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Saarländische Produkte  

 

und wie dafür geworben wurde   

 


 

Diese Seite ist noch "im Aufbau" und wird nach und nach ergänzt.

 

Es geht in diesem Kapitel um saarländische Produkte wie Valan, Lasso, Becker-Bier, Cio, Landsieg usw.

 

Über folgende Firmen berichten wir ausführlich auf unseren Seiten ASKO, EDEKA, Gottlieb und OKKO-Getränke (Coca-Cola)

 


Mit einem Klick kommen Sie direkt zum entsprechenden Thema dieser Seite:

 

 

 

A) Getränke

D) Bonbons (Gutzjer) und Harzschmier

G) Weitere Produkte

J) Bier der Saar

 

 

B) Margarine

E) Wasch- und Putzmittel   

H) Bekannte klòòre Werbesprüch

K) Saarländische Grafiker

C) Gebäck

F) Produkte rund ums Auto

 I) Erinnern Sie sich an diese Marken?

 

 

 


 

 

A) Getränke 

 

 

1) Erfrischungsgetränke

 

Wer etwas auf sich hielt, trank Perrier, und die Maladen bekamen Vichy, Vittel oder Evian. Diese Wässer waren alle in Glasflaschen abgefüllt.

 

Etwas ganz Besonderes, weil teuer, war Orangina: «Boisson gazifiée à la pulpe d´orange; sans colorant» (Kohlensäurehaltiges Getränk mit dem Fruchtfleisch der Apfelsine; ohne Farbstoff). Wer wusste damals schon, dass Orangina ursprünglich aus Algerien kam! Es wurde aber später auch in Frankreich hergestellt und abgefüllt. Typisch war die bauchige Flasche mit runzliger Oberfläche, die an eine Orange erinnern sollte.

 

Für die Kinder und andere Nicht-Alkoholtrinker gab es Jora aus der Mariannenquelle in Blieskastel oder ASS und CIO von Nebgen in Kirkel. Auch Bluna und Sinalco aus der Bundesrepublik waren beliebt. 

 

Fotos: R. Freyer. Getränke-Texte unter Mitwirkung von Karl Presser

Diese "Jora"-Reklame (links) ist noch heute (2015) an einem Wohnhaus in Wellesweiler zu sehen (in der Unteren Bliesstraße an der Einmündung der Bürgermeister-Regitz-Straße).

 

Allerdings stand dem Zeichner des Wandbildes wohl ein anderes Modell zur Verfügung als demjenigen der Zeichnung darüber, oder pflegte er vielleicht ein etwas eigenwilliges Schönheitsideal...?

 

2) Biere (vorläufig nur einfache Aufzählung; mehr darüber folgt demnächst; siehe auch ganz unten auf dieser Seite!)

 

Becker-Bier (St. Ingbert), Schlossbräu (Neunkirchen), Donner-Bräu (Saarlouis), Gross-Bier (Riegelsberg), Grosswald (Eiweiler), Karlsberg (Brauerei Homburg), Biere der Brauerei G.A. Bruch (Saarbrücken), Neufang-Jaenisch-Brauerei (Saarbrücken), Ottweiler Brauerei, Paqué (St. Wendel), Saarfürst (Merzig), Schäfer (Dirmingen)

 

 

3) Weine

 

Typisch waren in den Kneipen die Elsässer Rebsortenweine. Keine saarländischen Produkte, aber original saarländische Flaschenabfüllung in Literflaschen (wie Bier).

 

Daraus wurde meist Riesling und Pinot ausgeschänkt. Und dann gab es noch, gewissermaßen als Resteverwertung, den unvergleichlichen Edelzwicker. Nur an Omas Geburtstag leistete man sich pappsüßen Moselwein. Die Originalabfüllung glaubte man an den 0,75 Liter Flaschen zu erkennen.

 

Rotweine kamen (wie auf unserer Seite EDEKA beschrieben) aus Algerien. An hohen Feiertagen gab es Bordeaux und Côtes du Rhône.

 

B) Margarine

 

1) Landsieg   

 

Gebr. Fauser, Sulzbach und St. Ingbert:

 

a) Fauser Vertriebsgesellschaft G.m.b.H., Großhandel in Speiseölen und Speisefetten aller Art. Am Güterbahnhof Sulzbach, Ladestraße 1

 

b) Margarinewerk Saar Gebr. Fauser G.m.b.H.,

Auf der Teufelsinsel 1-3, St. Ingbert

 

 

 

 

Ein bekannter Werbespruch war:"Landsieg, mir wisse, was gudd is!"

