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Hinweis:
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Einträge in
dieser
Farbe
beziehen sich auf Ereignisse außerhalb des Saarlandes
(also in der Bundesrepublik, der DDR und anderen Ländern) sowie auf internationale Entwicklungen. |
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März 1945
21. März 1945
4. Mai 1945
8. Mai 1945
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Die Amerikaner besetzen außer dem Gebiet der eigentlichen späteren Amerikanischen Zone auch das linksrheinische Reichsgebiet, zu dem neben Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg-Hohenzollern auch das Saargebiet gehört.
Amerikanische Truppen marschieren im Saarland ein, über dem Saarbrücker Rathauseingang wird die amerikanische Flagge gehisst. Damit ist der 2. Weltkrieg für das stark verwüstete
und fast menschenleere Saarland beendet. In Saarbrücken werden nur noch etwa 7.000 Einwohner gezählt (von ca. 130.000 vor dem Krieg). Der Befehlshaber
der US-Truppen, Oberst Louis
G. Kelly, ernennt Heinrich Wahlster zum Oberbürgermeister von Saarbrücken.
Kelly beauftragt noch vor der offiziellen deutschen Kapitulation den Saarbrücker Rechtsanwalt Dr. Hans Neureuter mit der Bildung einer saarländischen Zivilverwaltung in dem neu geschaffenen Regierungspräsidium Saarbrücken. Dieses wird kurz danach dem ebenfalls neu errichteten Oberpräsidium Mittelrhein-Saar in Neustadt (Weinstraße) unterstellt. Neureuter wird zum Regierungspräsidenten des Saarlandes ernannt.
Die deutschen Streitkräfte erklären die militärische Kapitulation.
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ab 10. Juli 1945
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Da die drei Besatzungsmächte Russland, England und Amerika auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 auch Frankreich eine eigene Besatzungszone in Deutschland zugestanden haben,
lösen gemäß der Berliner Erklärung
vom 5. Juni 1945 französische
Truppen im linksrheinischen Reichsgebiet die amerikanischen Truppen ab und übernehmen dort die militärische Kontrolle. Sie beziehen ihre neue Besatzungszone in der Zeit vom 10. bis 24. Juli 1945. Ihr Sitz wird Baden-Baden, und zum Militärgouverneur und Oberbefehlshaber der Französischen Zone (Commandant en Chef Français en Allemagne) wird am 23. Juli 1945 General Marie-Pierre
Koenig ernannt. Bis Ende Juli haben die Amerikaner das Gebiet verlassen. Französischer Militärgouverneur für den Bereich des Saargebiets wird zunächst General Morlière. Für die französische Verwaltung der saarländischen
Steinkohlengruben
wird am 10. Juli 1945 die Mission Française des
Mines de la Sarre geschaffen
(siehe Kapitel Bergbau).
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Juli 1945
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Das am 25. März 1945 von Exilsaarländern in Paris gegründete MLS (Mouvement pour la Libération de la Sarre - Bewegung für die Befreiung der Saar) wird im Saarland aktiv. Es wird später (etwa Ende 1945) umbenannt in MRS (siehe weiter unten, "Anfang 1946").
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25.
Juli 1945
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Morlière gliedert kurze Zeit später das Regierungspräsidium Saar aus dem Zuständigkeitsbereich des Neustädter Oberpräsidiums Mittelrhein (s. 4. Mai 1945) aus. Mit Schreiben vom 25. Juli 1945 wird
dem Regierungspräsidenten Dr. Neureuter mitgeteilt,
"dass das Saarland künftighin eine eigene
Verwaltungseinheit bildet." Damit wird es aus der französischen Besatzungszone herausgelöst,
die nunmehr
nur noch aus den drei Ländern Rheinland-Pfalz,
Baden und Württemberg-Hohenzollern besteht. Die
Saar wird
dadurch politisch von Deutschland abgetrennt und faktisch zum französischen
Wirtschaftsprotektorat erklärt.
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29. Juli 1945
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Die französische Militärregierung übernimmt die Verwaltung des Saarlandes.
