich zu erkennen. Die Franzosen fuhren als Alliierte diese Fahrzeuge und brachten nach dem Krieg ausgemusterte Exemplare auf den zivilen Markt.

 

 

Foto: Ein nagelneuer Berliet GLC der Bruch- Brauerei, kurz nach seiner Auslieferung (er hat noch ein VWS-Überführungs-Kennzeichen).

 

Die Infos zu den Texten über die Brauerei sind der Website der Brauerei Bruch entnommen: http://www.brauerei-bruch.de

 

 

 

Das Bild rechts zeigt einen Hotchkiss PL 20 oder PL 25 der Brauerei Bruch.

(Der PL20 wurde nur bis 1952 gebaut.)

 

 

 

 

Alle Bruch-Bilder wurden freundlicherweise von der Brauerei Bruch zur Verfügung gestellt.

 

 

    

 

Ein Anhänger, gebaut für Bruch von den Karosseriewerken Schreiner.

 

 

     

 

 

Ein FORD TAUNUS TRANSIT der Brauerei Bruch.

 

Das Bild stammt vom Beginn der 60er Jahre.

 

Dieses Modell gehörte zu der ersten Generation der FORD-Kleintransporter. Sie wurden von 1953 bis 1965 gebaut, aber erst ab 1961 erhielten die Wagen den Namen Transit. Inzwischen (2012) gibt es den Transit bereits in der 7. Generation.

 

Dieser erste Transit war wie sein größter Konkurrent, der VW-Bus, ein Frontlenker; aber im Gegensatz zum VW-Bus war der Motor vorne eingebaut. Es war ein 4-Zylinder-Otto-Motor, den Ford selbst herstellte.

(Infos aus wikipedia.)

 

 


 

Hinweis: Coca-Cola-Fahrzeuge sind auf der Extra-Seite Coca-Cola-Okko-Getränke GmbH.

 


 

 

3) Speditionsfahrzeuge...

 

...der Saarbrücker Speditionsfirma Anterist & Schneider

  

Ein kleiner Auszug aus der Firmenhistorie: 

 

1917 günden die beiden Familien Anterist und Schneider das gleichnamige Unternehmen in Saarbrücken. Es entwickelt sich zum bekanntesten mittelständischen Transportunternehmen des Saarlandes. Noch heute ist es eine wichtige Firma mit mehreren großen Anlagen im Saarland und darüber hinaus. Es gehört jetzt zur Schenker Deutschland AG.

 

Foto unten: Ein Möbeltransporter (Anterist & Schneider Nr. 39) auf einem Niederflur-Omnibusfahrgestell MAN MKN 630 vor dem Saarbrücker Schloss in den 50er Jahren.

                                               

      

 

 

 

 

Das Fahrzeug mit der Nr.26 war ein Panhard.

 

Das Hauptbüro der Firma Anterist und Schneider befand sich in der Dudweilerstraße 95, das Stadtbüro Dudweilerstr. 50, das Bahnbüro mit Verzollung im Hauptgüterbahn-

hof Dudweilerlandstraße, das Lagerbüro und Lagerhaus war in der St. Johanner Str. 94, die Postzollstelle in der Lützelbachstraße, und weitere Lager gab es am Bahnhof Malstatt und am Römerkastell. 

 

Dieses Möbeltransportfahrzeug war ein Mercedes-Benz LP 322. Es trug damals ein VWS-Kennzeichen (mehr darüber auf der Seite Kfz-Kennzeichen unter Nr. 6), das über einem SB-Nummernschild befestigt war, und ein D- Schild. Demnach muss das Foto zwischen dem 1.1.1957 und dem 1.7.1961 aufgenommen worden sein.

 

 

 

 

Der "Riese" von Anterist und Schneider war ein Büssing. Man beachte den großen Pendelwinker und das auffällige Kennzeichen: 4444-OE 9.

 


 

   

4) Kohletransportwagen

 

Der MAN-Diesel gehörte der privaten Bergwerksgesellschaft Merchweiler mbH. Diese musste wegen untertage aufgetretenen technischen Mängeln nach einem Erdbeben früher als vorgesehen, nämlich bereits Ende 2008, schließen.