 

Besonders die Weissenbachs haben ihn häufig propagiert, z.B. in ihrer Sendung "Allerhand für Stadt und Land".

 

Die Fauser-Werke wurden 1974 geschlossen.

 

<  Dies ist der Kopf eines Briefes der Firma Gebrüder Fauser von 1946 an die Militärregierung in Baden-Baden, Abteilung Eisen- und Stahlindustrie.

 

Auszug aus dem Brieftext:

"An unserem Schaufeltellerkneter ist durch Kriegseinwirkung die Zentralsäule gebrochen, und bei der Herstellerfirma haben wir laut Anlage 1 Zentralsäule bestellt und bitten Sie, den Auftrag mit Ihrer Befürwortung und Ihrem Stempel versehen zu wollen.

Hochachtungsvoll

Margarinewerk Saar Gebr. Fauser"

(Unterschrift)

2) Astra

 

 

war im Saarland ebenfalls sehr beliebt. Es war aber kein saarländisches, sondern ein französisches Produkt und wurde hergestellt von der Astra Société Paris.

 

 

 

Das Auslieferungs-Lager befand sich in Saarbrücken, Hagenauer Str. 1.

 

 

 

Astra-Werbungen aus saarländischen Zeitungen in den 50er-Jahren

 

C) Gebäck 

 

1) salzig:

 

STIXI von Arthur Baustert, Püttlingen

 

Der Bäckermeister und Wirt Peter Baustert gründete etwa 1920 in der Marktstraße in Püttlingen eine Bretzel- und Teigwarenfabrik. Sein Sohn Arthur produzierte später ebenfalls in Püttlingen in einer Fabrik namens "Freiburger Bretzelfabrik Arthur Baustert" die so genannten "Bausterts Bretzeln". Sie waren die Vorläufer der noch heute unter dem Markennamen STIXI bekannten hellbraunen Salzstangen.

 

1979 wurde die Firma in "Arthur Baustert GmbH" umbenannt und ihre Produktionsstelle von Püttlingen nach Ensdorf verlagert. 1987 wandelte man das Unternehmen als "Stixi AG" in eine Aktiengesellschaft um; ihre Aktien wurden an der Deutschen Börse gehandelt.

 

(Foto rechts: Historisches Museum, Saarbrücken; Bild unten: SR-Fernsehen)    

STIXIs sind hellbraun und 15 cm lang; ihr Durchmesser beträgt vier mm. Die Oberfläche ist mit grobem Steinsalz bestreut.

 

Anfangs verkaufte man die STIXIs nur in einer durchsichtigen Cellophan-Verpackung, später auch in Blechdosen (siehe Bild oben). In ihnen bot man zwei verschiedene Sorten an, und zwar ohne bzw. mit Käse ("au fromage"). Gemäß der Aufschrift auf den Dosen waren die STIXIs "knusprig und delikat" - auf Französisch: "croquant, croustillant, délicat" und in Englisch "crispy, crusty, tasty". Unterhalb des Deckels liest man die Aufforderung "Bitte stets verschlossen halten".

 

Salzstangen nennen die Saarländer immer noch STIXIs, wenn sie auch heute von anderen Firmen hergestellt werden. Wer einmal damit anfängt, sie zu knabbern, kann nur schwer wieder aufhören.

 

Im Jahr 1996 wurden die Produktionsanlagen im Saarland geschlossen und das Rezept sowie der Name "STIXI" an die norddeutsche

Firma Adolf Vogeley verkauft.

 

 

2) Süßgebäck:

 

Neben den STIXIs gehörte auch süßes Gebäck zu den nicht alltäglichen Genüssen. Während manche Bäcker und Konditoren nur vor Weihnachten „Plätzjer“ eigener Herstellung im Angebot hatten, gab es Fertiggebäck aus der Fabrik das ganze Jahr über im Lebensmittel- und Feinkostladen. Bekannte Marken waren GONDOLO und l’Alsacienne. Beide Firmen hatten ihren Sitz in Frankreichs „Keksstadt“ Maisons-Alfort (südöstlich von Paris) und stellten ihre „Biscuits“ in vielen Varianten her. Diese waren empfindlich gegen Feuchtigkeit. Sie wurden deshalb in großen, meist rechteckigen Blechdosen an die Einzelhändler geliefert. Dort konnte man sie lose nach Gewicht kaufen. (Text: Karl Presser)

 

Anmerkung von Rainer Freyer: Bei uns zu Hause gab es zur damaligen Zeit kein gekauftes Gebäck. Nur in der Weihnachtszeit beglückte uns unsere Mutter mit Plätzchen - und die hatte natürlich das Christkind gebacken! Manchmal durften wir Kinder miterleben, wie Mutti ihm dabei half...