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30. August 1945
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Colonel (= Oberst) Gilbert Grandval löst General Morlière (siehe 10. Juli 1945) ab und wird zum
neuen Militärgouverneur des Saarlandes ernannt. Damit steht er als Délégué Supérieur an der Spitze der französischen Militärregierung an der Saar (französische Bezeichnungen: Gouvernement Militaire de la Sarre und
Délégation
Supérieure de la Sarre).
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3. Oktober 1945
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General Charles de Gaulle
stattet dem Saarland
als erster höherer französischer Regierungsvertreter
einen Besuch ab, gut einen Monat vor seiner Ernennung
zum Präsidenten der proviso- rischen Regierung Frankreichs.
Er verspricht den Saarländern, ihnen beim Wiederaufbau
zu helfen, und Hans Neureuter versichert ihn der Treue
des Saarlandes zu Frankreich.
(Das Foto zeigt General de Gaulle 1945 am Saarbrücker Rathaus.)
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Anfang
1946
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Am 16. Februar 1946 wird das
Saarland der Zuständigkeit des alliierten Kontrollrates
entzogen. Dies bedeutet, dass Grandval nun unabhängig von General Koenig Entscheidungen für das Saarland treffen kann. - Im Laufe des Jahres werden Prozesse gegen verantwortliche
Nazi-Größen durchgeführt. Bereits im Januar 1946 werden politische Parteien gegründet und zugelassen, die bereit sind, die politischen Ziele Frankreichs zu unterstützen: Abtrennung des
Saarlands von Deutschland
und wirtschaftlicher Anschluss an Frankreich.
So entstehen CVP, SPS
und DPS
als bürgerliche Parteien,
sowie die KPS. (Mehr dazu im Kapitel
Parteien!).
Daneben gibt es als politische Bewegung das MRS (Mouvement pour le Rattachement de la Sarre à la France - Bewegung für den Anschluss der Saar an Frankreich), das für die völlige Einverleibung
der Saar durch Frankreich eintritt (siehe auch oben, "Juli 1945"). Eine solche vollständige Eingliederung, die ursprünglich auch von verschiedenen französischen Politikern angestrebt wurde, stößt aber bei den Alliierten,
besonders bei den Russen und den Amerikanern, auf heftigen Widerstand.
Deshalb wendet sich die französische Regierung spätestens im Februar 1946 vollständig von solchen Bestrebungen ab und bereitet stattdessen die Schaffung einer Wirtschafts-, Zoll-
und Währungsunion des Saarlandes mit Frankreich bei
gleichzeitiger politischer Teilautonomie der Saar vor. CVP, SPS und DPS beschließen im April 1946, diesen Plänen zuzustimmen. Das MRS bleibt trotzdem weiter aktiv an der Saar.
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15.September 1946
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Kommunalwahlen: In dieser ersten Wahl im Saarland nach dem Krieg werden die Gemeinderäte neu gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 93,8 % erhält die CVP 52,4 % der Stimmen, die SPS 25,5 %, die KPS 9,1%, Freie Listen 13%.
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8. Oktober 1946
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Die französische Militärregierung
ist mit der Arbeit des am 4. Mai 1945 von den Amerikanern
einge- setzten Regierungspräsidenten Neureuter nicht zufrieden. Deshalb löst
der Militärgouverneur Grandval das Regierungspräsidium
auf und setzt stattdessen eine Verwaltungskommission ein (Commission Provisoire d’Administration du
Territoire de la Sarre), die sich gemäß den Mehr- heitsverhältnissen der ersten Gemeinderatswahlen vom 12. September 1946 zusammensetzt. Sie ist damit praktisch die Vorläuferin der späteren Regierung. Vorsitzender wird Erwin
Müller
(im Foto in der Mitte). Statt Ministern gibt es sieben Direktoren, von denen drei der CVP angehören, zwei der SPS und einer der KP (er wird ab 1947 durch einen Vertreter der DPS ersetzt); einer ist parteilos. - Foto: Die
Verwaltungskommission tritt zusammen. An der Wand ist eine Flagge zu sehen, die der erst 1948 offiziell eingeführten Saar-Flagge ähnelt; es handelte sich vermutlich um einen Entwurf oder Verläufer .