 

        

Auf das MAN Fahrgestell hatte die Firma Schreiner einen Pritschenkipper mit extra hohen Bordwänden aufgebaut. So konnte das Fahrzeug nicht nur Kohle, sondern auch das gleiche Gewicht an Koks transportieren, der ja ein erheblich größeres Volumen aufweist. Zu diesem Zweck erhielten manche ältere Kohletransporter, wie der Tatra im Bild unten, nachträglich angebrachte Bordwanderhöhungen. Der Kipper oben hatte außerdem vier ausheb- und verriegelbare Trennklappen (gut zu erkennen sind die Handhebel für deren Verriegelung unten an der seitlichen Bordwand). So war es möglich, bis zu fünf Teilmengen (von z.B. je einer Tonne) an unterschiedlichen Stellen abzuladen.

 

 

Tatra-Transporter

 

der Kohlenhandlung Gebr. Beilstein,

St. Wendel, im Schnee.

 

 

Ein tschechischer Tatra-Lkw des Typs

T 27, hier mit Allrad-Antrieb.

 

Dieser Typ wurde nach der Besetzung der Tschechoslowakei (1938) in größerer Stückzahl für die Deutschen gebaut und diente meist bei der Wehrmacht, ging aber auch an zivile Abnehmer und Institutionen.

 

Der im Bild gezeigte Wagen muss noch im Krieg ins Saarland gekommen sein. Er wurde nach Kriegsende in St. Wendel als Kohletransporter weiterverwendet. (Infos zum Wagentyp von Henry Hoppe, Berlin, Foto: Sammlung Elmar Landwehr, St. Wendel; Annonce: Heimatbuch St. Wendel 1949)

 


 

                                                  

 

 

5) Möbelwagen

 

 

 

 

Als Erstes ein Hanomag-Fahrzeug des Einrichtungshauses Jacques Wolff aus Petite- Rosselle im Département Moselle...

 

 

 

 

 

... und zum Zweiten ein Mercedes 3500 vom Möbelhaus J. Düppre in Neunkirchen, damals Bahnhofstraße 44, dem auch eine mechanische Schreinerei und Polsterei angeschlossen war .

 

 

    

         

      

 

(Der Henschel-LKW ziert eine Anzeige der Fa. Ludwig Zinke im "Wirtschaftlichen und kulturellen Handbuch des Saarlandes" von 1955.)

  

 

 

Ein Panhard der AGE-Möbelwerke Eiweiler aus dem Jahr 1955. (Foto:Verein für Industriekultur und Geschichte Heusweiler-Dilsburg e.V.)

 

Das Bild rechts zeigt einen Tempo Matador. Er gehörte zum Möbelhaus Grub in Limbach bei Homburg; am Steuer sitzt Oskar Grub, Gründer der Firma. Das Foto wurde am 5. Juli 1959 an der Grenze bei Einöd um Mitternacht aufgenommen. Die Geschichte dazu finden Sie auf der Seite "Der Tag X". Ein ähnliches Fahrzeug dieses Typs sehen Sie hier auf der Seite Polizeifahrzeuge.

 

 

Die Firma Tempo in Harburg bei Hamburg hatte ursprünglich dreirädrige Fahrzeuge produziert. Der Matador dürfte das erste 4-rädrige Fahrzeug dieser Firma gewesen sein. Sie wurde Ende der fünfziger Jahre von Hanomag übernommen.

(Foto: Hagen Rupp)

 

 

Auf diesem Bild überholt ein Gutbrod Atlas in Burbach eine Straßenbahn. Diesen Kleintransporter sah man höchst selten auf den Straßen. Er wude von 1951 bis 1954 als Pritschen- und Kastenwagen in Plochingen am Neckar gefertigt. (Gutbrod hatte auch eine Niederlassung im saarländischen Bübingen; dort stellte die Firma aber nur motorisierte Gartengeräte her.)

 

Die Konstruktion des Atlas stammte von Hans Scherenberg, der 1948 von Daimler-Benz zu Gutbrod kam und 1952 wieder dorthin zurückkehrte.

