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www.saar-nostalgie.de - VERKEHR
Vous trouvez des textes en français après les petites tricolores
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d) PKW - französische Fabrikate
Voitures particulières de fabrication française (avec
des textes en français)
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Zahlreiche Fotos dieses Kapitels sind von Besuchern der Webseite zur Verfügung gestellt worden. Ihnen allen herzlichen Dank!
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Wie man auf diesem Ausschnitt aus einer kolorierten Postkarte der 50er Jahre unschwer erkennt, stehen hier auf dem Parkplatz vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof hauptsächlich Fahrzeuge französischer Marken: mehrere Peugeot, Renault oder Citroën und nur wenige deutsche: Opel oder VW Käfer. - Hinweis: Gleich zwei Besucher machen auf einen wunderschönen "Buckelford" aufmerksam, der in der zweiten Reihe von links als drittes
Auto von oben steht (siehe auch hier! - Vielen Dank für die Info an Carsten D Brink und Karl Presser.)
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Aufgrund der Wirtschaftsunion mit Frankreich wurden im Saarland von 1947 bis zum Ende der 50er Jahre wesentlich mehr französische als deutsche Fahrzeuge gefahren.
Da bei der Einfuhr von deutschen und auslän- dischen Autos recht hohe Einfuhrzölle fällig wurden, konnte man französische Fahrzeuge im Saarland billiger kaufen. Denn Frankreich galt ja - zumindest wirtschaftlich und zolltechnisch - für die Saar als "Inland".
Die Kinder haben sich zwischen einem Renault 4 CV (siehe Abschnitt 1b) und einem Simca 8 (Abschnitt 2b) für das Foto aufgebaut.
Foto: Christine Schäfer, Niederkirchen.
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A
cause de l’union commerciale de la Sarre avec la France il y eut, dans la Sarre
des années 40 et
50, beaucoup plus de voitures
particulières de fabrication française qu’allemande. Elles
coûtaient moins cher que les voitures d’origine allemande ou d’autres pays, la
Sarre étant en fait considérée comme l’intérieur du pays - du moins
économiquement et sur le plan de la douane.
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Blick über den Parkplatz am Saarbrücker Schloss auf das Alte Rathaus. (Foto: Stadtarchiv Saarbrücken)
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1) RENAULT
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs warfen die französischen
Behörden dem Firmengründer Louis Renault eine Zusammenarbeit
mit den deutschen Nationalsozialisten vor,
und er kam 1944 ins Gefängnis. Dort
starb er nach einem Monat Haft. Am 16. Januar
1945 wurden die Renault-Werke in Boulogne-Billancourt
verstaatlicht und in die "Régie
Nationale des Usines Renault" (RNUR - Staatl. Verwaltung der Renault-Werke)
umgewandelt.
Man baute zunächst
das Vorkriegsmodell Juvaquatre weiter (siehe unten,
Abschnitt a) und ab 1946 parallel dazu den 4 CV, also "unser" Crèmeschnittchen (Abschnitt b). Von 1951 an wurde die Frégate
gebaut, die zur oberen Mittelklasse gehörte (Abschnitt c), und ab
1956 die
Dauphine (Abschnitt d). Foto links: Rainer Freyer.
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Vers la
fin de la Seconde Guerre Mondiale, l’administration française accusa le
fondateur d’entreprise Louis Renault de collaboration avec les
Nazis allemands ; il fut emprisonné et mourut
un mois après en prison. Le 16
janvier 1945, les usines Renault à Boulogne-Billan- court furent nationalisées et
transformées en « Régie Nationale des Usines Renault » (RNUR).
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a) Renault
Juvaquatre
Der Renault
Juvaquatre wurde von 1937 an zunächst als Limousine gebaut (siehe Farbfoto), anfangs
zwei-, später auch viertürig. Schon bald wurde
er auch als Break oder Fourgonette hergestellt. Dieser Fahrzeugtyp wurde gerne
als Lieferwagen für kleinere Transporte verwendet und natürlich auch im Saarland gefahren.
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Das Bild oben zeigt
einen Juvaquatre
Fourgonette,
mit dem die Sport-Zeitschrift SPORT ECHO ausgefahren wurde.
Foto: Landesarchiv
Saarbrücken, B 571 C.
Das Foto links wurde 1953 aufgenommen. Dieser
Juvaquatre
Fourgonette
trägt auf der Rückseite und an den Seiten
Reklame- aufschriften für GROLIN Bohnerwachs. Foto: Egon Groß, Lebach.
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Ein Juvaquatre als zweitürige Limousine
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Dieses hübsche Modell in Grün stammt zwar nicht aus dem Saarland, aber ähnliche Autos können in den 50er Jahren auch bei uns gefahren sein. Foto: http://www.carsablanca.de/
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Die Juvaquatre Fourgonette von Viktor Hussong aus Rohrbach. Interes- sant bei diesem Fahrzeug sind die seitlichen Glasfenster hinten. Gut zu sehen ist auch der außen angebrachte Winker. Foto: Karl Abel, Rohrbach.
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b) Renault 4 CV - das Crèmeschnittchen
Hier folgt nur eine kurze Vorstellung dieses legendären Lieblings der Saarländer. Zahlreiche weitere Bilder, erklärende Texte (z.B. auch über den Namen 'Crèmeschnittchen') und Zeitzeugenberichte finden Sie auf unserer Extraseite mit vielen weiteren Fotos und Berichten
zum 4 CV.
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Das wohl beliebteste Auto der Saarländer war zu jener Zeit das Crèmeschnittchen.
Mit "bürgerlichem Namen" hieß es
RENAULT 4 CV*). Seine Besonderheit waren sein wassergekühlter Heckmotor und seine vorderen Türen, die hinten angeschla- gen waren (an der B-Säule) und sich deshalb
nach vorne öffneten (solche Türen nennt man auch "Selbstmördertüren"). Da auch die hinteren Türen an der B-Säule angeschlagen waren, reduzierten sich so die Herstellungskosten. Der 4 CV wurde nur
als viertürige Limousine gebaut.
Er verfügte über einen Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor mit einem Hubraum von 751 ccm und brachte eine Leistung von zunächst 17, später 19 PS bei 4000 U/min, die ihn auf bis zu 100 km/h beschleunigten. 1950 wurde die Leistung auf 21 PS erhöht. Der 4 CV war mit einem Dreigang-Getriebe,
vier
Sitzplätzen und einzeln aufgehängten Hinterrädern ausgestattet.
Die Zeichnung rechts befindet sich seit 1953 in Tholey auf der Hauswand des damaligen Renault-Händlers. (Im Nummernschild steht die Jahreszahl "1953".)
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Foto: Eduard Schneider, Tholey.
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*) Die Abkürzung "CV" steht in Frankreich für "chevaux vapeur", wörtlich übersetzt "Dampf-Pferde". Damit waren "Steuer-PS" gemeint, die keine reine Leistungsangaben bedeuteten (wie unsere DIN-PS), sondern zur Bemessung der Kfz-Steuer herangezogen wurden (bis zum Jahr 2000). Die Berechnung dieser Steuer-PS erfolgte nach einer ziemlich komplizierten
Formel, bei der die Anzahl der Zylinder und die Größe des Hubraumes eine Rolle spielten.