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22. Dezember 1946
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Zwischen dem Saarland und dem angrenzenden Rheinland-Pfalz wird auf Anordnung von General Koenig eine Grenze eingerichtet, die von 1200 französischen Zöllnern überwacht wird. |
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13. Februar 1947
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Gilbert Grandval fordert im Auftrag des französischen
Außenministers Bidault Erwin Müller dazu auf, eine Kommission zur Ausarbeitung einer saarländischen Verfassung zu bilden. Am
23. Mai 1947 ordnet die Verwaltungskommission die Bildung einer Verfassungskommission an. Ihre 20 Mitglieder werden im Verhältnis der Ergebnisse der Gemeinderatswahlen vom 12. September 1946 ausgewählt. Vorsitzender wird Johannes Hoffmann (CVP), Vizepräsident Richard Kirn (SPS). Die von der französischen
Regierung als unabdingbar vorgegebenen Richtlinien, die die Abtrennnung
des Saarlands von Deutschland, seinen wirtschaftlichen Anschluss an Frankreich und seine innere Autonomie besiegeln sollen, werden fast
unverändert in den Verfassungsentwurf übernommen.
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8. März 1947
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Nachdem bereits von Januar bis August 1946 medizinisch-klinische Fortbildungskurse im Landeskrankenhaus
Homburg durchgeführt worden sind, wird das anfangs unter der Ägide der Universität Nancy stehende "Centre
Universitaire d'Études Supérieures de Hombourg" für Mediziner eröffnet. Hieraus entwickelt sich in den folgenden Jahren die Universität des Saarlandes (siehe 15. Nov. 1948).
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17./18. Mai 1947
23. Mai 1947
16. Juni 1947
25. September 1947
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Anlässlich der bevorstehenden Einführung der Saar-Mark (siehe 16. Juni 1947), die als Einleitung des wirtschaftlichen Anschlusses der Saar an Frankreich angesehen wird, bestätigt der Parteitag der Kommunistischen Partei des Saarlandes die Entschließung des Parteisekretariats, den Vertreter der Partei, Regierungsdirektor Neufang, aus der Verwaltungskommission zurückzuziehen. Die KP ist die einzige Partei, die die
wirtschaftliche Vereinigung mit
Frankreich ablehnt. Da aber die französische KP im dortigen Parlament eine ziemlich starke Stellung hat, kann Grandval nicht umhin, sie an der Saar zuzulassen.
Die 20 Mitglieder der Verfassungskommission werden ernannt. Den Vorsitz übernimmt Johannes Hoffmann.
Die Saar-Mark wird gesetzliches Zahlungsmittel (Details darüber finden Sie auf der Seite Saar-Geld.
Der Verfassungsentwurf wird veröffentlicht.
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5. Oktober 1947
8. November 1947
20. November 1947
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Wahl einer Verfassunggebenden Versammlung. Sie wird nach der Verabschiedung der Verfassung (siehe 8. November1947) in den ersten saarländischen Landtag umfunktioniert und damit als Gesetzgebendes Organ des Landes fungieren.
Ergebnis der Wahl: CVP 51,2 %, SPS 32,8 %, KPS 8,4 %, DPS 7,6 %, Wahlbeteiligung: 95,7 %. Damit haben sich 91,6 % der Wähler für die drei Parteien entschieden, die den wirtschaftlichen Anschluss und die Autonomie befürworten (nur die KP ist dagegen). Dieses Votum wird als Zustimmung des Volkes zu Autonomie
und wirtschaftlichem Anschluss gewertet, die somit angeblich "auf demokratischem Wege" zustande gekommen sei.
Verabschiedung der Verfassung durch
die Verfassunggebende Versammlung, die damit zum Landtag wird. Das Saarland wird ein teilautonomer
Staat mit parlamentarischer Regierungsbildung. In einer Präambel zur Verfassung werden
die Unabhängigkeit
der Saar von Deutschland und ihr wirtschaftlicher
Anschluss an Frankreich erklärt. Der französischen Republik obliegen auch die Auslandsvertretung und die Verteidigung des Landes, das dadurch zu einem französischen Protektorat ("Saarprotektorat") wird. Die zugestandene politische Teilautonomie ist allerdings zunächst
eher theoretischer Art, denn auch die Politik wird von den Franzosen beeinflusst oder zumindest kontrolliert. Sie wollen damit sicherstellen, dass die Saarregierung nicht gegen die französischen Interessen verstößt. - Auf kulturellem und kirchlichem Gebiet bleiben aber viele Bindungen an Deutschland erhalten.
