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Hinweis:
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Einträge in
dieser
Farbe
beziehen sich auf Ereignisse außerhalb des Saarlandes
(also in der Bundesrepublik, der DDR und anderen Ländern) sowie auf internationale Entwicklungen. |
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21.
März 1945
4. Mai 1945
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Amerikanische
Truppen besetzen Saarbrücken, über
dem Rathauseingang wird die amerikanische Flagge gehisst.
Damit ist der Zweite Weltkrieg für das stark verwüstete Saarland beendet. Der Befehlshaber
der US-Truppen, Oberst Louis
G. Kelly, ernennt Heinrich Wahlster zum Oberbürgermeister von Saarbrücken.
Kelly beauftragt noch vor der offiziellen deutschen Kapitulation den Saarbrücker Rechtsanwalt Dr. Hans Neureuter mit der Bildung einer saarländischen Zivilverwaltung unter der Bezeichnung Regierungspräsidium Saarbrücken. Dieses wird kurz danach dem neu errichteten Oberpräsidium Mittelrhein-Saar in Neustadt (Weinstraße) unterstellt. Neureuter wird zum Regierungspräsidenten des Saarlandes ernannt.
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10. Juli 1945
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Nachdem die drei Besatzungsmächte Russland, England und Amerika auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 auch Frankreich eine eigene Besatzungszone in Deutschland zugestanden haben,
lösen gemäß der Berliner Erklärung
vom 5. Juni 1945 französische
Truppen im linksrheinischen Reichsgebiet (in dem auch das Saargebiet liegt) die amerikanischen Truppen ab und übernehmen dort die militärische Kontrolle. Sie beziehen ihre neue Besatzungszone in der Zeit vom 10. bis 24. Juli 1945. Ihr Sitz wird Baden-Baden, und zum Militärgouverneur und Oberbefehlshaber der franz. Zone (Commandant en Chef Français en Allemagne) wird am 23. Juli 1945 General Marie-Pierre
Koenig ernannt. Bis Ende Juli haben die Amerikaner das Gebiet verlassen. Französischer Militärgouverneur für den Bereich des Saargebiets wird zunächst General Morlière. Für die französische Verwaltung der saarländischen
Steinkohlengruben
wird am 10. Juli 1945 die Mission Française des
Mines de la Sarre geschaffen
(siehe Kapitel Bergbau).
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10. Juli 1945
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Das im Frühjahr von Exilsaarländern in Paris gegründete MLS (Mouvement pour la Libération de la Sarre - Bewegung für die Befreiung der Saar) wird im Saarland aktiv. Es wird später (etwa Ende 1945) umbenannt in MRS (Mouvement pour le Rattachement de la Sarre à la France - Bewegung für den Anschluss der Saar an Frankreich).
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25.
Juli 1945
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Morlière gliedert kurze Zeit später das Regierungspräsidium Saarbrücken aus dem Zuständigkeitsbereich des Neustadter Oberpräsidiums aus. Mit Schreiben vom 25. Juli 1945 wird
dem Regierungspräsidenten Dr. Neureuter mitgeteilt,
"dass das Saarland künftighin eine eigene
Verwaltungseinheit bildet." Damit wird es aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert,
die nunmehr
nur noch aus den drei Ländern Rheinland-Pfalz,
Baden und Württemberg-Hohenzollern besteht. Die
Saar wird
dadurch politisch von Deutschland abgetrennt und faktisch zum französischen
Wirtschaftsprotektorat erklärt.
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29. Juli 1945
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Die französische Militärregierung übernimmt die Verwaltung des Saarlandes.
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30. August 1945
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Colonel (= Oberst) Gilbert Grandval löst General Morlière (siehe 10. Juli 1945) ab und wird zum neuen Militärgouverneur des Saarlandes ernannt. Damit steht er als Délégué Supérieur an der Spitze der französischen Militärregierung an der Saar (Gouvernement Militaire de la Sarre oder Délégation Supérieure de la Sarre).
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3. Oktober 1945
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General Charles de Gaulle
stattet dem Saarland
als erster höherer französischer Regierungsvertreter
einen Besuch ab, gut einen Monat vor seiner Ernennung
zum Präsidenten der provisorischen Regierung Frankreichs.