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Der Werdegang des Renault 4 CV
Louis Renault hatte schon seit 1940 den Bau eines neuen Kleinwagens für eine breitere Käuferschicht geplant. Da die Vichy-Regierung während der deutschen Besetzung Frank- reichs Entwicklung und Bau von zivilen Fahrzeugen unter- sagt hatte, begann man bei Renault ab etwa 1941 in aller Heimlichkeit
damit, den späteren 4 CV zu entwickeln. Sogar Louis Renault soll nichts davon gewusst haben. So konnte man schon unmittelbar nach Kriegsende die ersten Prototypen des 4 CV testen. 1946
wurde der neue Wagen auf dem Pariser Autosalon vorgestellt.
Ab 1947 wurde der 4 CV mit so großem Erfolg verkauft, dass man mit Lieferzeiten von mehr als einem Jahr rechnen musste. Erst 1961 wurde die Produktion des 4 CV eingestellt, nachdem man fast 1,2 Millionen Exemplare davon verkauft hatte.
< Autopflege Anfang der 50er Jahre. Foto: Familie Bellmann.
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Développement de la Renault 4 CV
Louis
Renault avait planifié déjà en 1940 la construction d’une petite voiture pour
une clientèle plus large. Mais comme le gouvernement de Vichy avait interdit
pendant l’occupation allemande de la France la planification et la construction
de voitures civiles, l’entreprise Renault commença en 1941 environ à planifier
clandestinement la future 4 CV. Il
paraît que même Louis Renault n’en savait rien. Cela fit que l’on put tester
aussitôt après la guerre les premiers prototypes. En 1946 la nouvelle voiture
fut présentée au Salon de l’automobile à Paris. A
partir de 1947, la 4 CV se vendit avec un tel succès qu’on devait compter sur
plus d’un an pour la livraison. C’est seulement en 1961 que la production fut
arrêtée après la vente de presque 1,2 millions d’exemplaires.
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Quellen zu den obigen Texten über den 4 CV:
http://de.wikipedia.org/wiki/Renault_4CV / Von der Stunde 0 zum Tag X (s. Lit.verzeichnis) / www.kleinwagenfreunde.de/html/renault4cv.html
Mehr zum Thema CV / PS auf der Seite http://www.motor-talk.de/forum/200-hp-sind-wieviele-ps-t1067922.html?page=1
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ACHTUNG: Viele weitere Fotos und Berichte zum Crèmeschnittchen finden Sie auf unserer Extraseite zum 4 CV!
Vous trouvez beaucoup plus de photos et d'informations sur la 4 CV sur cette page spéciale !
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c) Renault
Frégate (Fregatte)
Nach dem Krieg wollte Renault neben dem 4CV
einen modernen neuen Mittelklasse-Wagen bauen. Heraus kam die Frégate. Sie hatte einen Frontmotor und - als Neuheit - Einzelrad- aufhängung an allen vier Rädern. 1950 wurde sie erstmalig auf dem Pariser Autosalon gezeigt, und vom November 1951 an konnte man sie kaufen.
Ab 1956 war auch eine Kombi-Version der Frégate erhältlich, und zwar unter dem Namen "Domaine".
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Foto: Heiner Lenthe.
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Foto: Heiner Lenthe.
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Die Produktion der Renault Frégate wurde 1960 eingestellt, nachdem 180.000 Stück gebaut worden waren. Nachfolger wurde der Renault 30.
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Werbung der Saar-Auto-Contor, Saarbrücken Titelbild der ACS-Zeitschrift März 1953
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Eine wunderschöne Oldtimer-Fregatte, die außer durch die fehlerhaften SB-Kennzeichen durch ein seltsames Wappen auf der Rückseite auffällt. Fotos: François Touret.
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Anmerkung zu dem Wappen: Eine solche Ausführung ist bisher unbekannt, deshalb ist zu vermuten, dass es sich jemand in späterer Zeit nach eigenen Vorgaben anfertigen ließ. Dabei wurden die Farben falsch verteilt: Im "echten Saarstaat-Wappen" stehen die blauen Felder oben, die roten unten (siehe hier!). Sollten Sie etwas über die
Herkunft dieses Wappens wissen, teilen Sie es uns bitte mit (> Kontakt).
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d) Renault Dauphine
Die Renault Dauphine kam im März 1956 auf den Markt. Da nach dem 1.1.1957 im Saarland nur noch die neuen deutschen Nummernschilder ausgegeben wurden, dürften in den wenigen Monaten (März bis Dez.56) nicht allzu viele Exemplare dieses Typs mit OE-Kennzeichen zugelas-
sen worden sein. Die Familie Falk-Ziebuhr, Saarbrücken, besaß damals ein solches Auto und hat diese drei hübschen Fotos in ihren Fotoalben.
Fotos: Familie Falk-Ziebuhr, Saarbrücken.
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Die DAUPHINE*) war das Nachfolgemodell des Cremeschnittchens. Sie hatte wie dieses einen Heckmotor und vier Türen, die sich aber alle nach hinten öffneten. Es fehlten auch die "abstehenden" Kotflügel des Vorgängermodells 4 CV.
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*) Im Französischen sind die Bezeichnungen für alle Kraftfahrzeuge weiblichen Geschlechts. "La 4 CV" (der 4 CV) war damals "la reine" (die Königin), und so wurde ihre Nach-folgerin "Dauphine" genannt (= Kronprinzessin, Thronfolgerin).
Ihr Reserverad war unter dem vorne liegenden Kofferraum untergebracht, und sie war 30 cm länger als der 4 CV. Dadurch erhielt sie einen geräumigeren Innenraum. Angetrieben wurde sie von einem 4-Zylinder-Reihen-Motor mit anfangs 845 ccm und 26 PS (in späteren Versionen 36 PS). Weitere Merkmale: drei Gänge plus Rückwärtsgang, hydraulische Trommelbremsen an allen vier einzeln aufgehängten Rädern, eine selbsttragende Karosserie,
hydraulische
Stoßdämpfer, Gewicht 635 kg sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h. Sie wurde unter der Typenbezeichnung "R 1090" bis 1963 gebaut.
Das Foto rechts zeigt die Dauphine von Otto Friedrich Nau- mann, Wiebelskirchen (im Bild rechts mit seiner Frau, etwa 1958). Foto: O.F.Naumann.
Diter Mach schreibt uns aus Cartagena de Indias in Kolumbien: Die gute alte Renault Dauphine war mein allererstes "eigenes" Auto-chen - ganz schön gefährlich: Wenn man mit zuviel Gas in die Kurve ging, dann konnte sie hinten (Heckmotor!) auch schon
mal ausbüxen...
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e) Renault Floride
Auf der deutschen Renault-Firmen-Website lesen wir über diesen Fahrzeugtyp:
"Eine lang gestreckte Motorhaube, die elegant gewölbte Panoramascheibe, angedeutete Heckflossen: So ein - um es im Vokabular der 50er Jahre zu sagen – „schnittiger“ Zweitürer konnte doch nur aus den USA kommen. Oder? Zugegeben: Eine waschechte Französin war die Renault Floride nicht. Die Idee zu diesem schlanken Sportwagen wurde bei einem Treffen des damaligen Renault
Chefs Pierre Dreyfus mit US-Händlern geboren, und die flotte Außenhaut stammte vom italienischen Star-Designer Pietro Frua. Doch spätestens, als sich die damals 25-jährige Brigitte Bardot für Werbeaufnahmen genüsslich auf der Motorhaube räkelte, war die Floride so französisch wie der Eiffelturm und so mondän wie St. Tropez. (...)"