Der französische Franc
wird gesetzliches Zahlungsmittel. In
der Folge verbessert sich die Versorgungssituation im
Land erheblich. Es kommen zahlreiche französische
Waren in die Läden. Die Lage wird dadurch zunächst
deutlich besser als "im Reich" (Näheres dazu auf der
Seite Saar-Geld).
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Deckblatt einer am 15.12.1947 herausgegebenen Broschüre, die saarländischen Schülern zur
Schulentlassung überreicht wurde.
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15. Dezember 1947
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Die Verfassung des Saarlandes
tritt in Kraft. Die
bereits seit Oktober 1946 bestehende Verwaltungskommission
wird als Übergangsregierung bis zur Bildung einer Regierung
eingesetzt. |
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21.
Dezember 1947
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Erstes
Kabinett Hoffmann: Johannes Hoffmann wird zum Ministerpräsidenten
gewählt, gleichzeitig wird er Minister für
Inneres u. Wiederaufbau. Staatssekretär in diesem
Ministerium wird Edgar Hector
(CVP). (Die Namen aller Minister finden Sie
unten in der Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.)
Im Landtag hat die CVP die absolute Mehrheit
und geht eine Koalition mit der SPS ein.
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1. Januar 1948
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Die französische Militärregierung
wird in ein Hochkommissariat für das Saarland umgewandelt.
An die Stelle von General Koenig rückt der Hohe Kommissar Gilbert Grandval, der die Einhaltung der in der Verfassung festgelegten Richtlinien
garantieren soll; er untersteht dem Pariser Außenministerium.
Die überwiegend unter französischer Autorität
stehende Régie
des Mines de la Sarre übernimmt
die Verwaltung der Saargruben (siehe Kapitel Bergbau).
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1. März
1948
30. März 1948
20. Juni 1948
15. Juli 1948
15. November 1948
15. Dezember 1948
5. Mai 1949
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Gründung der
Bank
deutscher Länder mit Sitz in Frankfurt/Main, Taunusanlage.
Das Saarland wird voll in das französische Zoll- und Währungs- gebiet einbezogen, und die Zollunion wird damit bestätigt. Die gegenseitigen Beziehungen werden durch Staatsverträge, die so genannten
Konventionen, geregelt.
Währungsreform
(Einführung der D-Mark) in den westlichen Besatzungszonen
Deutschlands. Dieser Tag wird dort als "Tag
X" bezeichnet. (Im Saarland wird 11 Jahre später der Tag
der Einführung der Mark ebenfalls so genannt werden, siehe 6.7.1959).
Schaffung einer eigenen saarländischen Staatsangehörigkeit ("SARROIS"), die zwar in Frankreich, aber nicht international anerkannt wird.
Jeder Bürger erhält einen saarländischen
Personalausweis. (Nähere Einzelheiten darüber finden Sie auf den
Seiten
Staatsangehörigkeit und Ausweise).
Aufnahme des Lehrbetriebs und damit Eröffnung der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.
Französisch-Saarländisches Kulturabkommen, in dem u.a. der Austausch von Hochschullehrern und Forschern sowie die finanzielle
Unterstützung der Universität aus Frankreich geregelt werden. Es wird auch festgelegt, wie die saarländischen Sportverbände
international vertreten werden können und dass die sportlichen Beziehungen zwischen
beiden Ländern entwickelt werden sollen. (Näheres dazu unter Sportpolitik.)
Gründung des Europarats in London. Erste Versammlung am 10. August 1949 in Straßburg.
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23. Mai 1949
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Gründung der
Bundesrepublik
Deutschland. Am 15. September wird Adenauer Bundeskanzler.