 

Den Atlas gab es mit 850 und 1000 kg Nutzlast. Er hatte einen luftgekühlten Zweizylinder-Zweitakt-Motor mit 16 bzw. 18 PS, der hinter der Hinterachse eingebaut war. Damit konnte er mehr als 60 km/h schnell fahren und brauchte etwa 9,5 Liter Zweitaktgemisch auf 100 km. Das Getriebe war vor der Hinterachse angeordnet.

Dieses Bild ist ein Ausschnitt aus einem Foto von Walter Barbian (http:///www.saarlandarchiv-walter-barbian.eu)

 



 

 

6) Gesundheitswesen

 

Krankentransportwagen des Saarländischen Roten Kreuzes, Kreisverband Homburg

 

Ein Renault 1000 kg mit SA-Nummernschild, also in den Jahren 1946 bis 1948 aufgenommen.

Beim Blick ins Innere sieht man links zwei Krankentragen übereinander, rechts einen Medikamentenschrank.

 

 

Zwar kein Lkw, aber in diesem Zusammenhang nichtsdestoweniger interessant:

Ein Mercedes Benz 180, vom Kreisverband Saarlouis des Saarländischen Roten Kreuzes (SRK), 1956 als Kranken- und Rettungswagen angeschafft. Es ist erstaunlich, dass er komplett mit deutschem Aufbau ins Saarland importiert wurde. Diesen hatte die Firma Miesen in Bonn erstellt.  Fotos: Archiv REDUIT

 

 

Für Schirmbilduntersuchungen

der Bevölkerung oder einzelner Berufsgruppen hatte die Regie- rung des Saarlandes diesen Röntgenuntersuchungsbus

auf einem Berliet-Fahrgestell bauen lassen und im ganzen Land verwendet.

 

 

Die Seitentüraufschrift mit dem Saarlandwappen lautete:

 

 

Regierung des Saarlandes, Ministerium

für Arbeit und Wohlfahrt,

Abt. Gesundheitswesen.

  

 

 

Hygiene - Institut

 

Dieser Citroën-Lieferwagen, aufgebaut auf einem RU23-Fahrgestell, stand im Dienste des Staatlichen Instituts für Hygiene. Möglicherweise hatte er eine zweite Sitzreihe und war so nicht nur für den Transport von Material oder Geräten geeignet, sondern konnte auch gleichzeitig das für Probenentnahmen oder Untersuchungen notwendige Personal befördern. 

      

 

 

 

D.R.K. der Stadt Dillingen/Saar

 

Krankenwagen auf der Basis eines Peugeot 403 Break (Kombi) waren eher selten.

Den hier abgebildeten hatte der Krankenwagenbauer Miesen aus Bonn ausgerüstet, wahrscheinlich zu Ende der 50er-Jahre.

 

Foto:

Werkbild Miesen/Archiv Regenberg

 

    

 


 

7) Der Opel-Blitz bei verschiedenen Firmen

 

a) Transportunternehmen Heimhalt, Ottweiler

 

Mit diesem Opel Blitz lieferte das Unternehmen zum Beispiel Gasflaschen aus. Im Bild rechts sehen wir Ruth und Arthur Heimhalt. Auf den beiden anderen Fotos ist Herr Gottschling zu sehen. Er hatte ein eigenes Transportunternehmen in Ottweiler.

 

Auf dem Foto unten ein Delahaye-Lkw der Heimhalts, die auch einen kleinen Omnibusbetrieb mit drei Floirat-Bussen führten (siehe Seite Omnibusse, ganz unten). Fotos: Familie Heimhalt.

 

 

a

b) Wurstwarenfabrik Hans Höll

 

Die Firma Höll war 1910 in Dirmingen gegründet worden. 1930 übernahm Wilhelm Höll nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Hans Höll den Betrieb und führte ihn in dessen Sinne weiter. Dieser Leicht-Lkw gehörte schon zur Fahrzeugflotte der Firma, bevor 1962 die Produktionsstätte nach Illingen verlegt wurde.