Er verspricht den Saarländern, ihnen beim Wiederaufbau
zu helfen, und Hans Neureuter versichert ihn der Treue
des Saarlands zu Frankreich.
(Foto rechts: de Gaulle 1945 am Saarbrücker Rathaus.)
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Anfang
1946
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Am 16. Februar 1946 wird das
Saarland der Zuständigkeit des alliierten Kontrollrates
entzogen. Dies bedeutet, dass Grandval nun unabhängig von General Koenig Entscheidungen für das Saarland treffen kann. - Im Laufe des Jahres werden Prozesse gegen verantwortliche
Nazi-Größen durchgeführt. - Bereits im Januar 1946 werden politische Parteien gegründet und zugelassen, die bereit sind, die politischen Ziele Frankreichs zu unterstützen. Diese bestehen in der Hauptsache darin,
das Saarland von Deutschland abzutrennen
und zumindest wirtschaftlich an Frankreich
anzuschließen. So entstehen die CVP, die SPS
und die DPS
als bürgerliche Parteien,
sowie die KPS. (Siehe dazu auch das Kapitel
Parteien!). Daneben gibt es als politische
Bewegung das MRS (siehe oben, 10. Juli 1945!), das am intensivsten für die völlige Einverleibung
der Saar durch Frankreich eintritt. Diese auch von einigen französischen Politikern angestrebte Eingliederung stößt aber bei den Alliierten (besonders bei den Russen) auf heftigen Widerstand. Deshalb wendet sich die französische Regierung ab Februar 1946 von solchen Annexionsbestrebungen ab und bereitet stattdessen die Schaffung einer Wirtschafts-, Zoll- und Währungsunion des Saarlands mit Frankreich bei
politischer Teilautonomie der Saar vor. CVP, SPS und DPS beschließen im April 1946, diesen Plänen der Franzosen zuzustimmen.
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15.September 1946
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Kommunalwahlen: In dieser ersten Wahl im Saarland nach dem Krieg werden die Gemeinderäte neu gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 93,8 % erhält die CVP 52,4 % der Stimmen, die SPS 25,5 %, die KPS 9,1%, Freie Listen 13%.
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8. Oktober 1946
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Die französische Militärregierung
ist mit der Arbeit des am 4. Mai 1945 von den Amerikanern
eingesetzten Regierungspräsidenten Neureuter nicht zufrieden. Deshalb löst
der Militärgouverneur Grandval das Regierungspräsidium
auf und setzt stattdessen eine Verwaltungskommission ein (Commission Provisoire d’Administration du
Territoire de la Sarre), die sich gemäß den Mehr- heitsverhältnissen der ersten Gemeinderatswahlen vom 12. September 1946 zusammensetzt. Sie ist damit praktisch die Vorläuferin der späteren Regierung. Vorsitzender wird Erwin
Müller
(im Foto in der Mitte). Statt Ministern gibt es sieben Direktoren,
von denen drei der CVP angehören, zwei der SPS und einer der KP (er wird ab 1947 von der DPS gestellt); einer ist
parteilos. 1946: Die
Verwaltungskommission tritt zusammen.
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22. Dezember 1946
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Zwischen dem Saarland und dem angrenzenden Rheinland-Pfalz wird auf Anordnung von General Koenig eine Grenze eingerichtet, die von 1200 französischen Zöllnern überwacht wird. |
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13. Februar 1947
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Gilbert Grandval fordert im Auftrag des französischen
Außenministers Bidault Erwin Müller dazu auf, eine Kommission zur Ausarbeitung einer saarländischen Verfassung zu bilden. Am
23. Mai 1947 ordnet die Verwaltungskommission die Bildung einer Verfassungskommission an. Ihre 20 Mitglieder werden im Verhältnis der Ergebnisse der Gemeinderatswahlen vom 12. September 1946 ausgewählt. Vorsitzender wird Johannes Hoffmann (CVP), Vizepräsident Richard Kirn (SPS). Die von der französischen Regierung als unabdingbar vorgegebenen Richtlinien, die die Abtrennnung
des Saarlands von Deutschland, seinen wirtschaftlichen Anschluss an Frankreich und seine innere Autonomie besiegeln sollen, werden fast
unverändert in den Verfassungsentwurf übernommen.