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"So extravagant sich die Renault Floride äußerlich gab, so solide zeigte sie sich unter ihrem schicken Blech. Renault hatte clever auf die bewährte Bodengruppe des Bestsellers Dauphine vertraut. Natürlich riss die Floride mit anfänglich 40 PS aus 845 ccm Hubraum keine Bäume aus. (...) 1962 erschien die Floride S mit neuem 956 ccm-Motor, 51 PS und
Scheibenbremsen - einzigartig in dieser Fahrzeugklasse. Zugleich betrat die „große Schwester“ Renault Caravelle die Bühne, ebenfalls ausgestattet mit dem Motor des kurz vorher erschienenen Renault R8, der unter anderem eine fünffach gelagerte Kurbelwelle aufwies." [1]
Die ersten Serienmodelle der Floride präsentierte Renault 1959 auf dem Pariser Automobilsalon.
[1] Zitat von der Website http://www.renault.de/renault-welt/unternehmen/historische-modelle/renault-floride
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Die Floride kam erst Ende 1959 auf den Markt. Aus diesem Grund wurde keine Floride mit OE-Nummer zugelassen. Die Floride S mit dem OTW-Kennzeichen (Bilder oben) wurde 1965 fotografiert. Sie war das erste Auto von Dr. Alfred Simmet, damals Illingen. Fotos: Dr. Simmet.
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2) SIMCA (und FORD France)
Der französische Autohersteller
Simca baute ab 1935 in Nanterre zunächst
nur FIAT-Modelle in Lizenz, und zwar den Simca 5, 6
und 8. Für die Lizenzen erhielt FIAT Aktienanteile
der Simca-Werke. Als erstes eigenständiges Fahrzeug baute Simca ab 1951 den Aronde. Nach der Übernahme der französischen Ford-Werke in Poissy (Département Seine-et-Oise, unweit von Paris) im Jahr 1954 begann Simca mit seiner Vedette-Reihe.
a) Simca 5
Der Simca 5 war die französische Version des Fiat 500 "Topolino".
Auf dem Foto rechts posiert Heinz Landwehr aus St. Wendel neben seinem Simca 5, der auf den Namen "Fifi"
'hörte'. Das Bild wurde etwa 1958 aufgenommen.
Links sehen wir einen Simca 5 in der Seitenansicht, 2009 in Saarlouis.
Fotos: Elmar Landwehr, St.Wendel u. R. Freyer
Der kleine Simca verfügte über einen 4-Zylindermotor mit 570 ccm Hubraum und 13 PS. Sein Leergewicht betrug 560 kg.
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Foto: ARCHIV REDUIT.
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Der Fiat Topolino wurde in Italien auch als Kastenwagen mit einer Nutzlast von 300 kg gebaut. Er trug dort den Namen "Furgoncino". Auch in Frankreich gab es den Simca 5 als kleinen Lieferwagen. Er wurde in dieser Form als "Fourgonnette 250 kg Simca cinq" bezeichnet.
Die Fourgonnette im Bild links gehörte zum Wagenpark der Firma "Pauls Eiernudeln", Rohrbach. Das Baby rechts: "Hier gehts mir gut!"
(Foto: Alois Paul; weitere Fotos von Fahrzeugen der Firma seines Großvaters und Vaters gibt es auf dieser Seite, oben unter Renault 4 CV sowie auf der Seite Nutzfahrzeuge ziemlich unten beim Opel Blitz.)
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b) Simca 8
Foto: Christine Schäfer, Niederkirchen.
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Der Fiat 508 C (ab 1939 Fiat 1100 genannt) wurde von 1937 bis 1951 auch in Lizenz von Simca in Nanterre gebaut. Er hieß in Frankreich Simca 8, verfügte über vier Türen, einen vorne eingebauten Vierzylinder-Reihenmotor mit 1089 ccm und 30 bis 32 PS.
Er hatte ein Vierganggetriebe und Heckantrieb und erreichte eine Höchstge- schwindigkeit von 95 bis 105 km/h.
Foto: Stadtarchiv Saarlouis
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Eine Lieferwagen-Variante des
Simca 8, Baujahr etwa 1950. Es handelt sich um ein Fahrzeug mit großen hinteren Seitenfenstern ("Fourgonnette Vitrée"). Das Auto auf den Bildern war im Département Moselle zugelassen.
(Info von Karl Presser).
Fotos: Karosseriewerke Scheiner, Sbr.
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Simca 8 Sport Cabriolet, Bj. 1950 oder 1951
Technisch baute das Cabrio auf der Simca 8-Limousine auf, es sah aber vollkommen anders aus als diese. Seine Karosserie war aus Aluminium. Sie sollte nach dem Wunsch des damaligen Simca-Chefs Pigozzi dem Ferrari 166 ähnlich sehen.
Der Zweisitzer hatte einen auf 1221 ccm aufgebohrten Fiat-Motor,
der 50 PS leistete. Er erreiche in der Spitze 135 Stundenkilometer. Anfang der fünfziger Jahre war dies ein durchaus sportliches Tempo. Das Cabrio wurde bei Facel-Metallon in Paris gebaut (siehe auch unten unter 6d) und kostete doppelt so viel wie der Simca 8, nämlich fast 920.000 frs.
Das Bild zierte etwa 1952 ein Titelblatt der Zeitschrift Auto Technik und Sport.
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Eine junge Saarländerin aus dem nordwestlichen Saarland mit ihrem Simca 8 Sport Cabrio im Sommer 1956 in dem bekannten französischen Mittelmeer-Badeort Saint Raphaël. Saarländer verbrachten in den 50er und 60er Jahren ihre Ferien sehr gerne an der Côte d'Azur
Für den Zweisitzer hatte die Besitzerin damals als Gebrauchtwagen etwa eine halbe Million Franken bezahlt (ca. 4300 DM, also etwa 2200 €). Das war etwas mehr als die Hälfte des Neupreises (siehe Text zum vorigen Bild).
Foto: Saar-Nostalgie.de
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c) Simca 9 Aronde (nach kurzer Zeit nur noch "Simca Aronde")
Dies war das erste eigenständige (d.h. nicht in Fiat-Lizenz gebaute) Modell der Firma Simca. Es war ein Mittelklassewagen mit 1,1- bis 1,3-ltr.-Motoren (z.B. 1221 ccm, 45 PS, über 120 km/h, 7,5 l/100 km).
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Die Aronde wurde in drei Generationen gebaut:
1951-55: Simca 9 Aronde (zwei Varianten: Elysée und Montlhéry) 1955-57: Typ 90A, 1958-64: Typ P60.
Anfangs trugen die Modelle (wie im Bild oben) eine Art Zierspange an der Frontseite, ab Herbst 1953 wurde diese durch eine einfach gebogene Leiste ersetzt (siehe Bild links; Foto: Karola Hartkorn).
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Die Original-Farbaufnahme oben rechts eines Simca Aronde mit OE-13-Kennzeichen wurde mit freundlicher Genehmigung einem 8-mm-Schmalfilm entnommen, der im Mai 1955 beim Großen Preis des Saarlandes in St. Wendel von Schmalfilmamateuren gedreht wurde. © MCW
Motorsport Historiker St. Wendel. - Von dort kann man DVDs mit den Filmen auch käuflich erwerben (siehe auch Seite Motorsport).