 

Der Opel Blitz wurde in dieser Form von 1952 bis 1960 gebaut. Ab Werk war er mit Pritsche oder als Kastenwagen mit 1,75 Tonnen Nutzlast oder als Fahrgestell mit Fahrerhaus erhältlich. Die links und unten gezeigten Kofferaufbauten wurden höchst wahrscheinlich im Saarland gefertigt und aufgesetzt.

Foto: Landesarchiv Saarbrücken, Sammlung Weissenbach.

 

 

 

c) Paul's Frisch-Ei-Nudeln

 

Auch die Teigwarenfabrik Andreas Paul & Sohn benutzte einen Opel-Blitz. (Bild links und Farbfoto unten; beide 1958 entstanden, daher schon mit IGB)

 

Die Firma bestand über 50 Jahre lang und hatte zuletzt ihren Sitz in Rohrbach. Produktionsstätten waren vor dem Krieg in Burbach, danach in Kirkel und ab 1953 in Rohrbach. 1984 wurde die Firma aufgegeben.

 

Einen ausführlichen Bericht über die Firma finden Sie hier auf der Seite Rohrbach Nostalgie.

 

Einen Renault 4 CV mit Werbung "Paul's Nudeln" auf dem Dach sehen Sie etwa in der Mitte der Seite 4CV.

Fotos und Info von Alois Paul.    

           

    

 

  

Links: Ein Farbfoto desselben Opel-Blitz der Fa. Paul & Sohn                    d) Fa. Gebrüder Sinn, Saarbrücken: Kundendienstwagen

                                    


 

8) Verschiedene Transporter

 

gebaut in den Karosseriewerken Schreiner, Saarbrücken

 

Unten: für Firma Michael Welsch, Besseringen "Sarre"

Rechts: Ein FAUN der Firma Alfred Strauch, Saar-brücken (KFZ-Teile und Fahrrad-Großhandlung)

 

 

 

 

 

Zugwagen MAN F 8 mit verlängertem Holz/Stahlfahrerhaus, Baujahr ca. 1952, und Hänger. Sie gehörten zu den

Gerlachwerken GmbH, Homburg, Industriegelände (Eiserner Grubenausbau und Gesenkschmiede).

 

 

MAN - MK der Bauunternehmung Peter Croon, Hüttersdorf

 

 

 

 

Ein Renault-Kipper auf einer Baustelle in Dudweiler.

 

Auf der Seite Sonderfahrzeuge unter Nr. 3) können Sie sehen, wie dieser Renault mit Hilfe eines Demag-Baggers beladen wird.

 

 

Foto: Bildarchiv der Bezirksverwaltung Dudweiler

 


 

Sammler - Fahrzeuge

 

 

Im August-Heft 2013 des 'Charge Utile Magazine' war zu lesen, unter den in jenem Jahr bei "La Locomotion en Fête" versammelten Bernard-Lkw sei dieser CA 6 LW (Baujahr 1947) ohne Zweifel einer der bemerkenswertesten gewesen. Ein Sammler aus Fiquefleur-Equainville (Eure) habe ihn von einem Transportunternehmer aus dem Saarland gekauft. Der Zustand des Oldtimers sei wahrlich hervorragend. (Mitgeteilt von Helmut Barth, Dudweiler.)

 

 

Im Bild rechts ist ein Ford-Wehrmachts-Lkw G 997 T, Baujahr 1942 zu sehen, mit 3,9 Liter-Achtzylinder-Seitenventil-V8 Benzinmotor und 95 PS.

 

Beide Fahrzeuge tragen ein OE9-Kennzeichen; es handelt sich dabei aber offensichtlich nicht um Originalkennzeichen von damals, sondern um nachträglich angefertigte.

Diese beiden Fotos zeigen originale Fahrzeuge aus dem OE-Saarland, die bei einem Oldtimer-Treffen in Kirschheck (einem Ort in der Nähe von Riegelsberg) im Herbst 2007 als Sammler-Fahrzeuge zu sehen waren. Fotos: Walter Volkmar, Riegelsberg.