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8. März 1947
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Nachdem bereits von Januar bis August 1946 medizinisch-klinische Fortbildungskurse im Landeskrankenhaus
Homburg durchgeführt worden sind, wird das anfangs unter der Ägide der Universität- Nancy stehende "Centre
Universitaire d'Études Supérieures de Hombourg" für Mediziner eröffnet.
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16.
Juni 1947
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Die Saar-Mark wird gesetzliches Zahlungsmittel (Details darüber finden Sie hier). Anlässlich der bevorstehenden Einführung der Saar-Mark hat bereits am 13. Juni das kommunistische Mitglied der Verwaltungskommission seinen Rücktritt erklärt, weil seine Partei die wirtschaftliche Vereinigung mit
Frankreich ablehnt.
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5. Oktober 1947
8. November 1947
20. November 1947
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Wahl des ersten saarländischen Landtags nach dem Krieg. Er soll zunächst als Verfassunggebende Versammlung agieren und später, nach der Verabschiedung der Verfassung, als Gesetzgebendes Organ. Ergebnis der Wahl: CVP 51,2 %, SPS 32,8 %, KPS 8,4 %, DPS 7,6 %, Wahlbeteiligung: 95,7 %. Damit haben sich 91,6 % der Wähler für die drei Parteien entschieden, die den wirtschaftlichen Anschluss und die Autonomie befürworten (nur die KP ist dagegen). Dieses Votum wird als Zustimmung des Volkes zu Autonomie und wirtschaftlichem Anschluss gewertet, die somit auf demokratischem Wege zustande gekommen sei. Vor der Wahl ist diese Verknüpfung allerdings absichtlich heruntergespielt worden.
Verabschiedung der Verfassung durch
die Verfassunggebende Versammlung. Das Saarland wird damit zu einem teilautonomen
Staat mit parlamentarischer Regierungsbildung. In einer Präambel werden gleichzeitig
die Unabhängigkeit
der Saar von Deutschland und der wirtschaftliche
Anschluss an Frankreich erklärt. Der französischen Republik obliegt auch die Auslandsvertretung und die Landesverteidigung des Saarlands, das dadurch zu einem französischen Protektorat wird. Die zugestandene politische Teilautonomie ist allerdings zunächst eher theoretischer Art, denn in Wirklichkeit wird auch die Politik in hohem Maße von Frankreich beeinflusst. Auf kulturellem und kirchlichem Gebiet bleiben viele Bindungen an Deutschland erhalten.
Der französische Franc
wird gesetzliches Zahlungsmittel. In
der Folge verbessert sich die Versorgungssituation im
Land erheblich. Es kommen zahlreiche französische
Waren in die Läden. Die Lage wird dadurch zunächst
deutlich besser als "im Reich" (Näheres dazu auf der
Seite Saar-Geld).
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Deckblatt einer am 15.12.1947 herausgegebenen Broschüre, die saarländischen Schülern zur Schulentlassung überreicht wurde. |
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15. Dezember 1947
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Die Verfassung des Saarlandes
tritt in Kraft. Die
bereits seit Oktober 1946 bestehende Verwaltungskommission
wird als Übergangsregierung bis zur Bildung einer Regierung
eingesetzt. |
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21.
Dezember 1947
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Erstes
Kabinett Hoffmann: Johannes Hoffmann wird zum Ministerpräsidenten
gewählt, gleichzeitig wird er Minister für
Inneres u. Wiederaufbau. Staatssekretär in diesem
Ministerium wird Edgar Hector
(CVP). (Die Namen aller Minister finden Sie
unten in der Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.)
Im Landtag hat die CVP die absolute Mehrheit
und geht eine Koalition mit der SPS ein.
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1. Januar 1948
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Die französische Militärregierung
wird in ein Hochkommissariat für das Saarland umgewandelt.
An die Stelle von General Koenig rückt der Hohe Kommissar Gilbert Grandval, der die Einhaltung der in der Verfassung festgelegten Richtlinien
garantieren soll; er untersteht dem Pariser Außenministerium.