 

 

D) Bonbons (Gutzjer), Harzschmier und andere Brotaufstriche

 

 

1) Becco-Bonbons (bzw. -Gutzjer) kamen aus Eckbolsheim im Elsass. Die Firma bestand noch bis 1997; siehe diesen Link über die     Schließung!)

 

2) Berschmannsgutzjer: Anisbonbons, sie sahen in Form und Farbe einem Kohlenbrikett ähnlich und trugen, erhaben auf der Oberseite,

    das Symbol der Bergleute: Schlägel und Eisen.

 

3) Die Lolly-Werke Erich Kolb in Fenne stellten her:

 

a) Fenner Harz

 

auch "Harzschmier" genannt. Er wird aus Zückerrübenstücken gepresst und schmeckt herrlich süß, z.B. als Brotbelag. Es gibt ihn heute noch - im Saarland sogar noch unter dem Namen "Fenner Harz", im übrigen Deutschland aber meist als "Grafschafter Goldsaft" (siehe übernächsten Absatz!).

 

Zur Geschichte des Fenner Harz:

Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts stellte eine Marmelade- und Sauerkrautfabrik auf dem Fenner Hof den ersten Fenner Harz her. Etwa 1905 übernahmen Erich und Waldemar Kolb die Fabrik und produzierten dort Süßwaren und Genußmittel aller Art, unter anderem Lolly Gutzjer (siehe unten im Abschnitt b) und Fenner Harz. Zum Ende der 50er-Jahre beschäftigten sie fast 300 Menschen und produzierten täglich rund 100 Zentner Süßwaren und Genußmittel.

 

1970 übernahm die Storck-Gruppe die "Lolly Werke Erich Kolb KG". 1972 legte sie das Werk in Fenne still und verlagerte die Produktion nach Westfalen. Seitdem wird dort der Fenner Harz in der "Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG" in Meckenheim hergestellt.

  

 

b) Lolly-Gutzjer:

 

Diese waren neben dem Fenner Harz das bekannteste Produkt der Firma. Die Karamell-Bonbons wurden in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen hergestellt (z.B. "Schokolade") und lose in großen Tüten an die Läden geliefert, wo man sie stückweise verkaufte. Aufgrund ungewollter Nebenwirkungen (sie klebten so schön an den Zähnen!) wurden sie im Volksmund gerne "Plombezieher" genannt.

 

Die Lolly-Werke fertigten auch Spezialsorten von Bonbons, z.B. Hustenbonbons (siehe die beiden Bilder).

 

(Fotos rechts: Torsten Gatzke)

 

 

c) Fauser Negerlein:  Brotaufstrich mit Schokolade von der Herstellerfirma der Landsieg (siehe oben unter B1!)

 

 

E) Wasch- und Putzmittel  

 

1) Schuhcrèmes und Bohnerwachse:

 

a) Erdal, Waxa, Ena-Blitz und Kwak wurden hergestellt von der Erdal-Fabrik Mühlen und Co. GmbH, Völklingen, Hofstattstr. 178.

 

b) Bohnerwachs fest und flüssig: Fa. Joh. Henkes, Dudweiler

 

c) Grolin Schuhcrème und Grolin Bohnerwachs in Tuben,

 

hergestellt von der Fa. Nikolaus Groß in Lebach, Saarbrücker Str. 7. Diese Produkte wurden zunächst unter dem Namen Nigro vertrieben; dagegen protestierte aber die Fa. Nigrin in Göppingen wegen der Namensähnlichkeit.

 

Die Firma Groß stellte auch Streuwachs für Tanzböden her. Es bestand aus Sägemehl, das mit Bohnerwachs versetzt war. Karl Presser erinnert sich daran, dass die tanzwütigen Jugendlichen es damals als "Sambaflocken" bezeichneten (in anderen Gegenden Deutschlands sagte man wohl auch "Walzerflocken" dazu).

 

Die Renault Fourgonnette 300 kg der Firma Nikolaus Groß, Lebach, mit der Aufschrift "Grolin". (Vorne sieht man den angebauten Winker. Foto: Egon Gross, Lebach)

 

2) Seifen und Waschmittel:

 

- Seifenfabrik Kirchner, Saarbrücken    -    Tip-Werke Hartung:  Hexim, Valan, Hartex    -    Gebr. Wagner, Merzig:  Cora

  (mehr über Waschmittel demnächst!)