 


Mehr Lkw finden Sie auf der Seite  Nutzfahrzeuge - Lkw 2


 

 

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Buchbesprechung:

 

Bernd Regenberg, Jahrbuch Lastwagen 2009 und Jahrbuch Lastwagen 2010. Verlag Podszun-Motorbücher GmbH Brilon. 2008 bzw 2009.

 

Schon seit mehreren Jahren bringt der Podszun-Verlag jährlich im Oktober ein Lastwagen-Jahrbuch mit sorgfältig recherchierten Artikeln zu historischen und aktuellen Themen aus dem Bereich Lastwagen heraus. Für die Bände 2009 und 2010 hat sich der Automobil-Historiker und Lastwagen-Spezialist Bernd Regenberg jeweils ein saar-spezifisches Thema ausgewählt. Im Jahrbuch 2009 berichtet er ausführlich und mit zahlreichen, meist farbigen Fotos über die Firmen Leo Gergen, Spiesermühle bzw. Rohrbach und Robert Jung, Homburg. Er schildert den Werdegang dieser beiden Firmen und geht natürlich auch auf die Probleme ein, die diese in der Zeit der wirtschaftlichen Verflechtung der Saar mit Frankreich zu lösen hatten. Gergen baute hydraulische Hebewerkzeuge und Kipper aller Art, Jung Sattelfahrzeuge und Schwertransporter.

 

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Im Jahrbuch 2010 widmet sich Regenberg auf den ersten vierzig Seiten dem Schaffen der Saarbrücker Karrosserie-Fabrik (SKF). Er illustriert seinen ausführlichen Bericht über den Werdegang dieses großen Saarbrücker Unternehmens mit unzähligen Fotos. Da es sich hauptsächlich um Bilder aus der Zeit der Saar-Autonomie handelt, sind die meisten der Fotos noch Schwarz-Weiß-Aufnahmen, außerdem tragen viele der im Bild vorgestellten Fahrzeuge OE-Kennzeichen. Die SKF hat genauso wie die Karosseriewerke Schreiner (siehe ganz oben auf dieser Seite) alle Arten von Nutzfahrzeugen nach Wünschen ihrer Kunden auf die verschiedensten Fahrgestelle aufgebaut. Bei der SKF wurden u.a. Fahrgestelle der Marken Berliet, Citroën, Büssing, Hanomag, Willème, Bernard, Latil u.v.m. verwendet. Ein weiterer großer Abschnitt des Jahrbuchs 2010 befasst sich mit der Spedition Adam Reiss, Saarbrücken, und beschreibt den "Fahreralltag in den fünfziger Jahren", natürlich ebenfalls reich bebildert.

 

Beide Bücher werden ergänzt durch weitere Artikel aus dem Themen-Bereich Lastwagen, die zwar nicht direkt das Saarland betreffen, aber für Lkw-Fans ebenfalls sehr interessant sind. Die Jahrbücher kosten je 14,90 € und können in Buchhandlungen oder direkt beim Verlag gekauft oder abonniert werden. Auch in den darauffolgenden Jahren sind weitere Lastwagen-Jahrbücher erschienen.

 


 

Weitere Fahrzeuge aller Art finden Sie auf folgenden Seiten:

 

Mehr Lkw und Lieferwagen: Nutzfahrzeuge (Lkw 2). Kombis. Gottlieb. Post.

Traktoren, Müllwagen, Bagger, Kräne, Leichenwagen: Sonderfahrzeuge

 

Öffentliche Verkehrsmittel:  Straßenbahn. Trolleybus (Obus). Eisenbahn.

Postomnibusse: Saar-Kraftpost.  Andere Omnibusse (Stadt-, Gruben- und private Busse): Omnibusse.

 

Weitere Fahrzeugseiten:  Kfz-Kennzeichen.  PKW (französ.),  PKW (deutsch u. ausländ.).  Krafträder u. Motorroller: Motorräder.

                                        Feuerwehren.  Polizeifahrzeuge.  Reportagewagen: Radio Saarbrücken. Flieger. Schiffe.

 


Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 13.11.2016

                  

 

 

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