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Die unten abgebildete Simca Aronde Elysée mit dem Kennzeichen 3844-OE7 gehörte Edmund Meier, St. Ingbert. Links neben dem Auto ist sein damals etwa 12-jähriger Sohn Ulrich zu sehen, der uns die Fotos zur Verfügung gestellt hat. Die Aronde parkt hier im August 1957 auf der Fahrt nach Kärnten (mit dem Ziel Wörthersee), kurz nach der Passage durch den Tauerntunnel. Im Bild unten rechts sieht man den Vater
1956
hinter seiner Aronde, mit der er gerade den St. Ingberter "Staffel" bezwungen hat. So nannte man damals die Serpentinen- straße, die von der jetzigen BAB-Ausfahrt St. Ingbert-West auf die "Ensheimer Höhe" (Richtung Flugplatz) hinaufführt. Ulrich Meier berichtet: "Den Staffel rauf wars nicht weit, es folgte jeweils der Spaziergang auf der Höhe bzw. dann ging es wieder runter ins 'Ensheimer Gelösch' (bitte nicht fragen, wo dieser Name herkommt!).
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Die Kurven waren - d.h. die ganze
Straße war - allerdings damals sehr viel enger
als heute. Mein Vater war zwar ein ausgezeichneter Maschinenbauer,
aber das Autofahren war ihm recht anstrengend.
Der Simca war übrigens
für meinen Vater eher noch zusätzlich stressfördernd.
Ständiger Blick auf die Kühlwasser-Temparaturanzeige,
nahezu keine lange Urlaubsreise ohne Schaden an der
Kühlung. Ein altertümlicher Motor, langhubig.
Viele Reparaturen. Wir fuhren ihn aber trotzdem so lange,
bis er (fast) auseinanderfiel." Fotos: Ulrich Meier.
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Die Fotos links und unten rechts zeigen ein und dasselbe Fahrzeug. Es stellt eine der beiden Lieferwagen-Versionen der Simca Aronde dar, die den Beina- men "Messagère" führte.
Das hell lackierte Fahrzeug gehörte zu den Karosseriewerken Schreiner; es war wohl um 1952/53 gebaut worden.
Die anderen Lieferwagen-Varianten des Aronde waren hinten mit Glasscheiben versehen. Sie wurden als "Aronde Châtelaine" und "Aronde Commerciale" vertrieben (ohne Abbildung). Preise 1954: 735.000 bzw. 690.000 Frs.
Diese drei Bilder: Werkfotos der Karosseriewerke Schreiner
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Fotos: Torsten Gatzke, Völklingen
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Die nächsten beiden Bilder zeigen die Simca Aronde des Oberstudienrats Peter Schirra, im Bild rechts der Herr in der Mitte. Er unterrichtete am Gymnasium St. Wendel. Das Foto wurde vor der Kaserne in Hemer bei Iserlohn im April 54 aufgenommen.
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Unten: Auf Ferienfahrt in Bad Aussee im Salzkammergut am 11. Aug. 1955. Die Dame ist P. Schirras Frau Ria, geboren 1920 in der Herrmannstraße Neunkirchen als R. Linnenberger. Fotos: Wolfgang Linnenberger.
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Links die Simca Aronde der Familie Beilstein, St. Wendel, im Jahr 1951. Sie hat vorne noch die bei den frühen Modellen ver- wendete "Zierspange".
Foto: Beilstein, St. Wendel
Die Aronde rechts wurde etwa 1957 in Saarbrücken auf dem Saarbrücker Messe- gelände fotografiert. Ihr Besitzer kam aus dem Kreis Saarlouis (OE16).
Foto: Ferdinand Kleineick.
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c) Simca 9
Sport Coupé
Dieses schnittige Auto
gehörte dem Chef der Brauerei Bruch in Saar- brücken.
Das Coupé wurde gebaut von "Facel Metallon" in Paris von 1951 und 1955, aber nur in einer Mini-Stückzahl von 1440. Es kostete 1954 1.296.550 Francs.
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Das Coupé Sport zeichnete sich durch einen geräumigen Innenraum aus, seine Rücksitze waren allerdings recht klein. Es verfügte über einen Knopf zum Starten, Lenk- radschaltung, Ledersitze und viel Chrom.
Foto: Brauerei Bruch. Infos: hr-online.de und Simca-Werbung.
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d) FORD Vedette (von Simca / FORD France in Frankreich gebaut)
Die in den französischen Ford-Werken in Poissy gebauten Ford Vedette-Fahrzeuge waren die Vorläufer der Simca Vedette, die weiter unten beschrieben wird (unter f). Die Ford Vedette wurde dort von 1948 bis 1954 produziert.
Anzeige aus der Zeitschrift SAAR-HANDEL Nr. 14 vom 25.12.1949 (vielen Dank an Torsten Gatzke).
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Die Ford Vedette war zwar von Ford-USA in Detroit
entwickelt worden, wurde dort jedoch nie gebaut. Stattdessen produzierte sie die Ford France SA in ihrem Werk in Poissy (Département Seine-et-Oise) und brachte sie ab 1948 auf den französischen Markt.
Sie wirkte wie ein Ford Mercury von 1949 im Kleinformat und sorgte mit ihrer recht bulligen Karosserie und dem Fließheck für Aufsehen im Nachkriegs-Europa. Als ein PKW der Oberklasse verfügte sie über einzeln aufgehängte
Vorderräder und einen V8-Motor mit Seitenventilen und 2.158 ccm Hubraum. Ihre hinteren Türen öffneten sich nach vorne ("Selbstmördertüren") und die vorderen nach hinten (umgekehrt als beim 4 CV, siehe oben!). Die Karosserie war mit dem separaten Fahrgestell
verschraubt.
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Bei den
ersten Exemplaren der Vedette soll es von 1949 bis 1951 zahlreiche mechanische
Probleme gegeben haben. Daher ließen die Verkaufszahlen zu wünschen übrig. Man konnte eine frisch bestellte Vedette ohne lange Wartezeit erhalten,
wogegen man sich z.B. beim Citroën Traction Avant oft ein bis eineinhalb Jahre
gedulden musste. 1953 wurde die Vedette modernisiert, ohne dass dadurch
der Verkauf stark angekurbelt worden wäre.
Als Simca die Fordwerke in Poissy 1954 übernahm, wurde die Produktion der Ford
Vedette eingestellt und an ihrer Stelle die Simca-Vedette-Reihe
in Angriff genommen - siehe folgenden Abschnitt e)!
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Die beiden Fotos zeigen eine Ford Vedette Baujahr 1951. Das Bild rechts wurde kurz nach ihrer Auslieferung im Frühjahr 1951 aufgenommen, und das Foto links zeigt ihre Rückfront im Oktober 1953. Der kleine Kerl ist der damals vier Jahre alte Kurt Harrer, der uns die Bilder jetzt zur Verfügung gestellt hat. Die Dame ist seine Mutter. Fotos: Kurt Harrer.
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Das oben abgebildete Fahrzeug war ein Ford-Vedette 54 (F22E) in Dover-Grau, geliefert von der Firma Auto-Industrie GmbH Saarbrücken, die damals noch in der Bleichstraße 11-15
war (wo sich heute die "Garage" befindet, siehe Bild unten!). Das Fahrzeug wurde im Juli 1954 nach Quierschied verkauft und kostete einschließlich Überführung und fünf Reifen 165/400 mit weißen Flanken genau 975.700 Franken - fast eine Million (nach den jeweils letzten
Kursen umgerechnet ca. 8.300 DM oder 4.240 €). Das polizeiliche Kennzeichen lautete 6222 - OE 14. Heiner Lenthe, der Sohn des Besitzers, (im Bild) kann sich noch genau erinnern, wie sein Vater, mit ihm auf dem Beifahrersitz, den Wagen in der Bleichstraße abholte und vorsichtig aus der Fordgarage herausfuhr. Foto: Heiner Lenthe.