 

Dieses Bild gewährt uns einen Blick ins Waschmittelregal des GOTTLIEB-SB-Ladens in der Saarbrücker Viktoriastraße. Da es Ende der 50er-Jahre aufgenommen wurde, zeigt es neben saarländischen Marken wie Hartex (aus den TIP-Werken C. Hartung, Sbr.) hauptsächlich schon Produkte deutscher Hersteller: Lux, Persil, Fewa oder Rei.

 

(Mehr über die Gottlieb-Lebensmittel-Filialbetriebe finden Sie auf unserer Seite L. Gottlieb.)

 

 

F) Produkte rund ums Auto

  

 

Wir beginnen diese Reihe mit Rexine von Erdal, Glysantin und einer Wellblech-Garage.

Demnächst stellen wir hier weitere Produkte fürs Auto vor.

(Anzeigen aus der Sammlung von Torsten Gatzke, Völklingen) 

 

 

 

 

G) Weitere Produkte

 

Es folgt eine (unvollständige) Aufstellung weiterer typischer Produkte von damals, über die wir in Kürze hier berichten werden:

 

Essig:  Melfor

 

Fliesen, Sanitärkeramik, Geschirr und Kristallwaren: Villeroy & Boch in Mettlach und Wadgassen

 

Öfen und Herde: GOMA in Mariahütte und Bartz-Werke in Dillingen

 

Radio- und TV-Geräte:

In unserem Kapitel "Radio und TV" finden Sie auf der Seite "Radio- und Fernsehgeräte" alle bekannten Radio- und TV-Geräte, die zwischen 1946 und 1959 im Saarland hergestellt wurden.

 

Senf:   Amora-Senf

 

Speisewürze:  Maggi -

 

Tabakerzeugnisse:  Die Tabakfabriken Eilebrecht, Fuchs, Jyldis u.a. produzierten Zigaretten der Marken Lasso, Pilot, Türkis, Puck, Halbe Fünf, Sultan, Roth-Füchsel usw.

> siehe dazu unsere Seiten  Das saarländische Tabak- u. Zündwarenmonopol sowie Tabak- und Zigarettenfabriken u. ihre Marken

 

 

H)  Bekannte klòòre Werbesprüch

Zum Bekleidungshaus Walter:   

 

- Auf dem Sterbebette sprach ein Alter:

                 "Mein Totenhemd sei nur von Walter!"

 

- Selbst der Bergmann vorn am Stoß trägt von Walter eine Hos'

(Erinnert von Torsten Gatzke, Ludweiler)              

 

- Selbst der Papst im Vatikan hat ein Hemd von Walter an!

(Erinnert von Jürgen Wirtz)              

 

Wer kennt noch mehr klòòre Werbesprüche von sellemols?

Karl Presser antwortete:

 

In Dillingen betrieben die Gebr. Kockler eine Teigwarenfabrik, die sie TEIKO nannten; sie texteten:

 

- Willst Du Nudeln gut und fein, müssen sie von TEIKO sein.

Wahrscheinlich einer der bekanntesten Sprüche war:

AliBeBi  (Am liebschde Becker Bier). Ihn pflegten auch die Weissenbachs in ihrer Morgensendung einzustreuen.

Weitere Werbesprüche:

Bist du in Völklingen, dann denk...  an das Kaufhaus Ostrolenk!  

Jemand hat uns den folgenden etwas "anrüchigen" Spruch geschickt, an den er sich aus der Saarstaatzeit erinnert: "Hast du Landsieg auf der Stulle, kannst du knüppeln wie ein Bulle!"

 

 

I) Erinnern Sie sich an diese Marken???

 

 

 

Die zehn hier gezeigten Streichholzschachteln tragen Nachdruck-Etiketten und stammen aus einem Päckchen des Historischen Museums im Saarbrücker Schloss, das man dort heute noch (2015) am Eingang kaufen kann.

 

 

Fast sämtliche von der Saarländischen Zündholzfabrik herausgegebenen Etiketten aus der Zeit des autonomen Saarlandes sehen Sie in der umfassenden Sammlung von Wolfgang Brauer, die wir auf unserer Seite  Die Saarländische Zündholzfabrik darstellen. W. Brauer ist Phillumenist, d. h. Sammler von Streichholzetiketten.

 

 

J) Bier der Saar

 

a) Bierbrauerei Becker St. Ingbert

 

 

 

 

 

Bevor wir demnächst ausführlich und im Detail über die verschiedenen beliebten an der Saar gebrauten Biere berichten, hier eine kleine Vorschau auf den geplanten Bericht über Becker-Bier.