Die überwiegend unter französischer Autorität
stehende Régie
des Mines de la Sarre übernimmt
die Verwaltung der Saargruben (siehe Kapitel Bergbau).
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1. März
1948
30. März 1948
20. Juni 1948
15. Juli 1948
15. November 1948
15. Dezember 1948
5. Mai 1949
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Gründung der
Bank
deutscher Länder mit Sitz in Frankfurt/Main, Taunusanlage.
Das Saarland wird voll in das französische Zoll- und Währungs- gebiet einbezogen, und die Zollunion wird damit bestätigt. Die gegenseitigen Beziehungen werden durch Staatsverträge, die so genannten Konventionen, geregelt.
Währungsreform
(Einführung der D-Mark) in den westlichen Besatzungszonen
Deutschlands. Dieser Tag wird dort als "Tag
X" bezeichnet. (Im Saarland wird 11 Jahre später der Tag
der Einführung der Mark ebenfalls so genannt werden, siehe 6.7.1959).
Schaffung einer eigenen saarländischen Staatsangehörigkeit ("SARROIS"), die zwar in Frankreich, aber nicht international anerkannt wird.
Jeder Bürger erhält einen saarländischen
Personalausweis, mit dem man nach Frankreich
reisen kann (über die zwei Arten - rot und grau
- siehe Seite
Ausweise).
Aufnahme des Lehrbetriebs und damit Eröffnung der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.
Französisch-Saarländisches Kulturabkommen, in dem u.a. der Austausch von Hochschullehrern und Forschern sowie die finanzielle
Unterstützung der Universität aus Frankreich geregelt werden. Es wird auch festgelegt, wie die saarländischen Sportverbände
international vertreten werden können und dass die sportlichen Beziehungen zwischen
beiden Ländern entwickelt werden sollen. (Näheres dazu unter Sportpolitik.)
Gründung des Europarats in London. Erste Versammlung am 10. August 1949 in Straßburg.
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23. Mai 1949
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Gründung der
Bundesrepublik
Deutschland. Am 15. September wird Adenauer Bundeskanzler.
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7. Oktober 1949
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Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
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31. Oktober 1949
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Die saarländische Regierung stellt den Antrag auf Aufnahme in den Europarat (siehe 31. März 1950!).
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3. März 1950
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In Paris unterzeichnen Johannes Hoffmann und der französische Außenminister Robert Schuman zwölf "Wirtschafts-Konventionen". Dadurch wird der französische Besatzungsstatus für das Saarland beendet und die Teil-Autonomie besiegelt. Diese Saar-Konventionen regeln die Modalitäten der engen Anlehnung des Saarlandes an Frankreich und die französische Kontrolle der saarländischen Kohlengruben durch die Régie des Mines de la Sarre mit minderheitlicher Beteiligung des saarländischen Staates. - Die allgemeinen Preise und Löhne werden dem französischen Standard angeglichen.
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31. März 1950
Oktober 1950
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Bundesrepublik und Saarland werden vom Generalsekretär des Europarats dazu eingeladen, zwei getrennte assoziierte Mitglieder zu werden, d.h., in die Beratende Versammlung des Europarats einzutreten. Hierüber wird in der BRD heiß diskutiert, weil man die endgültige Abtrennung der Saar befürchtet. Aber im Juli stimmen beide Länder dem Angebot zu. Dadurch wird das Saarland auch international als ein selbstständiges europäisches Land angesehen.
Alle deutschlandfreundlichen Zeitungen werden an der Saar verboten.
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9. Mai 1950
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Schumanplan: Der französische Außenminister Robert Schuman legt im Quai d'Orsay einen Plan vor, in dem er die Gründung einer deutsch-französischen Gemeinschaft für die Kohle- und Stahlproduktion vorschlägt. Dabei sollen auch andere Länder zur Teilnahme eingeladen werden können.
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4. November 1950
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Staatssekretär Edgar Hector unterzeichnet für das Saarland als assoziiertes Mitglied des Europarats in Straßburg die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).