Das linke Foto zeigt die alte Ford-Garage der Firma Auto-Industrie in der Bleichstraße in Saarbrücken. Auf dem Bürgersteig steht eine ESSO-Tankzapfsäule. Die Auto-Industrie war Simca- und Ford-Großhändler für das Saarland. Das Foto rechts zeigt die Ford-Vedette, die Kurt Harrer heute noch als Oldtimer fährt. Foto: Kurt Harrer. Briefausschnitt: Freistempler-Sammlung v. Elmar Landwehr, St. Wendel.
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Auf diesem Zeitungsfoto sehen wir eine FORD Vedette als ersten Wagen einer Autokolonne der FORD-Werke. Auf dieser Schau- und Werbefahrt fuhren im Jahr 1952 mehrere Ford-PKW durch Saarbrücken und alle größe- ren Orte des Saarlandes.
Besonders die Vedette war überall von Zuschauern umringt, die sich für diese Aufsehen erregende Neuheit interessierten. Sie bestach besonders durch ihre sehr modern wirkende Karosserie.
Die Werbe-Karawane war von der Firma Auto-Industrie initiiert worden.
Wer kann den Ort identifizieren, in dem das Foto aufgenommen wurde? (> Kontakt)
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e) FORD Comète Coupé
Ein FORD Comète Coupé von 1951 (wahrscheinlich in der ursprünglichen Ausführung) mit VWS-Nummer. Der
LKW daneben mit der Aufschrift "VESPA" gehörte der Fa. Auto-Industrie, die auch eine Vespa-Vertretung hatte (siehe hier).
Der Ford Comète war ein von Ford France SAF im Werk in Poissy von 1951 bis 1954 produzierter PKW der Oberklasse.
Er war mit einem V 8-Motor ausgerüstet,
wie er auch in der Limousine verwendet wurde.
Foto: ARCHIV REDUIT.
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f) Simca Vedette
Nach der Übernahme der französischen Ford-Werke in Poissy bei Paris (1954) setzte Simca ab 1956 die zur Oberklasse gehörende Ford-Vedette-Reihe (siehe weiter oben unter d) fort und brachte sie als Simca-Vedette auf den Markt.
Die Simca-Vedette-Reihe gab es zunächst in vier verschiedenen Ausstattungsvarianten:
Régence, Trianon, Versailles und Marly. Die letztere war eine Kombi-Version. Die nach Deutschland gelieferten Modelle der Simca Vedette hatten meist einen V8-Motor von Ford mit 2,3 Litern Hubraum und 72 bis 84 PS. 1958 wurde die Simca-Vedette überarbeitet und in den Versionen Beaulieu (1958), Présidence (1959) und Chambord (1960) vertrieben.
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Der Simca Versailles oben gehörte der Familie Gross in Lebach. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1956. Zu dieser Zeit waren Farbfotos in privaten Fotoalben noch eine Seltenheit. Foto: Egon Gross, Lebach. Das Bild unten rechts zeigt die Heckpartie eines anderen Simca Versailles aus dieser Zeit. An der Seite kann man die Typenbezeichnung gut erkennen. Foto: Landesarchiv Saarbrücken.
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Das Foto links zeigt den Ausstellungsraum einer saarländischen Simca-Vertretung, in der auch eine Vedette gezeigt wurde. Foto:Torsten Gatzke.
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3) Citroën:
a) Citroën 2 CV ("deux chevaux" - die Ente)
Der 2 CV wurde von 1948/49 an gebaut. Er war recht preisgünstig und mit einfachster Technik ausgestattet. Auch im Saarland war er ziemlich beliebt. Es gab ihn auch als "Kasten-
ente" und wurde so z.B. von der Saar-Post
als Zustellauto verwendet.
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b) Citroën Traction Avant
Im schicken Auto zum Sonntagsausflug
an die Mosel...
Mehr über
diesen Fahrzeugtyp in Kürze hier mit vielen weiteren Fotos!
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Dieser Citroën 11 CV soll der Wagen des Landrats von St.Wendel gewesen sein. Foto: H.W., St. Ingbert.
Mit dem 15 CV unterwegs im Gebirge. Foto: Brauerei Bruch, Saarbrücken.
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c) Citroën DS 19
Der DS 19 war das Nachfolgemodell des Traction Avant. Er wurde auf dem Pariser Autosalon von 1955 vorgestellt und erweckte schon allein durch sein zukunftsweisendes Design sofort ein riesiges Interesse bei den Autokäufern.
Alle DS-Modelle (es gab später auch den DS 20, 21, 23) waren mit 4-Zylinder-Reihenmotoren ausgerüstet. Sie hatten Servolenkung und an allen vier Rädern eine hypnopneumatische Federung.
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Die Buchstabengruppe "DS" klingt wie das französische Wort "la déesse" ("die Göttin"). Diese Bedeutung wurde von den Franzosen für das 'göttliche Fahrzeug' schnell adoptiert.
Wie aus der Anzeige des Autohauses Seibert in Saarbrücken zu ersehen ist, wurde der DS 19 ab 1956 auch im Saarland angeboten. Leider liegt uns bisher keine Aufnahme eines DS mit einem OE-Kennzeichen vor. Es dürfte auch nicht viele davon gegeben haben, und wenn es welche gab, müssten sie noch im Jahr 1956 zugelassen worden sein.
Foto: Brauerei Bruch. - Anzeige aus "Neueste Nachrichten" von Anfang März1956, zur Vergung gestellt von Jürgen Schmitt, Frickenhausen.
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4) Peugeot
a)
Nach dem Krieg verkaufte Peugeot zunächst den schon in den 30er Jahren entwickelten Typ 202 weiter. 1947 wurde ein neues Modell angekündigt und auf dem Pariser Autosalon von 1948 erstmals vorgestellt: der Peugeot 203. Bis 1954 (als der 403 kam), baute man in Sochaux nur diesen einen PKW-Typ, und zwar als Limousine, Cabriolet oder Kombiversion.
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Diese zwei Peugeot 203 standen vor der Schlosserei Kinzer in der Kirchenstraße in Merchweiler
Foto: Martin Kinzer, Merchweiler.
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Der 203 war nicht etwa die Weiterentwicklung eines früheren Fahrzeugtyps von Peugeot, sondern ein nach dem Krieg vollkommen neu entwickeltes Modell. Herausragende Merkmale waren eine selbsttragende Karosserie, ein qualitativ hochwertiges Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorne, hydraulische Bremsen und sparsame Verbrauchswerte. Äußerlich erinnerte
er an eine stromlinienförmige amerikanische Limousine im Kleinformat. Obwohl die meisten neuen Autos nach dem Krieg mit dem Aufkommen der Pontonkarosserien ein Stufenheck erhielten, gönnte man dem Peugeot 203 noch einmal ein Fließheck, wie es zuvor in den späten 30er Jahren weit verbreitet war. Sein cw-Wert betrug 3,7.
Foto: Ferdinand Kleineick, Bischmisheim.
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Angetrieben wurde der neue Peugeot von einem leichten, aber robusten Motor mit vier schrägstehenden Zylindern und 1290 ccm Hubraum, in denen eine Leistung von 45 PS erzeugt wurde. Damit erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeiten von etwa 140 km/h.