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7. Oktober 1949
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Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
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31. Oktober 1949
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Die saarländische Regierung stellt den Antrag auf Aufnahme in den Europarat (siehe 31. März 1950!).
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3. März 1950
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In Paris unterzeichnen Johannes Hoffmann und der französische Außenminister Robert Schuman zwölf Abkommen zur Regelung des Verhältnisses zwischen dem Saarland und Frankreich. Dadurch wird der französische Besatzungsstatus für das Saarland beendet und die Teil-Autonomie besiegelt. Diese Saarkonventionen regeln die Modalitäten
der engen Anlehnung des Saarlandes an Frankreich und die französische Kontrolle der saarländischen Kohlengruben durch die Régie des Mines de la Sarre mit paritätischer Beteiligung des saarländischen Staates. Die allgemeinen Preise und Löhne werden dem französischen Standard angeglichen. Der Landtag ratifiziert die Saarkonventionen am 4. April 1950. - Bundeskanzler Adenauer legt am 10. März 1950 vor dem Bundestag Rechtsverwahrung
gegen diese
Saar-Konventionen ein.
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31. März 1950
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Bundesrepublik und Saarland werden vom Generalsekretär des Europarats dazu eingeladen, zwei getrennte assoziierte Mitglieder zu werden, d.h., in die Beratende Versammlung des Europarats einzutreten. Hierüber wird in der BRD heiß diskutiert, weil man die endgültige Abtrennung der Saar
befürchtet.
Aber im Juli stimmen beide Länder dem Angebot zu. Damit werden die BRD (am 13. Juli 1950) und das Saarland (am 03. August 1950) assoziierte Mitglie- der im Europarat. Dies stärkt den internationalen Ruf der Saar als ein selbstständiges europäisches
Land. (Siehe auch 2. Mai 1951)
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9. Mai 1950
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Schumanplan: Der französische Außenminister Robert Schuman legt im Quai d'Orsay einen Plan vor, in dem er die Grün- dung einer deutsch-französischen Gemeinschaft für die Kohle- und Stahlproduktion vorschlägt. Diese soll auch anderen Ländern zum Beitritt offenstehen. (Dieser Plan führt ein Jahr später zur Gründung der EGKS - siehe 18. Apr.1951)
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Oktober 1950
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Alle deutschlandfreundlichen Zeitungen werden an der Saar verboten.
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4. November 1950
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Staatssekretär Edgar Hector unterzeichnet für das Saarland als assoziiertes Mitglied des Europarats in Straßburg die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).
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2. Dezember 1950
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Der saarländische Landtag fordert in einer Resolution, dass das Saarland als Unterzeichnerstaat an der Gründung der EGKS (Montanunion) (siehe 18. April 1951) beteiligt wird. Dieses Ziel wird aber nicht erreicht, da die Bundesrepublik sich heftig dagegen wehrt. Sie befürchtet, dass damit die Autonomie des Saarlandes festgeschrieben würde.
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im Jahr 1951
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Eine "illegitime" Opposition gegen die frankreichfreundliche
Politik der Regierung beginnt sich zu regen. Sie kann
aber wegen gesetzlicher Verbote nicht öffentlich
werden. Am 21.05.1951 wird die DPS verboten, weil sie ihre ursprünglich pro-französische Haltung aufgegeben hat. Die anderen prodeutschen Parteien werden
gar nicht erst zugelassen. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit wird
eingeschränkt. |
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14.
April 1951
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Die
beiden SPS-Minister des ersten Kabinetts Hoffmann treten
wegen Streitigkeiten innerhalb der Koalition zurück,
das Regierungsbündnis aus CVP und SPS zerbricht.
Die CVP, die im Landtag weiterhin über die absolute
Mehrheit verfügt, regiert alleine weiter (zweites
Kabinett Hoffmann), Edgar Hector
wird Innenminister und behält dieses Amt bis zum
Oktober 1955. (Die Namen aller Minister finden Sie unten in der nächsten
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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18. April 1951
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Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen den Vertrag zur Gründung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), auch Montanunion genannt. Damit wird der Schumanplan verwirklicht (siehe 9. Mai und 2. Dezember 1950!).