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2. Dezember 1950
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Der Saarländische Landtag beschließt, der Montanunion beizutreten.
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im Jahr 1951
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Eine "illegitime" Opposition gegen die frankreichfreundliche
Politik der Regierung beginnt sich zu regen. Sie kann
aber wegen gesetzlicher Verbote nicht öffentlich
werden. Am 21.05.1951 wird die DPS verboten, weil sie ihre ursprünglich pro-französische Haltung aufgegeben hat. Die anderen prodeutschen Parteien werden
gar nicht erst zugelassen. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit wird
eingeschränkt. |
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14.
April 1951
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Die
beiden SPS-Minister des ersten Kabinetts Hoffmann treten
wegen Streitigkeiten innerhalb der Koalition zurück,
das Regierungsbündnis aus CVP und SPS zerbricht.
Die CVP, die im Landtag weiterhin über die absolute
Mehrheit verfügt, regiert alleine weiter (zweites
Kabinett Hoffmann), Edgar Hector
wird Innenminister und behält dieses Amt bis zum
Oktober 1955. (Die Namen aller Minister finden Sie unten in der nächsten
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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2. Mai 1951
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Die Bundesrepublik (aber nicht das Saarland) wird als vollberechtigtes MItglied in den Europarat aufgenommen.
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22. Mai 1951
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Der Schumanplan (siehe 9. Mai 1950) wird unterzeichnet.
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25. Januar
1952
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Gilbert Grandval wird von der französischen Regierung mit der Leitung der diplomatischen Mission
im Saarland im Range eines Botschafters betraut, und die Saarregierung ernennt den
ehemaligen Kultusminister
Dr. Emil Straus zum
Gesandten der saarländischen Mission
in Paris. Damit ist spätestens jetzt die politische Unabhängigkeit der Saar für Außenstehende
nicht mehr anzuzweifeln. An der bestehenden Zoll- und Wirtschaftsunion
mit Frankreich ändert sich nichts
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30.
November 1952
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Landtagswahlen,
Die Gegner einer Loslösung des Saarlands von Deutschland
fordern zur Abgabe eines leeren Stimmzettels auf, um
gegen den "Separatismus" zu protestieren;
etwa 25% der Stimmberechtigten folgen dieser Aufforderung.
Trotzdem erlangt die CVP Johannes Hoffmanns wiederum
die absolute Mehrheit. |
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23.
Dezember 1952
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Erneute
Bildung einer Koalition zwischen CVP und SPS im dritten
Kabinett Hoffmann. (Die Namen aller Minister finden Sie unten in der
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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Im Jahr 1952
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Schon 1952
schlägt der französische Außenminister
Robert
Schuman die Europäisierung des Saarlandes vor, Bundeskanzler
Konrad
Adenauer willigt ein, um damit die Aufnahme der BRD
in WEU und Nato zu ermöglichen (siehe 28.09.54).
Das Saarland soll einen Autonomiestatus unter dem Dach
der europäischen Institutionen erhalten. |
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13. August 1953
9. März 1954
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Der Natersplan wird im Europarat vorgelegt. Van der Goes van Naters schlägt vor, dass die Saar
europäisches Territorium wird, dessen Interessen
in Außenpolitik und Verteidigung ein europäischer
Kommissar wahrnimmt. Da Frankreich und Deutschland später direkt miteinander verhandeln, kommt der Plan aber nicht zum Tragen.
Adenauer und der französische
Außenminister Georges
Bidault beschließen
die Wiederaufnahme von Saar- Verhandlungen. Am 30. April
wird in Straßburg der Europarat-Plan vorgelegt, der vorsieht, dass die Saar europäisches
Territorium wird, sobald durch den Friedensvertrag eine
Europäische Politische Gemeinschaft ermöglicht
wird. |
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17.
Juli 1954
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Wiederum
Bruch der Koalitionsregierung aus CVP und SPS, ähnlich
dem Vorgang vom 14. April 1951 (siehe oben); Grund:
die beiden
Parteien finden keine Einigung in der Frage des geplanten
Betriebsverfassungsgesetzes. Es kommt zum vierten
Kabinett Hoffmann. (Die Namen aller Minister in der
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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28.September
1954
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In den "Pariser
Verträgen" wird die Aufnahme der Bundesrepublik
in die WEU
(Westeuropäische Union) und die NATO beschlossen (siehe 9. Mai 1955).