Der Peugeot 203 verfügte über ein synchronisiertes Vierganggetriebe mit Lenkradschaltung. Zwei in Reihe geschaltete 6-V-Batterien sorgten bereits damals für eine Bordspannung von 12 Volt.
Foto: Jürgen Konrad, Wadgassen.
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Man konnte den 203 mit oder ohne Schiebedach kaufen. Es gab ihn auch als Cabriolet und man konnte zwischen verschiedenen Radständen wählen. Die Kombiversionen wurden unter den Namen "Commerciale" und "Familiale" vertrieben.
Im Laufe der Jahre wurden regelmäßig Verbesserungen am Peugeot 203 vorgenommen, die sich vor allem auf das Fahrverhalten und den Komfort auswirkten.
Die Fertigung des 203 wurde erst 1960 eingestellt. Bis dahin waren insgesamt über 680.000 Exemplare in verschiedenen Varianten verkauft worden.
Fotos: Ferdinand Kleineick, Bischmisheim.
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Bordeauxrot war dieser 203, der Rainer Glaeske aus Lebach gehörte. Er hat ihn später restauriert und verkauft. Fotos: Rainer Glaeske, Lebach.
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Foto links: Ferdinand Kleineick, Bischmisheim; Zeichnung: Autohaus Kochte und Rech,
Arndtstraße 21-25, Saarbrücken (aus einer Werbung der 50er Jahre)..
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Foto: Heiner Lenthe.
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Ist Ihnen auf dem Foto rechts und auf dem ersten 203-Foto weiter oben der kleine graue, halb durchsichtige Insektenfänger aufgefallen? Mit ihm sollte verhindert werden, dass Fliegen und Mücken die Windschutzscheibe verunreinigten. Richtig platziert, fing er in der Tat eine Menge des Ungeziefers ab, bevor es auf die Scheibe aufprallen konnte. Es gab ihn
sicher auch für andere Fabrikate, aber auf Fotos des 203 sieht man ihn recht häufig.
Über eine weitere interessante Einrichtung beim 203 berichtet Karl-Heinz Braun, Merzig. Seine Eltern legten sich 1954 nach einem Panhard Dyna X (siehe weiter unten!) einen gebrauchten Peugeot 203 zu:
Das Baujahr weiß ich nicht mehr, aber ich erinnere mich noch ganz genau an eine kleine Kurbel im Handschuhfach. Bei längerem Regen schaffte es die Fahrzeugbatterie nicht mehr, die Scheibenwischer zu betätigen. Dann wurde diese Kurbel in eine Vertiefung unter dem Armaturenbrett eingeschraubt und dann wurde damit von Hand der Scheibenwischer betätigt.
Waren wir Kinder Beifahrer, durften wir das tun und freuten uns auf jeden Regen.
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Welche Marke? Es muss etwa 1950 gewesen sein, ich war vielleicht 7 oder 8 und konnte wohl gerade Schreibschrift lesen. Am Unteren Markt stand ein Auto, ich wollte gerne
die Marke wissen. Ich lief zu meiner "Tante Gisela", die im Haus Rettig wohnte. "Auf dem Auto steht vorne Geu-ge-ot drauf - was heißt denn das?" Sie überlegte
ein bisschen, dann lachte sie laut: "Das ist ein Pö-scho!!!" Und dann war es mir klar, denn das hatte ich schon oft gehört. Aber ich kann mir bis heute nicht erklären, warum die das "P" wie ein "G" schreiben!
Text: und Farbfoto: R. Freyer,.
S/W-Foto: Ferdinand Kleineick.
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5) Panhard
Die Pariser Société Panhard-Levassor gehörte zu den ältesten Fahrzeugherstellern Europas. Schon 1891 begann sie mit der serienmäßi- gen Produktion von Kraftfahrzeugen. Nach dem 2. Weltkrieg baute Panhard Panzer und Lastwagen, aber auch
kleine PKW mit luftgekühlten Boxermotoren. Folgende Modelle wurden produziert:
Dyna X (1945-54) Junior (1951-56) Dyna Z (1953-59) PL 17 (1959-65) CD (1962-65) 24 (1963-67)
Die Firma wurde 1955 zu 25 % und später vollständig von Citroën übernommen. Nach 1967 verschwand sie gänzlich vom Markt. (Angaben aus wikipedia.)
Panhard
wagte sich bei der Konstruktion des Dyna X an eine Verbundkonstruktion aus
Aluminium und Stahl. Karosserie und auch tragende Teile waren aus
Aluminiumblech oder Aluminiumguss gefertigt. Bei Motor und Getriebe wurde
dieser Werkstoff, wo möglich, ebenfalls eingesetzt. Man entschied sich für klassischen
Leichtbau, bei einer Serienlimousine damals ein ungewöhnliches Vorgehen. Die
Konstruktion erlaubte, da nicht selbsttragend, relativ einfach weitere
Karosserievarianten wie z.B. Roadster, Lieferwagen und offene Pritsche. Der
Lieferwagen (Fourgonnette), siehe die Anzeige unten rechts, ließ eine Zuladung von
500 kg bei einem Leergewicht von weniger als 650 kg zu.
Zu Produktionsbeginn bestand die Karosserie der Dyna Z gleichfalls aus
Aluminium. Ab Mitte der Modell-Laufzeit etwa wurde, nach und nach mehr, am Ende
aber praktisch komplett, Stahlblech verbaut.
Eine späte Ehre erfuhr
Panhard dadurch, dass nach der Ölkrise in den 70ern und damit verbundenem Ruf
nach sinkendem Kraftstoffverbrauch und weniger Fahrzeuggewicht, mancher Karosserie-Entwicklungsingenieur auf
französischen Schrottplätzen auf der Suche nach frühen Dynas gesichtet wurde. Er
konnte sich dort ein eigenes Bild vom Langzeitverhalten eines Gewicht
sparenden, aber konstruktiv nicht gerade einfach zu beherrschenden
Stahl-Alu-Verbundbaus machen. (DieserText über die Verwendung von Aluminium bei Panhard: Karl Presser.)
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a) DYNA X
(Zeitungsausschnitte: Torsten Gatzke, Völklingen)
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Der Dyna X war das erste Nachkriegsmodell von Panhard. Er hatte Vorderradantrieb, 4-Gang-Schaltung und einen 2-Zylinder-Boxermotor mit zunächst 610 ccm und 24 PS. Er war später auch mit bis zu 40 PS starken Motoren zu haben. Sein Aussehen erinnerte ein wenig an die Auto- scooter-Wagen auf der Kirmes.
Das Bild rechts zeigt einen Panhard Dyna X bei einem Oldtimer-Treffen in Kirkel. Foto: Torsten Gatzke.
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Zu den drei Fotos unten erzählt Karl-Heinz Braun, Merzig:
Mein Vater war von 1948 bis 1960 Braumeister der Brauerei Becker in St. Ingbert (daher OE 7). Er kaufte den Wagen 1952 (wahrscheinliches Baujahr 1949) gebraucht und bezahlte 350 000 Franken dafür. Er war nicht sehr schnell, und deshalb fuhren wir von St. Ingbert nach Teisendorf/ Oberbayern (etwa
600 km) in zwei Tagen. Dort hatten wir ein Urlaubsquartier für 14 Tage.