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2. Mai 1951
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Die Bundesrepublik wird als vollberechtigtes Mitglied in den Europarat aufgenommen. Das Saarland bleibt weiterhin assoziiertes Mitglied, und zwar bis zu seiner Eingliederung in die Bundesrepublik am 1.1.1957.
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25. Januar
1952
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Gilbert Grandval wird von der französischen Regierung mit der Leitung der diplomatischen Mission
im Saarland im Range eines Botschafters betraut, und die Saarregierung ernennt ihren
ehemaligen Kultusminister
Dr. Emil Straus zum
Gesandten der saarländischen Mission in Paris, die in der Villa Said ihr Gesandtschaftsgebäude einrichtet. Damit ist spätestens jetzt die politische Unabhängigkeit der Saar für Außenstehende
nicht mehr anzuzweifeln. An der bestehenden Zoll- und Wirtschaftsunion
mit Frankreich ändert sich nichts
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30.
November 1952
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Landtagswahlen,
Die Gegner einer Loslösung des Saarlands von Deutschland
fordern zur Abgabe eines leeren Stimmzettels auf, um
gegen den "Separatismus" zu protestieren;
etwa 25% der Stimmberechtigten folgen dieser Aufforderung.
Trotzdem erlangt die CVP Johannes Hoffmanns wiederum
die absolute Mehrheit. |
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23.
Dezember 1952
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Erneute
Bildung einer Koalition zwischen CVP und SPS im dritten
Kabinett Hoffmann. (Die Namen aller Minister finden Sie unten in der
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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Im Jahr 1952
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Schon 1952
schlägt der französische Außenminister
Robert
Schuman die Europäisierung des Saarlandes vor, Bundeskanzler
Konrad
Adenauer willigt ein, um damit die Aufnahme der BRD
in WEU und Nato zu ermöglichen (siehe 28.09.54).
Das Saarland soll einen Autonomiestatus unter dem Dach
der europäischen Institutionen erhalten. |
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13. August 1953
9. März 1954
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Der Natersplan wird im Europarat vorgelegt. Van der Goes van Naters schlägt vor, dass die Saar
europäisches Territorium wird, dessen Interessen
in Außenpolitik und Verteidigung ein europäischer
Kommissar wahrnimmt. Da Frankreich und Deutschland später direkt miteinander verhandeln, kommt der Plan aber nicht zum Tragen.
Adenauer und der französische
Außenminister Georges
Bidault beschließen
die Wiederaufnahme von Saar- Verhandlungen. Am 30. April
wird in Straßburg der Europarat-Plan vorgelegt, der vorsieht, dass die Saar europäisches
Territorium wird, sobald durch den Friedensvertrag eine
Europäische Politische Gemeinschaft ermöglicht
wird. |
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17.
Juli 1954
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Wiederum
Bruch der Koalitionsregierung aus CVP und SPS, ähnlich
dem Vorgang vom 14. April 1951 (siehe oben); Grund:
die beiden
Parteien finden keine Einigung in der Frage des geplanten
Betriebsverfassungsgesetzes. Es kommt zum vierten
Kabinett Hoffmann. (Die Namen aller Minister in der
Tabelle mit den Kabinetten Hoffmann.) |
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28.September
1954
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In den "Pariser
Verträgen" wird die Aufnahme der Bundesrepublik
in die WEU
(Westeuropäische Union) und die NATO beschlossen (siehe 9. Mai 1955).
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23. Oktober 1954
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Auch die Zukunft des Saarlandes
wird in den "Pariser
Verträgen" geregelt:
Das Abkommen über das "Europäische Saarstatut"
wird von Konrad Adenauer und dem damaligen französischen
Premier- und Außenminister Pierre
Mendès-France
in Paris unterzeichnet. Es wird auch von der saarländischen
Regierung gebilligt und am 24.12.1954 von der französischen
Nationalversammlung sowie am 27.02.1955 vom deutschen
Bundestag genehmigt. Dieses Saar-Statut sieht die Europäisierung
des Saarlandes
unter Beibehaltung der französisch-saarländischen
Wirtschafts- und Währungsunion vor. Die Aufgaben, die bis dahin der französische
Hohe Kommissar ausübte, sollen auf einen von der
Westeuropäischen
Union (WEU) zu
ernennenden europäischen
Kommissar übertragen
werden, und es soll eine Verbesserung der saarländisch-deutschen
Wirtschaftsbeziehungen angestrebt werden (Näheres auf der Seite Saarstatut). Es wird aber
festgelegt, dass sich vorher die Bevölkerung in
einem Referendum
für oder gegen die Annahme des
Saarstatuts entscheiden soll. Der Termin für diese Volksbefragung wird auf den 23.10.1955 festgelegt.