 

Eines der vielen Becker-Bier-Fahrzeuge der 50er-Jahre.

Dieses war aufgebaut auf einem Berliet GDR-Fahrgestell.

Der Aufbau stammte, wie damals üblich, von einem lokalen Hersteller.

Die Werbung auf dem LKW preist "Becker Bier in Flaschen" an, das "in der Brauerei keimfrei abgefüllt" wurde. Das Kennzeichen endet natürlich auf OE7 (für St. Ingbert).

 

Hier eine Geschichte über eine originelle Werbe-Idee der Becker-Brauerei, die uns Karl-Heinz Braun aus Merzig erzählte:

 

Ich will Ihnen berichten, was ich als Kind selbst erlebt habe. Auf der Saarmesse 1950 zeigte die Brauerei Becker zum ersten Male einen großen Reklameballon in Form eines Becker-Bier-Kruges. Anschließend erfreute er im Sommer lange Zeit auf der Wiese zur Auffahrt der Brauerei die St. Ingberter Bevölkerung - siehe Bild unten! - bis er eines Tages bei windigem Wetter an die Stromleitung eines gegenüberliegenden Hauses geriet. Das Halteseil schmolz durch und der Ballon verschwand am Himmel.

 

Ich konnte das gut beobachten, da wir damals in dem Haus an der Kurve der Auffahrt zur Brauerei wohnten. Als er nach Aussetzung einer Belohnung gefunden wurde, hatte er viel von seiner Pracht eingebüßt. Er wurde nicht mehr lange gezeigt, denn man hatte einige hässliche Ausbesserungen an seiner Hülle anbringen müssen.

 

Das Bild ist eine Fotomontage von K.H. Braun aus einer Postkarte mit der Brauerei-Becker und dem Teil einer Zeichnung aus "Der Tintenfisch - Das humoristische Blatt des Saarlandes" Ausgabe vom 3. Mai 1950 (siehe nächstes Bild; es zeigt denselben Ballon über der Saarmesse schweben):

 

Wolfgang Linnenberger kann sich noch an eine Folienschallplatte erinnern, die im Centralkino in St. Wendel als Werbung für Saarbier abgespielt wurde. Sie hatte 78 Upm und flog später jahrelang in seiner Familie zu Hause herum. Der Gesangstext war ungefähr so:

Es ist bekannt und es ist klar
wer klug ist trinkt jetzt Bier der Saar
zu tragen in bequemer Tasche
nimm mit nach Haus die große Flasche!

 

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Ein Lied über Becker-Bier können Sie sich hier anhören:

 

Becker-Bier von H.J.Hering  

 

(nach dem Klicken bitte evtl. einige Sekunden gedulden!)

 

----------------

 

Wir denken, dass einige unserer Leser ebenfalls lustige Erlebnisse mit saarländischen Produkten aus der in Saar-Nostalgie beschriebenen Zeit berichten können.

Bitte erzählen Sie uns und damit unseren Lesern, was Sie oder Ihre Freunde oder Familienmitglieder erlebt haben mit Landsieg, Lasso, Schlossbräu, Hexim, Valan, Astra-Margarine oder welchen Produkten auch immer!

 

Bitte schreiben Sie uns:  >Kontakt.

 

 

 

Mehr über Becker und die anderen Brauereien werden folgen!

 

Wenn Sie sich über Brauereien vorab informieren möchten, besuchen Sie das Saarländische Brauerei-Museum "Schalander" in Mangelhausen!

 


 

 

K)  Verschiedene bekannte saarländische Grafiker befassten sich auch mit Werbung:

 

Dieses Kapitel über die saarländischen Grafiker befindet sich in Vorbereitung:

 

Roland Stigulinszky, Ludwig "Louis" Ring, Fritz Ludwig Schmidt, Bruno Koppelkamm, Horst Rehm, Bob Strauch...  

 

Über Louis Ring gibt es auf Saar-Nostalgie bereits eine Seite mit seinen Aktivitäten (u.a. für die Saarmesse); von Fritz Ludwig Schmidt können Sie zahlreiche Bergwerks-Bilder auf der Seite über die Saargruben sehen. Auf verschiedenen Seiten der Saar-Nostalgie finden Sie auch Karikaturen aus dem Tintenfisch, der von saarländischen Grafikern gestaltet und herausgegeben wurde.

 


Diese Seite wurde begonnen am 3. August 2008 und zuletzt bearbeitet am 16.2.2017

                

 

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