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Mein Bruder (der größere Junge) und ich bekamen dort eine Lederhose gekauft, die wir gleich tragen durften. Nach zwei Wochen hatten wir sie so abgerutscht, dass wir auf der Heimfahrt keine Angst vor dem Zoll zu haben brauchten, denn sie sahen nicht mehr neuwertig aus. Das Bild oben links hat
meine Mutter aufgenommen. Es zeigt meinen Vater, meinen Bruder und mich (der kleinere
Junge, damals acht Jahre alt) kurz vor der Heimreise.
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Das Bild (oben rechts) hat mein Vater gemacht und zeigt meine Mutter (mit Hut), meinen Bruder und mich mit dem bayerischen Ehepaar, das uns, wie es damals üblich war, ihr Schlafzimmer als Ferienquartier überließ. Mein Vater verkaufte den Wagen zwei Jahre später wieder. Er erhielt nur 10 000 Franken (!) weniger als er ursprünglich bezahlt hatte und kaufte
dann
einen gebrauchten Peugeot 203. Das letzte Bild unseres Panhards habe ich in der Kaiserstraße in St. Ingbert gleich neben der Brauerei Becker aufgenommen. Wir wohnten dort von 1948 bis 1960. Karl-Heinz Braun, Merzig, im Februar 2012.
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b) DYNA Z (oder DYNA 54)
Der Panhard DYNA Z erschien 1953 auf dem Markt und wurde bis 1959 in einer Stückzahl von über 300.000 hergestellt. Motor: Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit 42 PS, 851 ccm Hubraum und Luftkühlung. Ab 1958 gab es auch eine Version "Tigre"
mit 50 PS, später sogar mit 60 PS, Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h. Der DYNA Z hatte Frontantrieb und ein 4-Gang-Getriebe mit Lenkradschaltung. (Foto links: Rainer Freyer, 2007.)
Die Bilder unten zeigen zwei Panhard DYNA Z. Links am St. Gotthard in den späten 50ern (daher schon mit OTW-Kennzeichen). Rechts in Lindenberg (Pfalz), Mitte der 50er.
Fotos: Edgar Sosalla (am St. Gotthard) und Gerhard Fell, Bexbach.
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c) Panhard PL 17 (1. Serie)
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Der Panhard PL 17 wurde anfangs wie sein Vorgänger Dyna Z mit einem Zweizylinder-Boxermotor mit 851 ccm und 42 PS ausgeliefert. "PL" steht für Panhard und Levassor, die Herstellerfirma der Panhard-Fahrzeuge.
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ACHTUNG: Diese Fotos wurden 2009 in Homburg bei der 50-Jahr-Feier zum Tag X aufgenommen. Der gezeigte Oldtimer war von seinem Besitzer wohl nur als "kleiner Gag" mit OE7-Schildern ausgestattet worden. Der PL 17 kam erst im Juni 1959 auf den Markt, und deshalb ist es ausgeschlossen, dass Fahrzeuge dieses Typs noch mit OE-Kennzeichen zugelassen wurden (siehe
Seite Kfz- Kennzeichen unter 2 und 8). Trotzdem gratulieren wir dem Besitzer zu seinem wunderschönen Panhard! Fotos: Rainer Freyer.
Wir suchen noch Originalaufnahmen von Panhard-Autos mit originalen SA- oder OE-Kennzeichen. Wer kann helfen? (> Kontakt).
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6) Sonstige französische Fabrikate
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a) Bugatti 57 Cabriolet
Dieser schnelle Tourenwagen war im Bugatti-Werk gebaut worden und hatte vier Sitzplätze. Er wurde im Februar 1935 an den Autohändler Ambrosius in Saarbrücken ausgeliefert und an H. Seibert in Saar- brücken für 58.000 Franken verkauft (das Saargebiet gehörte
bis zum 28.2.1935 wirtschaftlich noch zu Frankreich). Der Wagen trug folgende Hersteller- Kennzeichnung:
Cabriolet 7.2.3.5, Fahrwerk: 57309, Motor: 164.
Sein amtliches Kennzeichen lautete damals:
SAAR 33333.
Vielleicht können Sie bei der Beantwortung noch offener Fragen zu diesem Fahrzeug helfen:
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Das Fahrzeug im Foto rechts steht hier etwa 1947 vor der Bugatti-Werkstatt Louis Dorget in Nancy. Es war nach dem Krieg in Saarbrücken mit dem Kennzeichen SA 05 6012 zugelassen worden. Der jetzige Besitzer möchte gerne herausfinden, ob alle drei Fotos dasselbe Fahrzeug zeigen. In diesem Fall hätte die Karosserie in der Zwischenzeit einige Änderungen erfahren:
Die Kotflügel wären verlängert und die Stoßstangen ausgetauscht worden. Es er- scheint ziemlich unwahrscheinlich, dass Bugatti vor dem Krieg zwei gleiche "Stelvio" Cabriolets an die Saar geliefert haben soll.
Der Wagen in dem späteren Bild (rechts) ist in den Farben Schwarz-Gelb lackiert, in denen Bugatti üblicherweise die Fahrzeu- ge auslieferte, während der in den Bildern unten und oben einfarbig ist.
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Das Foto links zeigt ziemlich sicher wieder dasselbe Fahrzeug wie das erste Bild (mit dem SAAR-Kennzeichen).
Es ist schwierig zu entscheiden, ob die Fahrzeuge identisch sind. Es gibt noch einige Fragen zu klären. Wenn es ein und dasselbe Fahrzeug wäre, könnte es z. B. in der Werkstatt der Firma Hermann Seibert, Sbr., Dudweiler Str. 71 umgebaut worden sein, an die es 1935 verkauft wurde. Weiß jemand mehr über die Firma Seibert? Könnte sie solche Umbauten vorgenommen
haben?
Bitte melden Sie sich, wenn Sie bei der Beantwortung der Fragen helfen können! (> Kontakt).
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Jean Kind schreibt seine Ansicht zum Vergleich der hier gezeigten Bugattis (siehe Anhang ganz unten auf dieser Seite!) Lisez dans l'annexe en bas de cette page-ci le commentaire de Jean Kind sur les deux Bugatti d'en haut.
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b) Salmson S4-61
1896 begann die Firma "Emile Salmson & Cie" mit der Konstruktion von Benzinmotoren und baute bis zum 2. Weltkrieg in Boulogne-Billancourt Flugzeug-Sternmotoren. 1920 brachte sie ihr erstes Automobil heraus, den Cyclecar GN Salmson. Zahlreiche weitere zumeist exquisite Modelle folgten. Bis 1928 gewannen Salmson-Fahrzeuge 550 Rennen und stellten 10 Weltrekorde auf.
Das hier gezeigte Modell S4-61 wurde von 1938 bis 1951 gebaut und bescherte der Firma zusammen mit dem Modell S4E ein Nachkriegs-Comeback. Es hatte einen 4-Zylinder-4-Takt- Reihenmotor mit 1732 ccm und 55 PS.
Ende der 50er Jahre endete die Salmson- Autoproduktion, und die Fabrik in Billancourt wurde von Renault aufgekauft.
Foto: Fritz Francke, Mainz.
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c) Hotchkiss 680 (?)
Der amerikanische Ingenieur Benjamin Berkeley Hotchkiss gründete 1875 in den USA ein Rüstungsunternehmen. Da seine Waffenerfindungen in den USA niemanden überzeugten, zog er nach Frankreich und baute dort die Société Anonyme des Anciens Etablissements Hotchkiss et Cie auf. Weil die Nachfrage nach ihren Rüstungswaren zu gering war, beschloss die Firma zu Beginn des 20.