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23. Februar 1955 |
Generalstreik der Metallarbeiter, initiiert von der IG Metall;
gewaltsamer Einsatz der Polizei. |
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9. Mai 1955 |
Die Bundesrepublik
wird
in
einem feierlichen Akt in Paris als 15. Mitglied in die NATO aufgenommen. |
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23. Juli 1955
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Beginn des Abstimmungskampfes. Zulassung der prodeutschen
Parteien (CDU-Saar, DSP und die seit Mai 1951 verbotene
DPS), die sich am 3. September im Heimatbund zu einer Aktionsgemeinschaft
gegen das Saarstatut zusammenschließen. Auch die Kommunistische Partei kämpft gegen das Statut. Ein Riss geht durch das Saarland: Die Ja-Sager und die Nein-Sager
liefern sich heftige Auseinandersetzungen und regelrechte
Materialschlachten mit Aufklebern, Flugblättern und Plakaten.
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23. Oktober 1955
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Volksbefragung
über das Saarstatut. Sie wird überwacht von einer
Abstimmungskommission, die von der WEU (Westeuropäische
Union) eingesetzt worden ist. Ihr Leiter ist Fernand
Dehousse. Das Statut wird bei einer sehr hohen
Wahlbeteiligung von 97,5 Prozent mit 67,7 %, also mehr als zwei
Dritteln der Stimmen, abgelehnt. Rücktritt
von Johannes Hoffmann als Ministerpräsident, in
den Tagen danach Rücktritt des gesamten Kabinetts.
Hier finden Sie ausführliche Infos über die Volksbefragung und über die Folgen
der Ablehnung des Saarstatuts.
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29.
Oktober 1955
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Der
Saar-Landtag wählt den parteilosen Heinrich
Welsch zum Übergangsministerpräsidenten
bis zur Landtagswahl im Dezember
1955, die drei Minister seines Übergangskabinetts
sind ebenfalls parteilos. |
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18.
Dezember 1955
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Die
ersten Landtagswahlen nach der Volksabstimmung:
Wahlbeteiligung 90,4%, stärkste
Parteien: CDU (25,4%) und DPS (24,2%). Aber auch die
CVP erhält noch einmal 21,8% der abgegebenen Stimmen.
Die SPD kommt auf 14,3%. |
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10.
Januar 1956
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Aufgrund dieses Ergebnisses wird eine Koalitionsregierung
aus CDU, SPD
und DPS gebildet ("Heimatbundregierung"). Zum Ministerpräsidenten
wird Dr. Hubert
Ney (CDU) gewählt,
Innenminister wird Fritz Schuster (DPS), Justiz- und
Kultusminister Egon Reinert (CDU) und Arbeitsminister
Kurt Conrad (SPD).
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27.
Oktober 1956
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Die seit dem Frühjahr geführten
deutsch-französischen
Verhandlungen
über die Angliederung der Saar an die Bundesrepublik werden mit
der Unterzeichnung des Saar-Abkommens zur Regelung der Saarfrage ("Saar-Vertrag" oder "Luxemburger Vertrag") beendet. Es soll am 1. Januar 1957 in Kraft treten.
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14. Dezember 1956
20. Dezember 1956
23. Dezember 1956
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Der saarländische Landtag
erklärt den förmlichen Beitritt des
Saarlandes zum Geltungsbereich des deutschen Grundgesetzes.