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23. Oktober 1954
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Auch die Zukunft des Saarlandes
wird in den "Pariser
Verträgen" geregelt:
Das Abkommen über das "Europäische Saarstatut"
wird von Konrad Adenauer und dem damaligen französischen
Premier- und Außenminister Pierre
Mendès-France
in Paris unterzeichnet. Es wird auch von der saarländischen
Regierung gebilligt und am 24.12.1954 von der französischen
Nationalversammlung sowie am 27.02.1955 vom deutschen
Bundestag genehmigt. Dieses Saar-Statut sieht die Europäisierung
des Saarlandes
unter Beibehaltung der französisch-saarländischen
Wirtschafts- und Währungsunion vor. Die Aufgaben, die bis dahin der französische
Hohe Kommissar ausübte, sollen auf einen von der
Westeuropäischen
Union (WEU) zu
ernennenden europäischen
Kommissar übertragen
werden, und es soll eine Verbesserung der saarländisch-deutschen
Wirtschaftsbeziehungen angestrebt werden (Näheres auf der Seite Saarstatut). Es wird aber
festgelegt, dass sich vorher die Bevölkerung in
einem Referendum
für oder gegen die Annahme des
Saarstatuts entscheiden soll. Der Termin für diese Volksbefragung wird auf den 23.10.1955 festgelegt.
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23. Februar 1955 |
Generalstreik der Metallarbeiter, initiiert von der IG Metall;
gewaltsamer Einsatz der Polizei. |
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9. Mai 1955 |
Die Bundesrepublik
wird
in
einem feierlichen Akt in Paris als 15. Mitglied in die NATO aufgenommen. |
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23. Juli 1955
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Beginn des Abstimmungskampfes. Zulassung der prodeutschen
Parteien (CDU-Saar, DSP und die seit Mai 1951 verbotene
DPS), die sich im Heimatbund zu einer Aktionsgemeinschaft
gegen das Saarstatut zusammenschließen. Auch die Kommunistische Partei kämpft gegen das Statut. Ein Riss geht durch das Saarland: Die Ja-Sager und die Nein-Sager
liefern sich heftige Auseinandersetzungen und regelrechte
Materialschlachten mit Aufklebern, Flugblättern und Plakaten.
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23. Oktober 1955
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Volksbefragung
über das Saarstatut. Sie wird überwacht von einer
Abstimmungskommission, die von der WEU (Westeuropäische
Union) eingesetzt worden ist. Ihr Leiter ist Fernand
Dehousse. Das Statut wird bei einer sehr hohen
Wahlbeteiligung von 97,5 Prozent mit 67,7 %, also mehr als zwei
Dritteln der Stimmen, abgelehnt. Rücktritt
von Johannes Hoffmann als Ministerpräsident, in
den Tagen danach Rücktritt des gesamten Kabinetts.
Mehr
über die Folgen der Ablehnung des Saarstatuts finden
Sie hier. |
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29.
Oktober 1955
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Der
Saar-Landtag wählt den parteilosen Heinrich
Welsch zum Übergangsministerpräsidenten
bis zur Landtagswahl im Dezember
1955, die drei Minister seines Übergangskabinetts
sind ebenfalls parteilos. |
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18.
Dezember 1955
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Die
ersten Landtagswahlen nach der Volksabstimmung:
Wahlbeteiligung 90,4%, stärkste
Parteien: CDU (25,4%)und DPS (24,2%). Aber auch die
CVP erhält noch einmal 21,8% der abgegebenen Stimmen.
Die SPD kommt auf 14,3%. |
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10.
Januar 1956
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Aufgrund dieses Ergebnisses wird eine Koalitionsregierung
aus CDU, SPD
und DPS gebildet ("Heimatbundregie-
rung"). Zum Ministerpräsidenten
wird Dr. Hubert
Ney (CDU) gewählt,
Innenminister wird Fritz Schuster (DPS), Justiz- und
Kultusminister Egon Reinert (CDU) und Arbeitsminister
Kurt Conrad (SPD). |
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27.