Jahrhunderts, in den Automobilbau einzusteigen.
In den 30er Jahren brachte Hotchkiss das PKW-Modell 680 heraus. Nach dem Krieg wurde die Produktion dieser Limousine wieder aufgenommen. Sie verfügte über eine 3-Liter- Sechszylindermaschine mit 80 PS.
Das abgebildete Fahrzeug ist wahrscheinlich ein solcher Hotchkiss 680. Er wurde im Winter 1950/51 in Saarlouis aufgenommen. Sein Kennzeichen endet auf LH 4, er war demnach im Département Moselle zugelassen.
Foto: Stadtarchiv Saarlouis.
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d) Facel Vega HK 500
Die Facel-Werkstätten (Forges et Ateliers de Construction d’Eure et Loir) in der Nähe von Paris bauten nach dem Krieg Karosserien für bekannte französische Autohersteller wie Ford France (z.B. den Ford Comète, siehe oben unter 2e) und Simca, weil deren Produktionsstätten noch nicht wieder aufgebaut waren. Ab
1954 begann Facel damit, eigene luxuriöse Personenwagen in Kleinserien herauszubringen. Man nannte sie Vega, nach dem gleichnamigen Stern. Der erste war der Facel Vega FVS, 1958 folgte der HK 500, von dem Sie hier drei Exemplare sehen können. Sie sind alle im Saarland gelaufen. Spätere Modelle hießen Vega Excellence, Facel III (siehe Bild unten!), Facel 6 und Facellia.
Der Facel Vega HK 500 verfügte zunächst über einen V8-Motor mit 5,8 Litern Hubraum und 335 bis 360 PS, ab Frühjahr 1959 einen Chrysler-Motor mit 6,3 Litern Hubraum und bis zu 390 PS. Er erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 230 km/h und konnte damals schon elektronisches Zubehör wie Fensterheber, Antenne,
Klimaanlage etc. aufweisen.
Knapp 500 Stück wurden davon gebaut, einige befinden sich noch heute in Händen begeisterter Sammler. (Text nach Infos von Dr. Simmet und aus wikipedia.) Bild unten: ein Facel III im Deutsch-
Französischen Garten vor dem ursprünglichen Musikpavillon oberhalb der Wasserorgel.
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Logo der französichen Automobilmarke Facel Vega. (Quelle: Facel Broschüre / adaptiert. Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Firma Facel. Diese Datei stellt ein Logo oder ein ähnliches Objekt dar. Da es dem Marken- oder Namensrecht unterliegt, müssen bei der Weiterverwendung diese Schutzrechte beachtet werden. Die Datei darf ausschließlich zu enzyklopädischen Zwecken und in mit dem Logo im Zusammenhang stehenden Artikeln
verwendet werden.) - Fotos: Dr. Alfred Simmet.)
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Diese Seite wird demnächst durch weitere französische Fahrzeuge mit saarländischen Kennzeichen ergänzt.
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Wenn Sie, verehrte Leser,
noch private Fotos
von Autos oder Motorrädern mit SA- oder OE-Kennzeichen besitzen, würden wir uns
freuen, wenn Sie sie uns zur Veröffentlichung
auf dieser Webseite zur Verfügung stellen würden
(wir benötigen nur eine Kopie von Ihren Fotos). Bitte
rufen Sie an oder senden Sie eine e-Mail (Nummer
und Adresse finden Sie auf der Seite Kontakt).
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ANHANG zu Bugatti
Jean Kind schreibt uns zum Vergleich der weiter oben gezeigten Bugattis (er hatte hochaufgelöste Fotos zur Überprüfung von Details zur Verfügung):
A) Die Bilder 1 und 3 dürften ein und dasselbe oder zwei sehr ähnliche Fahrzeuge zeigen.
1) Bei beiden Autos enden die vorderen Kotflügel vorne fast oberhalb der Räder.
2) Die vorderen Kotflügel tragen beide auf der Oberseite eine Positionsleuchte.
3) Auf Bild 1 kann man hinter den Scheinwerfern die Winker erahnen; den rechten davon kann man im Bild 3 sehen.
4) Die Windschutzscheiben sind identisch, aber in Bild 3 stehen die Scheibenwischer in einer ungewöhnlichen Stellung.
B) Das Auto in Bild 2 ist offensichtlich ein anderes Cabrio-Modell von Bugatti.
1) Die vorderen Kotflügel gehen vorne bis auf die Höhe der Stoßstange hinunter.
2) Der äußere Zierring der Windschutzscheibe ist anders als in Bild 1.
3) Auf der Oberseite der vorderen Kotflügel befinden sich keine Positionsleuchten.
4) Ein wichtiges Detail ist der Abstand zwischen dem hinteren Rand der Tür und der Vorderseite des hinteren Kotflügels. Im Foto 2 scheint dieser Abstand, trotz der Spiegelung des Kotflügels in der schwarz lackierten Karosserie an dieser Stelle und des ungünstigen Blickwinkels (man erahnt die Fugenleiste zwischen Kotflügel und Karosserie), kürzer zu sein
als beim Cabrio im Bild 3. Fahrgestell und Radstand des Wagens in Bild 2 wären demnach kürzer als die des oder der anderen Cabrios (Bild 1 und 3), was darauf schließen lässt, dass es sich tatsächlich um zwei verschiedene Fahrzeuge handelt.
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Annexe ( Bugatti )
Jean Kind nous écrit à propos de la comparaison des Bugattis que vous voyez plus haut (il disposait de photos de haute définition):
A) Les autos des photos 1 et 3 pourraient être une seule et même voiture, tout au moins d'un même modèle.
1 - Les ailes avant se terminent juste à l'avant et sur
le haut des roues.
2 - Les ailes avant portent chacune sur le dessus un feu
de position.
3 - On devine sur la photo 1, juste derrière
les lunettes de phares, les flèches de direction dont on voit celle
du côté droit sur la photo 3.
4 - Les pare-brise sont identiques, mais sur la photo 3 les balais d'essuie-vitre sont arrêtés de manière
insolite.
B) L'auto de la photo 2 stationnée à
Nancy devant un garage, est manifestement un autre modèle de
cabriolet Bugatti.
1 - Les ailes avant descendent jusqu'au niveau du
pare-choc. Ce pare-choc est d'ailleurs d'un modèle différent de
celui de la voiture de la photo 1.
2 - L'enjoliveur exterieur du pare-brise est d'un type
différent de celui de la voiture sur la photo 1.
3 - Il n'y a pas de feux de position sur le dessus des
ailes avant.
4 - Un détail plus significatif est la distance entre l'arrière
de la portière et l'avant de l'aile arrière. Dans le cas du
cabriolet Bugatti de la photo 2 il semble que cet écart,
malgré le reflet de l'aile dans la caisse peinte en noir brillant à
cet endroit et une perspective défavorable (on devine le filet du
joint entre l'aile et la caisse), soit plus court que dans le cas du
cabriolet sur la photo 3. Le chassis et l'empattement de
la voiture 2 photographiée devant le garage Dorget à Nancy
seraient alors plus courts que ceux de l'autre (ou des deux autres)
cabriolet(s), ce qui impliquerait nécessairement un modèle de
voiture différent.
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Diese Seite wurde begonnen 2008 und zuletzt bearbeitet am 08.05.2012
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