Das
Gesetz zur Änderung der saarländischen Verfassung vom 15. Dezember 1947 wird im Landtag mit der für Verfassungsänderungen erforderlichen
Mehrheit angenommen. Am 31. Dezember 1956 wird es im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht, damit es am 1.1.1957 in Kraft treten kann. Durch die Änderung wird vor allem die Präambel ersatzlos gestrichen (s. oben, 15.12.1947).
Das Bundesgesetz über die Eingliederung des Saarlandes wird im Deutschen Bundestag verabschiedet. Es wird ebenfalls am 1.1.1957 in Kraft treten.
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1.
Januar 1957
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Politischer
Anschluss des Saarlands an die Bundesrepublik
Deutschland: Das Saarland wird an diesem Tag
zehntes deutsches Bundesland
(elftes, wenn man Berlin mitzählt) [1].
Der deutsche
Bundeskanzler Konrad
Adenauer besucht
das Saarland aus diesem Anlass am 1. Januar 1957, der
amtierende Bundespräsident Prof. Theodor Heuss kommt am
26. Januar 1957 zu Besuch
(Fotos zu beiden
Besuchen finden Sie hier, weitere Details zur Angliederung auf dieser Seite.) |
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4.
Juni 1957
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Nachdem
Ministerpräsident Hubert
Ney wegen Streitigkeiten innerhalb
der Regierungskoalition zurückgetreten ist, wählt
der Landtag
den bisherigen Justizminister Egon Reinert
(CDU) zum neuen Ministerpräsidenten.
Dieser setzt die seit dem 10. Januar 1956 bestehende
Koalition aus CDU, SPD und DPS
fort. |
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26.
Februar 1959
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Egon Reinert bildet seine Regierung
um. In dem neuen Kabinett aus CDU, SPD und CVP ist die
DPS nicht mehr vertreten. Ludwig Schnur (CVP) wird Minister
für öffentliche Arbeiten und Wohnungsbau,
und Reinert übernimmt zusätzlich die Leitung
des Justizministeriums. |
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30.
April 1959
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Nach
dem Tod von Egon Reinert (er stirbt am 23. April 1959
bei einem Verkehrsunfall, dessen Umstände nie ganz
aufgeklärt wurden) wählt der Landtag den bisherigen
Kultusminister Franz-Josef Röder
(CDU) zum Ministerpräsidenten. Er tritt sein Amt am 23. Juni 1959 mit einer CDU/FPD-Koalition an.
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6.
Juli 1959
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"Tag X": Wirtschaftlicher Anschluss an die Bundesrepublik.
Das Saarland wird in das deutsche Wirtschaftsgebiet eingegliedert, die D-Mark
wird eingeführt. Damit endet die saarländisch-französische
Wirtschafts- und Währungsunion.
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1959 bis 1979
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Nach der Angliederung:
Franz-Josef
Röder bleibt Ministerpräsident bis zu seinem
Tod am 26. Juni 1979. Die von ihm geführten vier
Kabinette erreichen eine völlige Integrierung des
Saarlandes in das Gefüge der Bundesrepublik. |
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1979 bis heute
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Spätere
Ministerpräsidenten des Saarlandes:
Werner
Zeyer (CDU) vom 5. Juli 1979 bis 9.
April 1985, Oskar Lafontaine
(SPD) bis 9. November 1998, Reinhard Klimmt
(SPD) bis 29. September 1999, Peter
Müller (CDU) bis 9. August 2011, seitdem Annegret Kramp-Karren- bauer (CDU.
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[1] Anmerkung zum 1. Januar 1957, Thema "10. oder 11. Bundesland": Bis Ende 1956 bildeten neun Bundesländer die damalige BRD. West-Berlin galt wegen des Viermächtestatus der Stadt Berlin noch nicht als “vollwertiges” Bundesland. [Mehr darüber in wikipedia unter "Berlin-Frage", Abschnitt 3.1.] Erst 1990 wurde Berlin gleichzeitig mit den fünf ostdeutschen Ländern
zu einem gleichberechtigten Bundesland. Das Saarland wurde also 1957 zum zehnten Bundesland - wenn man West-Berlin ungeachtet seines damaligen Sonderstatus aber mitzählt, zum elften.
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