Oktober 1956
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Die seit dem Frühjahr geführten
deutsch-französischen
Verhandlungen
über die Angliederung der Saar an die Bundesrepublik werden mit
der Unterzeichnung des Saar-Abkommens zur Regelung der Saarfrage ("Saar-Vertrag" oder "Luxemburger Vertrag") beendet. Es soll am 1. Januar 1957 in Kraft treten.
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14. Dezember 1956
20. Dezember 1956
23. Dezember 1956
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Der saarländische Landtag
erklärt den förmlichen Beitritt des
Saarlandes zum Geltungsbereich des deutschen Grundgesetzes.
Das
Gesetz zur Änderung der saarländischen Verfassung vom 15. Dezember 1947 wird im Landtag mit der für Verfassungsänderungen erforderlichen
Mehrheit angenommen. Am 31. Dezember 1956 wird es im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht, damit es am 1.1.1957 in Kraft treten kann. Durch die Änderung wird vor allem die Präambel ersatzlos gestrichen (s. oben, 15.12.1947).
Das Bundesgesetz über die Eingliederung des Saarlandes wird im Deutschen Bundestag verabschiedet. Es wird ebenfalls am 1.1.1957 in Kraft treten.
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1.
Januar 1957
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Politischer
Anschluss des Saarlands an die Bundesrepublik
Deutschland: Das Saarland wird an diesem Tag
zehntes deutsches Bundesland
(elftes, wenn man Berlin mitzählt).
Der deutsche
Bundeskanzler Konrad
Adenauer besucht
das Saarland aus diesem Anlass am 1. Januar 1957, der
amtierende Bundespräsident Prof. Theodor Heuss am
26. Januar 1957.
(Fotos zu diesen
Besuchen finden Sie hier, weitere Details zur Angliederung auf dieser Seite.) |
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4.
Juni 1957
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Nachdem
Ministerpräsident Hubert
Ney wegen Streitigkeiten innerhalb
der Regierungskoalition zurückgetreten ist, wählt
der Landtag
den bisherigen Justizminister Egon Reinert
(CDU) zum neuen Ministerpräsidenten.
Dieser setzt die seit dem 10. Januar 1956 bestehende
Koalition aus CDU, SPD und DPS
fort. |
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26.
Februar 1959
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Egon Reinert bildet seine Regierung
um. In dem neuen Kabinett aus CDU, SPD und CVP ist die
DPS nicht mehr vertreten. Ludwig Schnur (CVP) wird Minister
für öffentliche Arbeiten und Wohnungsbau,
und Reinert übernimmt zusätzlich die Leitung
des Justizministeriums. |
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30.
April 1959
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Nach
dem Tod von Egon Reinert (er stirbt am 23. April 1959
bei einem Verkehrsunfall, dessen Umstände nie ganz
aufgeklärt wurden) wählt der Landtag den bisherigen
Kultusminister Franz-Josef Röder
(CDU) zum Ministerpräsidenten. Er tritt sein Amt am 23. Juni 1959 mit einer CDU/FPD-Koalition an.
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6.
Juli 1959
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"Tag X": Wirtschaftlicher Anschluss an die Bundesrepublik. Das Saarland wird in das deutsche Wirtschaftsgebiet eingegliedert, die D-Mark
wird eingeführt. Damit endet die saarländisch-französische
Wirtschafts- und Währungsunion.
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1959 bis 1979
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Nach der Angliederung:
Franz-Josef
Röder bleibt Ministerpräsident bis zu seinem
Tod am 26. Juni 1979. Die von ihm geführten vier
Kabinette erreichen eine völlige Integrierung des
Saarlandes in das Gefüge der Bundesrepublik. |
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1979 bis heute
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Spätere
Ministerpräsidenten des Saarlandes:
Werner
Zeyer (CDU) vom 5. Juli 1979 bis 9.
April 1985, Oskar Lafontaine
(SPD) bis 9. November 1998, Reinhard Klimmt
(SPD) bis 29. September 1999, seitdem Peter
Müller (CDU).
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